Geschichte des Ortsverbandes

Die Geschichte unseres Ortsverbandes begann 1953, als das drei Jahre zuvor neu gegründete Technische Hilfswerk, welches damals die Weiterentwicklung der technischen Nothilfe darstellte, der Kolpingfamilie in Miltenberg vorgestellt wurde. Diese wurde ausgesucht, da sie den dafür nötigen Anforderungen entsprach. Die Kolpingfamilie war eine konventionelle Gruppe und beinhaltete viele Handwerker mit dem entsprechenden Wissen und Geschick. Das Vorhaben zur Gründung des Ortsverbandes Miltenberg stieß dort auf Interesse, und wurde bald in die Tat umgesetzt. Unser Ortsverband wurde am 28.07.1953 gegründet.

Anfangs trafen sich die Gründungsmitglieder zur Ausbildung im Kolpinghaus, in der Brauerei Frieß bzw. im Hopfengarten. Durch Beschwerden von Anwohnern und auf Grund von Platzmangel wurde die Ausbildung jedoch bald nur noch im Kolpinghaus abgehalten. Doch auch dort reichte der Platz nach kurzer Zeit nicht mehr aus.

Man zog deshalb in die so genannte „Mottsche Mühle”, eine ehemalige Schreinerei im Miltenberger Bruch, um. Durch die wesentlich geräumigere Unterkunft konnten diverse Einrichtungen, wie zum Beispiel eine Werkstatt, erstellt werden. Auch für die Ausbildung war die neue Unterkunft von Vorteil, da diese nun auf dem Außengelände direkt vor Ort abgehalten werden konnte. Es folgten Umzüge in die Mainstraße und in die Fischergasse, wobei die Mottsche Mühle weiterhin als Gerätelager und Ausbildungsstätte diente.

Bereits um 1975 bemühte man sich um die heutige Unterkunft im Fährweg 43. Dort fand bereits seit einigen Jahren die praktische Ausbildung statt, bevor man 1978 nach Umbau- und Sanierungsmaßnahmen in das Gebäude einzog. Kurze Zeit später wurde zur Unterbringung der damaligen Fahrzeuge die Garage Hanel angemietet.

Schon kurze Zeit nach dem Bezug des Geländes im Fährweg wurde der Bau einer Fahrzeughalle auf dem selben Gelände durch den örtlichen Helferverein geplant. Nach mehreren Geländeankäufen im Anschluss an das Ortsverbandsgelände durch den Helferverein konnte der Bau der Halle schließlich im Jahr 2003 ebenfalls durch den Helferverein verwirklicht werden. Gegen Mitte des Jahres wurde die Garage Hanel geräumt und sämtliche Materialien bzw. Fahrzeuge an den heutigen Standort überführt.

In der Folgezeit offenbarten sich vermehrt altersbedingte Mängel am Unterkunftsgebäude. Außerdem genügte das in den 1930er Jahren errichtete Gebäude nicht mehr den heute gültigen Brandschutzvorschriften. Ab dem Jahr 2013 mussten aus diesen Gründen Teile der Unterkunft geräumt und übergangsweise ein im Hof errichtetes Containerdorf bezogen werden. Um diese Missstände zu beheben, wurde im Jahr 2016 mit dem Neubau eines Unterkunftsgebäudes auf demselben Gelände begonnen, welches im folgenden Jahr bezogen werden konnte.

Ortsbeauftragte unseres Ortsverbandes

Vier Generationen Ortsbeauftragte - von rechts: Georg Schick, Ruthard Zipf, Michael Wasserer, Stefan Wolf sowie Landesbeauftragter Dr. Voss

T. Hoffmann
von 28.07.1953 bis n. bek.

Franz Peuß
von 27.11.1953 bis 03.04.1954

Waldemar Wagerängel
von 01.04.1954 bis 11.04.1963

Georg Schick
von 11.04.1963 bis 30.06.1993

Ruthard Zipf
von 01.07.1993 bis 17.07.2004

Michael Wasserer
von 18.07.2004 bis 31.12.2014

Stefan Wolf
von 01.01.2015

Unterkünfte

  1. Brauerei Frieß / Hopfengarten
  2. Kolpinghaus
  3. Motsche Mühle (im Miltenberger Bruch)
  4. Mainstraße geg. alte Volksschule
  5. Tanzschule - Fischergasse
  6. Unterkunft - Fährweg 43 (Bestandsbau)
  7. Unterkunft - Fährweg 43 (Neubau THW-Unterkunft)

Im Ortsverband Miltenberg dislozierte Einheiten

Bis 01.07.1995:

  • Bergungszug (37 Personen)
  • Fernmeldezug (27 Personen)
  • Pontongruppe (12 Personen)
  • Zentrale HVB (Haupverwaltungsbeamter)
    (entspricht der Besatzung des Lagezentrums/Krisenstabes im LRA) (12 Personen)
  • Küchenbesatzung / Verpflegungstrupp (6 Personen)
  • OV-Stab
  • Jugendgruppe (1 Betreuer)

Ab 01.07.1995 bis 01.07.2017:

Ab 01.10.2017: