Aktivitäten im Ortsverband

Informieren Sie sich über unsere laufenden Aktionen und Ausbildungen. Durchstöbern Sie aber auch unsere "alten" Jahrgänge, hier findet sich viel informatives über unsere Entstehung und Einsätze. Erhalten Sie so einen kleinen Einblick in das Leben unseres Ortsverbandes.

2015

Waldbrand - Feuerwehr und THW üben gemeinsam

Bild auf den Auffangbehälter sowie dem TLF.

Am 01. April 2012 standen Feuerwehren im Landkreis Miltenberg, aber auch das Technische Hilfswerk vor einer der größten Brandkatastrophen im Landkreis Miltenberg. Es handelte sich bei dieser Katastrophe um den Waldbrand in der Nähe von Amorbach, an dem die Einsatzkräfte über mehrere Tage hinweg gegen die Flammen kämpften. Mehr als 240.000 Quadratmeter standen damals in Flammen und die Glutnester steckten tief im Erdreich, wodurch die Flammen immer wieder aufloderten.

Seitdem sind zwei Jahre vergangen und die Einsatzkräfte haben aus dieser Katastrophe wichtige Rückschlüsse gezogen, die umgesetzt wurden. Unter anderem wurde festgestellt, dass die Wasserentnahme bevorzugt aus öffentlichen Gewässern / Zisternen erfolgen sollte, um Eintrübungen des Trinkwassers zu vermeiden. Das primäre Ziel der Einsatzkräfte wird die Errichtung eines Rundweges für die Versorgung der Auffangbehälter sein, so können die wasserführenden Einsatzfahrzeuge schnell ihr Ziel erreichen, ohne sich im Labyrinth der Waldwege direkt auskennen zu müssen. Auch bei der Standortauswahl der Auffangbehälter muss einiges beachtet werden, so z. B. eine gute Anfahrtsmöglichkeit, fester und vor allem Waagrechter Untergrund und wenn möglich an einem höhergelegenen Standort. Im Gegensatz zum 2012er Einsatz werden heute C- bzw. D-Schläuche für die Wasserverteilung zu den Brandherden bevorzugt, da diese leichter zu verlegen und die notwendige Füllmenge geringer ist.

Dies waren nur einige Punkte, welche die Einsatzkräfte aus dem katastrophalen Waldbrand gelernt haben und diese galt es nun aufzufrischen, zu vertiefen und zu erproben. Aus diesem Grund trafen sich die Freiwillige Feuerwehr Miltenberg sowie der THW Ortsverband Miltenberg zu einer gemeinsam Ausbildung „Waldbrand“. Einsatzort war das ehem. Bahnhofsareal in Miltenberg, da weniger die unmittelbare Brandbekämpfung im Vordergrund stand, sondern viel mehr die Bereitstellung von Wasser zum befüllen der Wassertransportfahrzeuge. Aber auch die Bereitstellung eines Versorgungsbehälters für die Wasserversorgung der Brandstellen wurde erprobt.

Unter der Leitung von Kommandant Matthias Rudolf sowie Zugführer Thomas Frieß wurde das Tanklöschfahrzeug 16/25 (TLF) zur Wasserentnahme aus dem Main in Stellung gebracht. Während dessen wurden zwei Auffangbehälter aus Einsatz-Gerüst-System (EGS), sowie zwei Pumpenstrecken samt dazugehöriger Stromversorgung aufgebaut. Nachdem der Auffangbehälter mit Wasser gefüllt war, wurden verschiedene Szenarien getestet, so z. B. die direkte Wasserentnahme aus dem Behälter, die Befüllung eines Abrollbehälters oder die Versorgung eines weiteren Auffangbehälters. Hand in Hand arbeiteten hierbei Feuerwehr und THW zusammen und die Helferinnen und Helfer konnten hierbei viel lernen und einen Einblick in die Arbeit der „anderen“ Hilfsorganisation gewinnen. Auch der Zeitfaktor spielte hierbei eine Rolle, um die schnellste und effektivste Aufbaukonstellation herauszufinden.

