Aktivitäten im Ortsverband

Informieren Sie sich über unsere laufenden Aktionen und Ausbildungen. Durchstöbern Sie aber auch unsere "alten" Jahrgänge, hier findet sich viel informatives über unsere Entstehung und Einsätze. Erhalten Sie so einen kleinen Einblick in das Leben unseres Ortsverbandes.

2013

Jahreshauptversammlung

Ehrenurkunden erhielten Achim Schneider für 25 Jahre sowie Stefan Wolf für 20 Jahre THW.

19.130 Dienststunden; Davon 1.527 Einsatzstunden. Vier neue Helfer zur Unterstützung der 58 Helfer starken Einsatzmannschaft. 20 besuchte Lehrgänge im In - und Ausland.
Es waren beeindruckende Zahlen mit denen der Ortsbeauftragte des Technischen Hilfswerkes (THW) in Miltenberg, Michael Wasserer, den THW-Angehörigen und Ehrengästen bei der Jahreshauptversammlung im Pfarrgemeindehaus Breitendiel aufwarten konnte. Das diese „öden“ Zahlen jedoch im vergangenen Jahr auch spannend gestaltet und mit Leben gefüllt werden konnten, wurde den Gästen bei einem kurzen Bericht über die zurückliegenden Ereignisse deutlich.
Hierbei kamen natürlich die Highlights des Einsatz- und Ausbildungsjahres 2012, wie der große Waldbrand nahe Amorbach, bei dem an jedem Einsatztag durchschnittlich 25 Helfer unseres Ortverbandes beschäftigt waren, oder aufwendige Brückenbauaktionen in Schneeberg und Amorbach zur Sprache. Jedoch wurden auch die vielen kleinen, im Hintergrund ablaufenden aber nicht minder wichtigen Aktionen gewürdigt. So wurde getreu dem Motto der letzten Jahreshauptversammlung „Ein Jahr der Veränderungen“ ein Arbeitskreis zur Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit im THW Miltenberg ins Leben gerufen und bereits einige Aktionen auf Märkten und mit Kindergärten durchgeführt. Die Renovierung des Unterrichts- und Aufenthaltsraumes der Unterkunft, die größtenteils durch dich Helfer selbst gestemmt wurde, trug dazu bei, dass auch optisch eine Veränderung im Dienstalltag stattfand. Auf Landkreisebene waren vor allem unser Führungskräfte sehr aktiv und beteiligten sich rege an der Erstellung von Einsatzplänen für die neue integrierte Leitstelle (ILS) in Aschaffenburg und erarbeiteten zusammen mit der Kreisbrandinspektion der Feuerwehr unter anderem verbesserte Konzepte für die Waldbrandbekämpfung. Um die Einsatzoptionen des Ortsverbandes zu erweitern und den Helfern bei ihren Tätigkeiten sicheres und technisch auf den neusten Stand befindliches Gerät an die Hand zu geben, stellte Wasserer außerdem die Anschaffung eines geländegängigen Unimogs sowie eines großen Notstromaggregats, mit dem z. B. Krankenhäuser bei Stromausfällen weiter versorgt werden können, in Aussicht.

THW-Unterkunft wird gesperrt
Neben diesen vielen besonders positiven Punkten hatte der Ortsbeauftragte jedoch auch eine unangenehme Botschaft zu überbringen. Trotz der vorgenommenen Renovierungsmaßnahmen erfüllt ein Teil der Räumlichkeiten der THW-Unterkunft nicht mehr die aktuellen Brandschutzvorgaben und muss deshalb möglicherweise demnächst geschlossen werden. Dieses ernüchternde Ergebnis brachte die vor kurzem durchgeführte Brandschutzuntersuchung zum Vorschein. Der bei dieser Untersuchung beteiligt Kreisbrandrat Meinrad Lebold betonte in seinen Grußworten an die Helferschaft die Notwendigkeit solch drastischer Maßnahmen, versicherte jedoch gleichzeitig den Ortsverband bei der Lösung zu unterstützen. Das aus allem schlechten auch immer etwas Gutes werden kann, belegte daraufhin Michael Wasserer, der bekannt gab, bereits mit den zuständigen Stellen und Behörden über den Neubau der Unterkunftsräume zu beraten. Er relativierte jedoch, dass solch ein langwieriger Prozess mit Sicherheit noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen werde.

