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Willkommen beim THW Miltenberg.

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Helfen ist keine Frage des Alters, schon ab 10 Jahren können Mädchen und Jungen bei uns erste Handgriffe erlernen und deren Umsetzbarkeit zu Hause vorführen. Aber ebenso brauchen wir Handwerker jeden Fachs. Ob Sie in einer Arztpraxis, einer Tischlerei, einer Klempnerei, einem Fuhrunternehmen, einer Bank oder sonst wo tätig sind, sie alle sind herzlich willkommen!

Teamgeist und Zuverlässigkeit sind Vorraussetzung um unsere humanitären Ziele zu erreichen. Am Besten lernen Sie das THW aber vor Ort kennen. Unter „Termine“ finden Sie unser nächstes Zusammentreffen oder vereinbaren Sie einfach einen anderen Zeitpunkt mit uns.

Aktuelles aus dem Ortsverband

Kranführerschulung / Einweisung Stromerzeuger

Ein abwechslungsreicher Ausbildungstag, im sprichwörtlichen Sinne, stand am vergangen Samstag beim THW auf dem Programm. - So begannen schon am Samstag Vormittag die ersten Gruppen mit der Winterfestmachung der Fahrzeuge. Hierzu wurden die Fahrzeuge zunächst gründlich gereinigt, dann die Fahrzeugtechnik auf Ihre Frostsicherheit hin überprüft und die Bereifung für den Betrieb mit Schneeketten vorbereitet. Anschließend wurden Türdichtungen gepflegt, die Anbauteile geschmiert und die Ausstattung auf dem Fahrzeug winterfest gemacht. Die Winterfestmachung erfolgt selbständig innerhalb der Gruppen und wird bis Ende November von allen Gruppen abgeschlossen. Nur durch diese Maßnahmen kann die Einsatzfähigkeit unseres Ortsverbandes auch bei Eis und Schnee gewährleistet werden.
Weiterhin hatten die Kranführer die Möglichkeit den Umgang mit dem Anbaukran des MAN GL zu üben. Hierzu hatte sich Gruppenführer und Ausbilder Johannes Soder ein interessantes und anspruchsvolles Übungsprogramm ausgedacht. So musste zunächst der Kran positioniert und aufgebaut werden. Dabei galt es, die Kranposition so überlegt zu wählen, dass alle Aufgaben ohne ein umsetzen des Kranes zu bewältigen sind.
Es musste dann der Zweischalengreifer montiert und damit Trümmerteile gefasst und weg gehoben werden. Nach dem dann der Zugang zu einem speziellen Übungsteil (ausbetoniertes Fass) frei war musste dieses sicher gefasst und mittig auf einer Palette abgesetzt werden. Im Anschluss wurde dann die Seilwinde montiert und die Palettengabel für den Einsatz vorbereitet. Bei dieser Aufgabe galt es verschieden beladene Paletten mit Hilfe der Palettengabel und unter Zuhilfenahme der Seilwinde auf das Fahrzeug auf- und anschließend wieder abzuladen. Hier war insbesondere das Zusammenspiel und die Abstimmung zwischen dem Kranführer und dem Anschläger gefordert. Zusammenfassend war es eine sehr gelungene Ausbildungseinheit – weitere werden noch in diesem Monat folgen.
Abgerundet wurde die Ausbildung dann durch die Einweisung der Einsatzkräfte und Elektrofachkräfte am neuen Stromerzeuger 85 kVA. Hierzu hatten Mathias Fries und Holger Hennrich ein umfassendes Schulungsprogramm vorbereitet.
Zunächst wurden den Teilnehmern die nun komplette Ausstattung und das Zubehör erläutert. Anschließend wurde in einer ersten Ausbildungsstufe der „Laienbetrieb“ mit Isolationsüberwachung erläutert. Auch die Möglichkeiten der Einsatzstellenbeleuchtung mit dem Lichtmast wurden den Helfern eingehend erläutert. Im Anschluss konnten die Helfer dann alle Möglichkeiten und Bedienelemente selbst ausprobieren.
In einer zweiten Ausbildungsstufe wurde dann der Einspeisebetrieb mit dem Gerät geübt. Diese Betriebsform darf nur von Elektrofachkräften durchgeführt werden, da hierfür sehr umfangreiche Elektrokenntnisse erforderlich sind. Auch diese wichtige Einsatzoption wurde den Helfern eingehend erläutert. Auch die Sicherheits- und Prüfeinrichtungen konnten von den Helfern hierbei getestet und ausprobiert werden.
Nach dieser gelungenen Ausbildung sowie einer weiteren noch kommenden Ausbildungseinheit in diesem Monat steht das Notstromaggregat für Einsatzaufgaben nun in vollem Umfang zur Verfügung.

