Aktivitäten im Ortsverband

Informieren Sie sich über unsere laufenden Aktionen und Ausbildungen. Durchstöbern Sie aber auch unsere "alten" Jahrgänge, hier findet sich viel informatives über unsere Entstehung und Einsätze. Erhalten Sie so einen kleinen Einblick in das Leben unseres Ortsverbandes.

2018

Schwierige Bergung mit Seilwinde und Motorsäge

Schwierige Rettung in unwegsamen Gelände.

Laute Sirenen und Blaulicht durchdringen den Wald zwischen Kirchzell und Boxbrunn. Kurz zuvor ging bei den Hilfskräften der Feuerwehr Amorbach, der SEG Süd und dem THW Miltenberg das Alarmierungsstichwort: »Fahrzeug in Wandergruppe, verletzte Personen in schwierigem Gelände«, so die Annahme des Übungsszenarios, welche gespickt war mit schwierigen Aufgaben. Über 60 Helfer der SEG Süd, der Feuerwehr Amorbach und des THW Miltenberg, waren an der Übung beteiligt.

Kurze Zeit nach dem oben beschriebenen Funkruf sind die ersten Einsatzkräfte von Feuerwehr und SEG am Einsatzort. Es gilt sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen, erste Lagemeldungen abzusetzen und Einsatzabschnitte zu bilden. Aufgrund des Lagebildes werden auch die Einheiten des THW nachalarmiert.

Während sich die Sanitäter des Roten Kreuzes um die im Auto eingeklemmten Verletzten und die im Gelände verteilten Betroffenen kümmern, beginnt die Feuerwehr mit der Stabilisierung des Fahrzeuges und der aufwendigen Technischen Rettung der im Fahrzeug eingeklemmten Personen. Die Helfer des Technischen Hilfswerkes beginnen damit den Abtransport aus dem unwegsamen Gelände vorzubereiten. Hierzu muss eine kleine Schneise angelegt und der Weg mit Steckleiterteilen und Halteleinen gesichert werden.

Die Feuerwehr-Einsatzkräfte indessen retten den Verletzten aus dem Fahrzeug, welcher mit vereinten Kräften im Anschluss den Steilhang nach oben gebracht und dem Rettungsdienst übergeben wurde. Auch ein zweiter Verletztendarsteller wird auf diese Weise gerettet.

Die Rettung der im Fahrzeug eingeklemmten Personen war aber nur ein Teil der groß angelegten, gut vierstündigen Kooperationsübung im Wald zwischen Kirchzell und Amorbach.

Nach Abschluss der Personenrettung galt es das Unfallfahrzeug aus dem schwer zugänglichen Terrain zu bergen. Hierzu bauten THW und Feuerwehr eine lange Seilwindenstrecke auf. Hierzu kam die Fahrzeugseilwinde des Hilfeleistungslöschfahrzeuges von Amorbach zum Einsatz.

Um das Fahrzeug an dieser Windenstrecke befestigen zu können musste es aber mittels Mehrzweckzügen aufgerichtet und an den Fuß des Steilhanges verbracht werden. Dort angekommen konnte es dann mit der Seilwinde in Etappen auf den befestigten Waldweg verbracht werden. Hierzu mussten Zwischensicherungen gesetzt und das Fahrzeug immer wieder ausgerichtet werden.

Übungsziele waren an diesem Nachmittag die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Fachdienste (Rettungs- und Betreuungsdienst, Feuerwehr und THW), die Orientierung in unbekanntem Gelände, sowie die Versorgung und den Transport von Verletzten im unwegsamen Gelände, die Schnittstellen auszuloten, wie auch die Bergung mit technischem Gerät. So die Übungsleiter Thorsten Fritz Feuerwehr Amorbach, Johannes Roth SEG Süd und Thomas Frieß vom THW Miltenberg.

Das Gelände war ideal für die Übung. Auf einer Fläche von über einem halben Quadratkilometer waren die 15 Verletzten in teilweise schwer zugänglichem Terrain verteilt. An den steilen Abhängen des Amorbacher Waldes konnte das Unfallfahrzeug am Fuße eines Steilhanges positioniert werden. Auch die Verletzungsmuster der Verunglückten – vom Schädelhirntrauma, über diverse Knochenbrüche bis zum Herz-Kreislauf-Stillstand – passten gut in die Übungslage.

