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... auf der Webseite des Technischen Hilfswerks Ortsverband Miltenberg. Hier finden interessierte Besucher Informationen über unseren Ortsverband, unseren Technischen Zug sowie Fachgruppe, unsere Ausstattung, der THW-Jugendgruppe und natürlich auch viele Bilder von unseren Ausbildungen, Übungen, Einsätze und Ausflüge
Pump- und Lenzarbeiten – ein großes Aufgabengebiet des Technischen Hilfswerks. Grund genug um auch in der Jugendausbildung dieses Thema genauer zu betrachten. Doch einfach nur eine Tauchpumpe in den nahe gelegenen Main „werfen“? - Weit gefehlt! - Nach einer kurzen gemeinsamen Lageerkundung wurde schnell klar, hier war mehr gefordert, denn die Pumpe würde vollkommen im Schlamm und Sand versinken und die Pumpleistung vollkommen absinken.
Aus diesem Grund entschlossen sich die Teilnehmer zum Bau eines kleinen Schwimmsteges. So war es nicht verwunderlich, dass wenig später Tonnen, Rundhölzer, Bohlen und jede Menge Bindeleinen zum Main geschleppt wurden. In zwei Gruppen aufgeteilt wurden dann zwei Tonnenleger zusammengebunden und auch hier kamen wieder neue Stiche & Bunde zum Vorschein, so z. B. der Schleuderbund, mit dem die Rundhölzer auf den Tonnen gehalten werden. Anschließend wurden die Tonnen mit einfachen „Mastwürfen“ am Oberbau fest gebunden. Danach folgten die Bohlen, die auf den Rundhölzern gebunden wurden. Hier kam der Bretttafelbund zum Einsatz. Zu guter letzt wurden die zwei Tonnenleger zusammengebunden und mit geballter Jugendkraft zu Wasser gelassen.
Nun kam die eigentlich Pumparbeit zum Zuge. Hierzu wurde eine Tauchpumpe mit 600 l/ Min. eingesetzt. Das heißt, bei 0 bar Druck müssten am Schlauchende runde 600 Liter Wasser in der Minute heraus fließen. Doch zum THW-Gelände sind rund zehn Meter Höhenunterschied und eine Schlauchstrecke von gut 50 Meter zu überwinden, so kamen am Ende nur 350 l/Min heraus. Sofern wir mehr Leistung benötigt hätten, müssten wir eine weitere Pumpe im sog. Tandembetrieb einsetzen, doch soweit wollten es die beiden Jugendbetreuer dann doch nicht ausweiten, denn der Tonnenleger musste auch wieder aufgeräumt werden.
Aktuelles aus dem Ortsverband
Aussteifen & Abstützen von Gebäuden
2012-05-19 07:30
EGS – auch Thema im Technischen Zug samt Fachgruppe! - Jedoch ging es bei der Ausbildungseinheit nicht um einen Steg, sondern um das fachgerechte abstützen und aussteifen von Gebäuden. Bereits am Mittwoch wurden die ersten theoretischen und praktische Grundkenntnisse gelegt und am darauffolgenden Samstag in die Tat umgesetzt, jedoch nicht auf dem Gelände der Unterkunft, sondern auf dem ehem. US-Army-Übungsgelände in Aschaffenburg.
Auf dem Übungsgelände angekommen wurden sogleich zwei Gruppen gebildet, denn es standen zwei Themenblöcke auf dem Ausbildungsplan. An der ersten Station unter der Leitung von Zugführer Thomas Frieß wurde eine Innenabstützung erstellt, während es an der zweiten Station unter der Leitung von Gruppenführer Michael Wolf um den Bau einer Außenabstützung aus EGS-Material ging.
Die Innenabstützung wurde mit Hilfe von Strebstützen erstellt – dabei gibt es eine Menge zu beachten. So zum Beispiel muss vorhandener Esstrich bzw. Deckenhohlräume (abgehängte Decken) entfernt werden, denn die Strebstützen müssen direkt auf die Rohdecke aufgesetzt werden, um die Lastabtragung zu gewährleisten. Auch sollte die verbliebene Statik des Gebäudes beim Bau der Verstrebung bedacht werden. So sollte versucht werden, die noch intakten tragende Balken / Betonteile als Auflagefläche zu nutzen. Insbesondere bei mehrgeschossigen Häusern muss nicht nur in der eigentlichen Etage eine Aussteifung gestellt werden, sondern auch in den darunterliegenden Etagen, da das komplette Trümmerhaus sonst wie ein Kartenhaus zusammenfallen würde.
