Aktuelles aus dem Ortsverband

Unser Strom ist blau

Die einzelnen Verteiler und Installationen mussten immer wieder geprüft werden.

Der Probeaufbau für den Feuerwehrtag der Stadt und des Kreis Heidelberg war nicht nur für die Kollegen des THW Adelsheim ein Grund zur Übung, sondern auch für unseren Ortsverband ein Grund die Strecke auf sich zu nehmen und gemeinsam mit dem THW Adelsheim und der Fachgruppe Elektroversorgung aus Stuttgart die Stromversorgung und Einspeisung in fremde Gebäude zu beüben.
Für fünf Kameraden ging es mit dem MLW 4 und der Netzersatzanlage 85 KVA in Richtung Adlesheim. Dort angekommen, waren bereits die Fachkräfte des Ortsverbands Adelsheim bei der Arbeit und überprüften die Elektrik des ehemaligen Hubschrauberhangar auf Schwach- bzw. Schadstellen. Da die Anlage damals von den Amerikanern und daher auch nach deren Richtlinien installiert worden ist, musste besonders darauf geachtet werden, dass es sich um ein 210V-Netz und nicht wie in Deutschland üblich ein 230V-Netz handelt. Nach erfolgreicher Überprüfung konnte ein Abgang aus dem Hausanschluss gelegt und dadurch die Halle mit unserem Stromerzeuger eingespeist werden. Nach und nach wurden Leuchtelemente, Lüftungsgebläse und Klimaanlagen zugeschalten und überprüft. Jedes Detail musste erneut durch Elektrofachkräfte gemessen werden, so z.B. auch die ca. 60 Steckdosen der ehemals Schulungs- und Büroräume. Besonders unsere Elektrofachkräfte konnten bei dieser Gelegenheit den Umgang mit den neu erworbenen VDE 0100 Messgerät üben und die verschiedenen Möglichkeiten mit dem Gerät testen. Zwei Stunden wurde der Stromerzeuger in Betrieb gelassen, um sicher zu gehen, dass auch an dem eigentlichen Eventtag nicht mit Störungen gerechnet werden muss.
Nach einer kleinen Abschlussrunde und kurzen kollegialen Gesprächen wurden die Gerätschaften zurück gebaut und die Heimreise angetreten.
Wir bedanken uns an dieser Stelle bei dem THW Ortsverband Adelsheim für die Einladung zu dieser Übung und der Verpflegung am Mittag.

Grundausbildung mit Erfolg abgelegt

Die Prüflinge bei der Bewältigung der Prüfungsaufgabe, dem Ausleuchten einer Einsatzstelle.

Mit der praktischen und theoretischen Prüfung beendeten am vergangenen Wochenende in Haßmersheim, drei junge Rekruten des THW Ortsverbandes Miltenberg ihre zirka 100-stündige Grundausbildung. Nach Mitteilung des federführenden Ausbilders, dem Ausbildungsbeauftragten Martin Oettinger, wurden die Helfer-Anwärter seit Ende 2017 durch ihn und durch das fachbezogenen Ausbildungspersonal in den Grundlagen der technischen Hilfeleistung ausgebildet und auf die Prüfung vorbereitet.

Zu den Ausbildungsthemen gehörten, zu einem in der Theorie, die Organisationsstrukturen und der Aufbau des THW, die Einbindung in den Katastrophenschutz, Einsatzgrundlagen, sowie Kartenkunde mit Kompass und Unterweisung in Sachen Funk.
Zum anderem, beinhaltet der praktische Teil der Ausbildung, eine Holz-, Metall- und Gesteinsbearbeitung, Sandsack befüllen, dass Arbeiten mit Leinen und Hölzern. Eine umfassende Heranführung an mechanischen, hydraulischen und pneumatischen Rettungsgeräten, sowie die Anwendung und der Umgang von Motorsäge, Trennschleifer, Brennschneidgerät, Stromerzeuger mit dem dazu gehörtem Beleuchtungsequipment. Nicht nur der Umgang mit den modernen Techniken stand bei der Grundlagenausbildung im Mittelpunkt, sondern man lernt auch allgemein dienliche Dinge in Sachen „Erste Hilfe“.

Geprüft wurden insgesamt 25 Prüflingen, diese von einer achtköpfigen Kommission, diese sich zusammensetzte aus Mitgliedern der einzelnen Ortsverbände des THW-Regionalbereichs Heilbronn.

Das Bild zeigt von links nach rechts: Die fachbezogenen Ausbilderin Carina Czerny, die frischgebackenen Helfer Tobias Czerny, Corinna Häfner und Oliver Stapf, sowie den Ausbildungsbeauftragten Martin Oettinger

Frischgebackene Helfer
Durch die hervorragende Vorbereitung der hoch motivierten Miltenberger Rekruten, die sich durch nichts, bei der Bewältigung ihrer Aufgabenstellungen, aus der Ruhe bringen ließen, erzielten alle Teilnehmer ein erstklassiges Ergebnis.

Die erfolgreichen Prüflinge waren: Corinna Häfner (Miltenberg), Tobias Czerny (Großheubach) und Oliver Stapf (Großheubach).

