Aktivitäten im Ortsverband

Informieren Sie sich über unsere laufenden Aktionen und Ausbildungen. Durchstöbern Sie aber auch unsere "alten" Jahrgänge, hier findet sich viel informatives über unsere Entstehung und Einsätze. Erhalten Sie so einen kleinen Einblick in das Leben unseres Ortsverbandes.

2014

Holz- und Metallbearbeitung

Mit dem Gewindeschneider wird in das Bohrloch das Innengewinde geschnitten.

… und es werde Licht! Um auch beim nächsten Stromausfall eine kleine Lichtquelle im Zimmer zu haben, entstand bei der Metall- bzw. Holzbearbeitung der Jugendgruppe ein kleiner Wandhalter für eine Wachskerze. Zuerst wurde aus einem Klattkantbrett ein cirka 20 cm langes Stück abgelängt, bevor die Ecken an der einen Seite mit Raspel, Säge sowie Feile eine schöne Rundung erhielten. Ebenso wurden zwei Löcher für die Aufhängung sowie den kleinen Gewindestab gebohrt und zum Teil mit einem Forstnerbohrer versenkt.

Nach unzähligen Schleifvorgängen am Holzstück ging es nun in der Metallbearbeitung weiter. Der Rundstahl, also der spätere „Ausleger“ wurde um 90° gebogen und beide Enden mit Hilfe eines Gewindeschneiders bearbeitet. Am späteren Wachsteller, bestehend aus einem VA-Tellerchen, wurde die Mitte markiert und an der Ständerbohrmaschine durchbrochen. Auch hier wurde nun ein Innengewinde eingeschnitten, so dass die Teile mit Hilfe von Muttern zusammengefügt werden konnten. Zu guter Letzt wurde das Tellerchen noch ein wenig geschliffen / poliert, bevor der Kerzenständer vollständig zusammengeschraubt werden konnte.

Im Anschluss an den Ausbildungsnachmittag fand der große THW-Basar statt, denn wie bereits beim letzten Ausbildungsnachmittag bekannt gegeben muss das Ober- sowie Dachgeschoss der THW-Unterkunft aufgrund der Brandschutzmängel geräumt werden.

Zugtruppausbildung - Lagekarte

Am Freitag, den 24.01.2014 stand die erste Ausbildungseinheit für den Zugtrupp auf dem Programm. Bei dieser Ausbildungseinheit ging es um des Thema „Lagekarte“ im Einsatz. Mit der Lagekarte soll versucht werden, alle einsatzrelevanten Daten und Informationen zu einem Einsatz  visuell und übersichtlich darzustellen. Je nach Einsatzlage und Informationsschwerpunkten, können die Darstellungen unterschiedlich sein. Nach einer ersten kurzen gemeinsamen Besprechung  des Themas wurden dann eine Flächenlage und eine Objektlage in einer  Lagekarte dargestellt. Drehbuch hierzu waren die Stabsrahmenübung „Schneesturm“ und das Einsatztagebuch eines  Realeinsatzes aus dem letzten Jahr. Am Ende waren wir uns alle einig, dass eine gut geführte Lagekarte ein wichtiger Schlüssel zum Einsatzerfolg ist – insbesondere bei komplexen Lagen.

Helferversammlung

Traditionell beginnt das Ausbildungsjahr 2014 mit der Helferversammlung. Hier ging es zuerst – wie könnte es auch anderster sein – um den Umzug aus dem Obergeschoss in die Container, bzw. den damit verbundenen Neubau der THW-Unterkunft. Über den Jahreswechsel waren unzählige Helferinnen und Helfer bereits aktiv, sortierten Akten aus, halfen beim ausräumen von div. Räumen und Schränken und kümmerten sich um die Planung und notwendige Infrastruktur in den Containern.

Zugführer Thomas Frieß stellte im Anschluss den Ausbildungsplan sowie die Ausbildungsschwerpunkte für das Jahr 2014 vor. So wird sich der Ortsverband in diesem Jahr mit den Themen Digitalfunk, Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen und Ortsverbänden, den neuen Stromerzeuger der THW-Helfervereinigung aber auch um die weitere Ausbildung im Bereich Atemschutz, wie auch Motorsägenführer kümmern.

Im Anschluss hatten nun die Helferinnen und Helfer des Ortsverbandes das Wort. So wurden Fragen geklärt, wie die Beschaffung eines Außenbordmotors oder der Typ-Wechsel der Fachgruppe ausgiebig erörtert.

Sperrung des Obergeschosses / Dachgeschosses der THW-Unterkunft

Das Obergeschoss der THW-Unterkunft ist aus brandschutztechnischen Gründen gesperrt worden – somit ist das betreten dieses Gebäudeabschnitts seit dem 07.12.2013 verboten.

