Aktivitäten im Ortsverband

Informieren Sie sich über unsere laufenden Aktionen und Ausbildungen. Durchstöbern Sie aber auch unsere "alten" Jahrgänge, hier findet sich viel informatives über unsere Entstehung und Einsätze. Erhalten Sie so einen kleinen Einblick in das Leben unseres Ortsverbandes.

2015

Hohe Auszeichnung für Michael Wasserer

Vier Generationen Ortsbeauftragte - allen voran Michael Wasserer.

Zahlreiche Gäste fanden sich am Samstag, den 12. Dezember 2015 in der THW-Unterkunft ein. Grund war die feierliche Übergabe des THW-Ehrenzeichens in Bronze an Michael Wasserer (Großheubach).

Dr. Fritz-Helge Voß, Landesbeauftragter vom THW Landesverband Bayern, konnte bei der Verleihung über viele Tätigkeitsfelder und Meilensteine aus dem Lebenslauf und dem Wirken von Michael Wasserer berichten. So besuchte Michael Wasserer unzählige Lehrgänge und Fortbildungen, wie Verwaltungshelfer, Verwaltungsmanagement über Zivil-Militärische Zusammenarbeit bis hin zur Verbindungsperson in KatS-Stäben.
Seine THW-Laufbahn begann am 09.04.1997, damals suchte er eine Möglichkeit, den Grundwehrdienst zu umgehen und so stand er beim damaligen Ortsbeauftragten Ruthard Zipf und wurde nur unter der Voraussetzung aufgenommen, dass er zukünftig den Verwaltungsbereich des Ortsverbandes übernehmen müsse. Nach Abschluss der Grundausbildung wurde er zuerst als Verwaltungsbeauftragter und ab dem Jahr 2001 als stellv. Ortsbeauftragter für den THW-Ortsverband Miltenberg eingesetzt. Ab dem 01.07.2004 lenkte er als Ortsbeauftragter die Geschicke und die weitere Ausrichtung des Ortsverbandes. Ende 2014 übergab er das Amt des Ortsbeauftragten an Stefan Wolf und widmete sich seinem neuen Aufgabengebiet – der Fachgruppe Wassergefahren – mit vollem Elan zu.

In seiner Zeit beim THW wirkte Michael Wasserer bei unzähligen Einsätzen mit, so die Main-Hochwässer, der Waldbrandeinsatz bei Amorbach, Bahnunglück Walldürn und viele weitere. Auch überregional war er aufgrund seiner Ausbildung und Fachwissen gefragt – so wirkte er bei der Jahrhundertflut 2002 im Krisenstab in Magdeburg mit.
Neben seiner Tätigkeit für den Ortsverband setzte er sich für die Belange des Geschäftsführerbereiches Karlstadt, sowie für alle Ortsverbände in diesem Bereich, im Landesausschuss ein und knüpfte hierzu wichtige Kontakte mit den entsprechend handelnden Personen. Ebenso baute er ein Netzwerk zu den weiteren Hilfsorganisationen, Anforderern und politischen Vertretern auf.

Der Beschaffungsauftrag für den Bau der neuen THW-Unterkunft in Miltenberg ist eben auf dieses Netzwerk und seinen unermüdlichen Einsatz zurück zu führen, so der Landesbauftragte Dr. Voß in seiner Laudatio. Aktuell laufen die Baugespräche mit dem Bauamt sowie der BIMA und der Ortsverband hofft auf einen Spatenstich im Frühjahr 2016.

Bürgermeister Helmut Demel überbrachte die Glückwünsche der Stadt Miltenberg. Insbesondere die Unterstützung und sehr gute Zusammenarbeit mit Feuerwehr und Stadt Miltenberg bei Hochwasserlagen hob er in seiner Ansprache hervor. Auch Gerald Rosel als Vertreter des Landratsamtes würdigte Michael Wasserer für seinen steten Weitblick für den Katastrophenschutz im Landkreis Miltenberg. Bundestagsabgeordneter Alexander Hoffmann nannte Michael Wasserer, seinen „THW-Lehrer“. Erst durch ihn konnte er die Funktionsweise einer weltweit einmaligen Hilfsorganisation verstehen. Die Dankesworte des THW-Ortsverbandes überbrachte Ruthard Zipf, Vorsitzender der THW-Helfervereinigung.