Die betroffene Wandergruppe wurde dargestellt von den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr, der Rot-Kreuz-Jugend und der THW-Jugend. Auch die Darsteller hatten sichtlich Spaß an der Übungsaktion und waren beeindruckt vom Können der Aktiven.

Bevor aber die Übungseinheit im freien Gelände auf dem Ausbildungsplan stand, übten die Einsatzkräfte in den Vormittagsstunden via Stationsausbildung in Amorbach den Umgang in Erster Hilfe und mit dem Feuerlöscher, das Bewegen von Lasten und die Absturzsicherung bei Sicherungsarbeiten an Gebäuden. Auch ein gemeinsames Mittagessen im Rot-Kreuzheim in Kirchzell stand auf dem Programm. Gut gestärkt und gut gelaunt ging es dann an die Abschlussübung.

Die Jugendgruppen von Feuerwehr, Rotem Kreuz und THW durften ebenfalls bereits am Vormittag ein kleineres Szenario im Wald abarbeiten und die Übungslage mit vorbereiten. Anschließend bauten Sie am Rot-Kreuzheim Kirchzell gemeinsam einen Rettungsmittelplatz auf.

Am Ende des Übungstages lobten die Einsatzleiter, der jeweiligen Organisationen die Zusammenarbeit und den Ausbildungseffekt der gemeinsamen Übung. Neben dem Spaß und der Kameradschaft konnte die Zusammenarbeit weiter vertieft werden. Unter dem Motto „Katastrophenschutz ist bunt“ wurde vereinbart auch im nächsten Jahr wieder gemeinsam zu üben.

Großheubacher Ferienkinder zu Gast beim THW Miltenberg

Nach einer kurzen Anleitung konnte der Speizer bedient werden.

Unter der Leitung von Jugendbetreuer Nico Kempf (Großheubach) und seinem Jugend-Team konnten die Mädchen und Jungs im Rahmen der Großheubach Ferien(s)pass Aktion jede Menge beim THW erleben. Abgeholt wurde die muntere Gruppe mit THW-Fahrzeugen am Großheubacher Luna-Park. In der THW-Unterkunft angekommen gab es zuerst einen kleinen Einblick, was denn das Technische Hilfswerk (THW), genauer der Ortsverband denn so alles macht. Anschließend wurde dies natürlich gleich in der Praxis spielerisch erkundet.
An einer Station konnte mit Hilfe der hydraulischen Schere sowie Spreizer die gewaltigen Kräfte an einem Metallstück getestet werden. Die zweite Gruppe erkundete während dessen den Gerätekraftwagen 1 – da gab es ja so viele Geräte zu entdecken, von Stromerzeuger, Blitzer, Hebekissen bis hin zur Abschleppstange. Nach einer kurzen Pause ging es dann auf‘s Wasser. Jedoch nicht mit Motorkraft wurde das Schlauchboot vorwärts bewegt, sondern mit Paddeln, also Muskelkraft. Dabei stellten die Gruppe fest, dass das gar nicht so einfach ist, wie es aussieht. „Wir fahren ja ständig im Zick-Zack“, so die Aussage eines Teilnehmers. Bei diesem kleinen Ausflug auf dem Main konnten die THW-Helfer zeigen, was es heißt, im Team zu arbeiten – und mit den entsprechenden Kommandos ging es plötzlich auch schneller vorwärts.
Sobald wieder fester Boden unter den Füßen spürbar war, wartete schon die nächste „Aufgabe“ - nämlich ein nasses Schwammspiel. Das genau die Erfrischung, die für einen so heißen Tag notwendig war. Zu guter Letzt ging es wieder zurück zum Luna-Park.

Gas-Unfall, Haus in Trümmern und die THW-Jugend hilft

Jugend-Zeltlager in Gunzenhausen

Wie schon in den vergangen Jahren veranstaltete der THW (Technischen Hilfswerk) Ortsverband Miltenberg für seine Jugendlichen sein alljährliches Zeltlager, welches sich heuer zum 27-mal zählen ließ.

