Aktivitäten im Ortsverband

Informieren Sie sich über unsere laufenden Aktionen und Ausbildungen. Durchstöbern Sie aber auch unsere "alten" Jahrgänge, hier findet sich viel informatives über unsere Entstehung und Einsätze. Erhalten Sie so einen kleinen Einblick in das Leben unseres Ortsverbandes.

2014

Bereichsausbildung Sprechfunk

Am heutigen Samstag war neben der Fachgruppe Wassergefahren samt tatkräftiger Unterstützung durch die beiden Bergungsgruppen auch die Bereichsausbildung Sprechfunk aktiv. In 24 Unterrichtsstunden, erfuhren die Teilnehmer von Ausbilder Philipp Dosch alles Wissenswerte zum Thema Sprechfunkverkehr im THW.

Dazu gehören nicht nur das Kennenlernen und die richtige Bedienung der Geräte, sondern auch das Wissen um die Rechte und Pflichten der Funkteilnehmer. Philipp Dosch betonte die Wichtigkeit von kurzen, präzisen Funksprüchen im Einsatzfall, um Missverständnisse zu vermeiden und den Funkkanal rasch wieder für andere frei zu geben. Die physikalischen Grundlagen des Funkens sowie das Thema Kartenkunde runden den Theorieteil ab, bevor dann das Üben des Erlernten in der Praxis anstand. Dabei mussten die Teilnehmer, verteilt auf verschiedene Funkgeräte, ihr Können unter Beweis stellen. Die Ausbildung endete am Samstag mit einer schriftlichen Prüfung.

Absturzsicherung / Gesteinsbearbeitung

Ein Junghelfer beim waagrechten Vorstieg, gesichert mit einem Auffanggurt.

Neben der persönlichen Schutzausrüstung, wie Helm, Handschuhe Junghelferanzug wird bei diesem Thema oft auch der Auffanggurt in Verbindung gebracht und genau um diesen ging es beim heutigen Themengebiet Absturzsicherung.
Unter der Leitung von Nico Kempf blieb ein Teil der Gruppe in der Unterkunft zurück, um das Thema Gesteinsbearbeitung in der Praxis durchzuführen. So wurden neben den manuellen Arten via Hammer und Meisel auch die Schlagbohrmaschine aus dem GKW herausgeholt und mit dieser das Gesteinsmaterial entsprechend bearbeitet. Besonderes Augenmerk wurde auch bei diesem Thema auf die persönliche Schutzausrüstung gelegt, so war Schutzbrille und Gehörschutz ein klares muss.
Der zweite Teil der Gruppe fuhr nach Großheubach, um dort realitätsnah die Ausbildung „Absturzsicherung“ durchzuführen. Zuerst wurde nochmals kurz auf die richtige Anwendungsweise des Auffanggurts sowie des Dynamikseils samt Bandschlingen eingegangen, bevor der Auffanggurt angelegt wurde. Während ein Junghelfer den Junghelfer sicherte, wurde bereits der nächste Junghelfer mit einem weiteren Auffanggurt ausgestattet. Beim waagrechten Vorstieg, der bei dieser Ausbildung trainiert wird ist besonderes die richtige Sicherung zu beachten. Alle zwei bis drei Meter wurden weitere Fixpunkte durch eine Bandschlinge samt Karabiner gesetzt, um die Absturzhöhe zu reduzieren. Der vorsteigende Junghelfer wurde mit Hilfe eines sog. Halbmastwurfs (HMS) sowie dem Dynamikseil gesichert. Durch den HMS wird eine gewisse Reibungskraft erzeugt, wodurch die Kraft bei einem plötzlichen Absturz stark reduziert werden kann.

Umbauarbeiten Zugruppfahrzeug

Ordentlich und sauber präsentiert sich unser Zugtruppfahrzeug nach den Umbauarbeiten.

Nach 14 Jahren im Dienst und einer Vielzahl von Übungen, Einsätzen und Aktionen wurde am vergangenen Wochende unser Zugtrupp-Fahrzeug auf den neuesten Stand der Technik gebracht. So wurde die Umfeldbeleuchtung erneuert, es wurden neue Handweitleuchten verbaut und das Fahrzeug mit einem Datennetzwerk ausgestattet.
Die Arbeiten hierzu waren schon seit langem geplant und konnten nun am Wochende dank tatkräftiger Unterstützung der Werkstattgruppe und in Zusammenarbeit mit dem Zugtrupp umgesetzt werden. So begann die Zugtruppmannschaft am vergangen Freitag mit dem Ausräumen des Fahrzeuges und dem Ausbau der alten Technik. Danach mussten noch verschiedene Abdeckungen und die hintere Sitzreihe ausgebaut werden.
Am Samstag wurde dann begonnen die Netztwerkverkabelung zu verlegen, verschiedene Reparaturen durchzuführen, die neuen Handweitleuchten zu verbauen und verschiedene Ausrüstungsgegenstände neu zu verstauen.
Gegen 17 Uhr war es dann vollbracht, dass Fahrzeug war wieder komplett zusammengebaut, alle Komponenten funktionierten und das Fahrzeug kann nun seine Aufgabe als Führungsstelle für den Zugtrupp wieder in vollem Umfang wahrnehmen.
Ich darf mich bei Allen die mitgeholfen haben - von den ersten Ideen über die Beschaffung der notwendigen Materialien bis hin zur tatkräftigen Umsetzung - sehr herzlich bedanken. Ein besonderer Dank gilt meiner Zugtruppmannschaft und der Werkstattgruppe - es macht Spaß mit Euch zu Arbeiten.

