Aktivitäten im Ortsverband

Informieren Sie sich über unsere laufenden Aktionen und Ausbildungen. Durchstöbern Sie aber auch unsere "alten" Jahrgänge, hier findet sich viel informatives über unsere Entstehung und Einsätze. Erhalten Sie so einen kleinen Einblick in das Leben unseres Ortsverbandes.

2015

Standortverlagerte Ausbildung am Ammersee

Gemeinsam wird der Patient auf einem Spineboard für den Abtransport vorbereitet.

„Ammersee, oh Ammersee, du bist ein wahrlich schöner See“ - so klang es vor Jahren aus den Lautsprechern der Kreuzfahrtschiffe der traditionellen weißen Flotte auf dem Ammersee, südwestlich von unserer Landeshauptstadt München.

Um auch unsere Tradition, in Form der jährlichen standortverlagerten Ausbildung auf der THW Landesausbildungsstätte Wartaweil in der Nähe von Herrsching am Ammersee, fortzuführen, startete am Mittwochmorgen der vollbesetzte Zugtrupp-MTW unter der Leitung des stellvertretenden Ortsbeauftragten Wolfgang Bohlender (Umpfenbach) sowie Mathias Fries (Bürgstadt) nach Oberbayern.

Auf dem Gelände angekommen, wurde das Lager in gewohnter Weise bezogen. Feldbetten wurden aufgeschlagen, die Küchenutensilien eingeräumt und die Feuer in den Öfen entfacht. Kaum waren alle Arbeiten erledigt, wurde auch schon die nächste Tradition in Angriff genommen: der Besuch des naheliegenden Kloster Andechs – genauer dessen Klosterschenke.

Wie jedes Jahr stand auch dieses Mal nicht die übliche THW-Ausbildung auf dem Programm, sondern viel mehr die kulturelle, technische und allgemeine Weiterbildung der Helfer. So ging es am nächsten Morgen zur ersten Betriebsbesichtigung der Firma Krauss-Maffei in Allach bei München.

Die Firma Krauss-Maffei stellt am Standort München Kunststoff-Spritzguss-Maschinen in verschiedenen Größen und Ausführungen her. Die Gruppe konnte während der Führung einige der Maschinentypen bestaunen. Darunter sowohl die „kleinen“ Maschinen mit einer Schließkraft von 160 Tonnen, als auch die großen mit über 4.000 Tonnen Schließkraft. Weiterhin wurden Techniken vorgestellt, mit denen während eines Spritzvorganges ein Teil geschaffen wird, das aus verschiedenen unterschiedlichen Materialien und Ebenen besteht. Die Firma Krauss-Maffei wird sehr oft mit der Nachbarfirma Krauss-Maffei Wegmann (KMW) verwechselt. Dabei sieht die Produktpalette von KMW ganz anders aus. Krauss-Maffei Wegmann stellt nämlich verschiedene Panzerfahrzeuge, wie z. B. den deutschen Leopard-Kampfpanzer her.

Ein Bummel durch die Innenstadt der Landeshauptstadt und später das übliche Grillen auf dem Lagerplatz bildeten den Abschluss des Tages.

Am nächsten Tag standen gleich zwei Besichtigungen auf dem Plan. Der erste Termin stand beim Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung – umgangssprachlich auch nur Vermessungsamt – mitten in München an. Dort wurden den THW’ler die Geschichte des Vermessungswesens erläutert. Weiterhin wurde die Entwicklung und Verwendung verschiedener Messgeräte beschrieben, die für eine akkurate Vermessung der Landes- oder Grundstücksgrenzen erforderlich waren. Ersten großen Einsatz fanden diese bei der bayrischen Uraufnahme von 1801 bis 1864. Grund für diese flächendeckende Vermessung war die Einführung eines neuen, einheitlichen Steuersystems, das die Grundstücksflächen als Ausgangsgröße nimmt. Das Highlight der Ausstellung war das Steinarchiv im Keller des Amtsgebäudes. Dort lagern die rund 27.000 Steintafeln, die für die Vervielfältigung und später auch Archivierung der per Hand gezeichneten Karten genutzt wurden.

