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Helfen ist keine Frage des Alters, schon ab 10 Jahren können Mädchen und Jungen bei uns erste Handgriffe erlernen und deren Umsetzbarkeit zu Hause vorführen. Aber ebenso brauchen wir Handwerker jeden Fachs. Ob Sie in einer Arztpraxis, einer Tischlerei, einer Klempnerei, einem Fuhrunternehmen, einer Bank oder sonst wo tätig sind, sie alle sind herzlich willkommen!

Teamgeist und Zuverlässigkeit sind Vorraussetzung um unsere humanitären Ziele zu erreichen. Am Besten lernen Sie das THW aber vor Ort kennen. Unter „Termine“ finden Sie unser nächstes Zusammentreffen oder vereinbaren Sie einfach einen anderen Zeitpunkt mit uns.

Aktuelles aus dem Ortsverband

Gemeinsam etwas erleben - THW-Jugend & THW üben gemeinsam

Tiefbauunfall - eine Station während der verlagerten Ausbildung in Wolferstetten.

Die THW-Jugendgruppe sowie die aktiven Helferinnen und Helfer des Ortsverbandes Miltenberg zog es am vergangenen Wochenende wieder zum Truppenübungsplatz Wolferstetten. Bereits am Mittwoch Abend wurde das notwendige Material auf die Fahrzeuge verladen und so konnte es am Freitag Abend pünktlich nach Wolferstetten gehen. Bei leichtem Nieselregen wurde sogleich das Lager aufgebaut und die Küche eingerichtet. Wenig später, fand trotz des Nieselregens eine Geo-Caching-Tour auf dem weitläufigen Bundeswehr-Areal statt. Viel Spaß hatten dabei die zwei Teams beim lösen der Rätsel, um zum nächsten Geo-Caching-Punkt zu gelangen. Erst gegen 21:00 Uhr trafen die gut gelaunten Gruppen zum Abendessen ein, das den Start zum gemütlichen Abend gab.
Am Samstag Morgen wollte Zugführer Thomas Frieß mit Martinshorn die bereits am Freitag angereisten Teilnehmer aus den Betten werfen, doch daraus wurde nichts, denn diese warteten bereits auf die frischen Brötchen, die die Nachzügler auf ihren Weg von Miltenberg mitbrachten. Nach dem gemeinsamen Frühstück wurden die Stationen vorbereitet und drei Teams gebildet. Im Zwei-Stunden-Rhythmus wurden nun zwischen den drei Stationen getauscht.
An der ersten Station wurde das Thema Leithebel, Personenrettung sowie die schiefe Ebene behandelt. Erschwert wurde die Rettung der Person dadurch, dass der Zugang in das Gebäude nur durch das Obergeschoss möglich war. So mussten die Hilfskräfte mit Hilfe von Leiterteilen in das Gebäude übersteigen und konnten dort mit der Vermisstensuche beginnen. Die vermisste Person war schnell gefunden und so gleich wurde mit Hilfe des Bergetuchs der fachgerechte Abtransport durchgeführt. Im Obergeschoss bzw. außerhalb des Gebäudes hatten mittlerweile weitere Helfer den Leithebel vorbereitet, so dass die Person schnell aus dem Gefahrenbereich gebracht werden konnte.
Die zweite Station hatte Ihren Schwerpunkt beim Thema Seilbahnbau – nein, damit ist keine Seilbahn, wie sie in den Bergen vorhanden ist gemeint, sondern viel mehr eine Hilfskonstruktion für den Transport von Verletzten sowie Material. Um einen größeren Höhenunterschied zu erreichen, wurde auf der Erhebung zusätzlich ein Dreibock aus Einsatz-Gerüst-System (EGS) errichtet. Wichtig beim Bau dieser Konstruktion ist die Wahl der beiden Anschlagpunkte, die hier mit Erdnägeln sichergestellt wurde.
Least but not last – die dritte Station unter der Leitung von Thomas Frieß mit dem Thema „Tiefbauunfall“. Zwar verlaufen diese Unfälle leider zumeist tödlich, da eine solche Rettungsmaßnahme umfangreiche Vorarbeiten, Zeit und Material benötigt – doch auch die Sicherheit der Helfer spielt eine wichtige Rolle. Wenn eine Baugrube eingestürzt ist, muss das umliegende Gebiet weiträumig abgesperrt werden, um kein weiteres nachrutschen von Material auszulösen. Anschließend kann mit der Sicherung des „Kraters“ begonnen werden. Hierzu wird auf der Grube eine viereckige Konstruktion erstellt, in der Bohlen eingeschoben werden, die anschließend mit einer weiteren Hilfskonstruktion aus Balken und Fensterstützen gesichert wird. Erst ab diesem Zeitpunkt können die Hilfskräfte in die Grube einsteigen und weitere Hilfsmaßnahmen einleiten. Natürlich waren auch die Mitglieder unserer Jugendgruppe bei den einzelnen Station voll mit eingebunden und so konnten alt wie jung sich gegenseitig kennen lernen, neben vielen Informationen, Erfahrungen kam natürlich auch der Spaß und ein gutes Mittagessen nicht zu kurz.
Unser Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, die sich die Zeit für diese Ausbildung genommen haben, den Führungskräften, unserer Küchenfee Renate, aber auch der Bundeswehr für die zur Verfügung Stellung des tollen Übungsgeländes samt Unterkünfte.

