Aktuelles aus dem Ortsverband

Ortsverband wird zum Logistikdienstleister

Neben den größten Logistikunternehmen wie Deutsche Post, DB Mobility Logistik sowie unzählige weitere Unternehmen ist das Thema „Logistik“ auch in der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk angekommen. Mit Einführung des THW Rahmenkonzepts wird zukünftig diesem Fachbereich weitaus mehr Stellenwert gegeben. Der THW-Ortsverband Miltenberg hingegen entwickelte bereits vor fünf Jahren ein eigenes Logistikkonzept, welches im vergangenen Jahr den neuen Anforderungen für eine moderne Einsatzlogistik angepasst wurde und weitere Ausstattung hierzu erhielt.
Mittlerweile verfügt der THW-Ortsverband Miltenberg über zwei Hebebühnenfahrzeuge, auf welchen die Rollcontainer zur Einsatzstelle gebracht werden können. Die Rollcontainer sind mit den unterschiedlichsten Geräten beladen und so gibt es Rollcontainer für Beleuchtung, Bewegen von Lasten, Pumpen, Werkstatt, Energieverteilung, Wasserbecken oder bspw. Kellerentwässerung. Jeder Rollcontainer kann dabei autark zum Einsatz gebracht werden und wird entsprechend der Dispo-Gruppen verladen. Somit kann schnell und effektiv Einsatzmittel nachgeführt werden.

Als weiteres wichtiges Einsatzmittel im Bereich Logistik verfügt der Ortsverband seit Ende letzten Jahres über einen Stapler, der durch Spenden und Zuschüsse der THW-Helfervereinigung finanziert und dem Ortsverband bereit gestellt wurde. Im Zuge der Ausbildung wurden die Helferinnen und Helfer auf dieses Fahrzeug eingewiesen und konnten bereits die ersten Erfahrungen im Umgang mit diesem Gerät sammeln.
Auch an der Einsatzstelle hat der Ortsverband aktuell die Möglichkeit Lasten zu bewegen – meist wird hierzu der Ladekran des MAN gl eingesetzt. Mit dem weiteren Anbaugerät, wie Zweischalengreifer kann auch Schüttgut (Sand / Kies) auf-/abgeladen werden. Als weiteres Anbaugerät steht noch eine Palettengabel zur Verfügung, womit Lasten auf sowie abgeladen werden können. Das Wissen um die beiden Geräte wurden im Rahmen der heutigen Ausbildung aufgefrischt und vertieft.

Zugtruppausbildung mit Doppelbelastung

Blick in den Zugtrupp mit Funk sowie Einsatztagebuch.

Unser Zugtrupp bereitete sich am vergangenen Freitag gleich in zweifacher Hinsicht vor. Zum einen dürfen vier Mitglieder unseres Ortsverbandes an der überregionalen Ausbildung für Zugtrupps des THW-Landesverbandes Bayern teilnehmen. Grund genug, eine kleine Übung hierfür abzuhalten, denn nur mit der richtigen Ausstattung und vor allem einem eingespielten Team können die unzähligen Aufgaben, wie Führung des Einsatztagebuches, Lagekarte, Personalübersicht etc. strukturiert abgearbeitet werden.
In zweiter Hinsicht wurde auch die Zugtrupp-Ausbildung auf Regionalebene vorbereitet, welche durch den THW-Ortsverband Miltenberg im September dieses Jahres ausgetragen wird. Dabei galt es, die Einsatzaufträge zu überprüfen, die Kommunikationswege zu testen und das Drehbuch weiter auszuarbeiten. Dazu wurden die Einsatzaufträge über die unterschiedlichsten Meldewege zum Zugtrupp gesandt, welcher diese abarbeitete und somit die Führung eines Einsatzabschnittes übernahm.

Schwere Lasten mit der Fahrzeugseilwinde bewegen

Seilwindenschulung in der Praxis.

Mit Ausbilder Hartmut Wagner von der RSS Wagner GmbH (Weil am Rhein) kamen über 35 Jahre Erfahrung im Umgang mit Seilwinde und hier insbesondere im Einsatz bei Feuerwehren sowie dem Technischen Hilfswerk in den THW-Ortsverband Miltenberg. Gemeinsam mit dem Ortsverband Adelsheim wurde in der rund acht stündigen Ausbildungseinheit im theoretischen Fachteil auf die Funktionsweise der Fahrzeugseilwinden, sowie auf die Einsatztaktik mit der Seilwinde eingegangen. Dabei gab es unzählige praxisnahe und hilfreiche Tipps für die rund 20 Einsatzkräfte, welche an der Schulung teilnahmen.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es in den praktischen Teil über – hier konnte Ausbilder Hartmut Wagner jegliche Fragen zum Aufbau der Seilwinde bis ins Detail erklären. Anschließend wurden unterschiedlichste Einsatzsituationen nachgestellt, wie dem „einfachen“ ziehen einer Last über das verdoppeln der Zugkraft bis hin zur Auswahl des richtigen Festpunktes. Um überhaupt eine Last ziehen zu können, muss das Seilwindenfahrzeug gesichert werden. Aus diesem Grund wird die Haftreibung mit speziellen Unterlegkeilen erhöht bzw. überhaupt erst erzeugt – auch dies wurde auf unterschiedlichen Fahrbahnbelegen aufgezeigt.