In der Jugendgruppe des THW Miltenberg üben die Jugendlichen den Umgang mit der modernen Technik und werden spielerisch an die Aufgaben im Zivil- und Katastrophenschutz herangeführt.

Unter der Leitung des Jugendbetreuer Marco Schlackl und seinem Betreuerteam, verschlug es die Jugendgruppe nach Gunzenhausen / Langlau. Bei diesem wieder fundamentale Ausbildungsschwerpunkte auf die Jugendlichen warteten. Die bunt gefächert durch sämtliche Aufgabengebiete und Maßnahmen der technischen Hilfeleistung gingen.

Die Basics die Ausbildung
So lagen beim diesjährigen Zeltlager die Ausbildungsschwerpunkte, bei den so genannten Basics der technischen Hilfeleistung. Das heißt der fachgerechte Umgang mit dem technischen Gerät, der Rettung von verletzten Personen aus Gefahrenlagen, die Erst-Versorgung von verletzten Personen, das aus- und beleuchten von Einsatzgebieten und vieles vieles mehr.

Durch situationsgerechte Übungen, die auf dem Übungsgelände durchgespielt werden konnten, konnten die Jugendlichen ihr Wissen unter Beweis stellen.
Wie bei der Übung, bei dieser ein Wohngebäude durch eine Gas-Explosion in einen einsturzgefährdeten Zustand versetzt wurde und aus diesem verletzte und eingeschlossenen Personen es zu retten galt, so die Annahme.

Zu Anfang mussten die vermissten Personen geortet werden, zur Standortbestimmung, wie auch um den fachgerechten Abtransport zu bestimmen und um die Erst-Versorgung zu gewährleisten. Darüber hinaus mussten die Einsatzstelle ausgeleuchtet werden, damit die Einsatzkräfte sicher agieren können.
Der Abtransport der verletzten Personen gestaltete sich in dem unwegsamen Bauschutt außerordentlich schwierig. So bestand die Aufgabe im Wesentlichen darin eine schiefe Ebene zu errichten für den sichereren Abtransport der verletzten Personen.

Freizeitspaß wurde nicht aus den Augen verloren
Es stand aber nicht nur praktische Wissensvermittlung auf dem Themenplan, auch den Freizeitspaß haben die Betreuer während des Zeltlagers nicht aus den Augen verloren.

Um die Gruppenzugehörigkeit zu fördern, gab es Lager-Olympiaden, eine Besuch im Kletterpark und eine See-Rally am nahe gelegenen Brombachsee. Ebenso stand eine Besichtigung eines der Öffentlichkeit zugänglichen Hilfskrankenhaus, ein Relikt aus dem kalten Krieg, wie auch schwimmen und Wandertouren mit auf dem Programm der Aktivitäten.

Hochzeitsglocken in Mainbullau

Das glückliche Hochzeitspaar.

Gleich zweimal waren wir in Mainbullau und durften unser Hochzeitspaar Daniela und Patrick Page feiern – zum einen beim Polterabend und natürlich bei der eigentlichen Hochzeit. An beiden Terminen war richtig was los und viel Porzellan wurde am Polterabend als kleiner Glücksbringer zerbrochen. An der eigentlichen Hochzeit durfte das Brautpaar – wie üblich – durch das THW-Spalier schreiten, bevor es die erste gemeinsame Aufgabe, dieses mal durch die freiwillige Feuerwehr Mainbullau gestellt, zu bewältigen galt.

Bootsausbildung & Jetfloat®-EGS Bootsanleger

Gruppenbild auf dem Jetfloat®-EGS-Anleger mit Einsatzboot.

Am heutigen Ausbildungsnachmittag fand sich die Jugendgruppe zum letzten Ausbildungsabschnitt im Themenkomplex Arbeiten im und am Wasser zusammen. In der ersten Gruppe galt es die im vergangenen Ausbildungsdienst erworbenen Kenntnisse rund um das Fahren auf dem Wasser im Rahmen der motorisierten Fortbewegung anzuwenden. Hierbei wurden insbesondere das An- und Ablegen sowie das Mensch-über-Board-Manöver ausgiebig geübt. Alle Junghelfer konnten in die Rolle des Bootsführers schlüpfen und so ihr Können auffrischen bzw. unter Beweis stellen.