THW Ortsverband Obernburg und Miltenberg lernen gemeinsam

Teamwork zwischen den beiden Ortsverbänden - hier beim Aufbau des ASH-Systems.

Der THW-Ortsverband Obernburg sowie Miltenberg erprobten am vergangenen Samstag das gemeinsame Dispo-Konzept „Einsatz-Gerüst-System“ sowie „Abstütz-System-Holz“.  Aus diesem Grund machte sich am Samstag Morgen ein kleiner Konvoi auf zum Truppenübungsplatz Wolferstetten. Hier wurden sogleich mehrere Gruppen gebildet und es begann der Stationsaufbau.
So wurde mit Hilfe des Einsatz-Gerüst-Systems eine Zimmerdecke weiträumig abgestützt. An der zweiten Station wurden ebenfalls mit dem EGS-System eine Deckenabstützung hergestellt, die besonders für eine punktuelle Lastaufnahme genutzt wird. Diese findet z. B. Anwendung, wenn eine Stütze ausgebrochen ist, jedoch die darüber liegenden Betonträger noch intakt sind. An der dritten Station ging es um das fachgerechte abstützten und aussteifen von Türöffnungen, Fenstern und ähnlichen Bauwerksöffnungen. Hierzu wurden Schnellbaustützen und handelsübliche Baustützen eingesetzt. Sobald die einzelnen Gruppen Ihre Station aufgebaut hatten, wurden diese den anderen Gruppen vorgestellt. Auch der EGS-Anhänger des Ortsverband Obernburg wurde genauer vorgestellt, denn im Einsatzfall ist es wichtig, zu wissen, welches Material darauf vorhanden ist um effektiv Hilfe leisten zu können.
Anschließend ging es um das Abstütz-System-Holz (ASH) Land Miltenberg. Dieses System ist etwas kleiner als der große Bruder, das ehem. „Frablo-System“ und besonders auf die Bauwerke in unserer ländlichen Region zugeschnitten. So wurden zuerst die Grundelemente abgeladen und fachkundig erläutert.
Bevor es nun an den eigentlichen Aufbau ging, erwartete die Helferinnen und Helfer erst noch ein stärkendes Mittagessen von Chefköchin Renate Zipf. So gestärkt wurden zwei Teams gebildet und das Abstütz-System-Holz aufgebaut. Aufgrund der größe konnten die Stützen noch per Hand bewegt und entsprechend verschwertet (so bezeichnet man die Bretter, die das System gegen seitliches Kippen schützen) werden. Verankert werden solche Bauwerke mit Schwerlastdübeln, Gewindestangen oder durch ein Wiederlager. Natürlich gab es auch hier wieder fachkundige Informationen und die Teams lernten sich gegenseitig kennen.
Gruppenführer Michael Wolf sowie Andreas Weiß zeigten sich zum Abschluss der Ausbildungseinheit erfreut über die tolle und reibungslose Zusammenarbeit, die auf jedenfall noch vertieft werden sollte.

Arbeitseinsatz & Bandskimmer-Ausbildung

Der Bandskimmer wird von zwei Boote geschleppt, um das Öl zu sondieren.

