Aktivitäten im Ortsverband

Informieren Sie sich über unsere laufenden Aktionen und Ausbildungen. Durchstöbern Sie aber auch unsere "alten" Jahrgänge, hier findet sich viel informatives über unsere Entstehung und Einsätze. Erhalten Sie so einen kleinen Einblick in das Leben unseres Ortsverbandes.

2017

Grundlagen der Rettung von Personen

Gemeinsam wurde die Person gerettet.

Am heutigen Samstag stand das Thema Rettung von Personen auf dem Plan. Im Rahmen einer kleinen Übung wurden die beiden Jugend-Gruppenführer von der Einsatzleitung informiert, dass zwei Personen im angrenzenden Waldstück als vermisst gemeldet wurden. Die Führungskräfte entschieden sich kurzerhand das Gelände mit einer Suchkette zu durchkämmen. Bereits nach wenigen Minuten konnte die erste Person gefunden werden. Nach Überprüfung der Vitalfunktionen wurde die Person in einem Schleifkorb (aufgrund des unwegsamen Geländes) in Richtung Verletztenablage zur Übergabe an den Rettungsdienst transportiert. Parallel konnte die zweite Person, sichtlich erschöpft, mittels Krankentrage aufgenommen werden, während die erste Gruppe bereits eine Schiefe Ebene für den Transport über einen Hang zur Verletztenablage vorbereitete. Nahezu zeitgleich wurden die beiden verletzten Personen über die kurz zuvor errichtete Schiefen Ebene, eine Konstruktion aus Leiterteilen und Schleifkorb, an den Rettungsdienst übergeben. In der sich anschließenden Übungsnachbesprechung wurde der Ablauf nochmal besprochen und Fazit gezogen. In Übungen wie diesen können die Junghelfer das in den einzelnen Ausbildungseinheiten erworbene Wissen praktisch umsetzen.

Kraftfahrerausbildung der besonderen Art

Kraftfahrerausbildung von einer ganz bunten Seite

Eine Kraftfahrerausbildung der ganz anderen Art konnten rund 46 Helferinnen und Helfer der THW-Ortsverbände Adelsheim, Michelstadt, Miltenberg sowie Wertheim erleben. Unter der Leitung des Miltenberger Zugführers Thomas Frieß entstand die Idee, die alljährliche Kraftfahrerausbildung in diesem Jahr ein wenig abwechslungsreicher zu gestalten. So wurden an jedem Ortsverband ganz spezielle Themen rund um die Ausbildung der THW-Kraftfahrer angeboten. Auf dem weiträumigen Gelände des Ortsverbandes Wertheim wurden Parkübungen, sowie viele Fahrübungen durchgeführt. In Adelsheim ging es mehr um die Fahrzeugtechnik, Ge- und Verbote im Kraftfahrwesen sowie dem Einsatz von Kraftfahrzeugen im Winter. Der Michelstädter Ortsverband kümmerte sich in erster Linie um das Arbeiten im Hinblick auf Gefahrgut – wie kann dies gesichert werden, welche Papiere sind notwendig und was muss alles beachtet werden. Last but not least ging es in Miltenberg um die Ladungssicherung von Sperrgütern.

Doch mit dieser groß angelegten Ausbildung ging es um mehr, als um die Erledigung von Themen in den einzelnen Ortsverbänden, sondern viel mehr auch um die Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg, um das Kennenlernen und um Zugtrupparbeit. Auch das Thema Digitalfunk wurde bei dieser Gelegenheit beübt – galt es doch, drei Bundesländer nämlich Hessen, Baden-Württemberg sowie Bayern unter einen Hut, bzw. einer Funkrufgruppe zu bringen.

Von jedem Ortsverband wurden mehrere Fahrzeuge zu den anderen Ortsverbänden entsandt, wobei die Anfahrt zu den jeweiligen Unterkünften mittels Karte und Kompass durch die jeweiligen Zugtrupps organisiert wurde. So konnte das erlernte Wissen aufgefrischt werden – denn auch im Zeitalter des Navi‘s ist eine Anfahrt mit einer einfachen Landkarte insbesondere bei Naturkatastrophen überaus sinnvoll.

Insgesamt wurden an diesem Tag je Fahrzeug über 300 Kilometer zurückgelegt, viele Informationen konnten die Helferinnen und Helfer sammeln und die Zusammenarbeit wurde wieder einmal mehr verfestigt.

Grundlagen der Zugtrupp-Arbeit

Im Zugtruppfahrzeug gingen die Einsatzmeldungen ein.