Die neuen Helfer werden im Technischen Zug des THW Miltenberg mit seiner Fachgruppe und den beiden Bergungsgruppen eingesetzt. Höchst erfreut ist der Führungsstab des Ortsverbandes Miltenberg über den weiteren Zuggang von Helfern im Technischen Zug.


Für die kommende Grundausbildung sucht das THW Miltenberg Nachfolger. Wenn auch Du eine erfolgreiche Ausbildung bei uns machen möchtest, komm zu uns – wir freuen uns auf Dich. Ebenfalls besteht bereits für technisch interessierte Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 17 Jahren die Möglichkeit, sich in der Jugendgruppe sich zu engagieren.

Zugtruppübung des LV-Bayern

Lagevortrag für den "Landrat"

Am vergangen Wochenende nahm unser Zugtrupp an einer landesweiten Fortbildungsveranstaltung in Deggendorf teil. Bereits am Freitagmorgen starteten wir in Richtung Deggendorf. Nach einem kurzen Abstecher nach Regensburg, in die dortige tolle Altstadt und zur Walhalla, kamen wir dann am frühen Abend in der Bundespolizeikaserne in Deggendorf an.

Nach dem Abendessen in der dortigen Kantine und der Zuteilung der Zimmer ging es zum Kennenlernen in den Ortsverband Deggendorf. Natürlich gab es eine Besichtigung der Unterkunft und bei vielen guten Gesprächen klang der Abend dann aus.

Am Samstagmorgen startete dann die Fortbildung. Nach einer kurzen Einweisung in den Ablauf der Übung und einer Verteilung von Land- und Stadtkarten stimmte uns der Zugführer von Deggendorf mit beeindruckenden Bildern, Filmausschnitten und Nachrichtenmitschnitten auf die geplante Übungslage ein. Übungslage, das war die Flutkatastrophe von Deggendorf im Jahr 2013, besonders der Einsatzabschnitt Fischerdorf.

Während die Zugtrupps die Führungsstellen in und um ihre Zugtruppfahrzeuge aufbauten, fuhren die Zugführer zusammen mit dem Ortsbeauftragten von Deggendorf an die ehemaligen Schadensgebiete. Angefangen von der letzten damals intakten Donaubrücke, dem Feuerwehrhaus von Fischerdorf, den tiefliegenden Stadteilen, den damaligen Verpflegungspunkten bis hin zur damaligen Einsatzleitung am Feuerwehrhaus Deggendorf. In einer kompakten aber nicht weniger beeindruckenden Rundtour wurde nochmals ein Eindruck der damaligen Lage vermittelt.

Zurück in der Kaserne der Bundespolizei ging es dann auch schon los mit der Übung - den Einspielungen. Es galt dabei die Pumpen- und Lenzarbeiten an Privatgebäuden zu koordinieren, Absprachen mit einem Statiker zu treffen, aber auch Gefahrenmeldungen über auslaufendes Öl an die übergeordneten Stellen weiter zu geben und die Verfahrensweise abzustimmen.

Weiterhin musste der Einsatz von Großpumpen koordiniert werden, damit das örtliche Kanalnetz wieder funktionstüchtig werden konnte, tieferliegende Geländemulden (sog. „Badwandal“) mussten leergepumpt und Schöpfwerke mit Strom versorgt werden. Aber auch der normale Einsatzalltag mit Anforderungen von Kraftstoff, Verpflegung, Ersatzteilen und Vielem mehr musste zusammen mit der übergeordneten Führungsstelle und den fiktiven Einheiten abgewickelt werden. Gespielt wurden diese beiden Stellen von den FK´s aus Kempten und Mühldorf.

Es mussten Lagemeldungen abgesetzt werden und es wurden Lagebesprechungen durchgeführt. Auch der Umgang mit gestressten Anwohnern und Firmeninhabern stand auf dem Übungsprogramm.

Am späten Nachmittag dann bildete ein Lagevortrag vor dem „Landrat“ – hervorragend gespielt vom hiesigen Kreisbrandinspektor – den Abschluss der Übung.

In einem kurzen Feedbackgespräch hatten die Zugtrupps dann die Möglichkeit, sich mit den Verantwortlichen der Übung und der FK´s auszutauschen und wertvolle Tipps und Tricks zu bekommen.

Bei Steaks, Würstchen mit Kartoffelsalat und guten Gesprächen klang auch dieser Übungstag dann aus.

Der Sonntag stand dann unter dem Motto „Wie es wirklich war“ – anhand einer beeindruckenden Präsentation und super toll kommentiert vom Ortsbeauftragten wurde der Einsatz vom Juni 2013 nochmals für uns dargestellt. Man merkte den Einsatzkräften von damals an, dass Sie von diesem Einsatz, dem Ausmaß, dem großen Leid aber auch der großen Solidarität und Hilfsbereitschaft noch immer geprägt sind.

Nach einer kurzen Rundfahrt zu den wichtigsten Punkten der damaligen Hochwasserkatastrophe endete dann diese Fortbildungsveranstaltung.

Wir dürfen uns beim OV Deggendorf, den FK´s Kempten und Mühldorf, dem Zugtrupp München West und bei unserm Landesverband für die Vorbereitung und Durchführung dieser tollen Übung sehr herzlich bedanken. Wir haben viel gelernt, neue Kontakte geknüpft und sind noch immer beeindruckt von der damaligen Leistung aller Einsatzkräfte.