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Helfen ist keine Frage des Alters, schon ab 10 Jahren können Mädchen und Jungen bei uns erste Handgriffe erlernen und deren Umsetzbarkeit zu Hause vorführen. Aber ebenso brauchen wir Handwerker jeden Fachs. Ob Sie in einer Arztpraxis, einer Tischlerei, einer Klempnerei, einem Fuhrunternehmen, einer Bank oder sonst wo tätig sind, sie alle sind herzlich willkommen!

Teamgeist und Zuverlässigkeit sind Vorraussetzung um unsere humanitären Ziele zu erreichen. Am Besten lernen Sie das THW aber vor Ort kennen. Unter „Termine“ finden Sie unser nächstes Zusammentreffen oder vereinbaren Sie einfach einen anderen Zeitpunkt mit uns.

Der Countdown läuft ...

Am Sonntag präsentieren wir unser neues Multimedia Projekt unseres Ortsverbandes. Diese Woche über veröffentlichen wir täglich ein kleines Häppchen um Euch jeweils etwas mehr auf die Folter zu spannen.

Aktuelles aus dem Ortsverband

Jugendlager Rosenheim

Anreise nach Rosenheim

Endlich etwas zu essen

Bereits am vergangenen Mittwoch wurde mit einigen Freiwilligen die Fahrzeuge und Anhänger geladen. - Und was da nicht alles dazu gehörte: Getränke, Lebensmittel über Ausbildungsmaterial bis hin zum Klopapier, alles fand seinen Platz in den Fahrzeugen.
Am Samstag startete der Konvoi pünktlich um 09:00 Uhr zum diesjährigen Jugendlager Rosenheim - nichts ahnend, welche Wetterereignisse noch auf dem Wege bevorstanden. Vor der Abfahrt wurden noch die letzten Utensilien sowie das Gepäck der Teilnehmer auf die Fahrzeuge verladen. Anschließend stellte Jugendbetreuer Stefan Wolf das Betreuerteam, sowie die Fahrtroute vor. Leider wurde schnell klar, dass nicht nur die THW-Gruppe unterwegs war, sondern unzählige weitere Urlauber und so ging es ab und zu nur im Stop-and-Go-Verkehr vorwärts. Kurz hinter Nürnberg wurde eine größere Rast eingelegt, bevor sich der Konvoi wieder in den Verkehrsfluss einfädelte. Nach unzähligen weiteren zähflüssigen Abschnitten verdunkelte sich hinter München der Himmel immer mehr und wenig später fanden wir uns in einem Monsunartigen-Gewitter mit Sturmböen wieder. Die Fahrbahn war ein einziger See. Nichts desto trotz ging es immer weiter in Richtung Rosenheim.
Dort zeigte sich Petrus einsichtig, denn es tröpfelte nur ein wenig. So konnte das Material abgeladen und entsprechend eingeräumt werden. Schnell wurden die Schlafstätten hergerichtet und das persönliche Gepäck eingeräumt. Nach einem kurzen Geländerundgang startete schon die erste kurze Ausbildungseinheit – Stiche & Bunde. Dann gab es endlich etwas für das leibliche Wohl – „Hamburger“ und diese wurden gerne angenommen. Zum Abschluss des Tages stand noch eine kleine Stadtrunde durch Rosenheim auf dem Programm, die ein klein wenig größer ausfiel, so dass die Jugendlichen relativ schnell in Ihre Schlafsäcke krochen.

Ausbildung, Lagerrallye & Nachtübung

Eine vermisste Person ist gefunden und muss zum Abtransport vorbereitet werden.