Umzug Flüchtlings-Notunterkunft

Abbau des Windfangs in Miltenberg.

Am 21.11.2015 zog die Erstaufnahme von der Miltenberger Realschulturnhalle nach Kleinheubach um. Bereits in der Woche zuvor waren ehrenamtliche Helfer von BRK, THW und Feuerwehr damit beschäftigt neue Betten und Schränke in der neuen Notunterkunft aufzubauen. Unser Ortsverband unterstützte dabei den Einbau von div. Sichtschutzelementen in Kleinheubach, damit die Privatsphäre der Flüchtlinge gewahrt wird. Ebenso wurde der eigens in Miltenberg errichtete Windfang fachgerecht zurück gebaut.

Am Samstag waren rund 130 Helferinnen und Helfer mit unzähligen Fahrzeugen damit beschäftigt, den eigentlichen Umzug von Miltenberg nach Kleinheubach incl. der Bewohner zu bewältigen.

Einen ausführlichen Bericht zum Umzug erhalten gibt es auf der Seite des Landratsamtes Miltenberg.

Vorbereitung Einsatzübung

Eine kleine Seilbahn wurde aufgebaut.

In der letzten Ausbildungseinheit vor der Abschlussübung lernte die Jugend noch wichtige Grundlagen für die Übung.

Der erste Teil der Jugendgruppe lernte unter der Leitung von Michael Zipf wie man eine Seilbahn zur Personenrettung baut. Zuerst wurde zwischen zwei Festpunkten, bei uns zwei Lkw´s, das 50 m lange Stahlseil mittels Greifzugs gespannt. Dann konnte der Schlitten in das Stahlseil eingehängt werden, dieser wiederum mit dem Schleifkorb verbunden wurde. Danach wurde zu Übungszwecken ein Dummy von der einen Seite zur anderen befördert.

Der zweite Teil der Jugendgruppe lernte unter der Leitung von dem Jugendbetreuer Nico Kempf das richtige Verhalten im Einsatz, mögliche Gefahren im Einsatz, die Rettungskette so wie den richtigen Umgang mit verletzten Personen. So wurde das Gefahrenschema des THW be­sprochen, sowie den richtigen Umgang mit Angehörigen oder Presse­mitarbeitern während eines Einsatzes. Des weiteren übte die Jugend die Betreuung von Verletzten, die stabile Seitenlage sowie das Aufbinden von Verletzten auf die Trage.

Schiff havarierte in Hasloch

Die drei Bootsbesatzungen hatten unzählige Einsatzaufträge abzuarbeiten.

Am vergangenen Freitag wurde um 18:40 Uhr das Technische Hilfswerk Ortsverband Wertheim sowie Miltenberg durch die jeweilige Integrierte Leitstelle (ILS) zu einer Schiffshavarie im Bereich des Schutzhafens Hasloch alarmiert. Mehrere Personen werden vermisst oder sind zum Teil verletzt durch den Hafenmeister gefunden worden. Ebenso wurde stechender Geruch festgestellt – so die Mitteilung der ILS.

Nach gut 30-münitger Anfahrt trafen die ersten Hilfskräfte am Einsatzort ein und begannen sogleich mit der Erkundung des Geländes bzw. Aufbau einer Führungsstelle. Parallel dazu wurden im Oberwasser der Schleuse Faulbach zwei Finnjets sowie ein Einsatzponton mit Hilfe des Wertheimer Ladekrans zu Wasser gelassen. Nachdem weitere Helferinnen und Helfer am Einsatzort eingetroffen waren, wurde der Uferbereich großräumig ausgeleuchtet um die Erkundungsarbeiten zügiger fortsetzen zu können.
So wurden mehrere Suchtrupps gebildet, die weit in das Teil unwegsame Gelände vordrangen. Auf dem Main wurde ebenfalls durch den Einsatz großer Suchscheinwerfer sowie der beiden Finnjets das Ufer sowie der Main nach den vermissten Personen abgesucht.