Die Bundesimobmilienanstalt (BIMA) hatte zusammen mit dem THW Landesverband Bayern, sowie Vertretern von Hochbauamt, THW Geschäftsstelle sowie Vertretern unseres Ortsverbandes am 06.12.2013 ein Gespräch über den aktuellen Gebäudezustand und konnte sich direkt vor Ort ein entsprechendes Bild der örtlichen Gegebenheiten machen.

Wie bereits bei den zurückliegenden BBN-Begehungen, RÜV-Begehungen sowie den Brandschutzschauen festgestellt wurde, kann ein zweiter Rettungsweg aus dem sehr verwinkelten Obergeschoss nicht sichergestellt werden, ebenso fehlt eine Brandschutzwand zum Nachbargebäude. Aus diesem Grund sah sich die BIMA gezwungen, die Nutzung des Obergeschosses bis auf weiteres zu untersagen.

Als erste Notmaßnahme wurden vier Baustellencontainer auf dem Hinterhof der THW-Unterkunft aufgestellt, in welche ein Teil der Umkleiden sowie ein Teil der Verwaltung notdürftig untergebracht werden. Für die weiteren notwendigen Flächen (z. B. Jugendraum, Schirrmeisterzimmer, Zugführer, Duschen, Toiletten) etc. soll ein „Containerdorf“ entstehen. Das Untergeschoss der Unterkunft ist von dieser Sperrung nicht betroffen, jedoch werden in diese Räume in der Übergangszeit entsprechend Material zwischengelagert werden müssen. Auch werden im Bereich der Fahrzeughalle div. Ausstattungsteile eingelagert werden.

Der Dienst- sowie Ausbildungsbetrieb aller Einheiten, von der Jugendgruppe über den Technischen Zug mit Fachgruppe bis hin zur Helfervereinigung, wird weiterhin durchgeführt werden.

Sperrung der Unterkunft / Ausräumaktion

Auch die Jugendgruppe half beim ausräumen des Ober- sowie Dachgeschosses mit.

Beim Betreten der THW-Unterkunft war irgendetwas anders … so das empfinden einiger Junghelfer … und recht hatten Sie! Der Unterrichtsraum ist um einige Schränke voller geworden und auch im Obergeschoss hat sich mittlerweile schon einiges getan.
Doch fangen wir von vorne an. Beim ersten Ausbildungsnachmittag im Jahr 2014 ging es um das Thema THW-Unterkunft und damit verbunden, den Ausblick auf die kommenden Ausbildungsnachmittage der THW-Jugend. Bereits am 06.12. teilte die Bundesimmobilienanstalt (BIMA) mit, dass das Obergeschoss sowie das Dachgeschoss aus Brandschutzgründen nicht mehr betreten werden darf, so fehlt ein zweiter Rettungsweg wie auch eine Brandwand zum Nachbargebäude.  Jugendbetreuer Stefan Wolf zeigte kurz die bewegte Geschichte der Unterkunft im Fährweg 43 auf. So war im vorigen Jahrhundert eine chemische Fabrik auf dem Gelände untergebracht, anschließend war eine Synagoge sowie im 2. Weltkrieg die Reichsunterführerschule in diesem Gebäude beheimatet. Erst in den 1970er Jahren konnte schließlich der Ortsverband von der Miltenberger Fischergasse in den Fährweg umziehen. Im Jahr 2003 wurde durch den Bau der Helfervereins-Garage auf dem Hinterhof auch die Fahrzeuge in den Fährweg geholt, so dass wir unsere Einsatz­bereitschaft enorm aufwerten konnten.
Aus dieser Historie heraus ist die Miltenberger Unterkunft keine STAN-Unterkunft, das heißt, wir konnten uns in diesem riesigen Gebäude aus­breiten. Der Umzug in ein provisorisches Con­tainerlager bringt jedoch Einschränkungen mit sich, die auch auf die Jugendarbeit Auswirkung haben, so haben wir aktuell nicht genügend Platz für einen Jugendraum, wie auch Umkleideraum. Diese Räume werden erst im weiteren Verlauf zur Verfügung gestellt werden können – hier ist die OV-Leitung in ständiger Absprache mit dem Landesverband, Geschäftsstelle, BIMA wie auch Hochbauamt.
Nach diesem theoretischen Einblick in die Geschichte, wie auch Ausblick auf die weiteren Schritte der Neubaumaßnahmen ging es ins praktische. Im Dach- wie auch Obergeschosses wurden weitere Teile ausgeräumt und vorerst in der Garage untergestellt. Am Ende des Ausbildungs­nachmittages, nach unzähligen Wegen von Garage ins Dachgeschoss und zurück, war der große Dachspeicher leer.