Trotz Sonntag war an lange ausschlafen nicht zu denken, denn um 08:30 Uhr starteten wir mit einem echt bayerischen Frühstück mit Weißwürsten, Senf und Brezen. Natürlich gab es auch das übliche Zeltlagerfrühstück mit Cornflakes, Käse, Wurst, Marmelade und frischen Brötchen. Gegen 10:00 Uhr startete dann die erste Ausbildungseinheit. So fanden  sich die Kinder im Thema Verletztenrettung sowie Transport von Personen und Erste Hilfe wieder. An der zweiten Station wurden nochmals alle Stiche & Bunde sowie der Spanngurt vertieft. Die dritte Station widmete sich dem Thema Beleuchtung und Strom, hierbei wurde der Powermoon in Betrieb genommen und die entsprechende Stromversorgung gelegt.
So verging der Vormittag und die Küchengruppe unter der Leitung von Renate Zipf und Jutta Kempf servierte das Mittagessen – für den heutigen Sonntag der traditionelle Sonntagsbraten mit Serviettenknödel und Rotkraut.
Auch den Nachmittag verbrachten wir mit Ausbildung – jedoch mit neuen Themen, so wurde unter der Leitung von Nico Kempf die richtige Vorgehensweise der Verkehrsabsicherung besprochen und anschließend praktisch ausgebildet. Bei MiZi (Michael Zipf) wurden die Geräte der Holz- und Metallbearbeitung vorgestellt. Auch hier galt es, das erlernte Wissen in die Tat umzusetzen und das Brennholz für das nächtliche Lagerfeuer vorzubereiten. Last but not least gingen die Betreuer noch auf das Themengebiet Absturzsicherung ein, hierbei wurde die unterschiedliche Ausstattung erklärt und so gleich praktisch vertieft.
Gestärkt durch einen kleinen Nachmittagskaffee konnte nun die Lagerrallye starten. An sechs Stationen stand vor allem Spiel und Spaß im Vordergrund. So mussten Gegenstände ertastet, unzählige Halbschläge gebunden und Ringe auf dem Eisstockstiel versenkt werden. Auch der Jugend-Swimmingpool wurde so gleich mit eingebunden und so musste die THW-Ente mit Hilfe der Kübelspritze auf die andere Poolseite „gespritzt“ werden. Wenig später stand der Pool im Mittelpunkt und darin unzählige Jugendliche, die sich gegenseitig nass spritzten und abkühlten.
Frisch geduscht ging es dann gleich zum Abendessen über, gefolgt von einer kleinen Pause, denn um 21:15 Uhr fand die erste Nachtübung statt. Bei einer Explosion im Kanalsystem wurden einige Arbeiter verschüttet. Hierzu wurden drei Gruppen des Technischen Hilfswerks gerufen um zum einen die Einsatzstelle auszuleuchten, eine Verletztenablage einzurichten und die Erkundung im teilzerstörten Kanalsystem durchzuführen. Schnell wurden die Einsatzaufträge verteilt und die Gruppen nahmen ihre Arbeit auf. Innerhalb kurzer Zeit stand die Beleuchtung und wenig später war auch die Verletztensammelstelle eingerichtet. Analog dazu drangen zwei Helfer in das Kanalsystem vor und fanden eine vermisste Person auf, die sogleich für den Abtransport vorbereitet wurde. Mit vereinten Kräften wurde der Patient auf die Bergeschleppe gehoben und durch das weitläufige System gezogen. Dort wurde dieser auf den Schleifkorb umgebettet und zur Verletztenablage mittels der 6-Mann-Methode transportiert. Zwischenzeitlich wurde ein weiterer Patient gefunden und auf dem gleichen Weg abtransportiert. Das Ende der Übung war eine wahre Punktladung – denn es begann wieder zu schütten. Den restlichen Abend verbrachten noch einige Jugendliche bei einer gemeinsamen UNO-Runde, denn das Lagerfeuer wollte bei diesem Regen nicht brennen.

Ausbildung, Schwimmbad & Lagerfeuer

Gemeinsam klappt der Schleuderbund dann doch noch.