In der zweiten Gruppe wurde parallel ein sog. Jetfloat®-EGS-Anleger errichtet. Im angenommenen Übungsszenario galt es auf Grund des niedrigen Wasserstandes einen Anleger zu errichten mit dem Personen von einem Boot sicher an Land übersetzt werden können. Hierbei wurden die Jetfloat® Elemente, also die Schwimmkörper mit der aus dem Einsatz-Gerüst-System (EGS) vorbereiteten Konstruktion verbunden. Ziel dieser Ausbildungseinheit war es die vielfältigen Möglichkeiten in der kombinierten Anwendung der verschiedenen Einsatzmaterialien zu veranschaulichen und zu verdeutlichen wie die einzelnen Ausbildungsthemen im Rahmen eines potenziellen Anwendungsfalls zum Tragen kommen könnten.

Straßen sicher überwinden

Das EGS-Portal steht schon fast, nur noch die eigentliche Querung muss noch ausgeführt werden.

Bei längeren Einsätzen, insbesondere wenn Versorgungsleitungen Straßen und Verkehrswege kreuzen ist es sinnvoll, diese Leitungen entweder über Versorgungsschächte unter der Straße durchzuführen, oder über eine Art Brücke über die Straße zu führen. Für diese Option steht dem Ortsverband Miltenberg das Einsatz-Gerüst-System zur Verfügung. Aus diesem Gerüstsystem ist es möglich, die unterschiedlichsten „Bauwerke“ zu erstellen, von einem einfachen Steg über einen Schienenwagen bis hin zu einem kompletten Hangar – alles wäre damit möglich.
Um jedoch Versorgungsleitungen (z. B. Schlauchleitungen bei einem Waldbrand, Stromkabel zur Beleuchtung/Versorung der Einsatzstelle) über einen Verkehrsweg zu führen, bietet sich insbesondere eine abgewandelte Form der Fahrzeug-Dekontaminationsanlage an. Hierzu werden rechts und links der Fahrbahn zwei EGS-Türme erstellt und anschließend die Fahrbahn überspannt, wobei der Regelaufbau eine Straßenbreite von max. vier Metern Breite zu lässt.
Aufgrund der anhaltenden Trockenheit nutzte der Ortsverband den Ausbildungstag, dieses Portal aufzubauen. Zu Beginn gab es eine kurze Einweisung in das Einsatz-Gerüstsystem sowie den Aufbau. Nachdem die erste Gerüstlage soweit ausgerichtet war, wurden die beiden Türme in die Höhe gebaut, wobei die Helferinnen und Helfer mit entsprechender persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz ausgerüstet waren. Als die beiden Türme soweit standen, wurde die eigentliche Fahrbahnquerung angebracht und ausgesteift.
Im Anschluss an diese EGS-Ausbildung fand eine weitere Einweisung sowie Ausbildung in den Waldbrandaufsatz des Unimogs statt.

Gefahrgutunfall beim THW

Rettung des Kraftfahrers unter Atemschutz aus dem Gefahrenbereich.

Gefahrguteinsätze können auch THW-Einheiten betreffen. Viele Rettungskräfte sind mit dieser Lage vermutlich erst einmal überfordert, weshalb es hier ratsam ist, die sog. GAMS-Regel anzuwenden – doch was verbirgt sich hinter diesen vier Buchstaben?
Diese Frage stellten sich die Atemschutzgeräteträger sowie Helferinnen und Helfer bei der Ausbildung zum Gefahrguteinsatz. In erster Linie setzt sich diese Regel wie folgt zusammen:

  • G = Gefahr erkennen
  • A = Absperren des Gefahrenbereiches
  • M = Menschenrettung durchführen
  • S = Spezialkräfte alarmieren

Bereits auf der Anfahrt erhielten die Einsatzkräfte die Information über den zu erwartenden Gefahrgutaustritt, weshalb die Fahrzeuge nicht direkt an die Unfallstelle fuhren, sondern außerhalb des Absperrbereiches (ca. 100 m) hielten und das Gebiet weiträumig absperrten. Während dessen erkundete der Gruppenführer die Einsatzlage – hier wurde besonders auf Kennzeichen/Warntafeln geachtet, aber auch Informationen von anwesenden Personen sowie die eigene Wahrnehmung um ein evtl. vorhandener Gefahrgutaustritt zu erkennen.