Den Abschluss der gemeinsamen Ausbildung bildete ein gemeinsames Mittagessen in der THW-Unterkunft. In diesem Zusammenhang möchten wir uns bei der Freiwilligen Feuerwehr Miltenberg für die tolle und sehr offene Zusammenarbeit bedanken und freuen uns auf die nächste gemeinsame Aktion.

SEG Kirchzell und THW bilden gemeinsam aus

Viel Spaß hatten die Teilnehmer an der gemeinsamen Ausbildung "Erste Hilfe"

Nach den ganzen Sachkundigenprüfungen Elektro- und Anschlagmittel stand an diesem Wochenende endlich mal wieder Ausbildung auf dem Programm – Erste Hilfe war angesagt!

So konnten wir am vergangenen Mittwoch unter der Leitung von Johannes Roth von der SEG-Kirchzell unser Wissen und unsere Fähigkeiten in Sachen „Erster Hilfe“ auffrischen. Nach einer kurzen theoretischen Auffrischung ging es auch gleich an die praktische Umsetzung. Wie spreche ich einen Verletzten an, was muss ich überprüfen und beachten. Gerade wir Techniker tun uns im Umgang mit Verletzten oft schwer – dabei ist die Verletztenbetreuung so wichtig wie die richtige technische Ausstattung. So konnten wir an diesem Abend die richtige Herzdruckmassage und die richtige Beatmung eines Verletzten üben. Auch das Ruhig stellen von Frakturen, das Anlegen von Druckverbänden und der richtige Umgang mit einer HWS-Schiene (umgangssprachlich „Halskrause“) wurden getestet.

Am Samstag dann hatte Johnny Verstärkung mitgebracht. Zusammen mit seiner Mannschaft der SEG Kirchzell konnten wir den Umgang mit Schaufeltrage und Vakuummatratze sowie den Transport eines Patienten mittels Spineboard üben. Die Kollegen zeigten uns weiterhin den Aufbau eines Behandlungsplatzes sowie Ihre sonstige vielfältige Ausstattung auf dem Gerätewagen Sanitätsdienst.

Zum Abschluss wurde es dann nochmal ernst – in einer kleinen Übung mussten zwei Verletzte gerettet werden. Einer lag in luftiger Höhe in einem Hochregal, ein weiterer lag in der Fahrzeuggrube. Gemeinsam konnten die Gruppen aus THW- und SEG-Mitgliern diese Aufgaben zielgerichtet und sicher erledigen.

Bei einer gemütlichen Tasse Kaffee und ein paar Stückchen klang die gemeinsame Ausbildung am Nachmittag aus. Wir haben viel gelacht aber auch sehr, sehr viel gelernt. Ein großes DANKE gilt der SEG Kirchzell für Ihre Bereitschaft mit uns diese Ausbildung durchzuführen. Die gute Zusammenarbeit soll auch in Zukunft fort gesetzt werden – damit wir auch im Ernstfall gut und vertrauensvoll zum Wohle verletzter und verunglückter Menschen gemeinsam Wirken können.

Modellbauworkshop

Begeisterte Modellbauer in der Jugendarbeit.

Heute stand ein Thema auf dem Ausbildungsplan, wel­ches nichts direkt mit dem THW zu tun hat: Modell­bau. Doch die Jugend­betreuer Marco Schlackl und Nico Kempf ver­suchten dieses Thema mit den Aufgaben des THW zu verbinden. So wurde ver­sucht ein Einsatzs­zenario im Modell dar zu stellen. Die Jugendlichen hatten die Aufgabe das Thema Deichverteidigung zu veran­schaulichen.

Zuerst wurde ein Gebäude im Maßstab 1:87 gemäß des Aufbauplanes zusammengebaut. So mussten die Einzelteile erst aus den Spritzlingen getrennt und die Nasen mit einem Cutter entfernt. Dann wurden die Mauern auf den Keller geklebt, die Fenster eingesetzt und das Dach aufgesetzt. Anschließend wurden Kleinteile wie Fensterbänke, Regen­rinnen, Briefkasten und Hausnummer angebracht. Nach dem Hausbau widmete sich die Jugend der Gestaltung des Geländes. Hierzu standen einige Styropor Platten zur Verfügung, welche zurechtge­schnitten, zusammengeklebt und angemalt wurden. Auch der Deich wurde aus Styropor gestaltet und auf das Gelände geklebt.