Bereits am frühen morgen herrschte ein klein wenig Hektik bei den Betreuern, denn die Polizei hatte das Geländetor abgeschlossen und wir hatten dazu keinen Schlüssel. Doch davon bekamen die meisten Jugendlichen in Ihren Schlafsäcken nicht viel mit. Trotz dieser Unwegsamkeit standen die frischen Brötchen pünktlich auf dem Frühstückstisch und der Tag konnte planmäßig starten.
So stand als erstes die Einsatznachbesprechung der gestrigen Nachtübung an. Zuerst hatten hierbei die Gruppenführer und Teammitglieder das Wort. So wurde kurz auf die Aufgabenstellung sowie dem generellen Ablauf eingegangen. Die Betreuer stellten noch einige Potenziale vor, die evtl. in der nächsten Übung beachtet werden könnten, so z. B. eine bessere Versorgung des Patienten sowie ein schnellerer Aufbau des Powermoons. Danach startete die reguläre Ausbildung mit den Themen Tonnenstegbau, Gefahren an der Einsatzstelle und Atemschutz.
Beim Stegbau wurde zuerst der Schleuderbund aufgezeigt und anschließend angewandt. Die Tonnen, welche als Schwimmkörper dienen, wurden ebenfalls mit eingebunden. Auf diese Weise fertigte jede Gruppe einen sogenannten Tonnenleger, der zu einem späteren Zeitpunkt zu einem kompletten Steg zusammengefügt wird. Achim widmete sich mit seiner Gruppe dem kompletten Gefahrenschema des Thema. 5 A B C D 5 E waren nach dieser Ausbildungseinheit keine Fremdwörter mehr und fließen sicherlich in der nächsten Nachtübung mit ein. Zwar ist Atemschutz erst mit dem 18. Lebensjahr erlaubt, doch einen kleinen Einblick gab es schon in dieser Ausbildungseinheit. Neben der Funktionsweise eines Atemschutzgerätes wurde auch die richtige Vorgehensweise bei einem Atemschutzeinsatz besprochen.
Schon weit vor der Mittagspause zog der Duft des Gyros über den Lagerplatz, so dass das Mittagessen sehnsüchtig erwartet wurde. Für die „Warmduscher“ unter uns, denn auf dem Lagergelände gibt es nur Kaltwasser zum duschen, ging es in das Rosenheimer Freischwimmbad, wo gleich eine wilde Wasserschlacht rund um die Betreuer begann. Unterbrochen wurde diese nur durch eine kleinere Kaffeepause auf der Liegewiese. Zurück auf dem Lagergelände erwartete die ausgetobte Meute ein deftiges Abendessen – ganz fränkisch mit Hausmacher, Wurst, Gurken, Käse und Bauernbrot. Wenig später wurde der gemütliche Abend am Lagerfeuer eingeläutet, der bis spät in die Nacht andauerte.

Betriebsbesichtigung Kraftwerk, Ausbildung, Nachtübung

Die "Kanalratten" unter sich - der Materialfluss bei der Nachtübung erfolgte durch enge Röhrensysteme.