Im Bereich des Schutzhafens stießen die Einsatzkräfte auf ein Problem – im havarierten Schubleichter wurde eine verletzte Person, die unter Betonplatten eingeklemmt war, gefunden. Nach kurzer Lageschilderung über Funk entschied sich der Gruppenführer für eine schonende Rettung. Hierzu wurde landseitig ein weiterer Ladekran in Stellung gebracht und die schweren Betonplatten vom Patienten herunter gehoben, ohne ihm weitere Verletzungen hinzuzufügen. Schließlich konnte auch der Patient mit Hilfe des Schleifkorbs sicher an Land gebracht werden.

Ständiger Kontrollblick über den Einsatzkräften

Rettung eines Patienten aus dem Schiffsleichter.

Bei der diesjährigen Alarmübung hatte sich der Miltenberger Zugführer Thomas Frieß (Kleinheubach) hauptsächlich mit den Einsatzaufgaben der Fachgruppe Wassergefahren befasst, weshalb auch der Ortsverband Wertheim, bei dem ebenfalls eine Fachgruppe Wassgefahren stationiert ist, unter der Leitung von Ortsbeauftragten Matthias Weitz sowie Zugführer Stephan Hofmann sofort zusagten und die Übung mit vorbereiteten. Auch während der Einsatzübung waren ständig die kritischen Blicke der Übungsleitung auf die rund 50 Einsatzkräfte der beiden Ortsverbände gerichtet. Wurden die Einsatzaufträge zügig abgearbeitet? Wie fand die Kommunikation unter den Führungskräften und der Einsatzleitung statt? Wurden die Sicherheitsvorkehrungen beachtet? Diese und noch viel mehr Fragen standen hierbei auf der Liste der Beobachter.
Am Ende der Einsatzübung zeigte sich die Übungsleitung sehr zufrieden mit dem Übungsverlauf. Die gewonnen Potentiale werden im Ausbildungsplan für das kommende Jahr mit einfließen.

THW bietet Praxisunterricht an der Mittelschule Großheubach

Das Technische Hilfswerk (THW) Ortsverband Miltenberg durfte im Rahmen des Sicherheitstages zu Gast an der Mittelschule Großheubach sein. Für die Dritt-, Viert, Fünft- sowie Sechstklässler war das ein ganz besonderer letzter Schultag vor den Herbstferien, um den sie sicher von manch anderen Schülern beneidet wurden. Sie durften schließlich ganz nah ran an die Fahrzeuge und Geräte, die die THW-Mitglieder aufgefahren und vorbereitet hatten.

Mit einfachen Mitteln helfen

Vor der Praxis stand allerdings erst einmal eine kurze Theorie. Ortsbeauftragter Stefan Wolf (Großheubach) stellte hierbei kurz die Hilfsorganisation des Bundes – das THW vor. Er durfte im Laufe der folgenden knapp 90 Minuten ziemlich erstaunt darüber gewesen sein, dass die Schüler den beteiligten THW-Helfern nicht nur zuhörten, sondern selbst ihren Beitrag leisten wollten und eifrig mitmachten.
Zum Einstieg gab es einen kurzen Überblick über das Technische Hilfswerk als Einrichtung des Bundes. Da dürften es vor allem die Bilder gewesen sein, die das Interesse der Mädchen und Jungen weckten. Danach ging es hinaus in den Pausenhof, zu den drei Stationen, die sich rund um das Thema „Bewegen von Lasten“ drehten. Das schwerste Gerät – der Gerätekraftwagen 1 (GKW 1) wurde mit einem kleinen Versteckspiel erkundet und das ein oder andere Gerät gezeigt.

