Aktivitäten im Ortsverband

Informieren Sie sich über unsere laufenden Aktionen und Ausbildungen. Durchstöbern Sie aber auch unsere "alten" Jahrgänge, hier findet sich viel informatives über unsere Entstehung und Einsätze. Erhalten Sie so einen kleinen Einblick in das Leben unseres Ortsverbandes.

2015

Jugendlager Hoya

Aufbruchstimmung für die Jugendgruppe

Große Aufbruchsstimmung herrschte heute morgen in der THW-Unterkunft – denn für unsere Jugendgruppe ging es in das alljährliche Jugendlager. Unter der Leitung von Nico Kempf sowie Marco Schlackl erwartet die Teilnehmer ein buntes Programm mit jeder Menge Ausbildung, Spiele und Freizeitveranstaltungen.

Samstag, 1. August 2015 - Anfahrt nach Hoya

Am heutigen Samstag trafen sich die Teilnehmer des diesjährigen Jugendlagers um 8:00 Uhr in der Unterkunft in Miltenberg. Nachdem noch ein paar Kleinigkeiten sowie das Gepäck verladen war, brachen wir um 8:40 Uhr Richtung Wasserübungsplatz Barme der THW Bundesschule Hoya auf. Um die Mittagszeit machten wir auf einem Rasthof halt, um die Beine mal durch zu strecken sowie etwas essen und trinken zu können. Gegen 16:45 Uhr trafen wir dann auf dem Wasserübungsplatz ein, wo uns der dortige Platzwart begrüßte und gleich eine kleine Geländeeinweisung durchführte. Nachdem die Betreuer sich ein Bild der Örtlichkeiten gemacht hatten, bauten die Jugendlichen das Essenszelt auf und richteten Schlafplätze sowie Küche ein. Anschließend besprachen die Jugendbetreuer Marco Schlackl und Nico Kempf mit den Jugendlichen die Lagerordnung und führten die jungen Teilnehmer über das Gelände, um alle mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut zu machen. Des Weiteren wurden die Küchendienste eingeteilt und der Lagerfeuerplatz vorbereitet. Und jetzt endlich gab es etwas zu Essen. Das Küchenteam zauberte leckere Hamburger unter anderem mit frischem Salat, Gurken und Zwiebeln auf den Tisch. Sobald jeder seine zwei oder sogar drei Hamburger gegessen hatte machte sich die Jugend noch zu einem kleinen Verdauungsspaziergang auf um dann müde ins Bett zu fallen.

Sonntag, 2. August 2015 - Ausbildung + Nachtübung

Am heutigen Sonntag begann der Tag für die Jugend um 8:30 Uhr mit einem ausgiebigen Frühstück. Danach wurden die 17 Jugendlichen für die anstehende Ausbildung in drei annähernd gleich große Gruppen aufgeteilt.

Die erste Gruppe lernte bei den Ausbildern Achim Hauck und Michael Zipf die allzeit beliebten Stiche und Bunde, diesmal bezogen auf das Thema „Fahren auf dem Wasser“. Dazu zählen Knoten wie zu Beispiel der Anlegerbund, der einfache Ankerstich oder der Hinterstich. Die zweite Gruppe lernte bei Marco Schlackl verschiedene Beleuchtungsmethoden wie Powermoon, HQI- Scheinwerfer oder Halogenscheinwerfer kennen. Danach wurde praktisch das richtige Aufbauen und Abspannen des Powermoons geübt sowie die Inbetriebnahme des Aggregates und was dabei zu beachten ist.

Zur gleichen Zeit lernte die dritte und letzte Gruppe bei Nico Kempf den richtigen Umgang mit Funkgeräten sowie deren Funktionsweise. So wurden die einzelnen Funkrufnahmen der Einheiten im THW und sowie der Feuerwehr und der Polizei gelehrt und das Funkeralphabet durchgesprochen.Die Gruppen wurden im ein-Stunden-Rhythmus getauscht, sodass jede Gruppe alle Stationen durchlaufen konnte.

Um 13:00 gab es dann endlich Mittagessen. So konnte sich die Jugend sowie die Betreuer bei Schweinebraten mit Serviettenknödel und Rotkraut, sowie als Nachtisch verschiedene Jogurts, stärken. Nach einer kurzen Pause wurden dann zwei neue Gruppen gebildet, um bei neuen Stationen die Ausbildung fort zu führen. In der ersten Station wurde bei Achim und Michael zunächst die genaue Bezeichnungen auf den Wasserwegen sowie am Boot durchgesprochen und danach die Kommandos wie „Stopfen“, „Streichen“ und „Paddelt An“ erklärt. Anschließend wurde noch geübt wie eine verletzte Person in der Trage mittels Boot von einem Ufer ans Andere kommt, ohne dabei baden zu gehen. Die Positionen wie Steuermann und Gruppenführer sowie die Mannschaft die paddelt wurden durchgetauscht, damit jeder einmal jede Position bekleiden konnte.

An der anderen Station wurde die Gruppe nochmals in zwei kleinere Gruppen geteilt. Der eine Teil lernte bei Marco die richtige Benutzung einer Tauchpumpe, dazu gehört das richtige Anschließen der Schläuche aber auch die Sicherung der Pumpe gegen unbeabsichtigtes Abtauchen. An der zweiten Teilstation wurden die Sicherungsmaßnahmen beim arbeiten am und im Wasser bei Nico geübt. So haben die Teilnehmer zum Beispiel eine Waathose angezogen und konnten dann gesichert mit Rettungsweste und Sicherheitsleine bis zur Brust ins Wasser gehen, ohne wirklich bis auf die Haut nass zu werden.