Aufgrund der Betriebsbesichtigung des Innkraftwerks Rosenheim startete der heutige vierte Jugendlagertag ein wenig früher. Pünktlich um 09:30 Uhr fanden wir uns am Innkraftwerk ein und wurden direkt in Empfang genommen. An einer Schautafel wurde uns zuerst die Aufbauweise des 1957 bis 1959 erbauten Kraftwerks (Inbetriebnahme 1960) gezeigt. Zuerst wurde hierbei das Stauwehr mit drei Schildern erbaut, bevor der Inn auf der rechten Seite mit Spundwänden abgetrennt und das Krafthaus errichtet wurde. Es handelt sich dabei um ein sogenanntes Laufkraftwerk, das hießt, es kann nur das Oberwasser zur Stromerzeugung genutzt werden, das der Inn liefert. Im Winter weniger, im Frühjahr oder nach starken Regenfällen kann somit mehr Wasser zur Stromgewinnung genutzt werden, wobei das überschüssige Wasser über die Wehre abgefahren wird.
Bei voller Auslastung erreichen die drei Kaplan-Turbinen mit ihren angeflanschten Schirmgeneratoren eine Nennleistung von zusammen 39.000 Kilowatt. Über einen Spiraleinlauf mit 12 Stützschaufeln und dem zylindrischen Leitapparat mit 24 Leitschaufeln wird das Wasser zum Laufrad und über einen gekrümmten Betonsaugschlauch ins Unterwasser geführt. So kann auch bei weniger Oberwasser eine optimale Laufleistung gewährleistet werden.
Bei unserem Rundgang standen wir auch auf dem Wehr und konnten den aufgestauten Inn und die mächtigen Wehrschilder begutachten. Zwei Portalkräne mit je 50 t Tragfähigkeit unterstützen die Mitarbeiter des VERBUND-Kraftwerks bei Revisionsarbeiten.
Welche Mengen an Treibgut der Inn mit sich führt, konnten wir auf dem großen Holzsammelplatz sehen, der von den Rechenreinigungsmaschine aus den Turbineneinläufen entfernt wird. Insgesamt werden auf diese Weise rund 4.000 t Treibgut, wie Holz, Plastikflaschen, aber auch gefährliche Güter, wie Fässer mit unbekannten Flüssigkeiten aus dem Inn gefischt und der weiteren Entsorgung / Aufbereitung zugeführt.
Nach dieser interessanten Besichtigung ging es zurück zum Ausbildungsgelände, wo wir uns wenig später in den nächsten Ausbildungseinheiten wieder fanden. So wurde der Tonnensteg in den Hammerbach eingeschwenkt und die weiteren Tonnenleger angebracht. Trotz der starken Strömung hielten die Stiche und Bunde recht gut und konnten einer Belastungsprobe unterzogen werden. Anschließend wurde der Steg wieder zurück gebaut und die Leinen zum trocknen aufgehängt. An der weiteren Station wurden verschiedene Rettungsmittel sowie deren Anwendungsweise den einzelnen Teams näher gebracht und anschließend vertieft. Die letzte Station beschäftigte sich mit dem Thema Funkgerätekunde. Neben den Problemen die dabei auftreten können wurde auch das richtige absetzen eines Funkspruchs eingeübt.
Unterbrochen wurde die Ausbildung nur durch das Mittagessen – Spaghetti mit Bolognese. Wer dachte, dass nach der Ausbildung Schluss sei, der hatte sich getäuscht, denn es ging gleich zu einer kleinen Wandertour rund um Rosenheim, so dass wenig später schon das Abendessen auf die Teilnehmer wartete.
Doch damit nicht genug – um 21:00 Uhr stand die nächste Nachtübung an. Dieses mal hatten die Betreuer andere Einsatzschwerpunkte gelegt und auch die neuen Ausbildungsthemen flossen direkt in diese Übung mit ein. Angenommen wurde eine zerstörte Straße, wobei die Einsatzkräfte nur durch ein Tunnel zur Einsatzstelle vordringen konnten. So musste das komplette Material durch diese Röhre geschafft werden, angefangen vom Powermoon bis zum einfachen Blatt Papier. Im weiteren Verlauf der Übung musste unter Atemschutz ein Patient durch ein Röhrensystem gerettet, die Einsatzstelle ausgeleuchtet und mehrere Hölzer abtransportiert werden. So hatten die Gruppenführer wieder jede Menge zu tun und auch die „Kanalratten“ waren mit dem Materialtransport durch die engen Röhren beschäftigt. Im Anschluss an die Nachtübung war der einzige Wunsch vieler Jugendliche nur noch eine kühle Dusche und das Bett.

Einsatznachbesprechung, Gerätesäuberung, Ausbildung & Badesee

Gemeinsam wurde eine Quellkade gelegt.

Am heutigen Mittwoch bekamen wir nach dem Frühstück Zuwachs von der Jugendgruppe aus dem Ortsverband Rosenheim. Nichts desto trotz wurde die gestrige Einsatzübung besprochen und weiteres Potential herausgestellt, so z. B. die genaue Bezeichnung von benötigten Geräten, bessere Kommunikation mit den Atemschutzgeräteträgern sowie eine schnellere Ausleuchtung der Einsatzstelle.
Im Anschluss an die Nachbesprechung wurde die Siegerehrung der Lagerrallye vorgenommen – als bestes Team schnitt die Mädelsgruppe mit Kim, Maren und Sina ab und sie erhielten dafür den Hauptpreis. Die nächste Stunde verbrachten wir damit, das eingesetzte Material von Schmutz und Schlamm zu reinigen – und das waren nicht wenige Gegenstände.
Bei der darauf folgenden Ausbildungseinheit, die mit der Rosenheimer Jugendgruppe durchgeführt wurde, fanden sich die Jugendlichen mit den Themen Hochwasserschutz, schiefe Ebene und Greifzug konfrontiert. So wurden zuerst einige Sandsäcke gefüllt und im weiteren Verlauf der Ausbildung zu einer Quellkade verbaut. Bei Achim wurde ein Patient über den Inn-Deich transportiert, wodurch eine schonende Rettung von Patienten ermöglicht wird. Die letzte Gruppe bewegte den MzKW mit Muskelkraft – unterstützt durch den Greifzug.
Den Höhepunkt auf dem Speiseplan des Jugendlagers servierte unser Küchenteam heute, so die Meinung zahlreicher Teilnehmer – denn es gab Schnitzel mit Kartoffelsalat.
Nach dem Mittagessen ging es nochmals mit der Ausbildung weiter, bevor es zum cirka fünf Kilometer entfernten Badesee ging. Hier konnten wir uns wieder bei unzähligen Wasserschlachten austoben - oder einfach eine Pause machen. Zu fortgeschrittener Stunde wurde noch eine kleine Nachtwanderung mit Stationen durchgeführt, bevor es zum gemütlichen Lagerfeuerabend überging.

