Aktivitäten im Ortsverband

Informieren Sie sich über unsere laufenden Aktionen und Ausbildungen. Durchstöbern Sie aber auch unsere "alten" Jahrgänge, hier findet sich viel informatives über unsere Entstehung und Einsätze. Erhalten Sie so einen kleinen Einblick in das Leben unseres Ortsverbandes.

2018

Stegbau & Floßbau

Trotz Erschöpfung am Ziel - Floßbau der Jugendgruppe.

Bei sommerlichen Temperaturen startete der Ausbildungsnachmittag der Jugendgruppe mit den Themen Stegbau und Floßbau. Im Rahmen einer kurzen Unterweisung am Aufbauplatz in Bürgstadt wurden die Basics für den ersten Ausbildungsschwerpunkt, dem Bau eines sog. Tonnensteges, gelegt. Diese Konstruktion kann beispielsweise zur Überquerung von Gewässern genutzt werden oder als Schlauchbrücke bei Pumpeinsätzen zur Anwendung kommen. Die Tonnen, welche als Schwimmkörper dienen wurden mit den Rundhölzern sowie den mitgebrachten Holzbohlen verbunden. Nach entsprechender Belastungsprobe und obligatorischem Gruppenfoto ging es nach einer kurzen Pause mit dem zweiten Ausbildungsteil dem Floßbau weiter. Hierbei konnte ein Großteil der bereits errichteten Unterkonstruktion als Basis verwendet werden. Mit dem Bretttafelbund wurden die Holzbohlen mit der aus Tonnen und Rundhölzern errichteten Unterkonstruktion verbunden. Nach etwa 1,5 Stunden war das Werk vollbracht und das Floß konnte zu Wasser gelassen werden sowie sogleich die wichtigsten Fachbegriffe und Kommandos für das Arbeiten bzw. die Fortbewegung auf dem Wasser vermittelt werden. Die etwas skeptischen Blicke des ein oder anderen Junghelfers, ob das Floß uns denn nun alle trockenen Fußes ans Ziel bringen wird, waren schnell verflogen, als das Floß in Richtung Miltenberg Fahrt aufgenommen hatte. Sichtlich erschöpft erreichte die Jugendgruppe unser Ziel die Martinsbrücke. Noch auf dem Wasser wurde mit dem Rückbau begonnen und das Material, darunter mehr als hundert Meter Leinen, in die Unterkunft zum Trocknen transportiert. Anschließend wurde die Jugendgruppe mit der Erkenntnis, dass auch immer etwas Improvisationstalent dazu gehört, ins verdiente Wochenende entlassen.

Neue THW-Unterkunft offiziell übergeben

Gruppenfoto vor dem neuen Unterkunftsgebäude des THW Miltenberg - Klaus Labitzke, Alexander Hoffmann, Barbara Langer, Karin Munzke, Lutz Leide sowie Stefan Wolf.

Endlich war der Tag gekommen – die offizielle Einweihung der THW-Unterkunft. Mit einem kleinen Festakt begann der THW-Ortsverband Miltenberg dieses feierliche Ereignis, wozu zahlreiche Helferinnen und Helfer erschienen waren – aber auch Gäste von BIMA, Bauamt, THW, Politik sowie befreundeten Hilfsorganisationen folgten der Einladung.
Mit der offiziellen Einweihung der THW-Unterkunft geht eine zweijährige Bauzeit mit vielen Höhen und Tiefen zu Ende.
Lutz Leide, Spartenleiter FM Zentrale von der Bundesimmobilienanstalt (BIMA) ging in seiner Ansprache auf die Besonderheiten des Miltenberger Baus ein, insbesondere hob er dabei die unzähligen Leistungen heraus, die durch den Ortsverband, aber auch durch die handelnden Personen seitens Bauamt, BIMA, Behörden sowie THW Helferinnen und Helfern erbracht wurden. Nach der offiziellen Schlüsselübergabe erhielt die Unterkunft sowie die versammelten Festgäste durch Pfarrvikar Bernd Winter sowie Pfarrer Peter Neubert den kirchlichen Segen. Weitere Festredner waren: Klaus Labitzke (THW-Landesverband), Alexander Hoffmann (Deutscher Bundestag), Thomas Zöller (stellv. Landrat) sowie Helmut Demel (Bürgermeister Stadt Miltenberg). Aufgelockert wurde die Veranstaltung, welche in der festlich geschmückten Fahrzeughalle des THW-Ortsverbandes stattfand durch mehrere Multimediashows.