Bei der heutigen Ausbildung des Zugtrupps ging Zugführer Thomas Frieß zuerst auf die Unterschiede zwischen ÖEL (Örtlichen Einsatzleitung) und der LUK (Leitungs- und Koordinierungsstab) ein – und vor allem, wie steht der „kleine“ Zugtrupp im Verhältnis mit diesen beiden Stellen. Während die ÖEL in erster Linie die taktische Führung aller unterstellten Einsatzkräfte obliegt, bildet die LUK in unserem Ortsverband die Behördenstruktur ab. Der Zugtrupp ist in erster Linie das Bindeglied aller am Einsatz Beteiligten eigenen Kräfte, aber ggf. auch der weiteren Hilfskräfte bzw. der integrierten Leitstelle (ILS).

Daraus ergeben sich auch die wichtigsten Einsatzaufgaben für die Zugtrupparbeit – die Kommunikation sowie die Dokumentation. Hierzu stehen die unterschiedlichsten Methoden und Möglichkeiten zur Verfügung. Über einen einfachen Meldeweg per Melder bis hin zur Nutzung eines mobilen Internetzugangs. In der Dokumentation wird meistens der einfach Block zuerst zum Zuge kommen und erst im weiteren Einsatzverlauf entsprechende Software eingesetzt werden.

Doch es blieb nicht nur bei der Theorie, so wurde kurzerhand ein Übungsszenario gespielt und die Mitglieder des Zugtrupps mussten die anstehenden Einsatzaufgaben und Informationen dokumentieren, aber auch an die eingesetzten Kräfte weiter geben.

Bewegen von Lasten

Auch mit einfachen Mitteln kann viel bewegt werden.

Einen tonnenschweren LKW nur mit Luft anheben? Eine Wand aus Pflastersteinen mit einer Brechstange versetzen? Wie vielseitig das Thema Bewegen von Lasten sein kann, wurde im heutigen Ausbildungsdienst der Jugendgruppe deutlich. In der der ersten Gruppe wurde die Funktionsweise des Hebekissensatzes erläutert und geübt. Mit dem auf dem GKW I verladenen Equipment können bis zu 40 Tonnen nur durch „Luft“ angehoben werden. Das Hebekissen funktioniert dabei wie eine Art Luftballon. Im ungefüllten Zustand ist es nur wenige Zentimeter dick und kann leicht unter Lasten geschoben werden. Anschließend wird es mit Druckluft gefüllt. Während der Befüllung der Kissen müssen die Helfer die Last permanent gegen abrutschen sichern. Als Druckluftquelle kann dabei eine Druckluftflasche, eine Druckluft Kompressor oder aber auch die Reifenfüllanlage eines LKW dienen. Als weitere Einsatzfelder, neben dem Anheben von Lasten, lassen sich das Öffnen von Aufzugtüren oder aber auch das Abdichten von Tanks nennen. In der zweiten Gruppe wurde parallel das Anheben von Lasten mittels der Hydraulischen Winde (oftmals auch als „Büffelwinde“ bezeichnet) und der Zahnstangenwinde erläutert und geübt. Bei letzterem Hebezeug staunten die Junghelfer nicht schlecht, als sie das Typenschild mit Baujahr 1963 entdeckten. In diesem Zuge wurde von den Jugendbetreuern hervorgehoben, dass oftmals mit einfachen Geräten „viel bewegt werden kann“ und Hilfe am Nächsten möglich ist. Gegen Ende dieser Ausbildungseinheit konnten die Junghelfer ihr Geschick beim Anheben einer Wand aus Pflastersteinen mit einer Brechstange unter Beweis stellen. Mit vielen neuen Eindrücken wurden die Junghelfer ins verdiente Wochenende entlassen.

547x bestanden!

Alles in Ordnung - der Prüflung hat bestanden und bekommt seinen "TÜV-Aufkleber".

Es war wieder eine Mammut-Aufgabe, die auf die Helferinnen und Helfer unseres Ortsverbandes wartete – die alljährliche Prüfung sämtlicher Elektromaterialien wie Kabel, Pumpen, Scheinwerfer, Verteiler und viele weiteren Gerätschaften. Dabei mussten die „Prüflinge“ zuerst gesucht, geprüft und anschließend wieder verräumt werden. Zwar hatten die Prüfteams viel Spaß bei der Tätigkeit, doch der Ernst sowie die notwendige Fachkenntnis und Genauigkeit wurde dabei nicht außer acht gelassen. So bestanden nicht alle Gerätschaften die Prüfung und mussten ausgesondert werden. Bei anderen konnten kleinere Reparaturarbeiten direkt vor Ort durch unser Fachpersonal durchgeführt werden und die Geräte erhielten doch noch ihr „bestanden“ in der Inventarliste.