Ausbildung, Lagerrallye II & Nachtübung

Der Patient wurde gefunden und wird sofort erstversorgt.

Nach dem Frühstück wurde die noch fehlende Ausbildungseinheit des gestrigen Tages fortgesetzt, so dass noch am Vormittag eine weitere Ausbildungseinheit mit den Themen Erste Hilfe, dem sog. „aufhebeln“ sowie Leiterhebel starten konnte. Die Ausbilder der ersten Hilfe gingen besonders auf das auffinden von Patienten sowie die richtige Wundversorgung ein. Bei der nächsten Station wurde eine Person auf einem Garagendach gefunden und musste mit Hilfe eines Leiterhebels vorsichtig abgelassen werden. Durch diese Rettungsmethode ist es möglich, einen Patienten sehr schonend und vor allem waagrecht aus Höhen abzulassen. Aufhebeln bedeutet nicht Türe aufbrechen, sondern einen Patienten mit Hilfe von Leiterteilen aus einer Tiefe zu retten. Hierzu werden die Leiterteile als Hebel genutzt. Auf diese Weise wird der Patient immer wieder ein Stückchen weiter heraus gehebelt.
Auch nach dem Mittagessen ging es mit der Ausbildung weiter, denn für heute Abend stand noch eine Nachtübung auf dem Programm. Den späten Nachmittag verbrachten wir mit einer weiteren Lagerrallye, dieses mal in den Innauen, also direkt gegenüber unseres Lagergeländes. Natürlich blieb hier kein Kleidungsstück trocken, den der Matsch spritzte bei den Spielen hoch empor. So wurde das Schwammweitwurfspiel, ein Fährspiel, Frisbee-Weitwurf, Flusssuchspiel oder das Schubkarren-Wassertransportspiel durchlaufen und die Teilnehmer waren mit vollem Eifer und viel Spaß dabei.
Zum Abendessen gab es „leckeres“ vom Grill mit unzähligen Salaten, so dass die Teller mehr als voll genommen und leer zurück gingen. Um 21:30 Uhr startete die angekündigte Nachtübung, dieses mal kamen auf die Gruppenführer Aufgaben wie Beleuchtung, Transport von Verletzten sowie Geländeerkundung zu. Leider stellte sich heraus, dass die Erkundung, welche zuerst in Auftrag gegeben wurde, nicht vollständig zu Ende geführt wurde. Hierdurch wurde der weitere Übungsverlauf massiv beeinträchtigt und der letzte Mimendarsteller erst kurz vor Ende der Übung im Gestrüpp gefunden. Die weiteren Patienten wurden mit Hilfe des Schleifkorbs sowie der schiefen Ebene gerettet.

Nachbesprechung, Ausbildung, OV-Besichtigung

Das macht Spass - eine Bootsfahrt auf dem Inn.