Allen die an diesem Ausbildungssamstag mitgewirkt haben darf ich DANKE sagen. Nur mit solider Ausbildung kann der sichere und effektive Einsatz unserer Ausstattung im Notfall gewährleistet werden. So kann aus Technik – Hilfe werden!!!

Sachkundigenprüfung im Ortsverband

Was aussieht wie Spaghetti sind unzählige Spanngurte, die auf Ihre Prüfung warten.

Am Samstag stand wieder die turnusmäßige Prüfung der Anschlagmittel auf dem Programm. - Solche Sachkundigenprüfungen sind vorgeschrieben, um den ordnungsgemäßen und betriebssicheren Zustand aller im Ortsverband vorhandenen Anschlagmittel zu überprüfen – und das sind viele.
Es wurde deshalb am Freitag Nachmittag damit begonnen, die Anschlagmittel angefangen vom Greifzug und den Stahlseilen über Band- und Rundschlingen bis hin zu Spanngurten heraus zu suchen und für die Prüfung bereit zu legen.
Am Samstag Morgen kamen dann die Fachleute der Fachgruppe Logistik aus dem OV Aschaffenburg und ein Vertreter der Geschäftsstelle zur eigentlichen Prüfung. Gleich nach dem Frühstück wurde damit begonnen die Spanngurte und Anschlagmittel einer Sicht- und Funktionsprüfung zu unterziehen. Die Greifzüge und Stahlseile wurden hierzu zwischen zwei Fahrzeugen befestigt und mit einer definierten Last gespannt. Diese Last mussten die Greifzüge über einen ebenfalls definierten Zeitraum stand halten. Erst danach konnten die Prüfplaketten verteilt werden.
Die Helfer des Ortsverbandes unter der Leitung der beiden Schirrmeister Matthias Fries und Simon Schuld hatten alle Hände voll zu tun um die entsprechenden Anschlagmittel für die Prüfer bereit zulegen, diese bei der Listenführung zu unterstützen und danach wieder alles ordnungsgemäß zu verräumen. Hierzu mussten auch alle vor verlasteten Einsatzkomponenten vom Einsatzgerüstsystem bist hin zum Abstützmaterial wieder betriebssicher verstaut werden.
Am späten Nachmittag konnte die Aktion beendet werden und nachdem der letzte Spanngurt verräumt war, begann der gemütliche Teil des Tages. Hierzu wurde der große Grill angeworfen und es gab leckere Würstchen und Steaks. Als Höhepunkt gab es dann zum Nachtisch selbst gemachte Waffeln. Hierzu hatte unsere Helferin Christina Vogt eine riesige Schüssel mit Waffelteig vorbereitet. Bei gutem Essen und guten Gesprächen konnte dieser Dienstsamstag dann ausklingen.

Waldbrand vereint Einsatzkräfte - Grundlage für weitere Zusammenarbeit

Absturzsicherung Hand in Hand - THW & Feuerwehr.

Seit nunmehr zwei Jahren pflegen die Freiwillige Feuerwehr Amorbach sowie das Technische Hilfswerk Ortsverband Miltenberg eine partnerschaftliche Zusammenarbeit. Es war im Jahr 2012 als bei der großen Waldbrandkatastrophe beide Organisationen und natürlich viele weitere Hilfskräfte gegen die Flammen und Glutnester kämpften. Bereits damals wurden Pläne für eine intensivere Zusammenarbeit geschmiedet – und auch in die Tat umgesetzt.
Kommandant Thorsten Fritz (Amorbach) und THW Zugführer Thomas Frieß (Laudenbach) konnten am vergangenen Samstag rund 50 Einsatzkräfte zur gemeinsamen Ausbildung begrüßen. Ziel war es, die unterschiedliche Ausrüstung, deren Funktionsweise aber auch die „andere“ Seite besser kennen zu lernen und bestehende Freundschaften aufzufrischen. Hierzu fand am Vormittag eine Stationsausbildung mit drei Stationen statt.