Nachdem die Gruppen getauscht wurden, trafen sich alle nach einer kleinen Kaffee und Kuchenpause zum üben einer Rettungskette. So muss darauf geachtet werden, dass die Helfer in einer Reihe stehen und die Abstände zwischen ihnen nicht zu groß werden, sodass Lücken in der Kette entstehen und somit Verletzte übersehen werden könnten.

Nachdem auch dieses Szenario verinnerlicht wurde, hatten die Jugendlichen bis zum Abendessen noch ein wenig Freizeit, so haben einige das platzeigene Hafenbecken zur Abkühlung vor den warmen Temperaturen genutzt. Nach dem Abendessen, hieß es dann um 21:30 Uhr Nachtübung.

Vermisst wurden auf einem Geländeabschnitt mindestens 8 Personen, die auf einem Jugendlager von wütenden Wespen geflohen waren. Die Junghelfer wurden in zwei Gruppen eingeteilt, während die erste Gruppe die Verletztenablage mittels Powermoon ausleuchtete, begann die andere Gruppe mit einer Rettungskette um nach den Vermissten zu suchen. Die ersten zwei Verletzten wurden dann auch recht schnell ausfindig gemacht, eine Person lag auf einem kleinen Container, die Andere hatte sich aus Angst unter einem umgedrehten Ponton versteckt. Die Beleuchtungsgruppe begann nach dem Aufbau des Powermoons mit dem Abtransport der Verletzten, während immer weitere gefunden wurden. So hatte sich zwei Verletzte unter einem Strauch versteckt und ein Anderer nahe eines kleines Tümpels. Auch diese Personen konnten schnell abtransportiert werden, sodass um 22:45 Uhr das Material zurückgebaut werden konnte und anschließend die Nachtruhe ausgerufen wurde.

Montag, 3. August 2015 - Ausbildung BUS Hoya + Nachtwanderung

Nachdem alle Teilnehmer um 08:30 Uhr gefrühstückt hatten, machten sie sich auf den Weg zur Bundesschule in Hoya. Auf dem dortigen Übungsgelände mit Gleisanlage, diverser Trümmerkegel und mehreren Übungshäusern wollten die Betreuer am heutigen Vormittag die Ausbildung abhalten. Nachdem die Gruppen eingeteilt und das Material, welches uns von der Schule zur Verfügung gestellt wurde, abgeholt hatten wurden die Jugendlichen in 2 Gruppen eingeteilt.

Die erste Gruppe übte bei Marco Schlackl und Nico Kempf das Retten von Personen aus einem Waggon. Hierzu bot die Gleisanlage der Schule perfekte Übungsbedingungen. Während ein original DB Waggon noch auf den Gleisen steht, liegt ein Anderer direkt nebenan auf der Seite, sodass man in ungewohnter Perspektive durch die Abteile laufen muss. Für einen leichten Einstieg sorgte die erste Übung, bei der eine Übungspuppe aus dem normal stehenden Waggon einfach mit einem Bergetuch gerettet werden musste. Diese Aufgabe wurde mehrmals durchgeführt, wobei der Aufenthaltsort der Puppe sowie die freien Zugänge zum Waggon variierten. Als nächstes mussten die Jugendlichen allerdings im umgekippten Waggon eine verletzte Person retten, der Zugang erfolgte dabei nur durch ein Fenster auf der Oberseite des Waggons. Der Weg führte also durch den noch intakten Waggon, dann per Leiter auf den verunfallten Waggon und dann durch eines der Fahrgastfenster mittels PSA und Sicherheitsleine ins Innere. Erschwert wurde die Aufgabe noch durch die Tatsache das alle Fenster abgedeckt waren und die Jugendlichen somit keine uneingeschränkte Sicht hatten. Nur der Schein der Helmlampen sowie der Arbeitsleuchten konnten den Innenraum ein wenig erhellen.

Die zweite Gruppe übte währenddessen die Rettung verletzter Personen aus Trümmern. So musste mittels Bergeschleppe oder Bergetuch ein Übungsdummy aus den verschiedensten Winkeln des Trümmerkegels gerettet werden. Ein paar der Durchgänge waren nur knapp 30 cm im Durchmesser. Während der ganzen Rettungsaktion musste allerdings auf die richtige Sicherung mittels PSA-Gurt und Sicherheitsleine sowie die Verbindung zu den Kameraden außerhalb geachtet werden.
Gegen 12:30 Uhr gab es dann auf dem Schulgelände ein leckeres Mittagessen. In dieser Mittagspause wurde auch die vergangene Nachtübung Revue passieren gelassen. Mit positiver und negativer Kritik wurde den Jugendlichen gezeigt in welchen Situationen sie noch besser reagieren müssen.

Nach dem Mittagessen wurden dann die Gruppen getauscht, bevor sich alle gegen 15:30 Uhr wieder zurück auf den Wasserübungsplatz in Barme eingefunden haben. Dort nutzten vor allem die Jugendlichen die Möglichkeit in dem eigenen Hafenbecken eine wohlersehnte Abkühlung von den hohen Temperaturen zu finden. Nach dem Abendessen wurde dann noch eine kleine Nachtwanderung veranstaltet. Während Michael die Jugendlichen in drei Gruppen mit ca. 15 Minuten Abstand in Hoya absetzten, mussten die Jugendlichen über diverse Wege nahe der Weser wieder zurück Richtung Wasserübungsplatz finden. Da sie sich allerdings auch auf der anderen Uferseite befanden, mussten die Jugendlichen die letzten Meter mit dem Boot zurücklegen.