Zwischendurch lernte die Jugend­gruppe noch einiges über ver­schiedene Maßstäbe im Modell­bau und konnte neben vielen verschiedenen THW-Modellen in 1:87 auch einen THW-Zug der Firma Märklin im Maßstab 1:87 begutachten.

BGV A3 Prüfung im Ortsverband

Nach der Sichtprüfung erfolgt die Prüfung am Messgerät.

BGV A3 Prüfung im Ortsverband – ja was ist denn das schon wieder? Eigentlich ganz einfach – hierbei handelt es sich um eine Prüfungsvorschrift für alle ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmittel. Dieser jährlichen Prüfung unterliegen nicht nur die THW-Ortsverbände, sondern alle Unternehmen.

Platt gesprochen, alles was einen Stecker hat, muss auf dessen weitere Einsatzfähigkeit durch eine befähigte Person geprüft werden. Eine befähigte Person im Sinne der Betriebssicherheitsverordnung ist eine Person, die durch ihre Berufsausbildung, Berufserfahrung über die erforderlichen Fachkenntnisse zur Prüfung von Arbeitsmitteln verfügt – hierzu zählen Elektrofachkräfte (Elektrogeselle, Elektromeister, Elektrotechniker, Elektroingenieur).

Auf diese Weise wurden alle Kabel sowie stromführenden Geräte erst einer Sichtkontrolle unterzogen, bevor eine Schutzleiterprüfung, Messung des Isolationswiderstandes, Schutzleiterstroms sowie die Messung des Berührungsstromes erfolgte. Alle Prüfungen wurden entsprechend dokumentiert und am jeweiligen Gerät mit einem Aufkleber besiegelt. Anschließend konnte das Material wieder ordnungsgemäß verlastet werden.

Insgesamt nahmen rund 15 Helferinnen und Helfer an dieser, doch sehr zeitaufwendigen Ausbildung teil – hierfür ein ganz großer DANK der Ortsverband-Leitung.

Diese Prüfungen sind ein leidiges Thema, doch nur so kann gewährleistet werden, dass die Gerätschaften sicher eingesetzt werden können, ein guter Nebeneffekt durch das hin- und herräumen, die Fahrzeuge und Lagerplätze können durch die Helfer besser kennen gelernt werden.

Ausleuchten von Einsatzstellen

In der Jugendgruppe wurde die einsetzende Dämmerung genutzt um das Thema Beleuchtung, insbesondere das Ausleuchten von Einsatzstellen zu üben. Wie umfangreich das Thema ist, zeigte sich schon bei den einleitenden Worten der Ausbilder, nämlich im Rahmen der Unterscheidung in stromunabhängige und stromabhängige Lichtquellen. Bei der Aufzählung diverser Praxisfälle zeigte sich, wie wichtig es ist bei jeder Tageszeit und Witterung arbeiten zu können. Als Beispiele für stromunabhängige Lichtquellen lassen sich unsere Handscheinwerfer (Akku) oder aber auch Kopfleuchten (Batterie) aufzählen. Stromabhängige Lichtquellen (Versorgung durch öffentliches Stromnetz oder Stromer­zeuger) sind zum Beispiel mit dem Stromerzeuger betriebene Halogenleuchten, Powermoon® oder die Leuchtstoffhandlampe. Die Basics in Sachen Standortwahl, Wahl der Beleuchtungsmittel und der Aufbau der Beleuchtung inkl. Inbetriebnahme eines Stromerzeugers wurden ebenso besprochen.