Am Sonntag, 10. Juni 2018 haben interessierte Besucherinnen & Besucher die Möglichkeit in der Zeit von 11:00 – 18:00 Uhr die neue Liegenschaft des THW-Ortsverbandes zu besichtigen.

Interessierte Kindergartenkinder erkunden das THW

Gemeinsam erkundeten die Kindergartenkinder den Gerätekraftwagen 1

Trotz der Vorbereitungen zur Einweihung der THW-Untekunft ließen es sich Schirrmeister Simon Schuldt sowie Ortsbeauftragter Stefan Wolf nicht nehmen die Vorschulkinder des Kleinheubacher Kindergarten Traumland in der THW-Unterkunft zu begrüßen. Mit dabei waren auch die Vorschulkinder des Kindergarten Rüdenau.
Vom Kindergarten wurden die zwölf Mädchen und Jungs natürlich mit den großen THW-Fahrzeugen abgeholt und gleich darauf wurde die Frage geklärt, wo ist denn das THW überall im Einsatz und welche Aufgaben hat das THW? Mit Hilfe eines kleinen Imagefilms konnte sich die Gruppe einen kleinen Überblick über die Einsatzmöglichkeiten verschaffen, bevor es in die Praxis ging. Ausgerüstet mit kleinen Bilder-Kärtchen wurde der Gerätekraftwagen 1 erkundet und die darauf befindlichen Geräte, wie Pumpe, Stromerzeuger, Atemluftflasche oder Abschleppstange kurz erläutert. Gespannt hörten die Kinder dabei zu, konnten aber auch selbst schon einiges über die Geräte berichten.
Nach einem stärkenden Frühstück ging es dann aber in die richtige Praxis. An einer Station mussten die Kinder über 200 kg anheben – „das schaffen wir nie“, so die Aussage nach einem ersten vergeblichen Versuch. Doch mit Hilfe zweier Brechstangen sowie einigen Unterleghölzern wurde diese Aufgabe im Team bewältigt. An der zweiten Station musste eine eingeklemmte Person mit Hilfe des Hebekissens gerettet werden – auch hier war wieder Teamarbeit gefragt. So wurde der Patient immer betreut, während die Hebekissen in Stellung und anschließend aufgeblasen wurden. Auch lernten die interessierten Kinder, wie aus einer einfachen Decke und zwei Stangen eine einfache Krankentrage gebaut werden kann. Viel zu schnell verging die Zeit und so wurde die Gruppe wieder nach Kleinheubach gebracht – natürlich wurde zuvor auch wieder ein kleines Andenken an diesen Ausflug gebastelt.

Fachberatereinsatz: Unfall an Bahnübergang - Regionalexpress kollidiert mit Lkw

DORFPROZELTEN, LKR. MILTENBERG. Am Mittwochvormittag ist es auf der Bahnstrecke zwischen Wertheim und Miltenberg zu einer Kollision zwischen einem Regionalexpress und einem Lkw gekommen. Insbesondere auf Grund des lobenswerten Verhaltens des Zugführers wurde bei dem Unfall glücklicherweise niemand verletzt. Die Ermittlungen zum Unfallhergang werden durch die Polizeiinspektion Miltenberg geführt.

Nach derzeitigen Erkenntnissen zum Unfallhergang überquerte ein Sattelzug am Mittwochmorgen, gegen 07:30 Uhr, den beschrankten Bahnübergang in der Industriestraße. Als dieser offenbar verkehrsbedingt halten musste und sich mit seinem Auflieger noch im Gleisbereich befand, schlossen sich die Bahnschranken.

Der Zugführer eines herannahenden Regionalexpress erkannte die Gefahr rechtzeitig und leitete eine Notbremsung ein. Anschließend wies er die Fahrgäste aus dem ersten Waggon an, sich in den hinteren Teil des Zuges zu begeben. Er konnte den Zusammenstoß mit dem Lkw zwar nicht mehr komplett verhindern, durch sein vorbildliches Verhalten wurde im Regionalexpress jedoch keiner der rund 300 Fahrgäste, zum Großteil Schüler, verletzt. Der Zugführer erlitt einen Schock und wurde durch den Rettungsdienst vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

Der Auflieger des Lkws wurde durch den Zusammenstoß erheblich beschädigt. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 50.000 Euro. Der Regionalexpress wurde lediglich leicht im Frontbereich beschädigt.

Die Bahnstrecke zwischen Miltenberg und Wertheim musste während der Unfallaufnahme und der erforderlichen Aufräumarbeiten für etwa zwei Stunden voll
gesperrt werden.