Nach einer kurzen Mittagspause ging es mit einem technischen Thema weiter im Programm. So ging es zur Firma MAN Trucks & Buses, die am Standort in München unter anderem Fahrzeuge der „schweren LKW“-Klasse herstellen, zu denen auch einige Fahrzeuge des THW gehören. Entlang der Produktionslinien konnte die Gruppe die verschiedenen Stadien des Fahrzeugbaus betrachten. So wurden die beiden Hauptträger des Fahrgestells mit einander verbunden, verschiedenen Anbauteile wurden angebracht, die unterschiedlichen Arten von Achsen wurden zusammen mit den Federsystemen angebracht und schließlich wurde der Motor auf das Gestell gesetzt – alles in Handarbeit. Kurz danach wird das fertige Fahrerhaus, welches auf einer weiteren Produktionslinie gefertigt wird, mit dem Fahrgestell verheiratet. Beim nächsten Arbeitsschritt erklingt auch schon der MAN-Motor zum ersten Mal in einem Fahrzeug und der entstandene LKW fährt nun auf eigenen Rädern zu den abschließenden Prüfständen.

Nach dem langen aber informativen Tag kehrten die Helfer auf den Lagerplatz zurück und begaben sich zum Abendessen mit leckerem vom Grill.

Am Samstag stand vor allem die Pflege des leib- und seelischen Wohls auf dem Plan. So brach eine Gruppe am Morgen mit der S-Bahn auf, um die Therme in Erding zu besuchen und dort die Seele baumeln lassen zu können.

Währenddessen machte sich die restliche Gruppe auf zur traditionellen Wanderung vom Lagerplatz aus zum Kloster Andechs. So ging es auf Schusters Rappen zuerst am See entlang nach Herrsching und von dort aus den schönen Weg durch Wald und Wiese zum Wallfahrtskloster. Der anstrengende Aufstieg wurde natürlich auch mit einer kühlen Maß Klosterbier belohnt.

Beim gemeinsamen Abendessen im Herrschinger Gasthaus „Zur Post“ trafen sich die beiden Gruppen wieder, um gemeinsam sowohl den Tag als auch die gesamte Reise zu beschließen.

Der Sonntag bestand aus dem Zusammenräumen der Ausrüstung und dem Laden des Fahrzeugs, sowie der Rückfahrt in die THW-Unterkunft in Miltenberg. Die Fahrt verlief ebenfalls ohne größere Probleme, auch wenn die Gruppe sich dank verschiedener Straßensperrungen und Baustellen über einige Umwege ihren Weg bahnen musste.

Stegbau im Gelände

Der EGS-Steg hält der Belastung stand.

Heute lag der Fokus der Jugendgruppe auf dem Bau von Stegen. Nach einer kurzen Besprechung des Themas wurden die Junghelfer in zwei Gruppen eingeteilt.

Die erste Gruppe baute unter der Leitung von Marco Schlackl einen Steg aus unserem EGS-System. Zuerst wurden die einzelnen Bauteile des Gerüst-Systems durchgegangen, so gibt es Riegel in 1m, 2m und 3m; Vertikalen in verschiedenen Längen; Diagonalen und Bohlen um den Steg für Fußgänger passierbar zu machen. Nachdem festgelegt wurde, was alles für den Steg benötigt wird, legte die Gruppe los. Die einen holen die Bauteile, während die anderen schon beginnen, diese Teile zu verbauen. Während dem Stegbau muss ständig darauf geachtet werden, dass er komplett in Waage zusammengesetzt wird, denn sonst können Riegel, Vertikalen und Diagonalen nicht miteinander verbunden werden. Als der Steg fertig gestellt war, wurde noch schnell ein Gruppenfoto getätigt, bevor es wieder an den Rückbau ging.

Die zweite Gruppe nahm sich unter der Leitung von Nico Kempf die Herausforderung an, einen Trümmer-/ oder Chinasteg zu bauen. Dieser wird nur mit Holzbohlen, Rundhölzern und Bindeleinen gebaut. Zuerst ging die Jugendgruppe die hierfür erforderlichen Knoten wie Bretttafelbund und Kreuzbund durch. Danach wurden zuerst die für den Steg wichtigen Grundpfeiler gebaut, diese werden jeweils aus drei Rundhölzer gebaut, welche mittels Kreuzbund zu einem A zusammengebunden werden. Zwei dieser A´s wurden dann mit Rundhölzern verbunden und mit Holzbohlen belegt. Leider hat sich der Jugendbetreuer etwas mit der Zeit verschätzt, deshalb konnte nur ein Segment fertiggestellt werden. Das Gruppenfoto konnten wir deshalb leider nicht machen. Der Steg wurde sofort wieder zurückgebaut, da die Eltern schon wieder zum abholen bereit standen.