Die auslaufende Flüssigkeit wird mit einfachsten Mitteln aufgenommen.

Anschließend wurde der Gefahrenbereich in einen Arbeits- und einen Unterstützungsbereich unterteilen. Die Atemschutzgeräteträger rüsteten sich nun mit umluftunabhängigen Atemschutzgeräten aus und begannen unter Berücksichtigung der notwendigen Vorsichtsmaßnahmen mit der Rettung des verletzten Kraftfahrers aus dem LKW. Parallel dazu wurde durch die weiteren Hilfskräfte eine Notdekontaminationsschleuse aufgebaut, worüber die verletzte Person ausgeschleust und in ärztliche Obhut übergeben wurde.
Im weiteren Übungsszenario wurde versucht, die auslaufende Flüssigkeit, die im Nachhinein doch nur als übelriechendes Düngemüttel identifiziert wurde, aufzufangen. Hierzu wurden mehrere Behälter aufgebaut, sowie eine Schlauchleitung gelegt um die Flüssigkeit aufzufangen und mit dem Wassersauger aufzunehmen. Wäre die Substanz weiterhin als Gefahrgut eingestuft gewesen, so kann die weitere Abarbeitung dieses Einsatzes nur durch Einsatzkräfte mit spezieller Schutzausrüstung und unter Einsatz geeigneter Einsatzmittel durchgeführt werden.

Waldbrandgefahr steigt

Einweisung am Waldbrandtankaufsatz

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit steigen auch in unserer Region der Graslandfeuerindex sowie der Waldbrandgefahrenindex. Doch warum gibt es zwei Index-Werte und warum unterscheiden sich diese? Bis vor einigen Jahren gab es nur den Waldbrandindex, doch es zeigte sich, dass dieser zum Teil zu ungenau ist, um eine entsprechende Gefährdungsbeurteilung durchführen zu können. Um hier Abhilfe zu schaffen wurde der Graslandfeuerindex geschaffen. Er beschreibt die Feuergefährdung von offenem, nicht abgeschattetem Gelände mit abgestorbener Wildgrasauflage ohne grünen Unterwuchs, wie er im Landkreis des häufigeren anzutreffen ist. Beide Indexwerte werden in fünf Gefahrenstufen unterteilt: 1= sehr geringe Gefahr bis 5 = sehr hohe Gefahr.

Die Helferinnen und Helfer des THW-Ortsverbandes haben sich daraufhin zu einer kleinen Waldbrandausbildung getroffen. So wurde unter anderem das ablöschen von Feuern mit Hilfe der Brandpatsche geprobt, aber auch die richtige Herangehensweise an den Brandherd. Neben dem eigentlichen Feuer sowie örtlichen Gegebenheiten ist insbesondere die Windrichtung/-stärke zu beachten, um nicht selbst vom Feuer eingeschlossen zu werden.
Daneben wurde der neue Waldbrandtankaufsatz für den Unimog vorgeführt und die Helferinnen und Helfer darauf eingewiesen. Bereits nach dem verehrendem Waldbrand 2012 bei Amorbach wurden erste Überlegungen für den Transport von Wasser zur Unterstützung der weiteren Einsatzkräfte gestartet. So wurde im weiteren Verlauf der UNIMOG 1300L in den Bestand des THW-Ortsverbandes überführt. Einige Zeit später kam der Tank für erste Verlastungsversuche zu uns. Ende 2017 wurden die restlichen Einzelteile beschafft und konnte im weiteren Verlauf in das jetzige Einsatzkonzept einfließen.
Insgesamt wurden unzählige Stellversuche durchgeführt, um eine möglichst sinnvolle Beladung und Gewichtsverteilung zu realisieren. Ebenso wurden unterschiedlichste Befüll- und Enleermöglichkeiten überlegt, andiskutiert und in das Konzept übernommen. Die eigentliche Zusammenstellung sowie die Verrohrung des Tanks erfolgte in ca. 120 Stunden Eigenleistung durch Helfer des THW-Ortsverbands.

