Aktivitäten im Jahr 2007

Jugendgruppe: Faszination Modellbau

Faszination Modellbau - nicht nur für Jungs

Unter diesem Motto fand bei der Jugendgruppe des Technischen Hilfswerks (THW) Ortsverband Miltenberg ein Modellbauworkshop statt. Es wäre zu einfach gewesen, ein kleines Modellhaus zusammenzukleben, aus diesem Grund überlegte sich Jugendbetreuer Stefan Wolf (Großheubach) einen Ausflug in die Welt alá Miniatur im Maßstab 1:87.
Ausgerüstet mit Zeitungspapier, Styropor sowie Tapetenkleister wurde zuerst das Gelände modelliert. Hierbei wurden die verschiedenen Techniken gezeigt, wie die Natur am besten im Modell abzubilden ist und wo es billige „Baustoffe“ gibt, denn es muss nicht immer der Fachhandel sein, sondern die meisten Materialien gibt es in der freien Natur kostenlos.
Während die kleinen Module trockneten schauten sich die begeisterten Mädchen und Jungen noch einige andere Modellbaugrößen an. Nebenbei wurden die verschiedenen Ausführungen, Bauweisen der einzelnen Loks und Häuser gezeigt.
Wenig später fanden sich die Teilnehmer mitten in Plastikkleber, Spritzlingen sowie dem kleinen Modellhaus, das wir kostenlos von der Firma Spielwaren Hegmann, Großheubach, zur Verfügung gestellt bekamen, wieder. Da auch die natürlichen Häuser nicht so schön sauber, wie die gelieferten Modellhäuser sind, wurde dieses zuerst mit Wasserfarbe gealtert. Auch an die Rußspuren und Moose auf den Dächern wurde gedacht.
Anschließend wurden die Häuser mit Plastikkleber zusammengeklebt, was einiges an Fingerspitzengefühl erforderte, doch gemeinsam klappte das doch recht gut. Als auch der Briefkasten am kleinen Modellhaus befestigt war, konnte dieses auf das kleine Modul, welches mittlerweile getrocknet war gestellt werden.
Auch die landschaftliche Gestaltung war Teil des Workshops, so musste ein Tal mit einer Brücke modelliert und anschließend mit Farbe sowie Bäumchen „begrünt“ werden, erst danach konnte die Modellfamilie einziehen. Abschluss des rund drei-stündigen Workshops bildete ein Ausflug in das Modellbahnwunderland Hamburg, allerdings nur via Film.

Feuerwehr und THW – starke Partner

Arbeit Hand in Hand, hier beim Ablöschen eines Brandes
FFW Bürgstadt und THW Miltenberg veranstalten gemeinsam Übung

Miltenberg/Wolferstetten. Gasexplosion, Hauseinstürze und ggf. die Unterstützung bei Hausbränden, dass sind im klassischen Sinn, Großeinsätze bei denen die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk (THW) zusammenarbeiten. Um für solche Einsatzgeschehen gewappnet zu sein, veranstalteten die Freiwillige Feuerwehr Bürgstadt und das Technische Hilfswerk (THW), Ortsverband Miltenberg, eine gemeinsame Übung.
Für einen kompletten Tage stand auf dem Truppenübungsplatz in Wolferstetten (Kühlsheim), unter der Leitung des Feuerwehrkommandanten Hauke Muders und THW-Zugführers Thomas Frieß, für die Mannschaft der beiden Hilfsorganisationen alles im Zeichen eines gemeinsamen Einsatzes.
Man spielte hier sämtliche in Frage kommenden Einsatzoptionen durch, bei denen die beiden Hilfsorganisationen sich im Einsatzfall ergänzen.

Einstutzgefährdung durch Gasexplosion und Brand
Ausgangspunkt, für die 35 beteiligten Helferinnen und Helfer, war das Szenario, eines in rasanter Geschwindigkeit ausbreitenden Feuers, nach einer Gasexplosion in einem Wohnhaus. Durch die Explosion drohten vereinzelte Gebäudeteile einzustürzen, wie auch, dass noch einige Bewohner im Gebäude eingeschlossen seien. Um die Übung wirklichkeitsgetreuer zugestalten, wurde durch die Feuerwehr Bürgstadt das Gebäude eingeraucht.
Zuerst galt es, sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen. Hierzu wurden im Vorfeld „Erkundungstrupps“ gebildet. Nach der Verschaffung des Lageüberblicks ging es daran einstutzgefährdete Gebäudeteile zu sichern und den Innenangriff durch die Feuerwehr vorzubereiten, sowie die Personenrettung einzuleiten.
Für die Gebäudesicherung kam das Einsatzgerüstsystem, wie auch herkömmlich Abstützungen aus Holz, zum Einsatz, aus welcher man einen Stützbock baute zur Stabilisierung der Gebäudewand. Decken und Deckenüberstände wurden anhand von Baustützen gesichert. Nach einer eingehenden Gebäudesicherung wurden die Verletzten geborgen. Da durch die Explosion, Teile des Gebäudes zerstört waren, und somit Treppen-aufgänge nicht passierbar, so die Annahme, mussten die Verletzten über eine schiefe Eben gerettet werden.
Es standen aber nicht nur das Übungsszenario auf dem Ausbildungsplan, sondern noch weitere Ausbildungspunkte, die bewältigt werden mussten, speziell im Punkto Menschenrettung, Leiterhebel und Deltaauslegerund, in Sachen Brandbekämpfung die Löschunterstützung.