Der letzte Tag des Jugendlagers begann, wie üblich mit einem reichhaltigen Frühstück, doch wenig später fanden sich die Jugendlichen in der Einsatznachbesprechung wieder, die aufgrund der Vorkommnisse und den damit verbundenen Vierbesserungspotentialen etwas länger andauerte. So verlief die Erkundung anfangs strukturiert, wurde jedoch mit dem auffinden der ersten Person sofort abgebrochen und anschließend nur noch sporadisch durchgeführt. Auch im Bereich der Beleuchtung sowie dem Abtransport der Patienten wurden div. Fehler begannen, welche sich negativ auf den weiteren Übungsverlauf auswirkten.
Positiver verlief hingegen die Siegerehrung der Lagerrallye II – bzw. der Inn-Auenrallye. Dann ging es auch nochmals zu den Innauen, denn hier wurde das diesjährige Gruppenfoto aufgenommen – für das THW-Jugend Familienalbum. Die Zeit bis zum Mittagessen verbrachten wir mit einer kleinen Abschlussübung auf dem Gelände, bei denen die Gruppenführer von der Rosenheimer Jugendgruppe gestellt wurden. Schnell wurden vier Patienten gefunden und in kürzester Zeit gerettet. Doch auch bei dieser Übung gab es einen Helfer, der im Tunnel verunglückte und somit gerettet werden musste.  Bei der anschließenden Übungsnachbesprechung wurden nochmals kurz die Fehler besprochen und so ging es fließend zum Mitagessen – Sahnegeschnetzeltes mit Spätzle – über.
Den Nachmittag verbrachten wir mit dem aufräumen und säubern des Lager- sowie Übungsmaterials. Als weiteren Zeitvertreib bot die Rosenheimer Fachgruppe Wassergefahren mehrere Rundfahrten mit Ihren Finnjet auf dem Inn an, die gerne angenommen wurde. Ein wenig Abkühlung erhielten die Bootsfahrer von der Feuerwehr Rosenheim, die mit ihrem Wasserwerfer für eine feuchte Regenfront sorgte. Weiteres Highlight des Nachmittags war die Besichtigungstour der Ortsverbandsliegenschaften.
„Das ist aber eine große Unterkunft!“ - so die mehrfache Aussage der Teilnehmer – und es stimmte, im dem riesigen Gebäude einer ehem. Coca-Cola-Fabrik ist das eigentliche Unterkunftsgebäude untergebracht, so dass sogar die Jugendgruppe eine eigene Etage besitzt. Richtig viel zu sehen gab es jedoch auf dem Gelände der Bundespolizei, genauer in der dortigen Fahrzeughalle des Ortsverbandes. Kipper, Dia-Pumpe, mehrere Boote, Radlader und, und, und …
Bevor es zum Lagergelände zurück ging, nahmen wir noch eine kleine Erfrischung im Badeteich der Bundespolizei – da hätten wir es gerne noch ein wenig länger ausgehalten, doch auf dem Lagergelände warteten weitere Aufräumarbeiten auf uns. Ebenso wurde das Toilettenhäuschen durch unser „Clean-Team“ auf Hochglanz poliert. Nach dem Vesper ließen wir das Jugendlager ganz gemütlich am Lagerfeuer ausklingen.

Abreise

Müde? Keine Spur, zumindest nicht auf diesem Foto.

Campleader Stefan hatte ein hartes Ziel vorgegeben: 08:00 Uhr Abfahrt vom Lagergelände in Richtung Heimat. Was anfangs unmöglich erschien konnte, dank der bereits geleisteten Vorarbeit eingehalten werden. Doch beginnen wir mit dem aufstehen – um 06:30 Uhr wurden die Teilnehmer unsanft aus ihren Betten geschmissen und sogleich begann das große Packen der persönlichen Ausrüstungsgegenstände.
Unterbrochen wurde die weitere Verladearbeit vom Frühstück, das trotz des engen Zeitfensters nicht ausfallen sollte. Doch wenig später wurde schon wieder geschleppt, gekehrt, gesäubert und verladen, so dass innerhalb kürzester Zeit nichts mehr auf das Jugendlager hindeutete.
Mit nur wenigen Minuten Verspätung setzten sich die ersten beiden Fahrzeuge in Richtung Heimat in Bewegung, während die Fiat-Mannschaft noch auf die Schlüsselübergabe wartete. Doch um 08:40 Uhr brach auch diese vom Gelände auf und die Aufholjagd begann. Heute hatten wir mehr als Glück, bei erträglichen Temperaturen und nur wenigen kleineren Staus kamen wir gut voran. Unterbrochen wurde die Heimfahrt von einer gemeinsamen Mittagspause auf einem Rastplatz. Anschließend löste sich der Verband auf und die Fahrzeuge fuhren getrennt weiter, wodurch der Stau bei der anschließenden Fahrzeugwäsche vermieden werden konnte.
Als erstes traf der Fiat in Miltenberg ein, wo bereits das notwendige Waschmaterial bereit gestellt war. Sogleich wurde das Fahrzeug ausgeladen und innen, wie auch außen gereinigt. Wenig später traf auch der Renault sowie der MzKW ein – mit diesen wurde ebenso verfahren und so war um kurz nach 16:00 Uhr nichts mehr vom Jugendlager 2014 zu sehen.

DANKE

An dieser Stelle möchten wir einfach einmal DANKE sagen! - Allem voran dem Ortsverband Rosenheim für die Bereitstellung des Übungsgeländes und der fürsorglichen Betreuung. Der Firma VERBUND für die Besichtigung des INN-Kraftwerks, unserem Küchen-Team Jutta und Renate sowie den vier Betreuern Achim, Michael, Nico und Stefan.