Katastrophenschutz ist bunt – gemeinsam zu helfen, das ist das Ziel!

Blau, Weiß und Rot – was zuerst wie die Farben der französischen Tricolore - also der französischen Landesflagge - klingt, steht in diesem Fall viel mehr für die Farben der drei Hilfsorganisationen die am vergangenen Wochenende zusammen auf dem Truppenübungsplatz Wolferstetten bei Külsheim geübt haben.
Die Mannschaften der Freiwilligen Feuerwehr Amorbach, der SEG-Bereitschaft Kirchzell des Bayrischen Roten-Kreuz und des THW Ortsverbandes Miltenberg trafen sich zu einem gemeinsamen Übungs- und Ausbildungstag.
Alle Einheiten sammelten sich in der Miltenberger THW-Unterkunft um dort gemeinsam zu frühstücken und mit einer kurzen Einweisung in das Thema Kolonnenfahrt in den Tag zu starten. Im Anschluss daran wurde das Gehörte gleich in die Tat umgesetzt. So starteten die 13 Groß- und Kleinfahrzeuge unter der Leitung des THW-Zugtrupps in einem geschlossenen Verband in Richtung Truppenübungsplatz Külsheim.

Fahrzeug rammt Haus

Gemeinsam wird der Patient auf einem Spineboard für den Abtransport vorbereitet.

Kaum angekommen, startete bereits die erste gemeinsame Einsatzübung. Die Feuerwehrkräfte wurden mit dem Stichwort „Fahrzeug in Haus, eingeklemmte Person“ als erstes zum Übungsort gerufen. Gleichzeitig wurde eine erste Einheit des Roten-Kreuzes zur Verletztenbetreuung hinzugezogen. Nach der ersten Erkundung durch die eintreffenden Helfer wurde das Gebäude als einsturzgefährdet deklariert, wodurch die Einheiten des THW mit ihrem Abstützmaterial hinzugezogen wurden.
Während die THW-Einheiten damit begannen, eine Innenabstützung entlang der beschädigten Wand mit sogenannten Schnellbaustützen zu errichten, befreiten die Feuerwehrkräfte die eingeklemmten Personen aus dem Fahrzeug. Hierzu wurde der Rüstsatz mit hydraulischer Rettungsschere und Spreizer des Amorbacher Vorrausrüstwagen eingesetzt. Die Retter des Roten-Kreuzes sorgten dabei für die Erstversorgung der verletzten Personen direkt an der Einsatzstelle, sowie für die weitere Versorgung in einer Verletztenhilfsstelle der SEG-Behandlung.

In gemischten Gruppen ging es anschließend an verschiedene Ausbildungsstationen, die jeweils von einer Organisation vorbereitet wurde. So konnte der richtige Umgang mit dem Feuerlöscher, sowie das Vorgehen bei notfallmäßigen Türöffnungen durch die Hilfskräfte Feuerwehr Amorbach erlernt werden. Die Mitglieder der SEG-Bereitschaft aus Kirchzell boten das Ausbildungsthema Erste-Hilfe sowie die Verletztenbetreuung allgemein an. Gerade für Feuerwehr und THW, beide eher technisch visierten Organisationen, ist dieses Thema sehr wichtig, um deren Umgang mit verletzten Personen weiter zu verbessern und ihre Kenntnisse in der Ersten-Hilfe aufzufrischen – denn in unserer ländlichen Region sind die Einsatzkräfte der Feuerwehr oftmals die erste Einheit an der Einsatzstelle. Sowohl nach heftigen Unwettern als auch nach Dachstuhl- oder Kaminbränden müssen Dächer häufig provisorisch gesichert und verschlossen werden. Daher stellte THW-Zugführer Thomas Frieß (Laudenbach) verschiedene Dach-Sicherungstechniken vor, die an der Ausbildungsstation zusammen ausprobiert und geübt werden konnten. Hierbei wurde besonderer Wert auf die Zusammenarbeit der Helfer am Boden und der Kollegen auf der Drehleiter der Feuerwehr gelegt.

