Aktuelles aus dem Ortsverband

Brauereibesichtigung - FAUST, das bleibt unter uns.

Nicht nur Einsätze, Übungen und Ausbildungen gehören in den THW-Alltag. So organisierte Ausbildungsbeauftragte Carina Czerny eine Brauereibesichtigung bei Faust – der regionalen Biermarke am bayerischen Untermain. Durch Uli Fleischmann sowie der bayerischen Bierkönigin 2016/17 Sabine Ullrich wurden wir im Probierkellerei begrüßt und in die Kunst des Bierbrauens eingeführt. In einem kleinen Imagefilm wurde gezeigt, wie aus Wasser, Malz, Hopfen und Hefe das schmackige Faust-Bier in den unterschiedlichen Geschmacksrichtungen entsteht.
Einen kleinen Teil dieser Geschmacksrichtungen durften die rund 30 Teilnehmer verkosten. Hierzu erklärte Bierkönigin Sabine die einzelnen Prozessschritte, vom Rohstoff bis hin zum fertigen Bier. Doch nicht nur das Bier stand bei der Führung im Vordergrund, sondern auch die Geselligkeit innerhalb des THW-Teams. So konnten auch einmal die Gespräche geführt werden, welche während Ausbildungen, Übungen und Einsätze zu wenig Zeit finden.

Doch nicht nur die Bierverkostung stand auf dem Programm, sondern auch eine Führung durch die Traditionsbrauerei. Begonnen wurde dabei mit dem Fermentationsprozess, dabei wird der geschrotete Malz mit Wasser erwärmt, ständig gerührt und nach einigen Verzuckerungsrasten im Läuterbottich geläutert, das heißt, der Malztreber wird von der Würze getrennt. Nach einigen weiteren Stationen, wie Würzepfanne, Whirlpool und weiteren „Bier-Zutaten“, insbesondere Hopfen, wird die sog. Anstellwürze die passende Hefekultur zugesetzt, wodurch die alkoholische Gärung überhaupt in gang gebracht wird. Nach der Hauptgärung, die etwa eine Woche dauert, verbleibt das Jungbier mind. sechs Wochen in Lagertanks zum nachgären, erst danach kann es abgefüllt werden.

Zugtrupp-Übung des Regionalbereichs Karlstadt

14 Planübungen absolviert binnen 24 Stunden

Sieben Zugtrupps aus dem THW-Regionalbereich Karlstadt trafen sich zu einer großangelegten Zugtrupp-Übung und absolvierten 14 Planübungen binnen 24 Stunden. Schwerpunkte waren das Kennenlernen der Zugtrupps aus dem Regionalbereich, das Führen von Lagekarten und der Kräfteübersichten, sowie die Kommunikation über Funk und der Dokumentation des Einsatzes.

Die Zugtrupps aus Aschaffenburg, Alzenau, Karlstadt, Kitzingen, Lohr und Marktheidenfeld, wie auch Miltenberg, diese Gesamt eine Stärke von ca. 50 Personen aufwiesen, trafen sich für die Übungen auf dem Gelände des Ortsverbands Miltenberg.
Der Zugtrupp aus Miltenberg, unter der Leitung von Zugführer Thomas Frieß hatte die Übung ausgearbeitet und fungierte als Übungsleitung und Gegenstelle zu den Übenden am Funk.

Grundlage war ein fiktives flächendeckendes Unwetterereignis mit massiven, noch anhaltenden Niederschlägen mit ansteigenden Mainpegeln im Bereich des Süd-Spessarts – eine Katastrophenlage wie sie jederzeit eintreten kann – auf deren Basis sich Ausgangslagen ableiteten.

Von Freitagabend bis Samstagnachmittag übten die Zugtrupps.
Zu Beginn der Übung stellte Zugführer Thomas Frieß, in Kooperation mit dem Ortsbeauftragten Stefan Wolf die »Kalte Lage« vor, via einer hierfür vorbereiteten Videoreportage und des Lageberichts. Auf dieser Grundlage richteten die Zugtrupps sich ein.
Aufgabe im Einsatzfall des Zugtrupps ist es mehrere Einheiten zu führen. Dabei fungiert er als Schnittstelle zur Einsatzleitung der anfordernden Behörde (von dieser er seine Anweisungen erhält), trifft taktische Entscheidungen und erteilt Aufträge an die unterstellten Einheiten.

Ziel der Übungsszenarien war es die Lage, den Personal- und Materialeinsatz, sowie die Logistik verständlich und übersichtlich zu verfolgen, zur Gewährleistung einer reibungslosen Koordination. Auf deren Basis der weitere Einsatzverlauf geplant und umgesetzt werden kann. Der Einsatzfortschritt wurde durch regelmäßige Meldungen an die übergeordnete Führungsebene weitergegeben. Neben diesen Aufgaben gehörte auch die Dokumentation des Einsatzes und der Entscheidungen in einem Einsatztagebuch.

Das gesamte Spektrum dieser Aufgabe wurde in aufeinander folgenden Einspielungen mit komplexer Ausgangssituation beübt und untermauert. Am Ende der Übung stand der Lagevortrag, der dazu dient, über die aktuelle Lage zu informieren, welche in einem realen Einsatz essenziell ist. Die Übung endete mit einer Nachbesprechung und dem Feedback der Teilnehmer, diese sich durchweg vom Übungsablauf begeistert zeigten.

Andreas Herold von der Regionalstelle Karlstadt, welcher die Übung begleitete, dankte herzlichst dem Ortsverband Miltenberg für die Austragung und die qualitativ sehr gut vorbereitete und anspruchsvolle Übung, sowie für die hervorragende Verpflegung.

Schwere Schäden und mehrere Verletzte

Umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste waren nur ein Teil der Verwüstung von Sturmtief ‚Fabienne‘.

Am späten Sonntagnachmittag zog ein Unwetter über Unterfranken hinweg und setzte die Ursache für zahlreiche Einsätze von Polizei, Feuerwehr, THW und Rettungsdiensten.

Zwischen 16:30 Uhr und 19:30 Uhr gingen in der Einsatzzentrale der Polizei insgesamt 359 Notrufe ein. Innerhalb von drei Stunden mussten unterfränkische Polizeistreifen 297 Einsätze abarbeiten, deren Ursache im Sturmtief ‚Fabienne‘ lag.
Ob zahlreiche Verkehrsunfälle, bei denen insgesamt zwei Verkehrsteilnehmer leicht verletzt wurden, durch umgestürzte Bäume blockierte Fahrbahnen und Bahnstrecken, abgedeckte Häuser oder letztlich zwei verletzte Personen, die durch herabstürzende Äste oder umstürzende Bäume getroffen wurden, das Einsatzspektrum für die eingesetzten Beamten war breit gefächert.

Die Aufräumarbeiten werden größtenteils noch bis spät in die Nacht dauern, teilweise auch noch mehrere Tage in Anspruch nehmen. Ab 21:00 Uhr normalisierte sich das Anrufaufkommen in der Einsatzzentrale der Polizei in Würzburg wieder.

Aus dem THW-Regionalstellenbereich Karlstadt waren vier Ortsverbände im Einsatz. Unser Ortsverband unterstütze die Aufräumarbeiten im Bereich Großostheim - Ringheim. Hier galt es div. Bäume / Äste zu beseitigen und die Schäden des Sturms aufzuräumen.

(Quelle: Polizeibericht Unterfranken; http://www.polizei.bayern.de)