Aktuelles aus dem Ortsverband

Einweisung Kraftfahrer

Kraftfahrerausbildung im Ortsverband.

„Einsteigen, Zündschlüssel umdrehen und losfahren“ - auch bei Einsatzfahrzeugen? - Nein! Weit gefehlt. Denn Einsatzfahrzeuge dürfen erst mit einer entsprechenden Bereichsausbildung bewegt werden und genau diese wurde unter der Leitung von Bereichsausbilder Philipp Dosch sowie Sven Zawierucha in den letzten Tagen für unsere „Kraftfahrer – Neulinge“ durchgeführt.
Nach einer theoretischen Einführung in das Wegerecht, Besonderheiten bei einer Blaulichtfahrt oder aber dem Transport von Personen ging es weiter mit der Praxis. Hier wurden zuerst die Funktionen im und am Fahrzeug erläutert. Ebenso wurden die Maßnahmen besprochen, welche vor Antritt einer Fahrt durchgeführt werden sollten. Danach ging es in die tatsächliche Praxis. Hierbei durfte jeder ans Steuer und so wurden div. Übungen durchlaufen, wie ein-/ausparken, rückwärts-fahrt, Anfahrt am Berg und noch viele mehr. Natürlich stand auch eine ganz „normale“ Überlandfahrt auf dem Ausbildungsplan.

Digitalfunk & Orientierung im Einsatzgebiet

Erkundung im Betreuungsgebiet.

Nach unserer traditionellen Helferversammlung als erster Dienst im neuen Jahr, standen nun die Themen „Digitalfunk“ und „Orientierung im Einsatzgebiet“ auf dem Programm.
Zunächst starteten wir am Mittwoch Abend mit einer Grundeinweisung in den Digitalfunk. Johannes Soder und Matthias Zipf hatten sich in dieses Thema eingearbeitet und erläuterten zunächst die digital Funktechnik, die Bedienung und die Handhabung der Geräte. Dann mussten die Helfer in kleinen Gruppen und Übungen verschiedene Aufgaben mit dem Digitalfunk erledigen.
Am Samstag dann galt es, dass Wissen vom Mittwoch in der Praxis einzusetzen und zu vertiefen. Hinzu kam an dieser Ausbildungseinheit das Thema „Orientierung im Einsatzgebiet“. In unserem Betreuungsbereich liegen die Bundeswasserstraße Main, viele verschiedene Straßen von Kreis- bis hin zu Bundesstraßen und verschiedene Bahnlinien. Am Samstag mussten die Helfer diese möglichen Einsatzobjekte erkunden. Dazu mussten Sie sich mit der Stationierung von Straßen, der Kilometrierung von Bahnlinien und Wasserstraßen vertraut machen.
Dann ging es konkret darum, die verschiedenen Abschnitte zu erkunden, mit dem Fahrzeug, zu Fuß und mittels Booten. Hintergrund war es zu prüfen, wo kommt man an die Bahnlinie heran, wo kann man Bereitstellungsflächen einrichten, können unsere Wasserungsstellen auch bei Hochwasser angefahren werden und wie kann uns die Rettungskette „Forst“ im Einsatzfall weiter helfen. All diese Erkundungen, Lagemeldungen und die Koordination wurden mittels Digitalfunk durchgeführt und abgewickelt.
Bis zum Dienstende wurden wichtige Informationen erarbeitet, viele Ortskenntnisse gesammelt und so auch die Grundlage für weitere wichtige Einsatzunterlagen gelegt. Vielen Dank an Alle die mitgewirkt und sich eingebracht haben.

Hermann Schneider - 60 Jahre Ehrenamt

Hermann Schneider (Mitte) mit Leiterin der THW-Regionalstelle Karin Munzke sowie Ortsbeauftragter Stefan Wolf.

Auf 60 Jahre ehrenamtliches Engagement für die Hilfe am Nächsten kann Hermann Schneider aus Miltenberg zurück schauen. Grund genug, ihm für sein unermüdliches wirken in einer kleinen Feierstunde Danke zu sagen.
Nur sehr wenige THW Ortsverbände dürfen auf Helfer mit 60jähriger Erfahrung zurückgreifen, so Ortsbeauftragter Stefan Wolf, doch der Miltenberger Ortsverband hat mit Hermann Schneider einen Glücksfall an Bord. Noch heute ist er bei Einsätzen, mit von der Partie, wenn auch nicht mehr direkt in erster Reihe. Viel wichtiger, als Einsatz sei vielmehr das Wissen, welches Hermann Schneider den jüngeren Helferinnen und Helfern vermittelt. Durch seine langjährige Mitgliedschaft und seinem Spitznamen „Technischer Hermann“ kennt er sich selbst bei den modernsten Gerätschaften bestens aus und trägt mit seinem Fachwissen zur Weiterbildung des Ortsverbandes bei.
Auch die Leiterin der THW Regionalstelle Karin Munzke dankte Hermann Schneider und ging dabei auf die unzähligen Einsätze und Ehrungen Schneiders ein. Nicht nur ehrenamtlich war er bei der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk aktiv, sondern auch lange Jahre als hauptamtlicher Kraftfahrer und Gerätewart in der Geschäftsstelle. Daneben wurde er seinem Ortsverband nie untreu und besuchte unzählige Lehrgänge, hauptsächlich natürlich im technischen Bereich, wie Kraftfahrer, Schirrmeister, Bootsführer oder Fährenführer. Im Ortsverband verstand er es, sein gewonnenes Wissen an die eigenen Helferinnen und Helfer weiter zu geben und auch kleine Reparaturen eigenständig durchzuführen. An Einsätzen seien stellvertretend für viele andere, die Teilnahme an den Transporten im Rahmen der humanitären Hilfe für die GUS - Staaten im Jahre 1992 genannt. Durch seinen sprichwörtlichen Eifer und sein hohes Leistungsvermögen gerade auch in Katastrophenfällen war und ist er ein Garant für das erfolgreiche Wirken des Ortsverbandes. Beispielhaft sollen hier die “Erftal-Katastrophe” im Jahre 1978 und die immer wieder kehrenden Hochwasser am Main und seinen Nebenflüssen genannt werden.
Im Anschluss an die Laudatio erhielt Hermann Schneider die Ehrenurkunde über 60-jährige Dienstzeit in der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk. Auch das Miltenberger THW-Team bedankte sich mit einem kleinen Präsent.