Aktivitäten im Ortsverband

Informieren Sie sich über unsere laufenden Aktionen und Ausbildungen. Durchstöbern Sie aber auch unsere "alten" Jahrgänge, hier findet sich viel informatives über unsere Entstehung und Einsätze. Erhalten Sie so einen kleinen Einblick in das Leben unseres Ortsverbandes.

2018

THW Miltenberg stellt neuen Unimog in Dienst

Die erste Einsatzfahrt wurde bereits absolviert.

Zu einem leistungsstarkem Team gehört natürlich auch ein leistungsstarker Fuhrpark! Aus diesem Grund wurde die Fahrzeugflotte des THW-Ortsverbandes um einen nagelneuen Unimog erweitert. Mit dem Blaulicht und den Flitzerreifen kann so schnell jede Einsatzstelle angefahren werden.

 

Beschreibung des Einsatzfahrzeugs:

  • verstellbarer Sitz,
  • geschützter Integralkettenantrieb,
  • einstellbare Pedalkurbel, 12 mm starke, extra stabile Stahlhinterachse,
  • Vorderradaufhängung mit Achselschenkel-Lenkung,
  • bis 50 kg belastbar,
  • Blaulicht
  • Länge / Breite / Höhe: 118 / 54 / 81 cm
  • Kann bereits mit einem Alter von drei Jahren gefahren werden.

Aufbau eine Fahrzeugdekontaminationsanlage

Mit vereinten Kräften wird die Plane für das Auffangbecken ausgerollt.

Fast täglich gibt es neue Meldungen zur Afrikanischen Schweinepest. Anfangs konzentrierte sich die Ausbreitung der Schweinpest auf das Baltikum, Russland, Polen sowie die Ukraine, doch leider zeigt die aktuelle Entwicklung der Tierseuche nun auch in Richtung Westen. Zwar birgt die Schweinepest nach derzeitigen Wissensstand keine Gefahr für Menschen und andere Haustiere, doch mit der Feststellung einer Infizierung eines Haus- wie auch Wilschweinbestandes treten weitreichende Maßnahmen in Kraft, um eine weitere Ausbreitung der Seuche einzudämmen.
So wird im Radius von mind. drei Kilometern um den Seuchenbetrieb ein Sperrgebiet errichtet und entsprechende klinische Untersuchungen aller Schweine durch die Fachbehörden durchgeführt. Hier kann es bei entsprechender Gefahrenlage notwendig sein, eine Dekontaminationsschleuse zu errichten, um eine Ausbreitung zu verhindern. Hierbei wird zwischen einer Personenschleuse sowie einer Fahrzeugschleuse unterschieden. Ob und in welchem Maße solche Schleusen errichtet werden müssen, entscheiden die Fachbehörden.
Gemeinsam mit den Erkenntnissen aus anderen THW-Ortsverbänden, die bereits bei der Vogelgrippe zum Einsatz kamen, frischten die Helferinnen und Helfer des THW-Ortsverband Miltenberg ihr Wissen und die Aufbaumöglichkeiten einer Fahrzeugdekontaminationsanlage im Rahmen einer Ausbildung auf. Zwei Faktoren spielen dabei eine entscheidende Rolle, die zur Verfügung stehende Zeit, in welcher die Anlage errichtet werden soll sowie die Lage der Anfahrtswege zum Sperrbezirk. Meist sind die Zufahrten zu den Mastbetrieben beengt und nicht ordentlich befestigt, weshalb sich die Einsatzkräfte auch hierzu Lösungsmöglichkeiten überlegten.
Bei der gemeinsamen Ausbildung wurde zuerst der Boden mit Bodenschutzmatten ausgelegt, anschließend erfolgte die Errichtung des „Wasserbeckens“, in welchem die Fahrzeugreifen mit einem entsprechenden Mittel benetzt werden. Parallel dazu wurde eine Einhausung aus Fassadengerüstsystem errichtet, welche die Fahrzeuge mit einem Sprühnebel benetzt und somit ebenfalls die Viren „abspült“. Immer wieder wurde bei der Ausbildung der Aufbau unterbrochen um die notwendigen Schritte zu besprechen.

Katastrophenschutz ist bunt - Aktion beim Wendelinusmarkt

Erster Auftritt für das neue, gemeinsame Werbeplakat.

