25.05.2019, von Wolfgang Bohlender

Einsatzort:“Klinge“ Eichenbühl

Feuerwehr Eichenbühl, BRK Eichenbühl und THW Miltenberg vollzogen eine gemeinsame Ausbildungseinheit und übten im Gelände

Am Samstag trafen sich ca. 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr Eichenbühl, des THW Miltenberg und des BRK Eichenbühl zu einer gemeinsamen Ausbildungseinheit. Hierbei galt es verschiedene Gefahrenszenarien der Technischen Hilfeleistung und Personenrettung zu erproben.

Unterschiedliche Gefahrenszenarien wurden beübt

Die verschiedenen Gefahrenszenarien waren in drei unterschiedlichen Ausbildungseinheiten gestaffelt. Zu Beginn standen auf dem Programm, die Personenrettung aus einem verunfallten LKW, zu dieser die Kollegen der Feuerwehr Eichenbühl, die Herangehensweise und den Umgang an eine derartige Technische Hilfeleistung erläuterten und demonstrierten.
Besonders stand hier im Fokus, dass die Einsatzkräfte mit hydraulischem Rettungsgerät auf bis zu 3 Meter Höhe arbeiten müssen. Denn gegenüber einer herkömmlichen Rettung aus einem PKW, findet die Rettung einer eingeklemmten Person in einem LKW in einer Höhe statt, die von den Einsatzkräften nur mit Hilfe einer Rettungsplattform zu überbrücken ist.
Darüber hinaus wurden seitens der Feuerwehr die verschiedenen Schnitttechniken, der Einsatz der hydraulischen Rettungszylinder und die Rettung der Verletzten aus dem Fahrerhaus vorgestellt und im Nachgang der Handhabung praktisch geübt.
Weiteres Übungsszenario war ein Tiefbau-Unfall, welcher die Einsatzkräfte vor die besonders schwere Aufgaben stellt, dass Erdreich bei der Rettung von verschütteten Personen weiter nachrutschen kann und hierdurch ein enormes Gefahrenrisiko für die Einsatzkräfte und den Verschütteten gegeben ist.
Um daher bei solchen Einsatzsituationen adäquat und gezielt helfen zu können, stellten die Einsatzkräfte des THW, die Möglichkeiten zur Sicherung und Rettung verschütteter Personen zunächst in theoretischer Form vor. Die praktische Übungsvariante wurde dann an der Wartungsgrube im Feuerwehrhaus beübt. Hierzu wurde ein Baugrubenverbau errichtet und die Rettung der verschütteten Person mit verschiedenen Hilfsmitteln des Rettungsdienstes vorgestellt.

Zum Abschluss fand dann eine gemeinsame Ausbildungseinheit im Gelände unterhalb der „Klinge“, einer steilen Geländeschlucht bei Eichenbühl, statt.
Hier übte man die Bergung eines die Böschung hinunter gestürzten Fahrzeuges und die Rettung der verletzten Fahrzeuginsassen. Um das Übungsszenario so authentisch wie möglich zu gestalten, wurde seitens der Ausbildungsleitung ein Einsatzfunkruf abgesetzt.
Kurze Zeit nach dem Funkruf sind die ersten Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rotem Kreuz am Einsatzort. Hier galt es sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen, erste Lagemeldungen abzusetzen und Einsatzabschnitte zu bilden. Aufgrund der Einsatzlage wurden umgehend auch Einheiten des THW nachgefordert.
Während sich die Sanitäter des Roten Kreuzes um die im Auto eingeklemmten Verletzten kümmern, begann die Feuerwehr mit der Stabilisierung des Fahrzeuges und der Technischen Rettung der im Fahrzeug eingeklemmten Personen. Die Helfer des THW sicherten das verunglückte Fahrzeug mittels eines Mehrzweckzuges und schaften Zugänge über Steckleitern und Leinenführungen. Gemeinsam schafften dann Feuerwehr, Rotes Kreuz und THW die Verletzten mittels Schleifkorbtragen und über Leiterzugänge nach oben. Dort hatte die Einheit „Technik & Sicherheit“ des BRK bereits entsprechende Versorgungszelte vorbereitet.
Nach Abschluss der Rettungsarbeiten begann das THW damit, den Abtransport des PKW aus dem unwegsamen Gelände vorzubereiten. Hierzu wurde das Fahrzeug mittels der Seilwinde des Gerätekraftwagens nach oben verbracht.

Ziel der gemeinsamen Ausbildungseinheit
Ziel, dieser gemeinsamen Ausbildungseinheit, war die Zusammenarbeit zu fördern und das Kennlernen der unterschiedlichen Einsatzschwerpunkte, wie auch des technischen Gerätes, so die Übungsleiter Udo Neuberger von der Feuerwehr Eichenbühl, Dieter Fleckenstein BRK Eichenbühl und Thomas Frieß THW Miltenberg.
Weiter lobten die Einsatzleiter, der jeweiligen Organisationen die Zusammenarbeit und den großen Ausbildungseffekt. Bei einem gemütlichen Grillabend im Feuerwehrhaus klang der Übungstag dann aus.


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