Das Ziel der heutigen Übung lautete: am Ende des Tages nicht drei getrennte Einheiten zu sehen, sondern es sollte eine mehrfarbige, schlagkräftige Mannschaft sein, die nur eins will – helfen, und zwar zusammen! Dieses Ziel wurde nach dem gelungenen Ausbildungstag von Feuerwehr-Kommandant Thorsten Fritz (Amorbach), SEG-Führer Johannes Roth (Kirchzell) sowie von THW-Zugführer Thomas Frieß (Laudenbach) als voll erfüllt angesehen.

Gelungenes Eröffnungsfest bei Reifen Umert Miltenberg

Die THW-Traktoren waren heiß begehert.

Gleich zwei Weltrekorde konnten im Rahmen des gelungenen Eröffnungsfestes der Firma Reifen Umert in der Junkerstraße Miltenberg gefeiert werden. Top-Moderator Florian König führte durch das Rahmenprogramm, bei der auch unser Ortsverband aktiv mit dabei war. So konnten wir unsere Tätigkeit dem breiten Publikum präsentieren, aber auch die drei Spielestationen für die kleinen Gäste waren sehr gut besucht – besonders der Traktor-Parcour zog die kleinen Besucher an.

Highlight waren die zwei Weltrekordversuche der Umert-Teams, bestehend aus Mitarbeitern vom Standort Wertheim, wie auch Miltenberg. So konnten die Besucher live dabei sein, als ein neuer Weltrekord im Reifenwechsel und Reifenstapeln nach Miltenberg geholt werden konnte.

Gemeinsame Ausbildung mit dem (großen) ASH

Seit nun neun Jahren führen die THW-Kollegen des Ortsverbandes Marktredwitz zusammen mit der Reservistenvereinigung Waldsassen ein gemeinsames Ausbildungswochenende mit Biwak durch. Dabei wechseln sich die Organisationen mit der Durchführung und Planung der Ausbildungsthemen ab. Dieses Jahr waren die Marktredwitzer Kollegen mit der Planung beauftragt.

Da der OV Marktredwitz zu den bayrischen Ortsverbänden gehört, die mit dem Abstützsystem-Holz (ASH) ausgestattet sind, wurde dieses System als Ausbildungsthema herangezogen.

Zu den Bauteilen des ASH gehören fünf Meter lange Holzbalken mit einem Querschnitt von 24 x 24cm. Aus diesen Bauteilen sollten zwei Stützböcke gebaut werden, die eine rund 9m hohe Hauswand abstützen können. Beide Böcke sollten gleichzeitig, abseits des angenommenen Gefahrenbereiches zusammengebaut und mit Hilfe eines Kranes an die Fassade geschwenkt werden. Da der Marktredwitzer Ladekran damit jedoch überlastet wäre, wurde unser Ladekran der Fachgruppe Wassergefahren mit einer Betriebsmannschaft angefordert.

Voll besetzt, mit drei Mann, startete deshalb am Freitagabend unser MAN GL unter der Leitung von Zugführer Thomas Frieß (Laudenbach) in Richtung tschechischer Grenze um den Ortsverband Marktredwitz zu unterstützen.

Um 08Uhr am nächsten Morgen begann die Ausbildungseinheit am Übungsobjekt in Waldsassen, wozu zahlreiche Großfahrzeuge der Organisationen mit Material und Personal anrückten. Nach einer kurzen Erkundung der Örtlichkeiten und Einteilung der Arbeitsbereiche, wurde die umfangreiche Ausstattung von den Anhängern und LKWs abgeladen und vorbereitet.

Zügig ging es weiter mit dem Aufbau der Stützböcke. So wurden die beiden Abstützungen durch zwei Gruppen parallel am Boden zusammengesteckt, verbolzt und verschraubt, damit eine sichere Aufstellung und eine stabile Abstützung gewährleistet sind. Mit den beiden LKW-Ladekräne der OVs Marktredwitz und Miltenberg wurden die Stützen aufgerichtet und über die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Waldsassen mit einander verschwertet, das heißt mit Bohlen diagonal verbunden, damit ein seitliches Umfallen der Stützen nicht mehr möglich ist.