Anschließend hieß der Übungsauftrag Ausleuchten der Slipanalge an der THW Unterkunft Miltenberg auf Grund eines länger andauernden Stromausfalles. Vom Einsatzleiter wurde noch ergänzend hinzugefügt, dass neben den THW Wasserfahrzeugen auch weitere Wasserfahrzeuge anderer Hilfsorganisationen zu Wasser gelassen werden sollen. Je Gruppe wurde ein Gruppenführer bestimmt und es ging selbständig an die Einteilung der Gruppe und damit die Verteilung der Arbeitsaufträge. Nachdem der Einsatzauftrag erfolgreich abgearbeitet wurde ging es direkt mit der Nachbesprechung weiter. So wurden neben der Vorgehensweise, der Standortwahl des Stativs und Wahl des Beleuchtungsmittels sowie Standort des Stromerzeugers, die jeweiligen Vorteile und Nachteile sowie mögliche Alternativen erläutert.

Sachkundigen Prüfung im Ortsverband

Gemeinsam geht es schneller - die zentrale Prüfung der Last- und Anschlagmittel in Aschaffenburg.

Keine 180 Tage hat die Prüfung der Last- und Anschlagmittel gehalten – doch durch die Umstellung der Prüftermine stand bereits am heutigen Samstag die alljährliche Prüfung an. Neu war auch, dass die Logistikgruppe aus Aschaffenburg nicht mehr zu uns auf den Hof der THW-Unterkunft kommt, sondern, dass die Ortsverbände des Geschäftsführerbereiches nach Aschaffenburg fahren und dort an einem Termin die entsprechenden Prüfungen durchgeführt werden.
Alle waren gespannt, ob dieses Konzept funktioniert – die Diskussionen und Bedenken waren zu Beginn des Tages groß. Nach einer kurzen Begrüßung in der THW-Unterkunft wurden die Spanngurte, Ketten, Greifzüge, etc. zusammengesucht und in Kisten verladen.  Nicht einmal 1,5 Stunden später fuhr ein Teil der Gruppe nach Aschaffenburg, während die verbliebenen Helfer einige Hofarbeiten erledigten. In Aschaffenburg wurde sogleich das Material an den einzelnen Stationen verteilt und nach einer kurzen Mittagspause fand die eigentliche Prüfung statt. Unmassen von Spanngurten, Ketten wurden fachgerecht kontrolliert, inventarisiert und wieder in die Kisten geräumt. Nach guten zwei Stunden Prüfung war auch der letzte Spanngurt wieder verräumt und die Gruppe machte sich auf den Weg zurück nach Miltenberg, während der Ortsverband Aschaffenburg noch zwei weitere Ortsverbände vor sich hatte. In der Unterkunft zurück wurden die Last- und Anschlagmittel wieder auf die Fahrzeuge verräumt.
Unser Dank gilt dem Ortsverband Aschaffenburg für die gute Vorbereitung und die Durchführung der Prüfung. Ebenso gilt der Dank den Helferinnen und Helfern unseres Ortsverbandes für die Vorbereitung und Unterstützung der Prüfung. Nur so können wir gewährleisten, sichere Last- und Anschlagmittel in den Einsatz zu bringen.

Winterwanderung der THW Helfervereinigung

Winterwanderung nach Eichenbühl
Die diesjährige Winterwanderung der THW-Helfervereinigung führte von der Bürgstädter Mittelmühle über den sonnigen Weinbergweg nach Eichenbühl. So fanden sich unzählige wanderwillige Helferinnen und Helfer um 10:00 Uhr am vereinbarten Treffpunkt ein. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden Ruthard Zipf ging es auch schon los. Bei vielen Gesprächen und einem kurzen Fotostop gelangte die Wandergruppe wieder auf den Radweg nach Eichenbühl, wo bereits eine kleine Aufwärmung wartete. Nach guten 1,5 km war dann auch das diesjährige Wanderziel – das Schützenhaus in Eichenbühl erreicht. Erst spät am Nachmittag ging es dann wieder zurück nach Bürgstadt, wo die Wanderung ihr Ende fand.