Katastrophenschutz ist bunt – und genau unter diesem Motto präsentierten sich die Freiwillige Feuerwehr Amorbach, die SEG Kirchzell sowie der THW-Ortsverband Miltenberg beim diesjährigen Amorbacher Wendelinusmarkt. Die zahlreichen Marktbesucher konnten bei einer kleinen dargestellten Übung sehen, was es heißt, gemeinsam den Bürgerinnen und Bürgern zu helfen, ebenso gab es einige Einsatzfahrzeuge zu besichtigen. Auch an die kleinen Marktbesucher wurde gedacht und so gab es eine kleine Spielstation die den gesamten Markttag ständig umlagert war und viele strahlende Gesichter hervor rief.

Nächtlicher Hochwasserschutz - Aufbau

Gemeinsam wurde an der Miltenberger Jahn- sowie Gartenstraße der Hochwasserschutz errichtet.

In den Zeitungen war der Termin schon lange bekannt gegeben worden – ging es doch um den Aufbau des Hochwasserschutzes in der Jahnstraße Straße, welche sich als eine der verkehrsreichsten Straßen Miltenbergs behaupten darf. Um Miltenberg vor dem Vekehrskollaps zu bewahren, entschieden sich die Planer, diese Übung in den Abend-/Nachtstunden durchzuführen. Doch dies war nicht der einzige Grund, wollten doch die Freiwillige Feuerwehr, der Bauhof sowie das THW Miltenberg erkunden, was es für Probleme und Lösungsmöglichkeiten beim Aufbau in der Nacht gibt. Doch mit Hilfe von zwei Beleuchtungswägen des THW’s war von der Nacht nicht mehr viel zu spüren und die Einsatzstelle war taghell erleuchtet.
So konnten die einzelnen Stützen mit Hilfe eines Minibaggers schnell und präzise aufgebaut werden. Anschließend wurden die einzelnen Dammbalken eingesetzt und gesichert. Doch nicht nur in der Jahnstraße sowie Gartenstraße waren die HelferInnen von Bauhof, Feuerwehr und THW eingesetzt, sondern auch in der Hochwasserhalle im Miltenberger Fährweg – und hier galt es, den Überblick bei all den Material zu bewahren. Nichts desto trotz lief der Aufbau sowie die Logistik der Stützen und Dammbalken ohne größere Probleme ab.

Albert-Liebmann-Schule zu Besuch in der Nachbarschaft

Ein kleines Dankeschön der Kinder der Albert-Liebmann-Schule.

Es war nur ein kleiner Ausflug in die unmittelbare Nachbarschaft – doch es hat viel Spaß gemacht. So war das Resümee der rund 22 Kinder sowie Erzieherinnen der Dr. Albert-Liebmann-Schule, welche den THW-Ortsverband Miltenberg am 19.10.2018 besuchten. Bereits bei der Begrüßung wurden Helfer Mischa Herbert sowie Ortsbeauftragter Stefan Wolf mit Fragen der neugierigen Kinder bestürmt. Die ersten Antworten lieferte ein kurzer Film über die Tätigkeiten des Ortsverbandes, bevor es in zwei Teams direkt in die Praxisaufgaben überging. Hierbei wurde zuerst der Gerätekraftwagen 1 (GKW 1) erkundet, denn dort gibt es viele Geräte zu entdecken. Weiter ging es mit einer kleinen Einsatzübung, wo sich die Kinder zuerst einen Zugang mit Hilfe eines Bolzenschneiders verschaffen mussten. Erst danach war es möglich, zur verletzten Person vorzudringen und diese dann mit Hilfe des Schleifkorbs fachgerecht zu retten.

Hochzeitspaar gleich doppelt in den Stand der Ehe begleitet.

Gruppenfoto mit dem Hochzeitspaar.

Gleich zwei Hilfsorganisationen - nämlich die Freiwillige Feuerwehr Miltenberg sowie das Technische Hilfswerk begleiteten Annika sowie Andreas Haas in den gemeinsamen Stand der Ehe. Bereits beim verlassen des Kirchenportals in Miltenberg wartete das Paddel-Spalier, gefolgt vom Schlauch-Spalier, dass durch das Hochzeitspaar durchschritten wurde. Anschließend reihten sich die Helferinnen und Helfer in die Gästeschar ein - von unzähligen Touristen aufmerksam verfolgt.