Dienstag, 4. August 2015 - Ausbildung + Paddelausflug

Am heutigen Dienstag stand für die Jugendgruppe wieder Ausbildung auf dem Programm. Direkt nach dem Frühstück wurden drei Gruppen gebildet, die dann nacheinander die einzelnen Stationen abarbeiteten.

Bei Station eins lehrte Marco Schlackl den Jugendlichen verschiedene Bootsmanöver wie Mann über Bord oder das Anlegen. Diese Aufgaben durften die Junghelfer dann gleich selbst durchführen. An der zweiten Station vertiefte Achim Hauck die Gefahren an einer Einsatzstelle. So wurde zum Beispiel das Gefahrenschema mit den fünf As, dem B, dem C, dem D und den fünf Es behandelt. Ebenso wurden die Kemmlerzahlen und die UN-Gefahrennummern durchgenommen. In der dritten Station lernten die Jugendlichen bei Nico Kempf alles über das Thema Atemschutz. Also die verschiedenen Arten von Atemschutz, die richtige Verwendung der einzelnen Atemschutzarten und auf welche Sicherheitsmaßnahmen geachtet werden muss. So spielt die Atemschutzüberwachung und die Eigensicherung durch Feuerwehrleine und Rettungstrupp eine wichtige Rolle in jedem Atemschutzeinsatz.

Nach dem Mittagessen stand für die Jugendgruppe, trotz schlechter Wettervorhersage, eine kleine Bootsausfahrt auf dem Programm. Die Tour ging vom Wasserübungsplatz aus stromabwärts Richtung Dörverden. Natürlich legten die Junghelfer selbst Hand an und paddelten in 3 Booten die gesamte Strecke von etwa 3 km. Eigentlich sollten die Boote wieder durch Motorkraft zurück zum Wasserübungsplatz finden, doch durch einen technischen Defekt fiel diese Option im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser.

So organisierten wir kurzerhand einen Anhänger der Bundesschule und zogen die Boote über den Deich an Land, um sie dann Mittels LKW abtransportieren zu können. Natürlich regnete es die ganze Zeit in strömen. Hier zeigte sich wieder der gute Zusammenhalt in der Jugendgruppe, da Alle mit angepackt haben um schnellstmöglich die doch nicht leichte Aufgabe bewältigen zu können.

Aufgrund der körperlichen Anstrengungen durch Bootstour und durch den Regen fanden die Betreuer, das die Jugend am Abend keine weitere Aktionen mehr stemmen musste. So wurde die Spielekiste geplündert und die Zeit mit Mensch-Ärgere-Dich-Nicht, UNO oder Schnauz verbracht. Gegen 22:00 vielen die Meisten dann gleich ins Bett um für die nächsten Tage fit zu sein.

Mittwoch, 5. August 2015 - Ausbildung an der BUS + Stadtrally

Am Mittwoch begann der Tag für die Jugend, nach einem ausgiebigen Frühstück, der Tag mit Ausbildung an der Bundesschule in Hoya. Nachdem die Schlüssel sowie Material für die Ausbildung besorgt worden waren, konnte die Jugend in 2 Gruppen aufgeteilt werden.

Die erste Gruppe lernte bei Marco Schlackl und Nico Kempf alles um das Thema Sandsäcke und Deichverteidigung. So ist zum Beispiel die richtige Füllmenge von ca. 2/3 entscheidend für die Dichtigkeit des späteren Sandsackwalls. Auch die verschiedenen Sandsackarte sowie die Wege zum Befüllen der Sandsäcke wurde ausreichend beleuchtet. Zum Schluss mussten die Junghelfer noch einen kleinen Wall aus Sandsäcken bauen, hierzu wurde zum Transport der Sandsäcke die Sandsackkette angewandt, in der die Helfer in einer Reihe stehen und die Sandsäcke von Mann zu Mann weitergegeben werden.

In der zweiten Gruppe wurde das Thema schiefe Ebene behandelt. So mussten die Jugendlichen aus einem der Übungshäuser aus dem zweiten Stock eine verletzte Person mittels schiefer Ebene retten. Da zu diesem Zweck zwei Leiterteile nicht ausreichen, mussten mindestens drei Leiterteile zusammengesteckt werden, damit das Ziel im zweiten Stock erreicht werden konnte. Hierzu kann auch eine Unterbauung der Leitern erforderlich sein, um ein durchbiegen der Konstruktion zu verhindern.

Nach dem Mittagessen fand sich die Jugend in einer zweistündigen Stadtrally wieder, in der Fragen zur Stadt Hoya, einigen Gebäuden oder Denkmäler sowie aber auch ein paar THW spezifische Fragen beantwortet werden mussten. Kurz vor dem Abendessen wurden dann die Sieger bekannt gegeben, welche sich als Belohnung für die Leistung einen kleinen Preis verdient haben.

Nach dem Abendessen fand auf vielfachen Wunsch einiger Jugendlichen noch einmal Ausbildung statt, da sie noch einmal den Leiterhebel proben wollten. Hierzu wurde auf das Übungsgelände der ehemaligen Bundeswehrkaserne von Barme gefahren. Dort befinden sich auf einer Lichtung im Wald zwei Übungshäuser, an denen der Leiterhebel noch einmal vertieft werden konnte. Eine zweite Gruppe übte nebenan das Aufbinden von Verletzten auf eine Trage. Einige Jugendliche machten daraus einen kleinen Wettbewerb, wer am schnellsten die Trage aufbinden kann, natürlich zählt die Zeit nur wenn auch das Ergebnis richtig ist. Die beste Zeit der Jugend lag bei 1:02 Minuten, die Betreuer Marco und Nico konnten Gott sei Dank die Ehre der Betreuer aufrecht erhalten und schafften die Aufgabe in knapp unter einer Minute mit 54 Sekunden. Nach dieser kleinen Ausbildungseinheit wurde dann zurück auf dem Wasserübungsplatz die Nachtruhe ausgesprochen, bei der die meisten Jugendlichen ziemlich schnell im Bett waren.