(Winter-) - Frühjahrswanderung

Eine große Wandergruppe machte sich in diesem Jahr auf den Weg nach Weilbach.

Die Winterwanderung der THW-Helfervereinigung machte in diesem Jahr ihrem Namen keine Ehre, besser wäre der Name "Frühjahrswanderung" - bei diesem herrlichsten Sonnnenschein. 2014 führte so die Frühjahrswanderung vom Breitendieler Bahnhof in das Weilbacher Gewerbegebiet, genauer zur Pizzeria Fantastico. So versammelten sich um 11:00 Uhr rund 36 wanderwillige Helferinnen und Helfer am Breitendieler Bahnhof. Zuerst folgte die Wandergruppe dem Radweg entlang der Bahnlinie nach Weilbach. Dort wurde die Mud überquert und von nun an ging es entlang der Waldgrenze auf einem Feldweg nach Weilbach. Unterbrochen wurde die Wanderung durch eine kleine Pause, an der es eine kleine Aufwärmung und eine Kleinigkeit zu essen in Form von „Käsfüßli“ gab. Weiter ging es verwöhnt vom wärmenden Sonnenschein nach Weilbach, wo die hungrigen Wanderer von Pino, dem freundlichen Gastwirt empfangen wurden. Gemeinsam wurde nun etwas verspätet das Mittagessen eingenommen, bevor sich die Gruppe auf den Rückweg machte.

Umgang mit der Motorsäge

Der sichere Umgang mit der Motorsäge will gelernt sein.

Die Winter- / Frühjahrszeit wird gerne zum Fällen und Ausputzen von Bäumen genutzt – so ging es auch für unseren Ortsverband an das Thema Motorsäge. Mittwochs wurde hierzu eine Konzept für den Einsatz der Motorsägen erarbeitet. Neben der eigentlichen Vorgehensweise wurde auch ein Sicherheitskonzept ausgearbeitet und die entsprechende Ausstattung vorgestellt.

Samstags ging es in die praktische Ausbildung. So wurden mehrere Bäume in den unterschiedlichsten Ausgangslagen gefällt und anschließend entastet. Hierbei wurde besonderer Wert auf eine saubere Arbeitsumgebung sowie Geräteablage gelegt. Auch schwierige Fällungen waren zu bewältigen und wurden gekonnt zu Fall gebracht. Unser Ortsverband verfügt über sechs ausgebildete Motorsägenführer, so dass insgesamt drei Gruppen an diesem Samstag ausgebildet werden konnten.

Abstützung unter Atemschutz

Unter Atemschutz musste eine Innenabstützung hergestellt werden.

Die erste praktische Atemschutzausbildung im Jahr 2014 führte die Geräteträger des THW Ortsverbandes Miltenberg zum alten Schützenhaus in Großheubach. Dieses, bereits entkernte Gebäude, eignete sich hervorragend als Location für das von den Ausbildern vorbereitet Einsatzsenario.
Es wurde angenommen, dass ein Flügel des Gebäudes nach einem Brand im Inneren stark beschädigt und einsturzgefährdet sei. Da dieser Gebäudeteil allerdings noch nicht von giftigen Rauchgasen befreit werden konnte, waren nun die Einheiten unter Atemschutz gefordert. Zunächst wurde ein Trupp vorgeschickt um die Lage sowie den konkreten Einsatzbereich genauer zu erkunden und die ersten Maße für die passgenaue Abstützkonstruktion zu nehmen. Außerhalb des Gefahrenbereichs wurden daraufhin Balken auf die entsprechende Länge zugeschnitten, spezielle Metallstützen vorbereitet und das für den Aufbau benötigte Werkzeug zusammengestellt. Nachdem diese Materialablage vorbereitet war, rüsteten sich auch noch die restlichen Trupps mit ihren Atemschutzgeräten aus, verbrachten das Material in den Gefahrenbereich und unterstützen den Erkundungstrupp beim Errichten der Stützkonstruktion.
Nachdem die Deckenabstützung erfolgreich errichtet worden war, beendeten die Ausbilder die Übung und führten noch vor Ort einen kurze Nachbesprechung durch. Hierbei konnten sich die Einsatz- und Führungskräfte zum Ablauf äußern, Probleme aufzeigen und Änderungen anregen. Der anstrengende aber nicht minder aufschlussreiche Übungsabend endete schließlich in der THW-Unterkunft mit dem Wiederherstellen der Einsatzbereitschaft und dem verstauen der Atemschutzausrüstung.