Pünktlich zum Mittagessen war der Aufbau abgeschlossen, wodurch im Anschluss daran die gesamte Abstützung mit dem Kran des Miltenberger MAN GL an die Gebäudefassade gehoben werden konnte. Es zeigte sich dabei, dass auch dieser Kran aufgrund der großen Höhe des Anschlagpunktes, der Entfernung zur Gebäudewand und des Gewichts der Stützen von gut 2t an seine Grenzen kommt. Dennoch konnten die Stützen an die Gebäudewand gehoben werden.

Nach dem anschließenden gemeinschaftlichen Abbau zeigten sich die Führungskräfte aller beteiligten Organisationen sehr zufrieden mit dem gesamten Ablauf.

Ein gemeinsames Essen bildete den Abschluss des Abends für die Miltenberger Mannschaft, da für sie noch eine fast fünfstündige Rückfahrt anstand. Trotz der erschöpfenden und langwierigen Fahrt empfanden die drei Teilnehmer die Veranstaltung als sehr gelungen und konnten viele neue Eindrücke mit nach Miltenberg nehmen.

Hochzeitspaar gebührend in Empfang genommen

Gemeinsamer Weg durch das Spalier aus Paddeln.

Großer Auflauf in Weilbach. Nicht der anstehende Bartholomäus-Markt in Weilbach lockte unzählige geladene Gäste in die kleine Odenwald-Gemeinde, sondern die Hochzeit unserer Helferin Laura Hennig mit Gatten Tobias.
Traditionell erwiesen wir dem Brautpaar einen gebührenden Einstieg in die Ehe. So konnte das Brautpaar nach dem verlassen des Hochamts durch ein Spalier von Rosen und Paddeln stolzieren, bevor die erste gemeinsame Aufgabe, das obligatorische zersägen eines Holzes auf Sie wartete.
Wir wünschen dem Jubelpaar auf diesem Wege alles Gute für Ihre gemeinsame Zukunft.

Action mit der THW-Jugend

Kann eine Person mit einer Rettungsdecke getragen werden? - Eine Frage bei den Ferienspielen.

So lautete in diesem Jahr das Motto der Aktionen zu den Ferienspielen. Gleich zweimal hatten die Kinder aus den Gemeinden Groß- sowie Kleinheubach, aber auch aus der Kreisstadt Miltenberg die Möglichkeit dies zu erleben. Unter der Leitung von Jugendbetreuer Nico Kempf (Großheubach) wurde im Großheubacher Luna-Park ein Floss aus Jetfloat®-Elementen gemeinsam zusammen gebaut und anschließend gleich einmal auf dem Main getestet. Mit Rettungswesten und Paddeln ausgestattet wurde zum gegenüberliegenden Main-Ufer gepaddelt, was den zehn Mädchen und Jungs einen riesen Spaß bereitete. Doch auch an Land gab es noch viel zu erleben. Ganz praktisch wurden die unterschiedlichsten Verbände angelegt und einige kleine Tipps in Sachen Erster Hilfe gegeben. Auch das Auffinden einer verletzten Person war natürlich Bestandteil dieser Aktion.

Wenige Tage später fand am Miltenberger Zwillingsbogen unter der Leitung von Ortsbeauftragten Stefan Wolf (Großheubach) der zweite Teil der Ferienspiele statt, hierbei nahmen rund 15 Mädchen und Jungs teil. Zentraler Mittelpunkt des Nachmittags bildete der Bau eines Hängesteges. Hierzu wurde zuerst der wichtigste Knoten im THW – der Mastwurf gezeigt und nach einigen kleinen Übungen ging es auch schon an das binden. An drei gespannten Seilen wurden so weitere Seile eingeflochten, wodurch der Hängesteg erst so richtig stabil wurde. Natürlich konnte dieser auch richtig genutzt werden – kein leichtes unterfangen, denn die Seile schwankten beachtlich. Doch einige schafften die komplette Strecke über den Steg.