Der wichtigste Bestandteil bei der Löschwasserversorgung ist die Entnahme des Löschwassers aus dem öffentlichen Leitungsnetz oder einem offenen Gewässer. Hierzu besitzt die Feuerwehr Amorbach die unterschiedlichsten Pumpenarten, nicht zu vergleichen mit den Pumpen des Technischen Hilfswerks, denn diese sind für eine große Menge und Schmutzwasser ausgelegt, nicht jedoch für den Druck, der notwendig ist, um einen Brand zu löschen. So wurde bei der ersten Station gemeinsam eine Tragkraftspritze aufgebaut. Hierzu wurde gemeinsam zum Billbach eine Saugleitung gelegt und am Pumpenabgang die Druckleitung aufgebaut. Als weitere Pumpe lernten die Einsatzkräfte das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) mit einer Pumpleistung von 2.000 l/Min bei 10 bar Ausgangsdruck kennen.

Nachdem der THW Ortsverband Miltenberg mittlerweile ein umfangreiches Fachwissen sowie das entsprechende Material für Gebäudesicherungen besitzt, gaben auch die „blauen“ THW-Helfer an der zweiten Station einen Einblick in die Funktions- und Aufbauweise dieser Ausrüstung. So erläuterte Zugführer Thomas Frieß kurz die Einsatztaktik bei Gebäudesicherungen und ging auf die verschiedenen Bauweisen ein. Nach dieser kurzen Einweisung wurde gemeinsam eine Geschossdeck abgestützt. Am Rüstplatz wurden hierzu die entsprechenden Hölzer zurecht geschnitten sowie das Material bereit gelegt, während im eigentlichen Gefahrenbereich nur wenige Einsatzkräfte die Abstützung aufbauten. Eingesetzt wurden hierbei Baustützen, die zur Stabilisierung mit sogenannten Verschwertungsbrettern, ausgesteift wurden.

Die dritte Station befasste sich mit dem Thema Absturzsicherung. Hierbei ging Gruppenführer Wolfgang Henn (Amorbach) sowie Stefan Wolf (Großheubach) auf die sichere Anwendung der persönlichen Schutzausrüstung ein. Natürlich wurde auch diese Station für jede Helferin und Helfer spürbar gemacht. So wurde eine Person als Mimen-Darsteller in etwa auf eine Höhe von zehn Metern über den Boden abgelassen. Nun mussten die weiteren Helfer den Patienten aus seiner misslichen Lage befreien, ohne selbst in eine gefährliche Situation zu kommen. Hierzu wurde das Rettungs- und Abseilgerät „Milan“ eingesetzt, wodurch es den Helfern möglich ist, das Seil, an welchem der Patient hängt weiter in die Tiefe zu lassen, ohne sich selbst zum Patienten abseilen zu müssen und ihn auf unsichere Weise zu retten.

Nach einem stärkendem Mittagessen fanden sich die Einsatzkräfte in einer gemeinsamen Abschlussübung in der Amorbacher Altstadt wieder. Schnell rüsteten sich die Atemschutzgeräteträger aus und begannen umgehend mit der Suche nach vermissten Personen im Gebäude. Erleichtert wurde diese durch den Einsatz einer Wärmebildkamera.
Denn die Suche gestaltete sich nicht so einfach, da die Räume mit einem Nebelgerät komplett eingenebelt waren. Gemeinsam wurden so drei Verletzte unter Atemschutz aus dem Gebäude gerettet. Während dessen wurde im Außenbereich eine Schnellabstützung vorbereitet, diese wurde nach der Entrauchung des Gebäudes durch einen Hochdrucklüfter im weiteren Verlauf der Einsatzübung eingesetzt.
Normalerweise wird das THW bei direkten Brandeinsätzen nicht eingesetzt, denn hierzu fehlen diesen die persönliche Schutzausrüstung, jedoch ist es auch für das THW wichtig, die Vorgehensweise zu kennen, um entsprechend im Außenbereich gezielte Vorbereitungen treffen zu können.

Bei der gemeinsamen Abschlussbesprechung im Feuerwehrhaus stellten die beiden Führungskräfte fest – es gab viel voneinander zu lernen, die Zusammenarbeit funktioniert hervorragend und das Miteinander sollte unbedingt vertieft werden.