Aktuelles aus dem Ortsverband

Arbeiten auf dem Wasser

Ein Arbeitsboot hat die Schubplattform am Bug befestigt - in diesem Fall ist sie mit Leuchtmitteln ausgestattet.

Am Samstag dann stand die Bootsausbildung auf dem Programm. Auch wenn wir in absehbarer Zeit eine Fachgruppe Räumen erhalten sollen, ist die Fachgruppe Wassergefahren noch immer einsatzbereit und kann alarmiert werden. Deshalb war es uns wichtig diese Einsatzoption nochmal zu üben. Unter der Annahme, dass die Dispogruppe „Wassergefahren“ alarmiert wurde, wurden die Boote im Jachthafen zu Wasser gebracht. Zeitgleich startete der GKW I mit dem Anhänger JetFloat® in Richtung des Übungspunktes bei Bürgstadt. Dort trafen sich dann die beiden Boote und die Landmannschaft.
Zunächst galt es eine Schubplattform für unser Arbeitsboot zu bauen. Diese Plattform schafft eine tragfähige und ebene Arbeitsfläche um Hilfeleistungs- und Rettungsarbeiten vom Wasser aus durchführen zu können. Nachdem die Plattform errichtet und an den Booten vertaut war, ging es weiter in den Aufgabenstellungen.
Als nächste Aufgabe mussten Pumpen- und Lenzarbeiten auf dem Wasser durchgeführt werden. Hierzu wurde ein Stromaggregat im Boot befestigt und entsprechendes Pump- und Schlauchmaterial auf die Plattform verbracht. Anschließend galt es in dieser Konstellation entsprechende Fahrmanöver durchzuführen.
Nach dieser Aufgabe galt es Beleuchtungseinrichtungen auf der Plattform zu installieren und zu befestigen. Auch damit mussten dann verschiedene Fahrmanöver absolviert werden.
Zum Abschluss wurde dann noch die Weitergabe eines Stahlseiles auf dem Wasser geübt. Dabei musste ein Stahlseil von der Arbeitsplattform von unserem zweiten Arbeitsboot aufgenommen und zu einem Anschlagpunkt gefahren werden.
Insgesamt mussten die Bootsführer und Bootsbesatzungen immer wieder mit viel Umsicht, Vorausschau und sehr viel Gefühl Ihre Boote und die Arbeitsplattform im Main bewegen. Auch das Zusammenspiel von Boots- und Landmannschaft ist ein wichtiger Faktor für den Einsatzerfolg. All diese Dinge konnten an diesem Ausbildungstag geübt werden.

Bewegen von Lasten - einmal anders

Die Last wurde in Kipplage gebracht und dabei immer wieder unterbaut.

Ursprünglich stand an diesem Mittwoch das Thema Bootsausbildung auf dem Programm. Da wir aufgrund der Baustellensitutation auf dem Gelände aber nur schwierig an die Boote kamen, haben wir kurzfristig umdisponiert.
So galt es für die Mannschaft eine kleine Einsatzübung zu bewältigen. Einsatzannahme war, dass zwei Personen unter einem Bauteil eingeklemmt sind. So mussten die Gruppen zunächst ihre Geräteablagen aufbauen. Hierzu bekamen Sie eine zeitliche Vorgabe, um den möglichen „Einsatzstress“ etwas zu simulieren. Während die 1. Bergung ein vielfältiges Maschinen und Werkzeugangebot bereit legte, punktete unsere 2. Bergungsgruppe mit dem neuen Rüstholzsatz, der je nach Einsatzstichwort, auf dem MLW IV mitgeführt wird.
Dann ging es an die Aufgaben, angefangen mit einer Verletztenbetreuung. Anschließend galt es die Situation zu stabilisieren, den Verletzten zu entlasten und eine Rettung vorzubereiten. Dazu musste soviel Platz geschaffen werden, dass eine „Innere Erkundung“ möglich war. Anschließend wurden die Betonteile weiter angehoben und unterbaut. Dazu kamen Zahnstangenwinden, Hydroheber und das Hebekissen zum Einsatz. Nach der erfolgreichen Rettung wurden die Herangehensweisen der beiden Trupps nochmal vorgestellt und besprochen.
Die zweite Übungsaufgabe bestand darin, denn jeweiligen Betonklotz einmal umzudrehen. Als Übungskünstlichkeit hatten die Gruppen die Vorgabe, dass keine Zugeinrichtungen verwendet werden dürfen. So machten sich die Gruppen ans Werk, hoben die Trümmerteile erneut an, unterbauten diese immer wieder und brachten die Teile so in die Kipplage. Dabei mussten Kreuzholzstapel, Schrägstützen und vieles mehr zum Einsatz gebracht werden. Als beide Gruppen Ihre Trümmerteile in „Kipplage“ hatten wurde die Übung beendet. Es hat sich gezeigt, wie wichtig gutes Unterbaumaterial aber auch eine gute Einsatztaktik ist. Man konnte auch sehr schön sehen, dass es verschiedene Wege und Möglichkeiten gibt das Übungsziel zu erreichen.

Unser Strom ist blau

Die einzelnen Verteiler und Installationen mussten immer wieder geprüft werden.

Der Probeaufbau für den Feuerwehrtag der Stadt und des Kreis Heidelberg war nicht nur für die Kollegen des THW Adelsheim ein Grund zur Übung, sondern auch für unseren Ortsverband ein Grund die Strecke auf sich zu nehmen und gemeinsam mit dem THW Adelsheim und der Fachgruppe Elektroversorgung aus Stuttgart die Stromversorgung und Einspeisung in fremde Gebäude zu beüben.
Für fünf Kameraden ging es mit dem MLW 4 und der Netzersatzanlage 85 KVA in Richtung Adlesheim. Dort angekommen, waren bereits die Fachkräfte des Ortsverbands Adelsheim bei der Arbeit und überprüften die Elektrik des ehemaligen Hubschrauberhangar auf Schwach- bzw. Schadstellen. Da die Anlage damals von den Amerikanern und daher auch nach deren Richtlinien installiert worden ist, musste besonders darauf geachtet werden, dass es sich um ein 210V-Netz und nicht wie in Deutschland üblich ein 230V-Netz handelt. Nach erfolgreicher Überprüfung konnte ein Abgang aus dem Hausanschluss gelegt und dadurch die Halle mit unserem Stromerzeuger eingespeist werden. Nach und nach wurden Leuchtelemente, Lüftungsgebläse und Klimaanlagen zugeschalten und überprüft. Jedes Detail musste erneut durch Elektrofachkräfte gemessen werden, so z.B. auch die ca. 60 Steckdosen der ehemals Schulungs- und Büroräume. Besonders unsere Elektrofachkräfte konnten bei dieser Gelegenheit den Umgang mit den neu erworbenen VDE 0100 Messgerät üben und die verschiedenen Möglichkeiten mit dem Gerät testen. Zwei Stunden wurde der Stromerzeuger in Betrieb gelassen, um sicher zu gehen, dass auch an dem eigentlichen Eventtag nicht mit Störungen gerechnet werden muss.
Nach einer kleinen Abschlussrunde und kurzen kollegialen Gesprächen wurden die Gerätschaften zurück gebaut und die Heimreise angetreten.
Wir bedanken uns an dieser Stelle bei dem THW Ortsverband Adelsheim für die Einladung zu dieser Übung und der Verpflegung am Mittag.