Donnerstag, 6. August 2015 - Paddelwettkampf + Betriebsbesichtigung + Nachtübung

Nach dem Frühstück wurde der beste Paddler der Jugend Miltenberg gesucht. Zu diesem Zweck mussten immer zwei Jugendliche in einem 2-Mann-Boot zeitgleich gegen ein Anderes Team aus 2 Paddlern antreten. Die Strecke ging von einer Hafenseite zur anderen und wieder zurück, wobei Michael Zipf penibel genau überprüft hat, das das Boot wirklich auf der anderen Seite angedotzt war. Der Gewinner aus jedem Durchgang kam eine Runde weiter und musste dann in der Nächsten Runde gegen die Anderen Gewinner antreten, bis sich im Finale die zwei besten Teams gegenüber standen. Danach wurde noch ein wenig normale Bootsausbildung gemacht, bei der eine Gruppe unter Leitung von Achim Hauck die manuelle Fortbewegung noch einmal vertiefte und die andere Gruppe eigentlich mittels unseres zweiten Motors ein paar Bootsmanöver üben sollte. Doch leider ging auch dieser Motor kaputt und so mussten beide Gruppen paddeln.

Um 10:30 brach die Jugendgruppe dann Richtung Verden auf, wo eine Betriebsbesichtigung bei Mars Petcare, Weltmarktführer in der Herstellung von Tiernahrung, wartete. Auf dem Firmengelände wurde jeder Besucher mit einem Besucherausweis, Helm, Gehörschutz und einem Hygienekittel ausgestattet, bevor wir die eigentliche Besichtigung starten konnten. Auf der Tour bekamen wir eindrucksvolle Zahlen zu hören, so produziert Mars in Verden ca. 200´000t Tiernahrung, das sind 40 LKW Ladungen pro Tag. In dem Werk arbeiten 1´300 Mitarbeiter unter anderem in der Tiernahrungsentwicklung für ganz Europa. Es werden Marken wie Pedigree, Cesar, Frolic, Whiskas oder Sheba mit verschiedenen Rezepturen und in verschiedenen Verpackungseinheiten hergestellt. Nach der Besichtigung der Produktion wurde auch noch das Petcenter besichtigt. Dort leben ca. 200 Katzen und 80 Hunde verschiedenster Rassen, welche im Auftrag der Firma die verschiedenen Produkte testen. Die Ergebnisse dieser Versuche sollen die Beliebtheit der Produkte bei den einzelnen Tieren garantieren, sodass die firmeneigene Produkte öfter gekauft werden. Viele Mitarbeiter haben Patenschaften und kümmern sich in der Freizeit um die Tiere, ansonsten werden sie von Mitarbeitern und Tierärzten umhegt und gepflegt.

Nach der interessanten Besichtigung ging es für die Jugendgruppe in das nahegelegene Schwimmbad Verwell, wo neben Freibad und Riesenrutsche auch ein 10m Sprungturm und ein beheiztes Innenbecken auf die Jugend wartete. Natürlich kam der Spaß nicht zu kurz und die Jugend versuchte die zwei Betreuer Marco und Nico zu tunken, die sich gerade so nach allen Kräften wehren konnten. Die zwei kleinsten überraschten mit waghalsigen Sprüngen vom 10m Turm.

Als dann auch das Abendessen vorbei war klang der Abend für die Jugendlichen bei einem Lagerfeuer gemütlich aus, fast zumindest. Um 0:15 Uhr wurden die Junghelfer unsanft von Betreuer Marco Schlackl geweckt – Nachtübung stand an. Nachdem sich die ersten 6 Helfer etwas planlos und verschlafen angezogen hatten, fuhren sie mit dem MzKW zu den Übungshäusern auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände Barme. Kurz nach dem MzKW war auch der MTW Renault mit 6 Mann besetzt und konnte nachrücken. Zum Schluss rückte noch der Fiat mit dem Rest nach. Die Jugendlichen erwartete ein Einsatzszenario in dem ca. 5 Personen in den zwei Übungshäusern vermisst wurden. Zuerst wurde auf dem Vorplatz ein Powermoon zum ausleuchten der Verletztensammelstelle sowie der Materialablage. Währenddessen erkundete eine andere Gruppe das Gelände und die zwei Häuser. Schnell wurden die ersten zwei Verletzten gefunden und betreut, sowie ein Gefahrstoff entdeckt. Unter Atemschutz musste dann der Keller durchsucht werden und ein weiterer Behälter mit einem Gefahrstoff wurde beseitigt. Danach konnten auch die anderen Verletzten abtransportiert werden. Um 2:05 Uhr war die Nachtübung dann zu Ende und das Material konnte zurückgebaut werden. Um 2:20 Uhr fand sich die Jugend wieder zurück in der Unterkunft und konnte wieder ins Bett gehen.

Freitag, 7. August 2015 - Nachbesprechung + Rückbau

Nach der vergangenen Nachtübung startete der Tag für die Jugend erst um 9:30 Uhr mit dem Frühstück, damit sie sich von den Strapazen erholen konnten. Als das Frühstück vorbei war, fand die Einsatznachbesprechung statt, in der die Betreuer, die Verletzten und die Gruppenführer sowie zuletzt jeder Helfer Kritikpunkte vortragen kann und das Geschehene besprochen wird.