Geländefähiges Fahrzeug trifft Waldbrandtank

Die Einsatzkomponente "Wassertransport"

In der Kombination von geländefähigen Fahrzeug und dem Waldbrandtank mit einem Fassungsvermögen von 2.300 Litern ist dieses Gespann hoch flexibel im Einsatz wie z. B. Waldbränden einsetzbar.
Neben dem eigentlichen Tank ist eine MAST NP 4 B (max. 500 l/min, selbstansaugend bis 8,4 m) verbaut, wodurch der Tank vollkommen autark befüllt und entleert werden kann. Die notwendige Ausstattung zur Wasserentnahme aus offenen Gewässern wie Ansaugschlauch etc. wird ständig mitgeführt. Ebenso ist eine Schlauchhaspel mit ca. 50 m 1“ Schlauch (Storz D) verbaut, alternativ kann der Tank auch über einen Storz C Abgang in z.B. einem bereitstehenden Becken entleert werden.
Ebenso ist es möglich, den Tank über eine Fremdpumpe oder über einem Hydranten zu befüllen. Hierzu wurde ein freier Einlauf nach Trinkwasserverordnung in Eigenleistung installiert.

In diesem Zusammenhang möchten wir uns bei unserer Kreisverwaltungsbehörde, sowie der Marktgemeinde Großheubach für die zur Verfügung Stellung des Materials bedanken!

THW-Jugend entdeckt Flaschenpost

Unsere Jugendgruppe fand eine geheimnisvolle Flaschenpost.

Bei Temperaturen um die 30 Grad ging es für die Jugendgruppe bepackt mit Schlauchboot, Fahr- und Rettungsgerät zur Anlegestelle unterhalb der Unterkunft. Nach Wiederholung der wichtigsten Fachbegriffe für das Arbeiten im und am Wasser wurden beide Boote besetzt. Nach entsprechender Platzierung auf beiden Seiten, also Backbord (links) und Steuerbord (rechts), wurde sogleich Fahrt in Richtung Mud, d. h. Unterstrom aufgenommen. Während der kurzweiligen Überfahrt wurden die zentralen Positionen auf dem Boot, also Bootsführer (der „Chef“), Bootsmann (zuständig für das An- und Ablegen) und Schlagmann (sog. Taktgeber) fortlaufend getauscht, so dass jeder die Möglichkeit hatte, sein Geschick unter Beweis zu stellen. Auf der weiteren Fahrt in Richtung Oberstrom wurde noch das Rettungsmanöver „Mensch über Board“ geübt. Im Zuge dieser Aufgabenstellung hat sich das zunächst unbekannte schwimmende Objekt als Flaschenpost herausgestellt. Kurzerhand wurde das in der Flasche befindliche Quiz zur Ermittlung des Absenders gelöst und der Entschluss gefasst den Absender zu kontaktieren.
Lieber Absender der Flaschenpost aus Freudenberg, Du wirst bald Post von der THW-Jugend Miltenberg erhalten. Du bist hiermit eingeladen bei einem unserer Jugenddienste vorbeizuschauen und die Finder kennenzulernen. Das nächste Mal treffen wir uns am 14.07.18 um 15 Uhr zum zweiten Teil Fahren auf dem Wasser und dann werden sogar die Paddel gegen den Motor getauscht.

Sommerrausch in Amorbach

Die Leitungen und Anschlüsse werden fachgerecht geprüft.

Sommerrausch in Amorbach – auch in diesem Jahr waren wir wieder mit von der Partie. Unter neuem Träger startete das Event mit dem Hafenball, gefolgt vom Sommerrausch mit Michael Müller und rund 2.500 Gästen, welche sich bei herbstlichen Temperaturen im Amorbacher Seegarten eingefunden hatten. Gemeinsam mit der Feuerwehr Amorbach sowie der SEG Kirchzell wurde so für die Sicherheit der Besucher gesorgt – dem THW oblag dabei die sichere Ausleuchtung der Rettungswege und Sammelplätze.