Brauereibesichtigung - FAUST, das bleibt unter uns.

Nicht nur Einsätze, Übungen und Ausbildungen gehören in den THW-Alltag. So organisierte Ausbildungsbeauftragte Carina Czerny eine Brauereibesichtigung bei Faust – der regionalen Biermarke am bayerischen Untermain. Durch Uli Fleischmann sowie der bayerischen Bierkönigin 2016/17 Sabine Ullrich wurden wir im Probierkellerei begrüßt und in die Kunst des Bierbrauens eingeführt. In einem kleinen Imagefilm wurde gezeigt, wie aus Wasser, Malz, Hopfen und Hefe das schmackige Faust-Bier in den unterschiedlichen Geschmacksrichtungen entsteht.
Einen kleinen Teil dieser Geschmacksrichtungen durften die rund 30 Teilnehmer verkosten. Hierzu erklärte Bierkönigin Sabine die einzelnen Prozessschritte, vom Rohstoff bis hin zum fertigen Bier. Doch nicht nur das Bier stand bei der Führung im Vordergrund, sondern auch die Geselligkeit innerhalb des THW-Teams. So konnten auch einmal die Gespräche geführt werden, welche während Ausbildungen, Übungen und Einsätze zu wenig Zeit finden.

Doch nicht nur die Bierverkostung stand auf dem Programm, sondern auch eine Führung durch die Traditionsbrauerei. Begonnen wurde dabei mit dem Fermentationsprozess, dabei wird der geschrotete Malz mit Wasser erwärmt, ständig gerührt und nach einigen Verzuckerungsrasten im Läuterbottich geläutert, das heißt, der Malztreber wird von der Würze getrennt. Nach einigen weiteren Stationen, wie Würzepfanne, Whirlpool und weiteren „Bier-Zutaten“, insbesondere Hopfen, wird die sog. Anstellwürze die passende Hefekultur zugesetzt, wodurch die alkoholische Gärung überhaupt in gang gebracht wird. Nach der Hauptgärung, die etwa eine Woche dauert, verbleibt das Jungbier mind. sechs Wochen in Lagertanks zum nachgären, erst danach kann es abgefüllt werden.

Zugtrupp-Übung des Regionalbereichs Karlstadt

14 Planübungen absolviert binnen 24 Stunden

Sieben Zugtrupps aus dem THW-Regionalbereich Karlstadt trafen sich zu einer großangelegten Zugtrupp-Übung und absolvierten 14 Planübungen binnen 24 Stunden. Schwerpunkte waren das Kennenlernen der Zugtrupps aus dem Regionalbereich, das Führen von Lagekarten und der Kräfteübersichten, sowie die Kommunikation über Funk und der Dokumentation des Einsatzes.

Die Zugtrupps aus Aschaffenburg, Alzenau, Karlstadt, Kitzingen, Lohr und Marktheidenfeld, wie auch Miltenberg, diese Gesamt eine Stärke von ca. 50 Personen aufwiesen, trafen sich für die Übungen auf dem Gelände des Ortsverbands Miltenberg.
Der Zugtrupp aus Miltenberg, unter der Leitung von Zugführer Thomas Frieß hatte die Übung ausgearbeitet und fungierte als Übungsleitung und Gegenstelle zu den Übenden am Funk.

Grundlage war ein fiktives flächendeckendes Unwetterereignis mit massiven, noch anhaltenden Niederschlägen mit ansteigenden Mainpegeln im Bereich des Süd-Spessarts – eine Katastrophenlage wie sie jederzeit eintreten kann – auf deren Basis sich Ausgangslagen ableiteten.

Von Freitagabend bis Samstagnachmittag übten die Zugtrupps.
Zu Beginn der Übung stellte Zugführer Thomas Frieß, in Kooperation mit dem Ortsbeauftragten Stefan Wolf die »Kalte Lage« vor, via einer hierfür vorbereiteten Videoreportage und des Lageberichts. Auf dieser Grundlage richteten die Zugtrupps sich ein.
Aufgabe im Einsatzfall des Zugtrupps ist es mehrere Einheiten zu führen. Dabei fungiert er als Schnittstelle zur Einsatzleitung der anfordernden Behörde (von dieser er seine Anweisungen erhält), trifft taktische Entscheidungen und erteilt Aufträge an die unterstellten Einheiten.