Nach der Einsatznachbesprechung sollte eigentlich die Lagerrally starten, die aufgrund des schlechten Wetters allerdings abgesagt werden musste. Stattdessen machten sich die Teilnehmer daran, schon mal die morgige Abfahrt vorzubereiten und die Dinge die nicht mehr benötigt wurden in die Gitterboxen zu verräumen. Auch das Material welches nach der Nachtübung zum säubern herausgelegt wurde, wurde von den Junghelfern wieder gesäubert und ordentlich auf dem MzKW verladen. Gegen Nachmittag wurde das Wetter dann besser. Während unser Essenszelt in der Sonne trocknete, verbrachten die Junghelfer die Zeit mit einem Mensch-Ärgere-Dich-Nicht Turnier oder bei einer eingeschobenen Ausbildung mit dem Greifzug. Noch vor dem Abendessen wurde das Essenszelt auseinander gebaut und in die Kisten verstaut, sowie die Lagerfeuerstelle wieder in ihren Ursprungszustand versetzt.

Nach dem Abendessen ging es für die Jugend noch einmal in einem kleinen Spaziergang einmal rund um Barme, bevor dann die Nachtruhe begann, damit alle an der morgigen Rückreise fit sind.

Samstag, 8. August 2015 - Rückfahrt

Und schon ist es wieder soweit, die 8 Tage Jugendlager sind in rasendem Tempo vergangen und das bedeutet es geht wieder zurück in die Heimat. Noch vor dem Frühstück wurden alle Feldbetten zum auslüften gestellt und das Gepäck vollständig verladen. Danach wurde alles Material von Ausbildung und Küche wieder auf die Anhänger verlastet und das Wohngebäude sauber gekehrt.

Um ca. 8:50 Uhr fuhren die Teilnehmer dann wieder zurück nach Miltenberg. Gegen Mittag wurde wieder auf dem Rasthof Lutterberg gerastet und jeder konnte sich bei dem mitgenommenen Carepaket verköstigen. Gegen 16:00 Uhr fanden sich die Ersten dann wieder auf dem Geländer des OV Miltenberg ein, wo sofort begonnen wurde das Fahrzeug zu entladen und komplett Außen wie Innen zu reinigen. In geringen Abständen trafen dann auch der Fiat und der MzKW in der Unterkunft an, welche auch entladen und gesäubert wurden. Um 18:00 Uhr konnten die Jugendlichen dann erschöpft von ihren Eltern abgeholt werden.

Helferfest im Ortsverband

THW Ortsbeauftragter Stefan Wolf, Helfervereins-Vorsitzender Ruthard Zipf mit den geehrten Achim Schneider (30-Jahre), Joachim Bieber sowie Frank Spall (beide 25-Jahre).

Helferfest 2015 – einmal ganz, ganz gemütlich. Bereits am Mittwoch und in den Stunden vor dem Helferfest fand sich eine Handvoll von Helferinnen und Helfern in der THW-Unterkunft ein, um diese wieder auf „hochglanz“ zu bringen. So wurden die Fahrzeuge gewaschen, Hallentore geschrubbt, der Hof und Halle gekehrt, die Bestuhlung aufgebaut und nett dekoriert. Auch der angepriesene Sandkasten wurde in letzter Minute fertiggestellt.

THW-Neubau erneut verschoben
So konnte Ortsbeauftragter Stefan Wolf (Großheubach) am Samstag Nachmittag unzählige aktive Helferinnen und Helfer, Mitglieder des Fördervereins sowie der THW-Jugend in der THW Fahrzeughalle begrüßen. Bei seiner kurzen Ansprache ging er auf die Aktionen und Ausbildungen im ersten Halbjahr ein, aber auch auf den Neubau der THW-Unterkunft, der nun erneut aufgrund von Prüfungen durch die Landesbaudirektion verschoben wurde. Weiterhin beschäftigt sich die Ortsverbandsleitung mit dem THW-Rahmenkonzept, sowie der Einbindung in die örtliche Gefahrenabwehr. Im Anschluss konnte der Ortsbeauftragte an vier Helfer und eine Helferin die THW-Fahrgenehmigung, als Abschluss der Bereichsausbildung Kraftfahrer überreichen.

Ehrungen im Helferverein
Ruthard Zipf (Großheubach), Vorsitzender der THW-Helfervereinigung ging in seiner Ansprache auf die Tätigkeiten der THW Helfervereinigung e.V. ein. So wurden in 25 Jahren über 600.000 Euro in den THW Standort Miltenberg investiert, sei es mit dem Bau der Fahrzeughalle über den Kauf von Gerätschaften bis hin zur Förderung der Kameradschaft und Ausbildung.
Die THW-Helfervereinigung e.V. lebt von, und mit, seinen Mitgliedern. Im Besonderen von Mitgliedern die dem Verein und seinen Zielen über Jahrzehnte die Treue halten und sich in verschiedenster Weise zum Wohle des Vereins eingebracht haben, und einbringen. Ruthard Zipf konnte in diesem Jahr die Dankesurkunde für 25-jährige Mitgliedschaft an Joachim Bieber (Miltenberg) sowie Frank Spall (Großheubach) und für 30-jährige Mitgliedschaft an Achim Schneider (Mainbullau) überreichen.

