Gesetzlicher Auftrag und Aufgaben des THW's

Die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk ist die Zivil- und Katastrophenschutzorganisation des Bundes und untersteht dem Bundesministerium des Inneren.

Gegründet wurde das Technische Hilfswerk 1950 zunächst als reine Zivilschutzorganisation. Seit damals wurden seine Aufgaben jedoch mehrmals erweitert. Heute nennt das THW-Gesetz, welches die wesentliche Rechtsgrundlage des Technischen Hilfswerks darstellt, als dessen Auftrag, das Leisten technischer Hilfe:

  1. nach dem Zivilschutz- und Katastrophenhilfegesetz,
  2. im Ausland im Auftrag der Bundesregierung,
  3. bei der Bekämpfung von Katastrophen, öffentlichen Notständen und Unglücksfällen größeren Ausmaßes auf Anforderung der für die Gefahrenabwehr zuständigen Stellen sowie
  4. bei der Erfüllung öffentlicher Aufgaben im Sinne der Nummern 1 bis 3, soweit es diese durch Vereinbarung übernommen hat.

Im Rahmen dieses gesetzlichen Auftrags stellen die Bereiche Bergung und KRITIS die größten Aufgabenschwerpunkte dar. Unter dem Begriff Bergung versteht man die Personenrettung nach Schadensereignissen mit Gebäudeschäden – beispielsweise in Folge einer Gasexplosion oder eines Erdbebens – sowie die Sicherung der Schadensstelle, um davon ausgehende Gefahren zu minimieren. KRITIS steht für die Not-Instandsetzung Kritischer Infrastrukturen wie Versorgungsnetze, Verkehrswege und Kommunikationseinrichtungen, bzw. die Notversorgung mit Elektrizität oder Trinkwasser.