Atemschutzgeräteträger kamen auch zum Einsatz
Bei dieser Übungsveranstaltung kamen natürlich auch die Atemschutz-geräteträger der beiden Hilfsorganisationen auf ihre Kosten. Hier galt es unter den Einflüssen von Rauch und Qualm die eingeschlossene Personen zuorten und zu bergen.
Die Ausbilder Feuerwehrkommandant Hauke Muders und THW-Zugführer Thomas Frieß waren mit dem Übungsablauf sehr zufrieden. Ebenso zog man das Resümee, dass solch gemeinsame Übungen für beide Hilfsorganisationen sehr sinnvoll seien und eine Bereicherung für die Ausbildung der Helferinnen und Helfer.

Erdbeben und Gasexplosionen im Schweinheimer Wald

Personenrettung mit Hilfe des Leiterhebels

Über 150 Helfer aus ganz Unterfranken trainieren den Ernstfall

Der Miltenberger Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW) hat am vergangenen Wochenende an einer groß angelegten Übung des THW-Geschäftsführerbereiches (GFB) Karlstadt teilgenommen. Rund 20 Helfer unter Leitung von Gruppenführer Paul Ankenbrand sind dafür auf den auf das Gelände des ehemaligen US-Trainings Area in Aschaffenburg gefahren.

Es hieß Großeinsatz für das Technische Hilfswerk (THW) aus ganz Unterfranken: Nach einem Erdbeben war es im Schweinheimer Wald zu mehreren Gasexplosionen gekommen. Aus neun Ortsverbänden rückten die Sondereinheiten des THW nach Aschaffenburg an, um Vermisste zu suchen, Verletzte zu retten und die Infrastruktur wieder herzustellen.
Kurz nach sieben Uhr kam der erste Alarm. Nach einem Erdbeben sei es auf dem ehemaligen US-Trainings Area zu mehreren Gasexplosionen gekommen, da die Schadenslage überdimensionale Ausmaße hatte, musste der komplette THW Geschäftsbereich alarmiert werden, zur Hilfeleistung, so die Annahme.
Ausgerüstet mit Stegbaumaterialien, Kommunikationstechnik, Ortungsgerät, Hochleistungspumpen und weiterer umfangreichen technischen Ausstattung, bewältigten insgesamt 150 Helfer und Helferinnen aus den Technischen Zügen der Ortsverbände Aschaffenburg, Alzenau, Karlstadt, Lohr, Marktheidenfeld, Obernburg, Ochsenfurt, Miltenberg und Würzburg an sechs Stationen insgesamt 28 simulierte Einsätze.
So galt es unter anderem einen provisorischen Steg über den Graben zu errichten. Ein Tunnel welcher teilweise eingestürzt war und mehrere Personen von der Außenwelt abschnitt zu retten.
Bedingt durch die Explosion war es im Weiler „Friedrichsthal“ zu einer Verpuffung gekommen, Häuser wurden dabei zerstört und zahlreiche Personen in Mitleidenschaft gezogen. Neben der Rettung der verschiedenen Verletzten war hier unter anderem die Sicherung vor weiteren Einstürzen ein Schwerpunkt der Hilfsmaßnahmen.
Um Löscharbeiten zu unterstützen kamen mehrere Hochleistungs-pumpen zum Einsatz. Mit einer Förderleistung von 5000 Litern pro Minute pumpte man hier das Wasser aus einem See und förderten die über zwei Kilometer bis zur Übergabestelle.
Die Vermisstenortung übten die Spezialisten des THW in einer Bunkeranlage. Mit technischem Ortungsgerät und Ultraschallsensoren galt es hier verschüttete bzw. eingeschlossene Personen zu orten und im Anschluss zu bergen.
Die Übungsleitung unter der Leitung von Friedrich Hauck und Hildegard Wassong zeigten sich mit dem Übungsablauf sehr zufrieden. Ebenso zog man Resümee, dass die Struktur des THW mit den unterschiedlichen Facheinheiten ein großer Vorteil und das THW der Komplexität der Aufgaben gewachsen seihe. „Bei Bedarf könne man, bei einem Einsatz mit diesen Ausmaßen, schnell auf die Unterstützung aus den weiteren Ortsverbänden des Geschäftsbereichs Karlstadt zurückgreifen und handeln.“

Wasserausbildung mit einer Extra-Portion Fachwissen

Bild von der Werftbesichtigung in Bremerhaven
THW-Jugend verschlägt es auf Zeltlager nach Hoya