Ehrungen im Ortsverband
Nach diesen ernsten Themen hatte Michael Wasserer schließlich noch eine erfreuliche Aufgabe zu erfüllen. Er konnte zwei Helfer für ihre langjährige Treue zum THW ehren. So erhielt Achim Schneider (Mainbullau), der als Gruppenführer die erste Bergungsgruppe leitet, eine Auszeichnung für 25 Jahre aktiven Dienst und Stefan Wolf (Großheubach), der als Jugendbetreuer und stellvertretender Ortsbeauftragter den Nachwuchs und die Verwaltung des Ortverbandes organisiert, eine Würdigung für 20 Jahre Engagement.
Die Gastredner von Feuerwehr, Stadt Miltenberg und Landkreisverwaltung hoben in ihren Grußworten die Bedeutung des THW als Partner im Katastrophenschutz hervor und bedankten sich bei den Helfern für ihr Engagement im vergangenen Jahr. Dabei fiel vor allem Dr. Joachim Brinkmann als neues Gesicht in den Reihen der Ehrengäste auf. Der Dekanatsbeauftragte aus Aschaffenburg ist in den beiden Landkreisen als Seelsorger für Einsatzkräfte nach belastenden Einsätzen tätig und fand in diesem Jahr zum ersten Mal den Weg in die Jahreshauptversammlung. In seinen Grußworten berichtete er kurz von seiner Arbeit beim Aufbau des Stressbewältigungsteams für Einsatzkräfte (SbE), einer Truppe aus den Reihen von Feuerwehr und THW, die in regelmäßigen Sitzungen lernen, von schweren Einsatzsituationen belastete Kameraden, durch kollegiale Gespräche unter Gleichgesinnten zu entlasten.
Nachdem dieser erste offizielle Teil geschafft war konnten sich die Anwesenden bei einem gemeinsamen Abendessen stärken. Anlass zum Schmunzeln gab ein in Anschluss von der Jugendgruppe aufgeführter Sketch um einen Arztbesuch mit Hindernissen.
Mit einer ebenfalls von Stefan Wolf vorbereiteten Multimediashow, die in aufwändig animierten Bilderserien und unterhaltsamen Videoclips die Ereignisse des Jahres 2012 zusammenfasste, ging die Jahreshauptversammlung schließlich in einen gemütlichen Kameradschaftsabend über, bei dem noch einige fröhliche Stunden mit Fachgesprächen zwischen Organisationen und Generationen verbracht werden konnten.

Vermisstensuche an der Erf

Suche von Vermissten auf dem Wasser.

Zu Beginn des Jahres forderten die Führungskräfte realitätsnahe Ausbildungen. Aus diesem Grund fanden sich die Einsatzkräfte auch erst gegen 17:00 Uhr in der THW-Unterkunft ein. Hier zeigte Zugführer Thomas Frieß die sog. „kalte Lage“ des angenommenen Einsatzszenarios auf. Anschließend rüsteten sich die Einsatzkräfte aus und fuhren mit den THW-Fahrzeugen zur Bürgstädter Erfmündung, denn der Einsatzauftrag für die Rettungskräfte lautete: „Suche von vier verletzten Personen auf der Land- wie auch Wasserseite, die mit einem VW-Bus in die Erf gerutscht waren.“
Zur Suche von der Wasserseite wurde ein Boot zu Wasser gelassen, das sich ebenfalls auf dem Weg zur Erfmündung begab. Die ersten Einsatzkräfte durchsuchten zu diesem Zeitpunkt bereits die Uferbereiche nach evtl. Patienten. Ebenso wurde eine groß angelegte Beleuchtung aufgebaut. Im weiteren Einsatzverlauf wurde auch das Einsatzponton zur Personensuche im Mündungsbereich eingesetzt.
Als weiterer Einsatzauftrag musste ein Hubschrauberlandeplatz ausgeleuchtet werden, sowie die Patienten mit Hilfe des Pontons abtransportiert werden, nachdem die Zufahrtswege nicht weiter befahrbar waren.

Atemschutz und die Anatomie der Lunge

Atemschutzausbildung im Ortsverband - Rettung eines Teamkollegen.

Um richtig Atemschutz zu betreiben, ist es wichtig, die Funktion der Lunge zu verstehen. Aus diesem Grund ging es beim ersten Ausbildungsabend der Atemschutzgeräteträger um die Funktionsweise der Lunge. Hierzu zeigte Jan Schallenberger anhand eines Schaubilds die einzelnen Stationen der Luft, von der Mund-/Nasenhöhle über die Luftröhre bis hin zu den Lungenbläschen, in denen der eigentliche Gasaustausch stattfindet. Problem beim Einsatz unter Atemschutz ist der vergrößerte Totraum, in dem die Luft nur hin und her bewegt wird, ohne dass dieses Luftvolumen in die Lungenbläschen gelangt. Mit diesen Totraum müssen die Einsatzkräfte jedoch umgehen können, insbesondere bei Extremsituationen, so z. B. bei Atemnot oder Hyperventilation. Hierzu gab es wertvolle Typs aus dem alltäglichen Umgang mit Patienten.
Bei Maximilian Schneider ging es um um die Rettung eines verunfallten Atemschutzgeräteträgers – wie kann dieser aus dem Gefahrenbereich gerettet werden?  Sobald es unter Atemschutz zu einer Notsituation kommt, ist der der Notruf über Funk mit den Worten „Mayday, Maday, Maday!“ samt der Angabe des Unfalls sowie Standorts abzusetzen. Anschließend sollte versucht werden, den verunfallten Geräteträger zu beruhigen und wenn möglich aus dem Gefahrenbereich zu retten. Hierzu kann der Teamkollege mit Hilfe einer Bandschlinge den Patienten ziehen. Nach eintreffen des Rettungstrupps kann auch das Bergetuch eingesetzt werden, in dem der Patient auch über weitere Strecken transportiert werden kann.
Im Anschluss an diesen theoretischen Teil ging es im Praxisteil um die Anwendung des zuvor erlernten Wissens. Hierzu wurden vier Trupps eingeteilt, die die THW-Unterkunft nach Verletzten absuchten. Auch Notsituationen wurden hierbei ausgebildet und der verunfallte Atemschutzgeräteträger musste aus dem Gefahrenbereich gerettet werden.