Im Anschluss an den offiziellen Teil wurde das Buffet eröffnet, aber auch der Sandkasten und natürlich das Boot fahren auf dem Main lockte die zahlreichen Gäste auf das THW-Gelände. Und so klang das Helferfest erst in den ganz, ganz frühen Morgenstunden aus.

Fahren auf dem Wasser

So macht Boot fahren Spass!

Nachdem beim letzen Ausbildungs­dienst die Theoriekenntnisse rund um den Wasserdienst sowie mit Muskelkraft diverse Bootsmanöver mit dem Schlauchboot geübt wurden, ging es heute mit dem zweiten Teil Fahren auf dem Was­ser, das heißt diesmal mit Motor­betrieb weiter. Unterstützung erhielt die Jugendgruppe aus der Fach­gruppe Wassergefahren von Alexander Rose, Truppführer und Bootsführer. Nach Gruppenein­teilung und kurzer Wiederholung der   Fachbegriffe rund ums Arbeiten im/am Wasser wurden unser Sturmboot und Mehrzweckponton zu Wasser gelassen. In der ersten Gruppe "Sturmboot" unter Leitung von Alexander wurden zunächst verschiedene Bootsmanöver wie das  An- und Ablegen vorgeführt und Besonderheiten erläutert die es zu beachten gilt, wenn man mit der sog. Pinne ein Boot steuert. Anschließend konnten die Jugendlichen selbst einige Bootsmanöver fahren und erfahren wie wichtig die richtige Einschätzung von Wind und Geschwindigkeit für ein kontrolliertes Manöver sind. In der zweiten Gruppe "Mehrzweckponton" und damit der Steuerung mit Steuerrad (im Gegensatz zur Steuerung mit Pinne) wurden neben dem Tiefe loten bei unbekannten Gewässern zur Sicherstellung das die Gewässertiefe für das Wasserfahrzeug aus­reichend ist auch diverse Bootsmanöver - ange­fangen mit dem An- und Ablegen bis hin zum Ret­tungsmanöver "Mensch über Board" - geübt. Nach dem Tauschen der Gruppen wurde das Material gereinigt und verräumt, so dass beide Boote pünktlich zu Aus­bildungsende wieder ein­satzbereit waren. Nach einem kurzen Fazit durch die Ausbilder wurden die Jugendlichen ins Wochenende entlassen.

Wackelzähne zu Gast beim THW

Treffen wir mit dem Wurfknoten in die Kiste?

„Das war toll!“ - so die einhellige Meinung der elf Mädchen und Jungs des Kindergarten Regenbogens aus Kleinheubach. Bereits seit Jahren besuchen die Kinder der Vorschulgruppe das THW um auch die „blauen Wichtel“ kennen zu lernen.

So wurde die Gruppe der „Wackelzähne“ standesgemäß mit THW-Fahrzeugen vom Kindergarten Kleinheubach abgeholt und zur THW-Unterkunft gefahren, wo ein tolles Programm auf die Gruppe wartete. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Ortsbeauftragten ging es zum Gerätekraftwagen 1 (GKW 1), der ausgiebig erkundet wurde. Viele Geräte waren den kleinen Gästen dabei nicht unbekannt und sie konnten Stolz erklären, wofür z. B. die Atemschutzgeräte, Schmutzwasserpumpe etc. im Einsatzfall verwendet werden. Danach zeigten die THW-Helfer wie mit einfachen Mitteln ein Auto gezogen werden kann, was anfangs viel Kraft kostete, war mit den richtigen Geräten, zwei Umlenkrollen ein Kinderspiel und die „Wackelzähne“ schafften es, das schwere Auto zu ziehen. Natürlich stand nicht nur Technik auf dem Programm, sondern auch einige Spielestationen, die begeistert angenommen wurden. Den Abschluss bildete der Bau eines kleinen Schlüsselanhängers, zur Erinnerung an den Besuch des THW's, bevor es mit den THW-Fahrzeugen zurück zum Kindergarten ging.

SEG-Jugend besucht THW Miltenbeerg

Da war Muskelkraft gefragt - bei der gemeinsamen Bootsfahrt auf dem Main.

Nachdem die aktiven Helferinnen und Helfer der SEG-Kirchzell gemeinsam mit der Fachgruppe Wassergefahren den Main erkundeten, konnte an diesem Mittwoch auch die Jugendgruppe das Element Wasser kennen lernen. Leider war das Wetter nicht ganz so warm, doch das tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Nach einer kurzen Begrüßung startete der Rundgang über das weitläufige THW-Gelände samt Fahrzeughalle, bevor es, ausgerüstet mit Rettungswesten, zur Bootslende ging. Hier wartete bereits ein Einsatzboot sowie ein Schlauchboot auf die Jugendgruppe. Schnell waren die Fachbegriffe wie Steuerbord, Backbord, Bug und Heck erläutert und die ersten Manöver konnten vollzogen werden. Dies erwies sich als kein leichtes Unterfangen, denn die Back- und Steuerbordseite paddelten unterschiedlich schnell, so dass es im Zick-Zack-Kurs auf dem Main entlang ging. Entspannter war dagegen die Fahrt mit dem Einsatzboot. Hier konnte der Fahrtwind genossen werden und unter Aufsicht der Bootsführer durfte auch selbst einmal das Steuer bedient werden.

BRK und THW gemeinsam auf dem Main

Gemeinsam mit der SEG auf dem Main.

Auf dem Dienstplan für die Mittwochabend-Ausbildung beim THW-Miltenberg stand das Thema „Einsatzgerüstsystem und Fassadengerüst“. Da bei den anhaltend hohen Temperaturen die Motivation für eine Gerüstbau-Ausbildung in praller Sonne nicht die höchste war, kam die kurzfristige Anfrage nach einer gemeinsamen Bootsausbildung von den Kollegen der SEG-Süd des BRK aus Kirchzell gerade recht.