Die Polizeiinspektion Miltenberg wurde vor Ort durch ein Großaufgebot der örtlichen Feuerwehren aus Dorfprozelten, Stadtprozelten, Großheubach, Kleinheubach. Faulbach, Collenberg und Bürgstadt unterstützt. Ebenso war ein THW-Fachberater vor Ort. Zudem machten sich der Landrat des Landkreis Miltenberg, Herr Scherf, sowie Mitarbeiter des Katastrophenschutzes vor Ort ein Bild von der Unfallstelle.

(Quelle: Polizeibericht Unterfranken; http://www.polizei.bayern.de)

THW am Ammersee zur Weiterbildung

Weiterbildung mit Freizeitwertcharakter

Auch in diesem Jahr ging es für vier Tage zur standortverlagerten Ausbildung nach Wartaweil am Ammersee. Organisiert wurde die Veranstaltung von Matthias und Michael Zipf, diese ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt haben. Bereits auf der Anreise wurde ein Zwischenstopp bei Meiller Kipper eingelegt für eine Betriebsbesichtigung.

Den Donnerstag nutzte die Gruppe für eine Schifffahrt über den Ammersee nach Dießen, wo unter anderem in Dießen das Marienmünster besichtigt wurde. Nachmittags ging es dann auf den heiligen Berg – zum Kloster Andechs – zur Einkehr in die Klosterschenke. Für den Freitag galt es ein buntes Besichtigungsprogramm zu absolvieren, so wurde der Münchner Flughafen besucht und die Bavaria Filmstudios. Den Tag drauf ging es für die Gruppe nach München, wo sich die Gruppe aufteilte um den unterschiedlichen Interessen nach zu gehen, sei es Shopping, Museum oder Kultur – von jedem gibt es ein reichliches Angebot in der bay. Landeshauptstadt.

Darüber hinaus stand ebenfalls mit auf dem Programm fachspezifischen Themen, welche unter der Leitung des Ausbildungsbeauftragten Martin Oettinger vertieft wurden, aus dem Zivil- und Katastrophenschutz, wie z. B. Lesen von Karte und Kompass, Orientierungsmärsche im Gelände, wie auch das immer mehr pressant werdende Thema »THW-Rahmenkonzept« und der einhergehende Umbau der Bundesanstalt THW und die Auswirkungen auf den Ortsverband.

Arbeiten auf dem Wasser

Ein Arbeitsboot hat die Schubplattform am Bug befestigt - in diesem Fall ist sie mit Leuchtmitteln ausgestattet.

Am Samstag dann stand die Bootsausbildung auf dem Programm. Auch wenn wir in absehbarer Zeit eine Fachgruppe Räumen erhalten sollen, ist die Fachgruppe Wassergefahren noch immer einsatzbereit und kann alarmiert werden. Deshalb war es uns wichtig diese Einsatzoption nochmal zu üben. Unter der Annahme, dass die Dispogruppe „Wassergefahren“ alarmiert wurde, wurden die Boote im Jachthafen zu Wasser gebracht. Zeitgleich startete der GKW I mit dem Anhänger JetFloat® in Richtung des Übungspunktes bei Bürgstadt. Dort trafen sich dann die beiden Boote und die Landmannschaft.
Zunächst galt es eine Schubplattform für unser Arbeitsboot zu bauen. Diese Plattform schafft eine tragfähige und ebene Arbeitsfläche um Hilfeleistungs- und Rettungsarbeiten vom Wasser aus durchführen zu können. Nachdem die Plattform errichtet und an den Booten vertaut war, ging es weiter in den Aufgabenstellungen.
Als nächste Aufgabe mussten Pumpen- und Lenzarbeiten auf dem Wasser durchgeführt werden. Hierzu wurde ein Stromaggregat im Boot befestigt und entsprechendes Pump- und Schlauchmaterial auf die Plattform verbracht. Anschließend galt es in dieser Konstellation entsprechende Fahrmanöver durchzuführen.
Nach dieser Aufgabe galt es Beleuchtungseinrichtungen auf der Plattform zu installieren und zu befestigen. Auch damit mussten dann verschiedene Fahrmanöver absolviert werden.
Zum Abschluss wurde dann noch die Weitergabe eines Stahlseiles auf dem Wasser geübt. Dabei musste ein Stahlseil von der Arbeitsplattform von unserem zweiten Arbeitsboot aufgenommen und zu einem Anschlagpunkt gefahren werden.
Insgesamt mussten die Bootsführer und Bootsbesatzungen immer wieder mit viel Umsicht, Vorausschau und sehr viel Gefühl Ihre Boote und die Arbeitsplattform im Main bewegen. Auch das Zusammenspiel von Boots- und Landmannschaft ist ein wichtiger Faktor für den Einsatzerfolg. All diese Dinge konnten an diesem Ausbildungstag geübt werden.