Physikunterricht in den Pausenhof verlagert

Physik - ganz aus der Praxis.

Michael Wolf (Großheubach), einer der Gruppenführer im THW zeigte eindrucksvoll, wie ein Flaschenzug funktioniert. Hierzu wurde gemeinsam mit den Kindern versucht, ein schweres THW-Fahrzeug zu ziehen. Natürlich war das ganz schön anstrengend und so wurde mit Hilfe einer losen Rolle der notwendige Kraftaufwand reduziert und siehe da, das schwere Fahrzeug ließ sich fast mühelos über den Pausenhof ziehen.

An der nächsten Station unter der Leitung von Dominik Huller sowie Michael Zipf (beide Großheubach) konnte mit Hilfe von einfachsten Hilfsmitteln schwere Lasten bewegt werden. Die Kinder entsannen sich dabei zurück zu Kleopatra, allen bestens bekannt aus den legendären Asterix & Obelix Comics. Im alten Ägypten galt es beim Pyramidenbau enorme Lasten zu bewegen und doch waren es ganz einfache Hilfsmittel, die den Arbeitern das Leben leichter machten – wie die einfache Rolle. Natürlich wurde auch dies sofort gemeinsam umgesetzt und ein Schleifkorb gezogen. Dabei merkten die Kinder sehr schnell, was es mit dem Thema „Reibung“ auf sich hat, und wie diese reduziert werden kann.

Last but not least – die letzte Station stand unter der Leitung von Simon Schuldt (Mainbullau), zuständig für die Geräte und Ausstattung im Ortsverband. An dieser Station konnten die Kinder mit Hilfe eines Flaschenzuges eine(n) verletzten Klassenfreund(in) aus einem angedeuteten Schacht retten. Hierzu wurde eine sog. Rettungswindel angelegt und mit vereinten Kräften aus dem Schacht gezogen.

Die Schülerinnen und Schüler waren begeistert bei den Aktionen voll dabei und wer weiß, vielleicht findet sich unter den interessierten Zuhörern die Einsatzkraft von morgen?

Motorsägenschulung für Fortgeschrittene

Interessierte Schülerinnen und Schüler lauschen den Ausführungen des THW-Gruppenführers.

Am 27. und 28. Oktober 2015 fand in Schneeberg eine Fortbildung für unsere erfahrenen Motorsägenführer statt, die vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Karlstadt organisiert wurde.

Nach einer kurzen Begrüßung im Feuerwehrhaus Schneeberg durch den zuständigen Förster des Forstreviers Amorbach, Ferdinand Hovens und der Vorstellung der beiden Forstwirtschaftsmeister Hans-Karl Heilmann und Albert Jücker vom Forstamt, die die Ausbildung leiteten, stand als erste Ausbildungseinheit Gerätekunde auf dem Programm. Hier wurden vor allem die Themen Reinigung und Wartung von Motorsägen und das Schärfen von Ketten behandelt.

Danach ging es für den Praktischen Teil der Ausbildung, welcher den Hauptteil des Kurses darstellte, in den Wald. Im Gegensatz zum Motorsägen-Grundkurs war diese Fortbildung auf Kettensägenführer von Katastrophenschutzeinheiten zugeschnitten. Der Ausbildungsschwerpunkt dieser Fortbildung lag daher auf dem Aufarbeiten von komplizierten Systemen von unter hoher mechanischer Spannung stehendem Holz. Dazu wurden einerseits mehrere Bäume bewusst übereinander auf angrenzende Waldwege gefällt, um Einsatz-Szenarien zu simulieren, wie sie bei Unwettereinsätzen gegeben sein können. Unter Anleitung der Ausbilder wurden die gefällten Bäume dann aufgearbeitet und die Wege wieder beräumt. Weiterhin wurden Bäume unter Einsatz des Greifzuges zusätzlich unter mechanische Spannung gesetzt, um auch das kontrollierte Entlasten und Zerteilen solcher Hölzer üben zu können.