Als THW-Zugführer Thomas Frieß (Laudenbach) der Mannschaft den Vorschlag unterbreitete, erntete er große Zustimmung. Kurzer Hand wurden die beiden Einsatzpontons sowie die beiden Schlauchboot der Jugendgruppe ins Wasser gelassen. Die gemischten Crews aus THW und BRK verteilten sich auf die vier Boote und legten ab. Die beiden Schlauchbooten wurden mit den Schleppvorrichtungen, mit denen u. a. der Bandskimmer des THW-Obernburgs gezogen wird, an den Einsatzpontons befestigt und Main-aufwärts bis zur Erf-Mündung in Höhe Bürgstadt gezogen.

Dort ausgeklinkt, begannen die beiden Schlauchboot-Mannschaften zurück zur THW-Unterkunft zu paddeln. Dabei konnten die beiden Bootsführer die grundlegenden Begriffe im und am Boot erklären. So bekamen die Begriffe „Stopfen“ und „Streichen“ für einige ganz neue Bedeutungen, da sie die Kommandos zum Bremsen und für den Rückwärtsgang beim Paddeln sind. Auch für die Besatzungen der Einsatzpontons bot sich die Gelegenheit einige der Grundmanöver zu üben. So konnten das „Anlegen während der Fahrt“ geübt werden, wobei ein Boot Kurs und Geschwindigkeit hält und ein zweites längsseits an ihm anlegt.

Der Spaß kam während der Fahrt natürlich auch nicht zu knapp, was natürlich zu dem ein oder anderen nassen, aber erfrischten Helfer führte. Nach dem wieder alle Boot aufgeräumt waren, konnten die beiden Einheiten den Abend in gemütlicher Runde und bei den langsam wieder erträglicheren Temperaturen ausklingen lassen.

Fahren auf dem Wasser

Paddeln auf dem Main.

Passend zu den sommerlichen Temperaturen stand am heutigen Samstag das Thema Fahren auf dem Wasser auf dem Ausbildungsplan. Nach einer kurzen Erläuterung der Ausbildungsziele und Gruppeneinteilung ging es gleich praktisch weiter. Die beiden Schlauchboote samt Fahrgerät und Zubehör wurden an den Main transportiert. Unter Fahrgerät ist beim heutigen Termin der manuelle Betrieb mit Paddeln und nicht etwa der Bootsmotor gemeint, wie der eine oder andere Junghelfer schon spekulierte. Nachdem das Material am Main war ging es auch direkt mit einer Unterweisung in die Fachbegriffe für das Arbeiten im und am Wasser weiter. Backbord (links), Steuerboard (rechts), Bug (vorne) und Heck (hinten) waren den meisten Junghelfern aus den vergangenem Jahr noch bekannt. Es ging mit den Begriffen zur Angabe der Stromrichtung (Oberstrom und Unterstrom) sowie zur Standortbestimmung (diesseits und jenseits) weiter. Nach der Theorie-Runde ging es dann aber endlich aufs Wasser und Richtung Unterstrom zur Mud.

Nach ein paar weniger geplanten Richtungswechseln auf dem Wasser saßen die Fachbegriffe aber wieder recht schnell und es ging gezielt weiter zur Einmündung Mud. Die einzelnen Positionen auf dem Boot wie Bootsführer, Bootsmann und Schlagmann (gibt den Takt zum Paddeln an) wurden im Verlauf durchgetauscht, damit jeder die Gelegenheit hatte das Boot zu manövrieren, sowie das eine oder andere Bootsmanöver auszuführen. Mit einem Wettrennen zwischen den beiden Bootsbe­satzungen ging es schließlich wieder zurück zur Unterkunft. Müde und erschöpft wurden die Boote gesäubert und wieder einsatzbereit gemacht.

Licht und Sicherheit beim Sommerrausch

Im Auftrag des Landratsamtes Miltenberg sicherte das Technische Hilfswerk aus Miltenberg das Open-Air-Kabarettfestival „Sommerausch 2015“ im Seegarten in Amorbach ab.  An den zwei Veranstaltungstagen fanden verschiedene Showacts den Weg nach Amorbach. Fre

Im Auftrag des Landratsamtes Miltenberg sicherte das Technische Hilfswerk aus Miltenberg das Open-Air-Kabarettfestival „Sommerausch 2015“ im Seegarten in Amorbach ab.
An den zwei Veranstaltungstagen fanden verschiedene Showacts den Weg nach Amorbach. Freitags sorgten verschiedene Bands mit den „Legends of Rock“ für Stimmung. Am zweiten Veranstaltungstag boten die Kabarettisten rund um Moderator Michl Müller beste Unterhaltung mit ihrem Programm aus politischem Kabarett. Laut Medienberichten waren hierbei 2.500 Besucher vor Ort und konnten sich auf ein rund vier stündiges Programm mit abschließendem Feuerwerk freuen.
Die Helfer des THW sorgten während des Festivals für die Notstromversorgung der Wegbeleuchtung. Weiterhin bauten die Einsatzkräfte eine ständige Beleuchtung des Umfeldes des Publikumsbereiches sowie die Beleuchtung des Haupt-Notausganges samt Rettungszufahrt und des dort befindlichen Parkplatzes auf und betrieben diese während den Abendstunden.
Im Anschluss an die Veranstaltung wurden die Notstromleitungen und Beleuchtungsmittel zurück gebaut und die Helfer konnten am Sonntagmorgen, um 02:00 Uhr in den verdienten Feierabend gehen.