Die Jugendgruppe des Miltenberger Ortsverbandes des Technischen Hilfswerk (THW) hat sich in den vergangenen Woche für zukünftige Aufgaben fit gemacht: Beim Zeltlager in Hoya in der Nähe von Bremen. Es war bis dato das erste Mal das die Jugendgruppe in den Norden Deutschlands verschlug zu einem Zeltlager.
Schon zum 16. Mal veranstaltete die THW-Jugend Miltenberg sein jährliches Zeltlager. Beim Ortsverband des Hilfswerks üben die Jugendlichen den Umgang mit moderner Technik und werden spielerisch an die Aufgaben im Zivil- und Katastrophenschutz herangeführt. Unter Leitung des ersten Jugendbetreuers Stefan Wolf (Großheubach) und seinem Betreuerteam fuhren 40 Jugendliche nach Hoya.
Beim diesjährigen Zeltlager ging es vorrangig um die Grundlagen im und rum um den Wasserdienst, angefangen von der Begrifflichkeitsklärung, was ist „Backbord, Steuerbord und andere“, bis hin zur Kommando-führung auf einem Boot. Die Jugendlichen erlernten unter anderem auch den fachgerechte Umgang mit dem technischen Gerät im Wasserdienst, das Bergen von Personen aus Wassergefahrenlagen und die Erst-Versorgung dieser.

Das neu erworbene Wissen wurde auch gleich eingeübt: Etwa bei der Simulation einer Schiffshavarie, bei der - so die Annahme - mehre Personen über Bord gingen. Zu Anfang mussten die vermissten Personen im Wasser geortet und herausgezogen werden, dann stand die Erst-Versorgung an. Außerdem musste die Bootsanlegestelle am Ufer ausgeleuchtet werden, um hier eine reibungslosen Verletztenübergabe vollziehen zu können.

Es stand aber nicht nur praktisches Wissen, sondern auch der Spaß auf dem Programm: Dafür sorgten eine Lager-Olympiade und eine Stadtrally in Hoya. Ebenso standen ein Besuch einer Werft und die Besichtigung eines Schiffschleppers in Bremerhaven mit auf der Liste der Aktivitäten.

 

MdB trifft THW – Abgeordnete machen sich für das THW stark

MdB trifft THW - wir waren mit dabei!
Berlin/Miltenberg. „Das THW ist aus der Gesellschaft nicht wegzudenken.“ Die Helferinnen und Helfer genießen weltweit einen guten Ruf als humanitärer Botschafter im Ausland. Unvergessen sind die blauen Engel, die bei Flutkatastrophen halfen Leben zu retten, sagte Vizekanzler Franz Müntefering bei der Veranstaltung „MdB trifft THW – Helfen verbindet“, die am 18.09.07 in Berlin mit mehr als 200 Bundestagsabgeordnete, darunter auch Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, Bundestagspräsident Dr. Nobert Lammert, Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau sowie SPD-Chef Kurt Beck und der Vize CDU / CSU Fraktionsvorsitzende Wolfgang Zöller stattfand.
„Das THW ist die operative Bevölkerungsschutzorganisation des Bundes und wir unterstützen das ehrenamtliche Engagement dieser einmaligen Organisation auf allen Ebenen“, sagte der für das THW zuständige Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesinnenministerium, Peter Altmaier in seiner Ansprache.
„Das THW ist eine wichtige Stütze der Gesellschaft“, hatte Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert bei der Eröffnung von „MdB und THW – Helfen verbindet“ gelobt und einen ereignisreichen Nachmittag versprochen.
Zwischen Paul-Löbe-Haus und Reichstag hatte das THW aufgrund der widrigen Wetterverhältnisse ein Festzelt aufgebaut und alle Veranstaltungen in den Innenraum verlegt. Statt unter freiem Himmel an der mit rund 40 Metern Länge wohl längsten Werkbank der Welt ihr technisches Können zu demonstrieren, konnten die Bundestagsabgeordneten im Zelt einen verkürzten Technikparcours absolvieren. Höhepunkt war hier ein Sägen auf Zeit. Den Wanderpokal als schnellster „Säger“ gewann der Bundestagsabgeordnete Dirk Becker aus Lippe – mit nur 9,28 Sekunden für das zwölf Zentimeter dicke Stück Holz.
Die Bundestagsabgeordneten für den Wahlkreis Miltenberg und Main-Spessart Frau Heidi Wright und Wolfgang Zöller nahmen sich reichlich Zeit, um sich mit den Vertretern des THW Reiner Labisch, Peter Schmitt (Karlstadt), Andre Stark (Obernburg) und Michael Wasserer (Miltenberg) aus Ihren Wahlkreisen zu unterhalten und natürlich, um die operative Bevölkerungsschutzorganisation des Bundes hautnah zu erleben. Weiterhin wurden in den Gesprächen aber auch die Sorgen und Nöte des THW im finanziellen Bereich dargestellt.
Hier möchte man das THW über Gebühr zu Einsparungen von
100 Stellen im hauptamtlichen Bereich verpflichten, welche die Einsatz-fähigkeit des THW nachhaltig gefährdet. Dieses Gespräche wurde kurzerhand mit MdB Zöller vertieft. Zöller ist Vorsitzender des Helfervereins in Obernburg und ist ein Kenner des THW.

Es ist gut zu Wissen, dass das THW auf engagierte Volksvertreter zählen kann.