Ziel der Übungsszenarien war es die Lage, den Personal- und Materialeinsatz, sowie die Logistik verständlich und übersichtlich zu verfolgen, zur Gewährleistung einer reibungslosen Koordination. Auf deren Basis der weitere Einsatzverlauf geplant und umgesetzt werden kann. Der Einsatzfortschritt wurde durch regelmäßige Meldungen an die übergeordnete Führungsebene weitergegeben. Neben diesen Aufgaben gehörte auch die Dokumentation des Einsatzes und der Entscheidungen in einem Einsatztagebuch.

Das gesamte Spektrum dieser Aufgabe wurde in aufeinander folgenden Einspielungen mit komplexer Ausgangssituation beübt und untermauert. Am Ende der Übung stand der Lagevortrag, der dazu dient, über die aktuelle Lage zu informieren, welche in einem realen Einsatz essenziell ist. Die Übung endete mit einer Nachbesprechung und dem Feedback der Teilnehmer, diese sich durchweg vom Übungsablauf begeistert zeigten.

Andreas Herold von der Regionalstelle Karlstadt, welcher die Übung begleitete, dankte herzlichst dem Ortsverband Miltenberg für die Austragung und die qualitativ sehr gut vorbereitete und anspruchsvolle Übung, sowie für die hervorragende Verpflegung.

Schwere Schäden und mehrere Verletzte

Umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste waren nur ein Teil der Verwüstung von Sturmtief ‚Fabienne‘.

Am späten Sonntagnachmittag zog ein Unwetter über Unterfranken hinweg und setzte die Ursache für zahlreiche Einsätze von Polizei, Feuerwehr, THW und Rettungsdiensten.

Zwischen 16:30 Uhr und 19:30 Uhr gingen in der Einsatzzentrale der Polizei insgesamt 359 Notrufe ein. Innerhalb von drei Stunden mussten unterfränkische Polizeistreifen 297 Einsätze abarbeiten, deren Ursache im Sturmtief ‚Fabienne‘ lag.
Ob zahlreiche Verkehrsunfälle, bei denen insgesamt zwei Verkehrsteilnehmer leicht verletzt wurden, durch umgestürzte Bäume blockierte Fahrbahnen und Bahnstrecken, abgedeckte Häuser oder letztlich zwei verletzte Personen, die durch herabstürzende Äste oder umstürzende Bäume getroffen wurden, das Einsatzspektrum für die eingesetzten Beamten war breit gefächert.

Die Aufräumarbeiten werden größtenteils noch bis spät in die Nacht dauern, teilweise auch noch mehrere Tage in Anspruch nehmen. Ab 21:00 Uhr normalisierte sich das Anrufaufkommen in der Einsatzzentrale der Polizei in Würzburg wieder.

Aus dem THW-Regionalstellenbereich Karlstadt waren vier Ortsverbände im Einsatz. Unser Ortsverband unterstütze die Aufräumarbeiten im Bereich Großostheim - Ringheim. Hier galt es div. Bäume / Äste zu beseitigen und die Schäden des Sturms aufzuräumen.

(Quelle: Polizeibericht Unterfranken; http://www.polizei.bayern.de)

Schwierige Bergung mit Seilwinde und Motorsäge

Schwierige Rettung in unwegsamen Gelände.

Laute Sirenen und Blaulicht durchdringen den Wald zwischen Kirchzell und Boxbrunn. Kurz zuvor ging bei den Hilfskräften der Feuerwehr Amorbach, der SEG Süd und dem THW Miltenberg das Alarmierungsstichwort: »Fahrzeug in Wandergruppe, verletzte Personen in schwierigem Gelände«, so die Annahme des Übungsszenarios, welche gespickt war mit schwierigen Aufgaben. Über 60 Helfer der SEG Süd, der Feuerwehr Amorbach und des THW Miltenberg, waren an der Übung beteiligt.

Kurze Zeit nach dem oben beschriebenen Funkruf sind die ersten Einsatzkräfte von Feuerwehr und SEG am Einsatzort. Es gilt sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen, erste Lagemeldungen abzusetzen und Einsatzabschnitte zu bilden. Aufgrund des Lagebildes werden auch die Einheiten des THW nachalarmiert.