Verpuffung in ehem. Autowerkstatt - Atemschutz gefordert

Atemschutzgeräteträger machen sich für den Einsatz bereit

„Verpuffung in einer ehemaligen Autowerkstatt, mehrere vermisste, vermutlich verletzte Personen im Gebäude, mehrere Teile des Gebäudes durch giftige Dämpfe kontaminiert.“ - Dies war die Lagemeldung für die Einsatzübung am Freitagabend für den Technischen Zug des THW Miltenberg.
Sogleich machten sich die beiden Bergungsgruppen, unterstützt von der Fachgruppe Wassergefahren mit dem GKW I, dem MzKW sowie dem OV-Logistik-Fahrzeug auf die andere Main-Seite zur ehemaligen Kfz-Werkstatt Ohliger direkt neben dem Mainzer Tor.
Am Übungsobjekt angekommen wurde von den Führungskräften zwei Einsatzabschnitte gebildet, während die Mannschaft damit begonnen, hatte Maßnahmen zur Verkehrssicherung und zur Ausleuchtung der Einsatzstelle zu treffen.
Der erste Einsatzabschnitt wurde durch die Werkstatt sowie die Verkaufsräume des Autohauses gebildet. In diesen Räumen wurden giftige Dämpfe festgestellt, wodurch sich sofort zwei Trupps mit Atemschutzgeräten ausrüsteten und zur Erkundung und Rettung der Vermissten vorgingen. Die Geräteträger durchsuchten die Räumlichkeiten systematisch etagenweise gegen den Uhrzeigersinn und konnten so schnell die vermissten Personen aus der Gefahrenlage retten.
Dabei mussten die zahlreichen verwinkelten Büros und Lagerräume durchsucht werden, wobei besonderes Augenmerk auf die Gefahren an der Einsatzstelle, wie Gefahrstoffe oder beschädigte Wände oder Decken, gelegt wurde. Gerade im Werkstatt-Bereich waren verschiedene Gruben zu finden, die den Trupps schnell zu einem echten Verhängnis werden könnten.
Währenddessen durchsuchte die restliche Mannschaft den zweiten Einsatzabschnitt in einem Nebengebäude, das auch ohne Atemschutzgeräte betreten werden konnte. Auch diese Helfer wurden schnell im ersten Obergeschoss fündig und konnten der gefundenen Person Erste-Hilfe leisten. Da das Treppenhaus zum Obergeschoss wegen der Verpuffung nicht zugänglich war, musste die Person mit einer sogenannten Schiefen-Ebene aus dem 1. Stock gerettet werden.
Hierzu wurden mehrere Steckleiterteile mit einander verbunden und schräg an einem Fenster angestellt und gesichert. Über diese so entstandene „Rutsche“ konnte die Schleifkorbtrage mit dem Verletzten langsam und gesichert herunter gelassen werden, um ihn dort dem Rettungsdienst für die weitere Versorgung zu übergeben.
Nach dem alle vermissten Personen gerettet wurden, konnten die beiden Gruppenführer der Bergungsgruppen, Achim Schneider (Mainbullau) und Michael Wolf (Großheubach), zufrieden die Übung für erfolgreich abgeschlossen erklären.
Das Material wurde nach einem kurzen Durchgang durch das Übungsobjekt, damit alle Trupps sehen konnten, was die anderen Kollegen erledigen mussten, auf die Fahrzeuge geladen und die Einsatzstelle geräumt.
Zurück in der Unterkunft wurde die Einsatzbereitschaft des Ortsverbandes wieder hergestellt und die Eindrücke der Übung konnten bei einem gemeinsamen Vesper nochmals besprochen werden.

Holzbearbeitung

Im Rahmen der heutigen Jugendausbildung stand das Thema Holz­bearbeitung und damit der Umgang mit Holzwerkzeugen sowie im zweiten Teil der Umgang mit Leinen (Stiche und Bunde) im Fokus. Der Ausbildungstermin wurde heute von einem in der Jugendgruppe sehr bekannten Gesicht nämlich Stefan Wolf (Ortsbeauftragter) unterstützt.

In der ersten Gruppe ging es primär um die Erläuterung und richtige Anwendung verschiedener Werkzeuge zur Holzbearbeitung. Im Rahmen eines Quiz mussten die Junghelfer beispielsweise Stangenschlangen­bohrer von einem Stechbeitel oder Klüpfel unterscheiden sowie entsprechende Anwendungsfelder nennen und erläutern. Die ent­sprechenden Unfallverhütungsvorschriften wurden ebenso angesprochen und potenzielle Gefahrenquellen aufgedeckt und erläutert.