Fahren auf dem Wasser

Trotz der Hitze kam der Spass bei der Bootsausbildung nicht zu kurz.

Der letzte Ausbildungsnachmittag der THW-Jugendgruppe führte nochmal aufs Wasser, doch zum Leidwesen vieler Jugendlicher nicht mit Motorkraft, sondern mit Paddel und Muskelkraft – und das bei dieser Hitze. Doch Jugendbetreuer Nico Kempf hatte kein erbarmen und so wurden die zwei Schlauchboote startklar gemacht. Danach ging es mit vereinten Kräften und mehr oder weniger geraden Kurs in Richtung Mud, die weiter flussaufwärts befahren wurde, bis Grund unter dem Kiel vermeldet wurde. Besonders praktisch konnte hierbei das Tiefe loten eingesetzt werden, denn hierdurch wird festgestellt, wie tief das Wasser noch ist.
Anschließend verließ ein Team das Boot und schlug sich auf gewundenen Pfaden zum Wehr vor, das wenig später erreicht wurde. Hier konnten wurde kurz erklärt, wofür dieses Bauwerk zuständig ist und welche Funktion es ausübt, bevor es wieder zum Boot zurück ging. Die Heimfahrt gestaltete sich besser, zumal die beiden Bootsbesatzungen jetzt mit der Strömung paddelten. Zwischendurch tauschten die Bootsführer, Schlagleute und Anleger immer wieder durch, so dass am Ende jeder einmal das Kommando führen durfte. Als kleine Belohnung nach dieser Anstrengung gab es ein kühlendes Eis auf dem Hof der THW-Unterkunft. Anschließend wurden die beiden Boote gewaschen und ordentlich verstaut.

Helferfest im Ortsverband

Unzählige Gäste kamen zum Helferfest im Ortsverband Miltenberg.

Es wurde ein langer Tag für den ein oder anderen unseres Ortsverbandes. Bereits früh am Morgen vollzog sich in der Unterkunft die Arztuntersuchung durch den betriebsärztlichen Dienst, wo auch eine handvoll Miltenberger Helferinnen und Helfer teilnahm.
Nebenbei wurden bereits die Vorbereitungen für das Helferfest getroffen, so wurde deftiges in der Küche vorbereitet und die Fahrzeughalle ausgeräumt. Tatkräftige Unterstützung kam gegen 13:00 Uhr um die Bestuhlung sowie Hallenausschmückung vorzubereiten.
Um 15:30 Uhr war es dann endlich soweit – Ortsbeauftragter Michael Wasserer konnte bei sommerlichen Temperaturen unzählige Helferinnen und Helfer, Angehörige der THW-Helfervereinigung, der THW-Jugend aber auch diverse Sponsoren feierlich begrüßen. In seiner Ansprache ehrte Michael Wasserer Achim Hauck für 30-jährige THW-Mitgliedschaft sowie Holger Hennrich für 10-jährige Mitgliedschaft.
Als nächstes Ergriff Ruthard Zipf als Vorsitzender der THW-Helfervereinigung das Wort und ging unter anderem auf die Beschaffung des neuen Stromerzeugers ein. Hier dankte er den Sponsoren für die Unterstützung bei der Beschaffung dieses neuen Gerätes – ein Gerät das im Katastrophenfall dazu dient Hilfe am nächsten zu leisten. Dann erwartete die Gäste ein weiteres Highlight – die interne Premiere des Imagefilms „Standing Tall“, welcher unter der Leitung von Michael Zipf und seinem 14-köpfigen Filmteam in den letzten Monaten gedreht wurde.
Nach einer kurzen Pause konnte Michael Wasserer Landrat Jens Marco Scherf zu seinem Antrittsbesuch in unserem Orsverband willkommen heißen. Neben seinem Grußwort, in dem er auf die Bedeutung des Katastrophenschutzes sowie die zukünftige Zusammenarbeit einging, überreichte er an 26 Helferinnen und Helfer die Bundesflutmedaille.
Ausklang fand das Helferfest am kurzfristig aufgebauten Planschbecken, bei Bootsfahrten auf dem Main, am reichlichen Buffet und bei unzähligen Gesprächen, die bis in den frühen Morgen andauernden.