Aktuelles aus dem Ortsverband

Gemeinsame Ausbildung mit dem (großen) ASH

Seit nun neun Jahren führen die THW-Kollegen des Ortsverbandes Marktredwitz zusammen mit der Reservistenvereinigung Waldsassen ein gemeinsames Ausbildungswochenende mit Biwak durch. Dabei wechseln sich die Organisationen mit der Durchführung und Planung der Ausbildungsthemen ab. Dieses Jahr waren die Marktredwitzer Kollegen mit der Planung beauftragt.

Da der OV Marktredwitz zu den bayrischen Ortsverbänden gehört, die mit dem Abstützsystem-Holz (ASH) ausgestattet sind, wurde dieses System als Ausbildungsthema herangezogen.

Zu den Bauteilen des ASH gehören fünf Meter lange Holzbalken mit einem Querschnitt von 24 x 24cm. Aus diesen Bauteilen sollten zwei Stützböcke gebaut werden, die eine rund 9m hohe Hauswand abstützen können. Beide Böcke sollten gleichzeitig, abseits des angenommenen Gefahrenbereiches zusammengebaut und mit Hilfe eines Kranes an die Fassade geschwenkt werden. Da der Marktredwitzer Ladekran damit jedoch überlastet wäre, wurde unser Ladekran der Fachgruppe Wassergefahren mit einer Betriebsmannschaft angefordert.

Voll besetzt, mit drei Mann, startete deshalb am Freitagabend unser MAN GL unter der Leitung von Zugführer Thomas Frieß (Laudenbach) in Richtung tschechischer Grenze um den Ortsverband Marktredwitz zu unterstützen.

Um 08Uhr am nächsten Morgen begann die Ausbildungseinheit am Übungsobjekt in Waldsassen, wozu zahlreiche Großfahrzeuge der Organisationen mit Material und Personal anrückten. Nach einer kurzen Erkundung der Örtlichkeiten und Einteilung der Arbeitsbereiche, wurde die umfangreiche Ausstattung von den Anhängern und LKWs abgeladen und vorbereitet.

Zügig ging es weiter mit dem Aufbau der Stützböcke. So wurden die beiden Abstützungen durch zwei Gruppen parallel am Boden zusammengesteckt, verbolzt und verschraubt, damit eine sichere Aufstellung und eine stabile Abstützung gewährleistet sind. Mit den beiden LKW-Ladekräne der OVs Marktredwitz und Miltenberg wurden die Stützen aufgerichtet und über die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Waldsassen mit einander verschwertet, das heißt mit Bohlen diagonal verbunden, damit ein seitliches Umfallen der Stützen nicht mehr möglich ist.

Pünktlich zum Mittagessen war der Aufbau abgeschlossen, wodurch im Anschluss daran die gesamte Abstützung mit dem Kran des Miltenberger MAN GL an die Gebäudefassade gehoben werden konnte. Es zeigte sich dabei, dass auch dieser Kran aufgrund der großen Höhe des Anschlagpunktes, der Entfernung zur Gebäudewand und des Gewichts der Stützen von gut 2t an seine Grenzen kommt. Dennoch konnten die Stützen an die Gebäudewand gehoben werden.

Nach dem anschließenden gemeinschaftlichen Abbau zeigten sich die Führungskräfte aller beteiligten Organisationen sehr zufrieden mit dem gesamten Ablauf.

Ein gemeinsames Essen bildete den Abschluss des Abends für die Miltenberger Mannschaft, da für sie noch eine fast fünfstündige Rückfahrt anstand. Trotz der erschöpfenden und langwierigen Fahrt empfanden die drei Teilnehmer die Veranstaltung als sehr gelungen und konnten viele neue Eindrücke mit nach Miltenberg nehmen.

Hochzeitspaar gebührend in Empfang genommen

Gemeinsamer Weg durch das Spalier aus Paddeln.

Großer Auflauf in Weilbach. Nicht der anstehende Bartholomäus-Markt in Weilbach lockte unzählige geladene Gäste in die kleine Odenwald-Gemeinde, sondern die Hochzeit unserer Helferin Laura Hennig mit Gatten Tobias.
Traditionell erwiesen wir dem Brautpaar einen gebührenden Einstieg in die Ehe. So konnte das Brautpaar nach dem verlassen des Hochamts durch ein Spalier von Rosen und Paddeln stolzieren, bevor die erste gemeinsame Aufgabe, das obligatorische zersägen eines Holzes auf Sie wartete.
Wir wünschen dem Jubelpaar auf diesem Wege alles Gute für Ihre gemeinsame Zukunft.

Action mit der THW-Jugend

Kann eine Person mit einer Rettungsdecke getragen werden? - Eine Frage bei den Ferienspielen.

So lautete in diesem Jahr das Motto der Aktionen zu den Ferienspielen. Gleich zweimal hatten die Kinder aus den Gemeinden Groß- sowie Kleinheubach, aber auch aus der Kreisstadt Miltenberg die Möglichkeit dies zu erleben. Unter der Leitung von Jugendbetreuer Nico Kempf (Großheubach) wurde im Großheubacher Luna-Park ein Floss aus Jetfloat®-Elementen gemeinsam zusammen gebaut und anschließend gleich einmal auf dem Main getestet. Mit Rettungswesten und Paddeln ausgestattet wurde zum gegenüberliegenden Main-Ufer gepaddelt, was den zehn Mädchen und Jungs einen riesen Spaß bereitete. Doch auch an Land gab es noch viel zu erleben. Ganz praktisch wurden die unterschiedlichsten Verbände angelegt und einige kleine Tipps in Sachen Erster Hilfe gegeben. Auch das Auffinden einer verletzten Person war natürlich Bestandteil dieser Aktion.

Wenige Tage später fand am Miltenberger Zwillingsbogen unter der Leitung von Ortsbeauftragten Stefan Wolf (Großheubach) der zweite Teil der Ferienspiele statt, hierbei nahmen rund 15 Mädchen und Jungs teil. Zentraler Mittelpunkt des Nachmittags bildete der Bau eines Hängesteges. Hierzu wurde zuerst der wichtigste Knoten im THW – der Mastwurf gezeigt und nach einigen kleinen Übungen ging es auch schon an das binden. An drei gespannten Seilen wurden so weitere Seile eingeflochten, wodurch der Hängesteg erst so richtig stabil wurde. Natürlich konnte dieser auch richtig genutzt werden – kein leichtes unterfangen, denn die Seile schwankten beachtlich. Doch einige schafften die komplette Strecke über den Steg.

Bei der zweiten Station ging es um das Thema Verletztenrettung. Hierbei wurde aus ganz einfachen Mitteln, wie zum Beispiel einer Decke sowie zwei Besenstielen eine Behelfstrage gebaut. Was Anfangs noch mit sehr großer Skepsis begutachtet wurde, war am Ende ein Erlebnis, das den Eltern bzw. Großeltern am Ende des Tages sicherlich berichtet wurde. Abgerundet wurden die Feriennachmittage durch mehrere Spiele, bei denen der Team-Gedanke im Vordergrund stand.