Anschließend wurden noch verschiedene "Knoten" geübt. So wurden u.a. Mastwurf, Hinterstich sowie einfacher und doppelter Ankerstich geübt. Ein wichtiges Thema, das es gilt fortlaufend aufzufrischen, da in den verschiedensten Situationen entsprechende Kenntnisse erforderlich sein können.
Nach etwa der Hälfte der Zeit wurden die beiden Gruppen getauscht und es ging praktisch in Sachen Holzbearbeitung weiter. So wurden von den Jugendlichen zwei Holzkisten zur Aufbewahrung von Ausbildungs­materialien der Jugendgruppe gebaut. Nachdem die Grundkonstruktion fertiggestellt war, wurden die Seiten der Kiste mit Schleifpapier sowie Holzfeilen abgeschliffen. Der Deckel der Kiste wurde mit Scharnieren befestigt, welche zuvor durch Bohrung ent­sprechender Löcher vorbereitet wurde. Anschließend konnten die Jugendlichen kreativ werden und mit entsprechenden Zeichnungen sowie diversen Farben die Kisten verschönern. Nachdem die Farben getrocknet waren, haben die Junghelfer die Kisten im Jugendraum aufgestellt und mit entsprechenden Ausbil­dungs­materialien bestückt.

Metallausbildung der Extra-Klasse

Mit schwerem Gerät rückten die Helferinnen und Helfer an die Stoffbütte heran.

In enger Zusammenarbeit mit dem Odenwald Faserplattenwerk in Amorbach konnte der THW-Ortsverband Miltenberg eine Ausbildungseinheit der Extra-Klasse absolvieren. So musste eine nicht mehr genutzte Stoffbütte für Mineralfaser mit innenliegendem Rührwerk fachmännisch zerlegt und zurückgebaut werden.
Hierbei konnten die THW-Helferinnen und Helfer ihren kompletten Maschineneinsatz aus dem Bereich Metallbearbeitung zum Einsatz bringen. Zuerst wurden Teile im Deckenraum demontiert, bevor die eigentliche Stoffbütte zerlegt wurde. Die Helfer sicherten sich dabei neben der „normalen“ Schutzausrüstung, wie Helm, Arbeitsanzug, Visier, Gehörschutz, Staubmaske mit Sicherheitsgurten sowie Höhensicherungsgeräten gegen Absturzgefahren.
So wurden mit mehreren Winkelschleifern die nicht mehr notwendigen Leitungen demontiert. Ebenso kamen mehrere Brennschneider zum Einsatz – ein Gerät, das nicht sehr oft ausgebildet werden kann. Dabei wird das Metall mit einem Acetylen-Sauerstoff-Gemisch auf Zündtemperatur gebracht und aus der Schnittfuge geblasen. Die ausgebauten Teile wurden fachgerecht zerlegt und zu den bereitstehenden Schrottcontainern transportiert. Auch dieser innerbetriebliche Transport mit mehreren Staplern erwies sich aufgrund der vorherschenden Enge im Betriebsbereich als schwierig. Doch auch dies gehörte mit zum Ausbildungseffekt.
Normalerweise findet eine solche Ausbildung an einer einfachen Metallplatte statt, doch bei dieser Ausbildung mussten noch weitere Gefahrenquellen – die auch bei Einsätzen vorkommen – berücksichtigt werden. Neben der bereits erwähnten Absturzgefahr musste ständig die Statik überprüft werden, was sich bei einer solch verschachtelten Anlage nicht immer einfach gestaltete. Auch der Arbeitsradius war durch die engen Fahr- und Laufwege sehr eingeschränkt, weshalb auch arbeiten unter beengten Bedingungen durchgeführt werden mussten.
Neben den Schneidgeräten wurden auch div. Hilfsmittel für das bewegen von Lasten eingesetzt, so z. B. die Hydropresse oder auch das einfache Hilfsmittel – die Brechstange. Damit wurden schwere Maschinenteile angehoben und anschließend ebenfalls abtransportiert.