Auch wenn diese Überprüfung von vielen als lästig empfunden wird, so gewähren sie doch einen hohen Sicherheitsstandard und die Einsatzfähigkeit unseres Ortsverbandes. In diesem Zusammenhang möchten wir uns bei allen Helferinnen und Helfern bedanken, die tatkräftig mit gearbeitet haben, so dass diese Prüfung schnell und professionell durchlaufen werden konnte.

Traditionelle Winterwanderung

Gemeinsame Winterwanderung nach Kleinheubach

Die traditionelle Winterwanderung der THW-Helfervereinigung führte im Jahr 2017 zum Sportheim Kleinheubach. Im Gegensatz zu den Vorjahren war schönstes Winterwetter, als sich die rund 30ig-köpfige Wandergruppe an der THW-Unterkunft traf um über den Promilleweg in Richtung Großheubach zu laufen. Unterwegs wartete wieder eine kleine Stärkung auf die Gruppe, bevor es über die Heubacher Brücke zum gegenüberliegenden Mainufer ging. Weiter führte der Weg durch den Kleinheubacher Park entlang des Mains zum Sportheim. Unterwegs hatten die Teilnehmer genügend Zeit das ein oder andere Gespräch zu führen, doch auch in der Gastwirtschaft ging der Gesprächsstoff – nicht nur THW-Themen nicht aus. Der Rückweg führte wieder über die Mainbrücke und anschließend entlang des Leinritts zur THW-Unterkunft.

Workshop "Taktische Zeichen"

Bastelarbeit ala Zugtrupp.

Am vergangenen Freitag Abend traffen sich der Zugtrupp und einige Helfer des OV´s zu einem "Workshop" Taktische Zeichen. Es ging an diesem Abend darum für den Zugtrupp neue Taktische Zeichen herzustellen. Im Vorfeld wurden Kunststoffplättchen, Magnete und die taktischen Zeichen selbst besorgt. An diesem Abend galt es dann die Zeichen aus zuschneiden, auf die Kunststoffplättchen zu kleben und mit Magneten zu versehen. Auch wurden verschiedene Schadenskonten und Sonderkarten hergestellt.

Mit viel Gelächter und guter Laune machten wir uns an diesem Abend an die Arbeit - den Begriff Workshop nahmen wir wörtlich. Die einen sorgten für den richtigen Zuschnitt, die anderen beklebten die Plättchen oder fassten die neuen Schadenskonten mit Gewebeband ein. Dabei wurde auch immer wieder über die verschiedenen Taktischen /eichen gerätselt, gespottet und aufgeklärt. Nach einer kurzen Erläuterung konnte aber jeder wieder nachvollziehen welche Bedeutung die einzelnen Zeichen haben.

Generell sind Taktische Zeichen ein wichtiges Hilfsmittel in der Führungsarbeit. Mit Hilfe dieser Zeichen können Einsatzlagen und Ereignisse sehr übersichtlich und schnell auf einer Lagekarte dargestellt werden. Wenn gleich es heute auch moderne Software hierfür gibt, bleiben die konventionellen Taktischen Zeichen wichtiges Hilfsmittel in der Einsatzführung. Gerade auf Ebene des Zugtrupps sind Sie unverzichtbar und auch in den höheren Führungsebenen wird noch heute mit diesen Mitteln gearbeitet. Sie sind einfach in der Handhabung, brauchen nur selten ein Update und funktionieren im Regelfall immer und überall.

Nach einigen Stunden basteln und einer guten Pizza zwischendurch konnte der größte Teil der Taktischen Zeichen fertig gestellt werden. Nun gilt es noch die neue Ausstattung im neuen Zugtruppfahrzeug unterzubringen.

In den nächsten Ausbildungen wollen wir dann mit diesen Hilfsmitteln der Führung arbeiten und die Einrichtung und den Betrieb einer THW Führungsstelle üben. Ich darf mich an dieser Stelle bei allen bedanken die mit geholfen haben und hoffe auch bei den nächsten Übungen bzw. Ausbildungen wieder auf Euch zählen zu können.

Drei Ehrenzeichen für den Ortsverband Miltenberg

Das Ehrenzeichen am Bande für langjährige Dienste beim THW überreichten Scherf, Oettinger und der Bundestagsabgeordnete Alexander Hoffmann.

Das Ehrenzeichen am Bande für langjährige Dienste beim THW überreichten Scherf, Oettinger und der Bundestagsabgeordnete Alexander Hoffmann an THW-Dienstleistende, die sich seit 25 und 40 Jahren aktiv engagieren.