Bewegen von Lasten - einmal anders

Die Last wurde in Kipplage gebracht und dabei immer wieder unterbaut.

Ursprünglich stand an diesem Mittwoch das Thema Bootsausbildung auf dem Programm. Da wir aufgrund der Baustellensitutation auf dem Gelände aber nur schwierig an die Boote kamen, haben wir kurzfristig umdisponiert.
So galt es für die Mannschaft eine kleine Einsatzübung zu bewältigen. Einsatzannahme war, dass zwei Personen unter einem Bauteil eingeklemmt sind. So mussten die Gruppen zunächst ihre Geräteablagen aufbauen. Hierzu bekamen Sie eine zeitliche Vorgabe, um den möglichen „Einsatzstress“ etwas zu simulieren. Während die 1. Bergung ein vielfältiges Maschinen und Werkzeugangebot bereit legte, punktete unsere 2. Bergungsgruppe mit dem neuen Rüstholzsatz, der je nach Einsatzstichwort, auf dem MLW IV mitgeführt wird.
Dann ging es an die Aufgaben, angefangen mit einer Verletztenbetreuung. Anschließend galt es die Situation zu stabilisieren, den Verletzten zu entlasten und eine Rettung vorzubereiten. Dazu musste soviel Platz geschaffen werden, dass eine „Innere Erkundung“ möglich war. Anschließend wurden die Betonteile weiter angehoben und unterbaut. Dazu kamen Zahnstangenwinden, Hydroheber und das Hebekissen zum Einsatz. Nach der erfolgreichen Rettung wurden die Herangehensweisen der beiden Trupps nochmal vorgestellt und besprochen.
Die zweite Übungsaufgabe bestand darin, denn jeweiligen Betonklotz einmal umzudrehen. Als Übungskünstlichkeit hatten die Gruppen die Vorgabe, dass keine Zugeinrichtungen verwendet werden dürfen. So machten sich die Gruppen ans Werk, hoben die Trümmerteile erneut an, unterbauten diese immer wieder und brachten die Teile so in die Kipplage. Dabei mussten Kreuzholzstapel, Schrägstützen und vieles mehr zum Einsatz gebracht werden. Als beide Gruppen Ihre Trümmerteile in „Kipplage“ hatten wurde die Übung beendet. Es hat sich gezeigt, wie wichtig gutes Unterbaumaterial aber auch eine gute Einsatztaktik ist. Man konnte auch sehr schön sehen, dass es verschiedene Wege und Möglichkeiten gibt das Übungsziel zu erreichen.

Unser Strom ist blau

Die einzelnen Verteiler und Installationen mussten immer wieder geprüft werden.

Der Probeaufbau für den Feuerwehrtag der Stadt und des Kreis Heidelberg war nicht nur für die Kollegen des THW Adelsheim ein Grund zur Übung, sondern auch für unseren Ortsverband ein Grund die Strecke auf sich zu nehmen und gemeinsam mit dem THW Adelsheim und der Fachgruppe Elektroversorgung aus Stuttgart die Stromversorgung und Einspeisung in fremde Gebäude zu beüben.
Für fünf Kameraden ging es mit dem MLW 4 und der Netzersatzanlage 85 KVA in Richtung Adlesheim. Dort angekommen, waren bereits die Fachkräfte des Ortsverbands Adelsheim bei der Arbeit und überprüften die Elektrik des ehemaligen Hubschrauberhangar auf Schwach- bzw. Schadstellen. Da die Anlage damals von den Amerikanern und daher auch nach deren Richtlinien installiert worden ist, musste besonders darauf geachtet werden, dass es sich um ein 210V-Netz und nicht wie in Deutschland üblich ein 230V-Netz handelt. Nach erfolgreicher Überprüfung konnte ein Abgang aus dem Hausanschluss gelegt und dadurch die Halle mit unserem Stromerzeuger eingespeist werden. Nach und nach wurden Leuchtelemente, Lüftungsgebläse und Klimaanlagen zugeschalten und überprüft. Jedes Detail musste erneut durch Elektrofachkräfte gemessen werden, so z.B. auch die ca. 60 Steckdosen der ehemals Schulungs- und Büroräume. Besonders unsere Elektrofachkräfte konnten bei dieser Gelegenheit den Umgang mit den neu erworbenen VDE 0100 Messgerät üben und die verschiedenen Möglichkeiten mit dem Gerät testen. Zwei Stunden wurde der Stromerzeuger in Betrieb gelassen, um sicher zu gehen, dass auch an dem eigentlichen Eventtag nicht mit Störungen gerechnet werden muss.
Nach einer kleinen Abschlussrunde und kurzen kollegialen Gesprächen wurden die Gerätschaften zurück gebaut und die Heimreise angetreten.
Wir bedanken uns an dieser Stelle bei dem THW Ortsverband Adelsheim für die Einladung zu dieser Übung und der Verpflegung am Mittag.