Während sich die Sanitäter des Roten Kreuzes um die im Auto eingeklemmten Verletzten und die im Gelände verteilten Betroffenen kümmern, beginnt die Feuerwehr mit der Stabilisierung des Fahrzeuges und der aufwendigen Technischen Rettung der im Fahrzeug eingeklemmten Personen. Die Helfer des Technischen Hilfswerkes beginnen damit den Abtransport aus dem unwegsamen Gelände vorzubereiten. Hierzu muss eine kleine Schneise angelegt und der Weg mit Steckleiterteilen und Halteleinen gesichert werden.

Die Feuerwehr-Einsatzkräfte indessen retten den Verletzten aus dem Fahrzeug, welcher mit vereinten Kräften im Anschluss den Steilhang nach oben gebracht und dem Rettungsdienst übergeben wurde. Auch ein zweiter Verletztendarsteller wird auf diese Weise gerettet.

Die Rettung der im Fahrzeug eingeklemmten Personen war aber nur ein Teil der groß angelegten, gut vierstündigen Kooperationsübung im Wald zwischen Kirchzell und Amorbach.

Nach Abschluss der Personenrettung galt es das Unfallfahrzeug aus dem schwer zugänglichen Terrain zu bergen. Hierzu bauten THW und Feuerwehr eine lange Seilwindenstrecke auf. Hierzu kam die Fahrzeugseilwinde des Hilfeleistungslöschfahrzeuges von Amorbach zum Einsatz.

Um das Fahrzeug an dieser Windenstrecke befestigen zu können musste es aber mittels Mehrzweckzügen aufgerichtet und an den Fuß des Steilhanges verbracht werden. Dort angekommen konnte es dann mit der Seilwinde in Etappen auf den befestigten Waldweg verbracht werden. Hierzu mussten Zwischensicherungen gesetzt und das Fahrzeug immer wieder ausgerichtet werden.

Übungsziele waren an diesem Nachmittag die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Fachdienste (Rettungs- und Betreuungsdienst, Feuerwehr und THW), die Orientierung in unbekanntem Gelände, sowie die Versorgung und den Transport von Verletzten im unwegsamen Gelände, die Schnittstellen auszuloten, wie auch die Bergung mit technischem Gerät. So die Übungsleiter Thorsten Fritz Feuerwehr Amorbach, Johannes Roth SEG Süd und Thomas Frieß vom THW Miltenberg.

Das Gelände war ideal für die Übung. Auf einer Fläche von über einem halben Quadratkilometer waren die 15 Verletzten in teilweise schwer zugänglichem Terrain verteilt. An den steilen Abhängen des Amorbacher Waldes konnte das Unfallfahrzeug am Fuße eines Steilhanges positioniert werden. Auch die Verletzungsmuster der Verunglückten – vom Schädelhirntrauma, über diverse Knochenbrüche bis zum Herz-Kreislauf-Stillstand – passten gut in die Übungslage.

Die betroffene Wandergruppe wurde dargestellt von den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr, der Rot-Kreuz-Jugend und der THW-Jugend. Auch die Darsteller hatten sichtlich Spaß an der Übungsaktion und waren beeindruckt vom Können der Aktiven.

Bevor aber die Übungseinheit im freien Gelände auf dem Ausbildungsplan stand, übten die Einsatzkräfte in den Vormittagsstunden via Stationsausbildung in Amorbach den Umgang in Erster Hilfe und mit dem Feuerlöscher, das Bewegen von Lasten und die Absturzsicherung bei Sicherungsarbeiten an Gebäuden. Auch ein gemeinsames Mittagessen im Rot-Kreuzheim in Kirchzell stand auf dem Programm. Gut gestärkt und gut gelaunt ging es dann an die Abschlussübung.

Die Jugendgruppen von Feuerwehr, Rotem Kreuz und THW durften ebenfalls bereits am Vormittag ein kleineres Szenario im Wald abarbeiten und die Übungslage mit vorbereiten. Anschließend bauten Sie am Rot-Kreuzheim Kirchzell gemeinsam einen Rettungsmittelplatz auf.

Am Ende des Übungstages lobten die Einsatzleiter, der jeweiligen Organisationen die Zusammenarbeit und den Ausbildungseffekt der gemeinsamen Übung. Neben dem Spaß und der Kameradschaft konnte die Zusammenarbeit weiter vertieft werden. Unter dem Motto „Katastrophenschutz ist bunt“ wurde vereinbart auch im nächsten Jahr wieder gemeinsam zu üben.