Bewegen von Lasten / Gesteinsbearbeitung

Gemeinsam wird die Hydropresse in Betrieb genommen.

Heute bestand die Ausbildung aus zwei großen Ausbildungsthemen, dem Thema Bewegen von Lasten sowie dem Thema Gesteinsbearbeitung. Unter der Leitung von Nico Kempf wurde gemeinsam der Gerätekraftwagen 1 mit Hilfe der Hydropresse angehoben. Hierbei wurde kurz auf die Sicherheitsvorschriften eingegangen und in der anschließenden praktischen Ausbildung umgesetzt. Bevor die beiden Hydrostempel unter der Achse platziert wurden, wurde das Fahrzeug gegen wegrollen mit Hilfe der Fahrzeugkeile gesichert. Anschließend wurden die Stempel zusammengeschraubt und mit kleinen Holzplatten versehen. Nun konnte das Zeichen zum anheben gegeben werden. Im Anschluss an die Hydropresse wurde die Brechstange als weiteres Hebemittel vorgestellt.
Beim zweiten Themenbereich wurden in einer kurzen Gruppenarbeit die unterschiedlichen Gesteinsarten untersucht. So wurde Beton, Ziegelstein, Mamor, Sandstein, Keramik sowie  Ytongstein nach deren Herkunftsart, Beschaffenheit sowie Verwendungsweise untersucht. Auch wurden die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Gesteinsarten gemeinsam erarbeitet. Mit einem kleinen Film wurde nun ein Ausflug zu den Bauberufen des Mittelalters gewagt – so konnten die Jugendlichen direkt den Arbeitern über die Schulter schauen. Im Film wurden die Berufe des Steinhauers, Steinmetz bis hin zum Maurer vorgestellt. Hierdurch war es möglich die unterschiedlichen Arbeitsweisen von damals und heute zu vergleichen, auch im Hinblick auf die aktuellen Sicherheitsvorschriften. Nach so viel Theorie ging es noch kurz in die Praxis. So wurde mit Hammer und Meißel ein kleiner Betonklotz zerkleinert, sowie ein Ytongstein mit Hilfe eines einfachen Fuchsschwanz abgelängt.

Ausleuchten von Einsatzstellen

Der Beleuchtungswagen wird fachkundig erläutert.

In der Jugendgruppe wurde die frühe Dämmerung genutzt um das Ausbildungsthema Ausleuchten von Einsatzstellen erneut aufzufrischen. Nach den vielen schlechten Nachrichten über die Teilsperrung der Unterkunft gab es heute auch einen gute – die Entwurfspläne für den neuen Stromerzeuger wurden vorgestellt, so ist es unserem Ortsverband in Zukunft möglich „sauberen“ Strom zu liefern, da unsere alten Stromerzeuger nicht mehr dem heutigen Stand der Technik entsprechen. Problematische Verbraucher, wie z. B. Computer, Microelektronik, medizinische Geräte o. ä. können aufgrund von Spannungsschwankungen aktuell nicht betrieben werden – zukünftig sollten diese auch wieder mit „blauen“ Strom versorgt werden können. Ebenso wird die Inbetriebnahme des Stromerzeugers einfacher, so können auch eingewiesene Helfer diesen in Betrieb nehmen.
In der Jugendgruppe spielen die „großen“ Aggregate noch keine Rolle, denn diese müssen, wie bereits erwähnt, von eingewiesenem Fachpersonal betrieben werden. Auch die Strommenge wird für das heutige Ausbildungsthema – Ausleuchten von Einsatzstellen – gar nicht benötigt. So ging es nun im kleinen weiter. Eine Gruppe baute eine Stromversorgung auf dem Vorderhof der Unterkunft auf und leuchtete Teile des Vorderhofes aus.
Bei der zweiten Gruppe wurde der Beleuchtungswagen vorgestellt, der in das Verlastungskonzept des Mehrzweckkraftwagens passt. Auf diesem Beleuchtungswagen ist ein Stromerzeuger 5 kVA, zwei 1000-Wattscheinwerfer sowie ein großer HQI Scheinwerfer verlastet. Daneben befindet sich ein eingebautes Stativ auf diesem Wagen, so dass eine autarke Beleuchtung möglich ist – und genau aus diesem Grund wurde auch dieser Wagen entworfen. Nun wurde es praktisch, denn der Beleuchtungswagen wurde zur Ausleuchtung des Hallenvorfeldes in Betrieb genommen. Hierzu wurde auf dem integrierten Stativ alle drei Scheinwerfer auf der Traverse angebracht, ausgefahren und entsprechend abgespannt. Anschließend wurde die Inbetriebnahme des Stromerzeugers erst nochmals kurz durchgegangen, bevor er los knattern durfte. Jetzt wurden auch die unterschiedlichen Lichtfarben sichtbar und gemeinsam wurden die Vor- und Nachteile angesprochen.