40 Jahre aktiv sind Ingo Stein und Ruthard Zipf. Stein, seit 1976 im THW-Ortsverband Miltenberg, absolvierte zahlreiche Lehrgänge, wurde in der Fachgruppe Wassergefahren eingesetzt und ist seit 1981 Gruppenführer der zweiten Bergungsgruppe. Überörtlich ließ er sich als Prüfer Grundausbildung ausbilden und unterstützt seitdem die Grundausbildungen auf Ebene des Geschäftsführerbereiches. 2003 nahm er seine Tätigkeit im Zugtrupp auf und unterstützt seitdem die Ausbildung. Er bewältigte zahlreiche Einsätze, überörtlich kam er bei der Jahrhundertflut an der Donau zum Einsatz. Seit 1999 betreut er ehrenamtlich das landkreiseigene Geschirrmobil. 2006 wurde er zum Helfersprecher des Ortsverbandes gewählt.

Ruthard Zipf, seit 1976 im THW-Ortsverband Miltenberg, bildete sich zum Verpflegungstruppführer fort. 1989 wurde er stellvertretender Ortsbeauftragter, 1993 Ortsbeauftragter. Bei vielen Einsätzen war er aktiv, unter anderem beim Sturm Wiebke und der Erftalkatastrophe. Er beteiligte sich an einem Hilfskonvoi, der Hilfsgüter wie Rollstühle, Klinikeinrichtung und Betten in Krankenhäuser in Staaten der ehemaligen Sowjetunion brachte. In Zipfs Amtszeit wurde neben der Ausbildungsarbeit die THW-Fahrzeughalle erbaut. 2004 legte er sein Amt als Ortsbeauftragter in jüngere Hände, war bis 2010 war er stellvertretender Ortsbeauftragter. Seit 2004 ist er Vorsitzender der THW-Helfervereinigung.

Ehrenzeichen für 25-jährigen aktiven Dienst beim THW erhielten Johannes Kling, Volker Marquart, Björn Nebel, Thorsten Rittger, Rene Schnabel, Andreas Weiß (alle THW-Ortsverband Obernburg) sowie Stefan Wolf (THW-Ortsverband Miltenberg).

(Quelle: Webseite des Landkreises Miltenberg)

Ausleuchten von Einsatzstellen

Da sich Einsätze nun mal nicht nach den Lichtverhältnissen richten, galt es im heutigen Ausbildungsdienst das Thema Ausleuchten von Einsatzstellen aufzufrischen. Die Fülle der in unserem Ortsverband zur Verfügung stehenden Beleuchtungsmittel wurde bei den Ausführungen von Michael Zipf, Truppführer der 2. Bergungsgruppe, deutlich. Neben zahlreichen netzunabhängigen Geräten (u. a. Handscheinwerfer und Kopfleuchten) sowie netzabhängigen Geräten (z. B. Flutlichtleuchten) wurden insbesondere die Beleuchtungsmöglichkeiten an Fahrzeugen (Arbeitsstellen-Scheinwerfer, Lichtmast etc.) erläutert. In der zweiten Gruppe wurde parallel der Aufbau einer Beleuchtungseinrichtung geübt. Hierzu mussten die Junghelfer bei dem fiktiv angenommenen Szenario von Rettungsarbeiten am Mainufer eine Böschung ausleuchten. Hierbei galt es insbesondere bei der Sicherung des Stativs – aufgrund mangelnder Befestigungsmöglichkeiten – zu improvisieren. Nach Erläuterung und Inbetriebnahme des Stromerzeugers wurden offene Fragen besprochen sowie der fachgerechte Abbau gemeinsam durchgeführt.

Verleihung der goldenen Ehrenamtskarte

Beispielhaft - die Miltenberger Inhaber der goldenen Ehrenamtskarte. (Fotoquelle: Landratsamt MIL)

Im Rahmen eines Ehrenabends haben Landrat Jens Marco Scherf und Staatssekretär Johannes Hintersberger am Donnerstagabend in der Collenberger Südspessarthalle die ersten goldenen Ehrenamtskarten an 65 ehrenamtlich Tätige überreicht, die sich schon seit Jahrzehnten für ihre Mitmenschen einsetzen.

Für Landrat Jens Marco Scherf ist ehrenamtliches Wirken ein bürgerschaftliches Engagement, das das Fundament der freiheitlichen demokratischen Grundordnung darstellt. „Ohne das bürgerschaftliche Engagement würde weder unsere Gesellschaft in sich, noch unser Zusammenleben im Praktischen funktionieren können“, wies er auf die vielfältigen Tätigkeitsfelder der ehrenamtlich Tätigen in Rettungs- und Hilfsorganisationen, Kunst, Kultur, Sport, Bildung, Pflege und sozialen Einrichtungen hin. Auch die bevorstehende Zertifizierung des Landkreises als Bildungsregion werde nur aufgrund des großen ehrenamtlichen Einsatzes möglich.