Ausleuchten von Einsatzstellen

Aufbau des Powermoons

Auf dem Ausbildungsplan der THW-Jugend des Ortsverbandes Miltenberg stand heute das Thema Retten aus Höhen und beleuchten von Einsatzstellen hierzu wurden die Jugendlichen in zwei Gruppen eingeteilt.

Die erste Gruppe baute unter Leitung von Jugendbetreuer Nico Kempf einen Leiter­hebel. Nachdem der Leiter­hebel be­sprochen wurde, stellte man aus dem GKW 1 das erfor­derliche Material zusammen. Als erstes steck­ten die Jugendlichen zwei Leiter­teile zusammen und posi­tionierten diese vor der Garage, welche uns als Übungsobjekt diente. An­schließend wurde der Schleifkorb auf der einen Seite mittels Bandschlingen an der Leiter befestigt und an der anderen Seite zwei Sicherheits­leinen einge­hängt. Nachdem auch die Führungsleinen an dem Schleifkorb angebracht waren, konnte die verletzte Person vom Garagendach gerettet werden.

Die zweite Gruppe nahm zuerst unter der Leitung von Jugendbetreuer Marco Schlackl die verschiedenen Leuchtmittelarten im THW durch. Auch der richtige Umgang mit dem Notstromaggregat und die beim Betrieb erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen wie Feuerlöscher und sicherer Untergrund wurden ausgiebig erläutert. Anschließend wurden zwei Stative mit jeweils einem HQI und einem Halogenscheinwerfer bestückt und aufgestellt. Die Stative mussten noch mit Abspannmaterial gesichert werden, so dass die Beleuchtungseinheit auch bei starkem Wind nicht umfallen kann. Zuletzt wurde das NEA in Betrieb genommen und ein kurzer Beleuchtungscheck durchgeführt.

Haus gegen weiteren Einsturz gesichert

Eine Spezialaufgabe des Technischen Hilfswerks Ortsverband Miltenberg bildet das Abstütz-System-Holz Land (ASH). Mit diesem System können ganze Gebäudeteile, bis zu einer maximalen Höhe von 10,50 Meter, gegen weiteres einstürzen gesichert werden. Das System ist hierzu an die ländliche Bauweise angepasst worden (daher auch der Zusatz ASH Land), um den Einsatz effektiver und mit weniger Materialaufwand ableisten zu können.

Marodes Haus fachgerecht gesichert

Mit vereinten Kräften wird der Stützbock aufgerichtet.

Um das ASH im Ernstfall fachgerecht anwenden zu können wird dieses System in regelmäßigen Abständen aufgebaut. Hierbei legt Zugführer Thomas Frieß (Laudenbach) großen Wert auf praxisbezogene Beispiele, denn für das ASH gibt es keinen Musterbauplan. Jeder Schaden hat unterschiedliche Auswirkungen auf die Stabilität des Restgebäudes und muss ganz individuell betrachtet werden.
Gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Heppdiel wurde so das Übungs-Gebäude erkundet. Aufgrund der Ausrichtung der Tragbalken sowie entsprechenden Tragwänden wurde die weitere Vorgehensweise und die damit verbundenen Sicherungsmaßnahmen festgelegt. An der Frontseite wurde daraufhin das Abstütz-System-Holz aufgebaut. Das System besteht aus übergroßen „L-förmigen“ Holzbalken, die mit Strebstützen und Verschwertungsbretter stabilisiert werden.
Zusammen mit der Feuerwehr Heppdiel unter der Leitung des stellv. Kommandanten Heiko Breunig (Heppdiel) wurde der Rüstplatz eingerichtet und die einzelnen Elemente dort vorbereitet. Im Gefahrenbereich selbst wurden die Elemente nur aufgerichtet und stabilisiert. Gegen ein evtl. wegrutschen der Konstruktion – im Fachjargon spricht man vom aufgleiten – werden die Holzelemente mit Erdankern sowie sog. Knaggen in Fensteröffnungen gesichert. Ebenso wurde bei diesem Objekt eine Rückverankerung vorgenommen. Hierzu wurden die Holzelemente mit Ankerstäben an den tragenden Innenwänden fixiert.