Jetfloat in der Praxis

Gemeinsam wird das Floß zusammengebaut.

Auf dem Ausbildungsplan der heutigen Jugendgruppe stand Jetfloat® und so fand sich die Jugendgruppe nach einer kleinen Themenvorstellung gleich am Jetfloat®-Anhänger ein, um die einzelnen Elemente ab zu laden. Danach bauten die Jugendlichen in zwei Gruppen jeweils ein Floß von 2m x 3m um danach anschließend auf dem Main paddeln gehen zu können. Nachdem sich jeder mit Rettungsweste und Paddel ausgestattet hatte, ging es auch gleich los, quer über den Main und von da an in die Mud.

Dort angekommen spielte die Jugendgruppe unter Leitung von Marco Schlackl und Nico Kempf ein kleines Spiel, welches ein Knobelspiel aus Japan ist. Es stehen an einem Ufer ein Polizist, ein Gefangener, eine Mutter mit zwei Töchtern und ein Vater mit zwei Söhnen. Die Jugendlichen mussten die Personen von einem Ufer zum anderen bringen, wobei nur bestimmte Kombinationen von Personen an den Ufern und auf dem Floß sein dürfen. Nach diesem kleinen Spiel machte sich die Jugendgruppe wieder auf den Weg zurück zur Unterkunft, um die Flöße wieder zu demontieren und im Anhänger wieder zu verstauen.

JetFloat® und Einsatz-Gerüst-System in Kombination

In der Übung wurde ein EGS-Schwimmelement zur Personenrettung erstellt.

Sommerhochwasser in Miltenberg. Eines der vielen Passagierschiffe auf dem Main musste auf Grund der Schifffahrtssperre in Höhe des alten Miltenberger Bahnhofs festmachen. Da ein Fallen der Pegel und damit die Auflösung der Schifffahrtssperre nicht absehbar ist, müssen die Passagiere samt Gepäck von Bord evakuiert werden. Dies war der Einsatzauftrag der Ausbildungsübung für den Technischen Zug mit seiner Fachgruppe Wassergefahren des THW Miltenbergs.
Einsatzleiter und Zugführer Thomas Frieß (Laudenbach) erkundete mit seinem Zugtrupp die Einsatzstelle mit ihren Zu- und Abfahrtswegen und wies die wenig später ankommende DISPO-Gruppe „Technischer Zug – Süd“ in den Einsatzort ein und erteilte der Mannschaft den Einsatzauftrag.
Der Begriff DISPO-Gruppe, oder Dispositionsgruppe, beschreibt eine Sammlung von verschiedenen Fahrzeugen und Einheiten, die für eine spezielle Aufgabe zusammengestellt wurde und so eine effizientere Alarmierung durch die Anforderer wie Feuerwehr oder Polizei ermöglichen. So beinhaltet beispielsweise die DISPO-Gruppe „Abstützung – Süd“ alle Komponenten die für eine adäquate Sicherung von beschädigten Gebäuden im südlichen Landkreis benötigt werden und können mit Auswahl dieser einen Gruppe von der Integrierten Leitstelle (ILS) gezielt alarmiert werden.
An der Einsatzstelle wurden die beiden Abschnitte „Land“ und „Wasser“ gebildet, die jeweils von einer Führungskraft geführt wurden. Jede Führungskraft kann sich somit gezielt auf seinen Bereich konzentrieren und darin den Überblick behalten. Dieses System hat sich besonders für größere Schadenslagen an und auf Gewässern bewährt.
Der Abschnittsleiter „Wasser“, Fachgruppen-Führer Johannes Soder (Laudenbach), sorgte mit seiner Mannschaft zum einen für die wasserseitige Absicherung mit einem Sicherungsboot und zum anderen für den Aufbau von mehreren Schwimmkörpern aus JetFloat®-Material.
Parallel dazu baute der Abschnitt „Land“, unter der Leitung von Truppführer Michael Zipf (Großheubach), einen U-förmigen Laufsteg aus Bauteilen des Einsatz-Gerüst-Systems (EGS). Zuerst wurden hier die Grundrahmen des Stegs vorbereitet und dann auf die fertigen Schwimmkörper des Abschnitts „Wasser“ aufgesetzt und miteinander verbunden. Der so entstandene Laufsteg wurde anschließend mit vereinten Kräften ins Wasser geschoben und für den weiteren Aufbau gesichert.
Die nächsten Schritte waren nun die Herstellung von Zugängen von Land auf den Laufsteg und die Sicherung des Stegs in der angenommenen starken Strömung. Während eines Hochwassers steigt nicht nur der Wasserspiegel sondern auch die Fließgeschwindigkeit, also die Strömung eines Flusses. Um dieser verstärkten Strömung Herr zu werden, wurde der Schwimmsteg mit Hilfe eines Mehrzweckzuges („Greifzug“) und eines Stahlseils von Oberstrom her gesichert.
Damit es dem Sicherungsboot während des Aufbaus nicht langweilig wurde, spielte der Zugführer immer wieder simulierte „Mann über Bord“-Situationen ein. So konnten die Bootsführer dieses wichtig Standard-Manöver zum Retten eines Kameraden üben, damit es im Ernstfall genauso reibungslos durchgeführt werden kann.
Am Ende der Übung zeigte sich Frieß sehr zufrieden mit den Leistungen seiner Mannschaft und eröffnete das gemütliche Ausklingen des Dienstes mit leckerem vom Grill.