Bei der zweiten Station ging es um das Thema Verletztenrettung. Hierbei wurde aus ganz einfachen Mitteln, wie zum Beispiel einer Decke sowie zwei Besenstielen eine Behelfstrage gebaut. Was Anfangs noch mit sehr großer Skepsis begutachtet wurde, war am Ende ein Erlebnis, das den Eltern bzw. Großeltern am Ende des Tages sicherlich berichtet wurde. Abgerundet wurden die Feriennachmittage durch mehrere Spiele, bei denen der Team-Gedanke im Vordergrund stand.

THW Miltenberg unterstützt Musicalnacht

Strom für die Beleuchtung der Zufahrtswege.

Der Verein „MainMusical Kleinheubach e.V.“ führte in diesem Jahr aus einer Notlösung heraus die Musicalnacht auf der Gotthardsruine zwischen Weilbach und Amorbach auf. Was den Veranstalter vor eine große logistische Herausforderung stellte. Alle Materialien für die drei Musicalnächte mussten über Waldwege auf den Gotthard gebracht und dort aufgebaut werden.
Doch die Mühe hat sich gelohnt – jeweils 230 Musicalfreunde konnten an den drei Abenden Kurzfassungen von »Elisabeth«, »Rebecca« und »Das Phantom der Oper« erleben, bei einer perfekten Akustik und natürlich professinoelle Akteure auf der Bühne.
Unser Ortsverband unterstützte den MainMusical Kleinheubach e.V. bei der Versorgung mit dem notwendigen Strom für Beleuchtung, Stellpulte und Kühlwagen. Hierbei musste der Stromerzeuger mit einer Leistung von 25 kVA mit Hilfe des geländegängigen Unimogs über Waldwege auf den Gotthard gebracht werden.

Hilfsorganisationen unterstützen KJG Bürgstadt

Teamarbeit war gefragt, beim Schleifkorb-Ägypter-Lauf.

Beim alljährlichen Zeltlager der KJG-Bürgstadt waren in diesem Jahr erstmalig die Hilfsorganisationen eingeladen einen Spielenachmittag zu organisieren – diese Einladung nahmen die BRK-Bereitschaft Miltenberg/Bürgstadt, Freiweillige Feuerwehr Bürgstadt sowie der THW-Ortsverband Miltenberg gerne an und fuhren zum Lagerplatz in der Nähe von Richelbach. Dort begann bei brütender Hitze der Aufbau der Spielestationen. Wenig später fanden sich die rund 90 Teilnehmer bei Seilweitwurf, Bobby-Car-Lenken, Schleifkorb-Ägypter-Lauf oder beim umsetzen von Holzklötzchen wieder. Alle Aufgaben mussten immer im Team bewältigt werden und auch der Fragebogen des BRK trug zu einem interessanten Spielenachmittag bei. Highlight bei den hochsommerlichen Temperaturen bildete jedoch die Seifenrutsche durch die Feuerwehr Bürgstadt.

Kindergarten-Besuch im THW

Viele neugierige Hände und Augen waren auf die Ausstattung des GKW 1 gerichtet.

Ein heißer Sommertag in Miltenberg – genau der richtige Zeitpunkt für einen kleinen Ausflug in das THW Miltenberg. Dies nutzte der nahe gelegene Kindergarten „Maria Hilf“ aus Miltenberg-Nord und machte den kleinen Ausflug in die THW-Unterkunft. Dort wurde die muntere Gruppe durch Ortsbeauftragten Stefan Wolf sowie Kim Huller begrüßt. Zuerst wurde das THW kurz vorgestellt und bereits hier zeigte sich, dass die kleinen Besucher viel über die Arbeit der Helferinnen und Helfer wussten. Danach ging es in Fahrzeughalle zum großen Gerätekraftwagen 1, der ausgiebig besichtigt wurde. Viele Werkzeuge konnten angefasst und kurz vorgestellt werden.

Doch nicht nur zuschauen war angesagt, denn jetzt durften die Besucher selbst hand anlegen. Mit Hilfe eines kleinen Flaschenzuges musste eine THW-Fahrzeug mit Muskelkraft gezogen werden. Ebenso wurde gezeigt, wie kleine Patienten versorgt und mit Hilfe eine Decke aus dem Gefahrenbereich gezogen werden können. Den Schluss des rund zwei stündigen Besuches bildete eine kleine Spielestation mit Knotenweitwurf und den THW-Traktoren.