Grundausbildung mit Erfolg abgelegt

Die Prüflinge bei der Bewältigung der Prüfungsaufgabe, dem Ausleuchten einer Einsatzstelle.

Mit der praktischen und theoretischen Prüfung beendeten am vergangenen Wochenende in Haßmersheim, drei junge Rekruten des THW Ortsverbandes Miltenberg ihre zirka 100-stündige Grundausbildung. Nach Mitteilung des federführenden Ausbilders, dem Ausbildungsbeauftragten Martin Oettinger, wurden die Helfer-Anwärter seit Ende 2017 durch ihn und durch das fachbezogenen Ausbildungspersonal in den Grundlagen der technischen Hilfeleistung ausgebildet und auf die Prüfung vorbereitet.

Zu den Ausbildungsthemen gehörten, zu einem in der Theorie, die Organisationsstrukturen und der Aufbau des THW, die Einbindung in den Katastrophenschutz, Einsatzgrundlagen, sowie Kartenkunde mit Kompass und Unterweisung in Sachen Funk.
Zum anderem, beinhaltet der praktische Teil der Ausbildung, eine Holz-, Metall- und Gesteinsbearbeitung, Sandsack befüllen, dass Arbeiten mit Leinen und Hölzern. Eine umfassende Heranführung an mechanischen, hydraulischen und pneumatischen Rettungsgeräten, sowie die Anwendung und der Umgang von Motorsäge, Trennschleifer, Brennschneidgerät, Stromerzeuger mit dem dazu gehörtem Beleuchtungsequipment. Nicht nur der Umgang mit den modernen Techniken stand bei der Grundlagenausbildung im Mittelpunkt, sondern man lernt auch allgemein dienliche Dinge in Sachen „Erste Hilfe“.

Geprüft wurden insgesamt 25 Prüflingen, diese von einer achtköpfigen Kommission, diese sich zusammensetzte aus Mitgliedern der einzelnen Ortsverbände des THW-Regionalbereichs Heilbronn.

Das Bild zeigt von links nach rechts: Die fachbezogenen Ausbilderin Carina Czerny, die frischgebackenen Helfer Tobias Czerny, Corinna Häfner und Oliver Stapf, sowie den Ausbildungsbeauftragten Martin Oettinger

Frischgebackene Helfer
Durch die hervorragende Vorbereitung der hoch motivierten Miltenberger Rekruten, die sich durch nichts, bei der Bewältigung ihrer Aufgabenstellungen, aus der Ruhe bringen ließen, erzielten alle Teilnehmer ein erstklassiges Ergebnis.

Die erfolgreichen Prüflinge waren: Corinna Häfner (Miltenberg), Tobias Czerny (Großheubach) und Oliver Stapf (Großheubach).

Die neuen Helfer werden im Technischen Zug des THW Miltenberg mit seiner Fachgruppe und den beiden Bergungsgruppen eingesetzt. Höchst erfreut ist der Führungsstab des Ortsverbandes Miltenberg über den weiteren Zuggang von Helfern im Technischen Zug.


Für die kommende Grundausbildung sucht das THW Miltenberg Nachfolger. Wenn auch Du eine erfolgreiche Ausbildung bei uns machen möchtest, komm zu uns – wir freuen uns auf Dich. Ebenfalls besteht bereits für technisch interessierte Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 17 Jahren die Möglichkeit, sich in der Jugendgruppe sich zu engagieren.

Zugtruppübung des LV-Bayern

Lagevortrag für den "Landrat"

Am vergangen Wochenende nahm unser Zugtrupp an einer landesweiten Fortbildungsveranstaltung in Deggendorf teil. Bereits am Freitagmorgen starteten wir in Richtung Deggendorf. Nach einem kurzen Abstecher nach Regensburg, in die dortige tolle Altstadt und zur Walhalla, kamen wir dann am frühen Abend in der Bundespolizeikaserne in Deggendorf an.

