Aktivitäten im Ortsverband

Informieren Sie sich über unsere laufenden Aktionen und Ausbildungen. Durchstöbern Sie aber auch unsere "alten" Jahrgänge, hier findet sich viel informatives über unsere Entstehung und Einsätze. Erhalten Sie so einen kleinen Einblick in das Leben unseres Ortsverbandes.

2016

Umgang mit Leitern

Heute ging es in der Jugendgruppe am zweiten Ausbildungstermin 2016 um das Thema Umgang mit Leitern. In zwei Gruppen wurden die im THW verwendeten Leitertypen und deren potenzielle Anwendungsfelder, wie beispielsweise dem Besteigen von Objekten, Absteigen in Tiefen, der Überwindung von Hindernissen oder aber auch dem Ablassen von Verletzten (Stichwort Leiterhebel) aufgeführt. Anschließend wurden an der ersten Station die Unfallverhütungsvorschriften, das vorschriftsmäßige Tragen, Aufrichten, Sichern und Besteigen von Leichtmetallsteckleitern anhand verschiedener Aufgabenstellungen praktisch vermittelt.

An der zweiten Station wurden vor allem die verschiedenen Möglichkeiten zur Leitersicherung erläutert und geübt. Neben der Kopfpunktsicherung mittels Querriegel bestehen diverse Möglichkeiten in Form einer Fußpunktsicherung u. a. durch einen weiteren Helfer, mit einem Querriegel, dem Sichern durch bzw. an Erdnägel und Pfählen mit Arbeitsleinen oder dem Eingraben des Fußendes der Leiter. Nach Erläuterung der Vor- und Nachteile der einzelnen Leitersicherungen wurden verschiedene Fußpunktsicherungen geübt. Ziel des Ausbildungstermins war es u. a. das umfangreiche Anwendungsfeld dieses vermeintlich unscheinbaren Einsatzmittels zu verdeutlichen und die „THW-Basics“ analog dem letzten Ausbildungstermin Aufbau der Bundesanstalt THW zu vertiefen.

Streckendurchgang der Atemschutzgeräteträger

Fast wie im Fitnesscenter - die Übungsanlage für Atemschutzgeräteträger.

Alle Jahre wieder …. kommt nicht nur das Christkind, sondern für die Atemschutzgeräteträger die jährliche Belastungsübung. Diese führt unser Ortsverband bei der ICO Werksfeuer in Obernburg durch – so auch Anfang 2016. Bei der jährlichen Belastungsübung gemäß der Feuerwehrdienstvorschrift 7 (FwDV 7) muss der Atemschutzgeräteträger bei wechselnder und abgestufter Belastung körperliche Arbeit verrichten. Bei der ICO bestehen die Arbeitsgeräte aus Endlosleiter, Laufband, Fahrradergometer sowie einem Armtrainer. Hierbei leistet der Atemschutzgeräteträger rund 30 kJ „Arbeit“. Weitere 30 kJ Arbeit leistet er in der sog. Orientierungsstrecke im Übungsraum. Hierbei können die Atemschutz-Teams aber auch den Umgang mit den Atemschutzgeräten bei den unterschiedlichen Hindernissen erlernen.

Achtung Baum fällt!

Gemeinsam wurde der Baum sicher niedergelegt.

Wir machen den Weg frei! - Auf Aufforderung der Stadt Miltenberg standen im Bereich des Leinritts mehrere Bäume zur Fällung an, um diesen wieder gefahrlos begehen zu können. Diese Chance nutzten unsere Motorsägenführer nur zu gerne. In mehreren Teams wurde der zu fällende Baumbestand zuerst begutachtet, die Fallrichtung bestimmt und anschließend die Motorsäge angesetzt. Des weiteren wurden die Fußgänger, welche auf dem gesperrten Weg unterwegs waren, entsprechend zurückgehalten und konnten so gefahrlos die Strecke überwinden. Auf dem Hof der THW-Unterkunft wurden anschließend die gefällten Bäume weiter zerkleinert und abtransportiert.

Diese Maßnahme war notwendig, da sich sog. Totholz in den Baumwipfeln angesammelt hatte und auf den Weg herunter zufallen drohte. Auch war ein Teil der Bäume, nach einer gemeinsamen Baumschau als nicht mehr standsicher eingestuft worden.

Aufbau der Bundesanstalt THW

Nach der Winterpause startete die THW-Jugendgruppe am 9. Januar 2016 in ein neues Ausbildungsjahr. Nach Klärung einiger organisatorischer Punkte und einem Ausblick auf die diesjährigen Ausbildungsschwerpunkte ging es direkt mit dem ersten Thema, nämlich dem Aufbau der Bundesanstalt THW los. Die erste Gruppe startete im Unterrichtsraum mit einem Ausflug in die Welt der Zahlen, Daten und Fakten. So wurden zahlreiche Eckdaten wie die Gründung der Bundesanstalt THW (1950), Anzahl der ehrenamtlich engagierten THW-Angehörigen (ca. 80.000) als auch die Anzahl der Ortsverbände (668) und nicht zuletzt natürlich die Anzahl der Jugendlichen im THW (ca. 15.000) von den Junghelfern zunächst geschätzt, gemeinsam besprochen und anschließend in Relation zu weiteren Größen gesetzt. Ebenso wurde die bundeseinheitliche Struktur des THWs und insbesondere der Aufbau eines Ortsverbandes mit seinem Technischen Zug bestehend aus Zugtrupp, grundsätzlich zwei Bergungsgruppen sowie mindestens einer Fachgruppe erläutert. Durch diesen modularen Aufbau – der Kombination aus universellen Bergungsgruppen und spezialisierten Fachgruppen – ist ein lageangepasster Einsatz in unterschiedlichen Größenordnungen zeitnah und flexibel im In- und Ausland möglich. Beispielhaft wurden verschiedene Einsätze aus der Vergangenheit dargestellt. Nach der vielen Theorie ging es nach einem kurzen THW-Film und einer Frage-Antwort-Runde in der Fahrzeughalle praktisch weiter.

An der zweiten Station wurde dann unser THW-Fuhrpark unter die Lupe genommen. Wie im Theorie-Teil erläutert ist der Aufbau der Bundesanstalt deutschlandweit zwar einheitlich, dennoch werden u. a. durch die Fachgruppen weitere bzw. spezifische Einsatzfelder – wie z. B. hier in Miltenberg mit der Fachgruppe Wassergefahren – abgedeckt. So wurden die einzelnen Fahrzeuge sowie das darauf verlastete Equipment detailliert erläutert und potenzielle Anwendungsfelder aufgezählt. Anschließend durften die Junghelfer ihr erworbenes Wissen unter Beweis stellen. So mussten im Rahmen eines Quizzes diverse mit Fachbegriffen beschrifte Zettel am jeweiligen Einsatzgerät angebracht werden. Ziel dieses ersten Ausbildungstermins war es einerseits den neuen Junghelfern den Aufbau des THWs anwendungsorientiert zu erläutern sowie diesen bei den etwas erfahrenen Junghelfern nochmals aufzufrischen umso das Gesamtkonzept THW noch besser zu verstehen. Die beiden Jugendbetreuer zeigten sich mit dem Ausbildungsstand und dem Verlauf des Ausbildungsnachmittags zufrieden.