Ein arbeits- und ausbildungsintensives Wochenende - normalerweise ist im August Ferienzeit, nicht aber für den THW Ortsverband Miltenberg, hier ist auch im Ferienmonat einiges geboten.
So standen am vergangenen Samstag gleich zwei große Aktionen auf dem Programm. Die Fahgruppe Wassergefahren übte zusammen mit der Fachgruppe Ölschaden des Ortsverbandes Obernburg den Einsatz des Bandskimmers auf dem Main - die Bergungsgruppen übten das sicheren von Dächern.
Die Dispositionsgruppe "Bandskimmer" (fest vorgeplante Einheit, welche von der ILS alarmiert werden kann) stand pünktlich um 9 Uhr im Bereitstellungsraum, dem WIKA Parkplatz in Trennfurt. Nach einer kurzen Begrüßung und einer kurzen Absprache ging es gleich an die Arbeit. Der Bandskimmer sowie eine Boot fuhren zur Einsetzstelle oberhalb der Schleuse Klingenberg. Dort wurden das Boot und der Bandskimmer mit dem Kran eingesetzt und für den Einsatz auf dem Main vorbereitet.
Die weiteren Boote für den Schlepp- und Sicherungsbetrieb aus Obernburg und Miltenberg sollten an anderen vordefinierten Slippstellen zu Wasser gebracht werden. Soweit der Plan, aber die Realität holte die Einsatzkräfte sehr schnell ein. Parkende Autos versperrten die geplanten Einlassstellen, so dass Einsatzkräfte mit Ihren Gespannen kurzfristig auf andere Einlassstellen ausweichen mussten. Hier leisteten die Einsatzunterlagen über die Slipstellen welche vor einigen Jahren von den beiden Ortsverbänden erstellt wurden wichtige Hilfestellungen. Auch durch die gute Koordination und Absprache mit dem Zugtrupp aus Obernburg wurden diese Realbedingungen gut und zügig gemeistert.
So konnte der Bandskimmer mit den beiden Schleppbooten und dem Sicherungsboot zügig einsatzbereit gemacht werden. Unter der Leitung der beiden Fachgruppenführer Ölschaden und Wassergefahren konnte dann der Betrieb auf dem Main geübt werden. Hierbei ist die gute Kommunikation und Abstimmung zwischen den Schleppbooten und dem Bandskimmer von besonderer Bedeutung. Beide Fachgruppenführer waren mit dem Ergebnis der Übung sehr zufrieden.
Während der Übung erläuterten die Führungskräfte der Fachgruppe Ölschaden unseren Helfern die Ausrüstung, die Funktionsweise und die Einsatztaktik in den verschiedenen Aufbau- und Einsatzphasen sehr ausführlich und anschaulich. Nach dem gemeinsamen Rückbau fand dann noch eine kurze Einsatznachbesprechung statt, bevor die Einheiten zurück in die Standorte fuhren. Den Kollegen aus Obernburg darf ich hier nochmals für die gelungene Ausbildung und die gute Zusammenarbeite danken.
 
Für die Bergungsgruppen stand hingegen ein klassischer Bergungseinsatz auf dem Programm. In Eichenbühl galt es die Eindeckung eines alten historischen Mühlrades zu ertüchtigen. Dies nahm der Ortsverband zum Anlass mit den Helfern, dass sichern von Dächern zu üben. Gerade nach Sturm- oder Unwettereignissen zählt diese Aufgabe zu den Kernaufgaben der Bergungsgruppen. Besondere Beispiele waren hier der Hagelsturm im Bereich Reutlingen oder die schweren Unwetter in Münster in der jüngsten Vergangenheit.
Nach einer kurzen Lageeinschätzung in der vergangen Woche wurde die Vorgehensweise, insbesondere auch der Arbeitsschutz festgelegt und das notwendige Material besorgt. Schon am Freitag wurde Gerüstmaterial des Ortverbandes verladen, da nur so eine vernünftige Absturzsicherung möglich war. Am Samstag dann, wurde das Gerüst aufgestellt - hierzu musste das Gerüst im Mühlkanal aufgebaut und gesichert werden. Danach wurde die alte Dacheindeckung abgebaut und seitlich gelagert. Nachdem die Dacheindeckung entfert war wurden dann beschädigte Teile des Dachstuhls erneuert und das Dach neu eingelattet. Unser Dachdecker und Helfer Patrick Page konnte den Helfern hier sehr wertvolle Tips geben und Kniffe zeigen. Anschließend wurde das Dach wieder eingedeckt, dabei wurde die alte Eindeckung in großen Teilen wieder verwendet - beschädigte Teile wurden ersetzt. Zum Schluss wurden noch die Windbretter neu angebracht und fertig war das "neue" Dach. Dann musste noch das Gerüst zurück gebaut und wieder verladen werden. Nach einem arbeitsreichen aber erfolgreichen Arbeitstag zeigte sich Gruppenführer Michael Wolf mit dem Verlauf und dem Ergebnis der Arbeiten sehr zufrieden.
Auch die Eigentümer zollten der Mannschaft ihr Lob. Wir möchten uns an dieser Stelle auch nochmals für die tolle Verpflegung und Betreuung vor Ort durch Eigentümerin der Mühle bedanken. Es war wirk super!!!
 
So konnten beide Gruppen am Samstag Abend ihr wohlverdientes Wochende antreten. - Wie mann sieht ist bei uns immer was geboten und für jeden was dabei. Wer Lust hat mit zu machen, wir suchen immer neue Helfer ergal welchen Alters und welcher Vorbildung. Bei uns ist für jeden was dabei!