Elektroprüfung im Ortsverband

Gemeinsam wurde die Prüfung der elektrischen Betriebsmittel gemeistert.

Am vergangenen Wochende stand im Ortsverband wieder die Prüfung der "nicht ortsfesten elektrischen Betriebsmittel" auf dem Prgramm. Zu gut deutsch mussten alle Elektromaterielien (Kabel, Verteiler, usw.) sowie alle Elektrogeräte (vom Scheinwerfer über die Bohrmaschine usw.) überprüft werden. Diese Prüfung wird von den Berufgenossenschaften vorschgeschrieben und ist ein wichtiger Baustein wenn es um die Sicherheit unsere Helfer und die Einsatzbereitschaft des Ortsverbandes geht. Mit diesem Wissen im Hinterkopf starte am Freitag gegen 15:00 Uhr eine motivierte und fachkundige Mannschaft mit den Prüfungen. Geleitet wurde die Prüfung wie in jedem Jahr durch unseren Schirrmeister Mathias Fries. Durch eine Verletztung war er in diesem Jahr allerdings gezwungen sich auf die Organisation und Einteilung zu beschränken. Die eigentlichen Prüfarbeiten wurden durch unsere Elektrofachkräfte und die Helfer vorgenommen. Alle Geräte wurden dabei  inspieziert, die Kabel auf Beschädigungen geprüft und anschließend Ihre Funktion mit einem Messgerät getestet. Gegen Abend konnten wir uns dann bei einer zünftigen Brotzeit, die uns von Renate servierte wurde, richtig stärken.
 
Am Samstag ging es dann in den Endspurt. Es wurden noch alle Elektroverteiler sowie die Starkstromkabel überprüft. Gegen Mittag war es dann vollbracht, die gesamte Ausstattung war überprüft. Trotz unsere guten Pflege und Umsicht beim Umgang mit dem Elektromaterial konnten wieder einige kleine Defekte aufgedeckt werden. Defekte, die im Einsatz zu Gefahrensituationen führen könnten. Alle defekten Gerätschaften wurden durch unsere Elektriker umgehend instandgesetzt. Zum Abschluss der Prüfarbeiten konnten wir uns sicher sein, dass unser Material funktionsfähig und in ordnungsgemäßem Zustand ist - ein gutes Gefühl. Allen die mitgeholfen haben, vom Schirrmeister über die Helfer bis hin zur Küche gilt mein Dank. Es war viel Arbeit, aber es hat auch wieder viel Spaß gemacht!

Kraftfahrerausbildung

Schirrmeister Mathias Fries erläutert die Funktionsweise eines Spanngurtes.

Die alljährliche Kraftfahrerbelehrung umfasst in diesem Jahr in vier Stationen. In der Theorie ging Zugführer Thomas Frieß auf Unfallereignisse bei Einsatzfahrten sowie auf Gefahrgutunfälle und Verhalten im Straßenverkehr im Allgemeinen ein. Die zweite Station umfasste die fachgerechte Bedienung des GKW 1, genauer der Seilwinde, den Lichtmast sowie die Ladebordwand des MzKw. Unter der Leitung von Philipp Dosch konnten die Helfer auch einen Blick unter das Fahrzeug werfen und so die Funktionsweise der Seilwinde und deren Grenze kennenlernen.

Nicht nur auf den Kraftfahrer, sondern auch auf den Verlader kommt im Straßenverkehr eine besondere Verantwortung zu. Dies erläuterte Mathias Fries an der Station „Ladungssicherung“. Neben der Vorstellung der einzelnen Sicherungsmittel, angefangen vom einfachen Spanngurt über den Kettenzug bis hin zur Anti-Rutschmatte wurde viel Praxiswissen übermittelt. Im Anschluss mussten die Teilnehmer unterschiedlichste Lasten ordnungsgemäß mit den verfügbaren Mitteln sichern. Last but not Least – bei Johannes Soder ging es um die unterschiedlichsten Anhängerarten und –typen in unserem Ortsverband. Viele der Anhänger haben Ihre Besonderheit und genau auf diese wurde an dieser Station eingegangen.