Nach dem Abendessen in der dortigen Kantine und der Zuteilung der Zimmer ging es zum Kennenlernen in den Ortsverband Deggendorf. Natürlich gab es eine Besichtigung der Unterkunft und bei vielen guten Gesprächen klang der Abend dann aus.

Am Samstagmorgen startete dann die Fortbildung. Nach einer kurzen Einweisung in den Ablauf der Übung und einer Verteilung von Land- und Stadtkarten stimmte uns der Zugführer von Deggendorf mit beeindruckenden Bildern, Filmausschnitten und Nachrichtenmitschnitten auf die geplante Übungslage ein. Übungslage, das war die Flutkatastrophe von Deggendorf im Jahr 2013, besonders der Einsatzabschnitt Fischerdorf.

Während die Zugtrupps die Führungsstellen in und um ihre Zugtruppfahrzeuge aufbauten, fuhren die Zugführer zusammen mit dem Ortsbeauftragten von Deggendorf an die ehemaligen Schadensgebiete. Angefangen von der letzten damals intakten Donaubrücke, dem Feuerwehrhaus von Fischerdorf, den tiefliegenden Stadteilen, den damaligen Verpflegungspunkten bis hin zur damaligen Einsatzleitung am Feuerwehrhaus Deggendorf. In einer kompakten aber nicht weniger beeindruckenden Rundtour wurde nochmals ein Eindruck der damaligen Lage vermittelt.

Zurück in der Kaserne der Bundespolizei ging es dann auch schon los mit der Übung - den Einspielungen. Es galt dabei die Pumpen- und Lenzarbeiten an Privatgebäuden zu koordinieren, Absprachen mit einem Statiker zu treffen, aber auch Gefahrenmeldungen über auslaufendes Öl an die übergeordneten Stellen weiter zu geben und die Verfahrensweise abzustimmen.

Weiterhin musste der Einsatz von Großpumpen koordiniert werden, damit das örtliche Kanalnetz wieder funktionstüchtig werden konnte, tieferliegende Geländemulden (sog. „Badwandal“) mussten leergepumpt und Schöpfwerke mit Strom versorgt werden. Aber auch der normale Einsatzalltag mit Anforderungen von Kraftstoff, Verpflegung, Ersatzteilen und Vielem mehr musste zusammen mit der übergeordneten Führungsstelle und den fiktiven Einheiten abgewickelt werden. Gespielt wurden diese beiden Stellen von den FK´s aus Kempten und Mühldorf.

Es mussten Lagemeldungen abgesetzt werden und es wurden Lagebesprechungen durchgeführt. Auch der Umgang mit gestressten Anwohnern und Firmeninhabern stand auf dem Übungsprogramm.

Am späten Nachmittag dann bildete ein Lagevortrag vor dem „Landrat“ – hervorragend gespielt vom hiesigen Kreisbrandinspektor – den Abschluss der Übung.

In einem kurzen Feedbackgespräch hatten die Zugtrupps dann die Möglichkeit, sich mit den Verantwortlichen der Übung und der FK´s auszutauschen und wertvolle Tipps und Tricks zu bekommen.

Bei Steaks, Würstchen mit Kartoffelsalat und guten Gesprächen klang auch dieser Übungstag dann aus.

Der Sonntag stand dann unter dem Motto „Wie es wirklich war“ – anhand einer beeindruckenden Präsentation und super toll kommentiert vom Ortsbeauftragten wurde der Einsatz vom Juni 2013 nochmals für uns dargestellt. Man merkte den Einsatzkräften von damals an, dass Sie von diesem Einsatz, dem Ausmaß, dem großen Leid aber auch der großen Solidarität und Hilfsbereitschaft noch immer geprägt sind.

Nach einer kurzen Rundfahrt zu den wichtigsten Punkten der damaligen Hochwasserkatastrophe endete dann diese Fortbildungsveranstaltung.

Wir dürfen uns beim OV Deggendorf, den FK´s Kempten und Mühldorf, dem Zugtrupp München West und bei unserm Landesverband für die Vorbereitung und Durchführung dieser tollen Übung sehr herzlich bedanken. Wir haben viel gelernt, neue Kontakte geknüpft und sind noch immer beeindruckt von der damaligen Leistung aller Einsatzkräfte.