Verletzte Person aus geschlossenem Raum befreit

Gemeinsam wurde eine Innenabstützung aufgebaut.

Nachdem die Hausfassade soweit gesichert war, konnte der Innenbereich betreten werden. Hier wurde gemeinsam eine Innenabstützung aufgebaut. Hierbei mussten die Einsatzkräfte die Rohdecke freilegen, um die Stahlrohrstützen positionieren zu können. Auch diese wurden mit Verschwertungsbrettern gesichert.
Ebenso wurde das vordringen zu einem eingeschlossenen Patienten beübt. Dazu mussten sich die Rettungskräfte einen cirka 80x80 cm großen Wanddurchbruch schaffen, um den Patienten mit Hilfe des Schleifkorbes zu retten.

Pump- und Lenzarbeiten

Heute stand auf dem Ausbildungsplan der Jugendgruppe Pump- und Lenzarbeiten. Unter diesem Motto wurde die Jugendgruppe wieder in zwei Gruppen aufgeteilt und machten sich frisch ans Werk.

Bei Marco Schlackl lernte die Jugendgruppe eine Tauchpumpe richtig in Betrieb zu nehmen. Zuerst wurden die Schläuche mittels Gabelschlüssel verbunden und an der Pumpe angeschlossen, danach die Pumpe mittels eines einfachen Ankerstichs gesichert. Zuletzt wurde die Stromversorgung sichergestellt und die Tauchpumpe in Betrieb genommen.

Mit Nico Kempf lernten die Jugendlichen die Aus­stattung des Wasser­schaden - Pumpenfahr­zeu­ges kennen. So sind mehrere Tauchpumpen mit einer Förderleistung von 1.600 l/Min, die dazu­gehörigen Druckschläuche sowie zwei Stromaggregate auf dem Fahrzeug verlastet. Des weiteren übten die Junghelfer einen Dreibock zu binden, der unter anderem zum ablassen von Tauchpumpen in Schächte verwendet werden kann.

Lehrgang Motorsäge

Auch Motorsägen haben Durst ...

In der vergangenen Woche wurde vier Helfern unseres Ortsverbandes möglich gemacht, an einem Grundkurs „Sicheres Arbeiten mit der Motorsäge“ teilzunehmen.

An dem Theorieabend mit einem Referent der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG, vorher Berufsgenossenschaft Forst) im Sportheim Schneeberg, wurden hauptsächlich die Regeln der UVV (Unfallverhütungsvorschrift) bekannt gemacht. Aber auch auf die Vorgehensweise bei der Baumfällung wurde in der Theorie eingegangen. Angefangen von der Auswahl der Fallrichtung über die Fällvorbereitung bis hin zur richtigen Fälltechnik und Schnittvariante.

Der interessante Praxisteil begann zu Gast bei der Freiwilligen Feuerwehr Schneeberg, unter Leitung des Forstamtes des Landkreis Miltenberg. Zu Beginn wurde auf die richtige Pflege, Wartung und Instandsetzung der Motorsäge hingewiesen und das Ganze in der Praxis geübt. Nach der Mittagspause fanden sich dann alle Teilnehmer im Schneeberger Gemeindewald wieder und es ging ans Eingemachte. So wurde nicht einfach nur demonstriert wie der Baum zu fallen hat, sondern auch Sonderfälle wie Überhänger und das richtige Handhaben der Kettensäge wurde zutiefst behandelt, sodass jeder Helfer die Möglichkeit hatte die verschiedenen Fälle zu testen und die Bäume fachgerecht niederzulegen.