Unter diesen Voraussetzungen wurde gemeinsam aus dem sicheren Bereich heraus die Abstützung erstellt und anschließend querverstrebt, um die seitlichen Kräfte abzutragen. Auch wurde bei dieser Station das fachgerechte verschließen von Fensteröffnungen gezeigt. Diese Einsatzoption kommt immer dann zum Einsatz, wenn Fensteröffnungen verschlossen werden müssen, um einen Einbruch / Kälteeinfluss zu stoppen.
Bei der weiteren Station wurde innerhalb kürzester Zeit eine Außenabstützung aus dem EGS-Material erstellt, da das Material bereits mehrfach zum Einsatz kam ging es sehr schnell voran. Besonderen Wert legte Gruppenführer Michael Wolf auf die Verankerung und Aufgleitsicherung der Abstützung. Diese ist enorm wichtig, um die defekte Außenwand auch dann zu stabilisieren, wenn sich die Last erhöht bzw. wenn die Wand einzustürzen droht.
Einsatz-Gerüst-System
2012-05-18 17:00
Nachdem bereits die ältere Jugendgruppe Bekanntschaft mit dem Einsatz-Gerüst-System, kurz EGS, hatte, stand auch bei der jüngeren Jugendgruppe dieses Thema auf dem Ausbildungsplan.
Zu Beginn des Ausbildungsnachmittags konnte Jugendleiter Stefan die neuen THW-Jugend Ausweise jedem Mitglied überreichen, so können sich die Jugendlichen jederzeit als Mitglied ausweisen bzw. später an der automatischen Zeiterfassung teilnehmen.
Anschließend ging es immer noch nicht in die Praxis, denn es mussten einige Fachbegriffe für die einzelnen „Dinger“ und „Teile“ des EGS geklärt werden, damit alle von dem gleichen „Teil“ sprechen.
So mussten kleine Bildchen zum passenden Namen zugeordnet und kurz erklärt werden, wofür diese benötigt werden, so z. B. Vertikalstiel, Riegel, Diagonale, Anfangsstück, Fußplattenadapter, flexible Schelle, starre Schelle …. jede Menge Fachbegriffe auf einen Schlag, doch in der anschließenden Praxis, nachdem jeder die einzelnen Teile in Natura gesehen hatte, klappte es doch recht gut.
Im Praxisteil wurden zwei Teams gebildet, die als Einsatzaufgabe die Erstellung eines kleinen Steges hatten. Hierzu mussten die beiden Teams einen „Einkaufszettel“ schreiben, um auch die Planung eines solchen Steges kennen zu lernen – denn nur die darauf notierten Teile wurden vom EGS-Anhänger abgeladen.
Als die Geräteablage vollständig war, ging es an den eigentlichen Aufbau. Im Nu war der Grundrahmen zusammengebaut und „ins Wasser“ gelegt. Danach ging es mit dem weiteren Aufbau des Steges voran. Leider blieb nicht viel Zeit übrig, den Steg ausgiebig zu testen und so begann nach einem gemeinsamen Gruppenfoto der Abbau.
Öffentlichkeitsarbeit beim OWA Familienfest
2012-05-12 08:00
Die THW-Jugendgruppe trat an diesem Wochenende in die Öffentlichkeit – nämlich am Familientag des Odenwald Faserplattenwerkes in Amorbach. Gemäß dem Motto „Raus aus dem Alltag – rein ins THW“ wurde hierbei für die kleinen Gäste des Firmenfestes ein Bobbycar, oder besser gesagt THW-Trettraktorrennen angeboten. Doch auch die älteren Gäste wurden von den kleinen blauen Tretautos angelockt und so erhielten auch diese Gäste den THW-Traktorführerschein.
Wer es etwas gemütlicher wollte konnte sich am Labyrinth die Zeit vertreiben, hierzu gehörte ein klein wenig Geschick und vor allem eine gute Abstimmung in der Gruppe, um die Kugel aus dem rund 1m² großen Labyrinth zu leiten. Insgesamt waren beim internen Firmenfest rund 1.500 Personen anwesend und konnten an den unterschiedlichsten Stationen viele Eindrücke auf sich wirken lassen – natürlich war auch für das kulinarische gesorgt.