Kindergarten Regenbogen zu Gast im THW

Bereits zum zweiten Mal konnte Jugendbetreuer Stefan Wolf, der von Sina Kempf sowie Michael Zipf unterstützt wurde eine Kindergartengruppe begrüßen. Dieses Mal stattete die Vorschulgruppe des Kindergartens Regenbogen aus Kleinheubach mit dessen Gruppenleiterin Frau Wamser dem THW Miltenberg einen Besuch ab.
Durch das THW-Pixi-Buch "Die Helfer vom THW" wurden die Kindergartenkinder auf das THW aufmerksam und so ging es bei der kurzen Vorstellungsrunde auch um die Frage, wo kommt das THW überall zum Einsatz und wer sind die Leute mit der blauen Uniform? Große Augen gab es dann bei der „Besichtigung“ des Gerätekraftwagens auf dem Hinterhof der THW-Unterkunft, denn hier gab es jede Menge Gerätschaften zu sehen, natürlich durften die Kinder auch in das Führerhaus und auf den Sitzplätzen der Einsatzkräfte Platz nehmen.
Bei der weiteren Station musste selbst mit Hand angelegt werden, denn es galt einen Patienten aus einer misslichen Lage zu befreien. Hierbei mussten die Vorschulkinder zuerst einen Tunnel durchqueren und das notwendige Material mitziehen. Nun wurde unter der fachkundigen Anleitung der THW-Helfer die verletzte Person auf den Schleifkorb umgebettet und mit vereinten Kräften durch den Tunnel gezogen.
Viel Spaß gab es bei der letzten Station, denn hier ging es nach einer kurzen Besichtigung der Fahrzeughalle um den spielerischen Teil des Nachmittags. So wurde das Labyrinthspiel zusammen gespielt, wobei eine Kugel durch ein Labyrinth geführt werden musste. Auch das Spinnennetz fand anklang bei den Kindern.
Als Abschluss des Besuchs wurde ein kleines Erinnerungsstück, in Form eines Schlüsselanhängers gebastelt. Hierzu wurde der Achtknoten gelernt und mit einem Karabiner versehen.

Vorb. Leistungsabzeichen

Junghelfer montieren einen Scheinwerfer auf dem Stativ.

Nachdem der Termin für das Leistungsabzeichen immer näher rückt, waren die Betreuer gezwungen einige Sondertermine für die Ausbildung einzuschieben, um die notwendigen Themen ausbilden zu können. Nach dem üblichen Theorietest, gab es auch heute wieder zwei größere Themenblöcke aus dem bronzenen Leistungsabzeichen, die ausgebildet wurden.
Simon Schuldt übernahm den kompletten Bereich „Umgang mit Leitern“, hier ging z. B. um die Prüfung des richtigen Anstellwinkels, das Tragen einer Steckleiter sowie die richtige Benennung der einzelnen Teile einer Leiter. Auch das Besteigen einer ungesicherten Leiter gehörte zum Ausbildungsumfang.
Bei Stefan ging es heute einmal nicht um den Bereich „Stiche und Bund“, sondern um das Thema Ausleuchten von Einsatzstellen. Hier gibt es zwei größere Aufgaben, nämlich der Aufbau eines Flutlichtstrahlers auf Stativ sowie der Aufbau einer Stromversorgung vom Verbraucher zum Erzeuger. Beide Stationen wurden zuerst besprochen und anschließend in der Praxis umgesetzt. Danach wurden die Fehler besprochen und nochmals erläutert, worauf beim Aufbau zu achten ist.

Community Mechanism Introduction Lehgang in Kroatien

Wo andere Urlaub machen sind die TAST-Helfer zur Ausbildung.

Unser TAST-Helfer Andreas Plötz besuchte den Lehrgang Community Mechanism Introduction (CMI) wobei die Anreise am 03.02. via Fraport Frankfurt nach Split erfolgte. Teilnehmer waren 27 verschiedenen Nationalitäten aus fast allen europäischen Staaten. Im Lehrgang CMI wird die grundlegende Struktur über die Hilfeleistungsmechanismen in der Europäischen Union vorgestellt. Hierzu gehören die Anforderung von ausländischer Hilfe, rechtliche Regelungen im Bereich der Finanzierung, Annahme der Hilfe durch das hilfeersuchende Land sowie die Möglichkeiten zum Einsatz in fremden Ländern ohne deren Zustimmung.
Als Dozenten waren auch dieses mal mehrere hochkarätige Personen aus dem In- und Ausland anwesend, die mit viel Engagement und guten Vorträgen eine breite Wissensbasis bei den Teilnehmern schaffen konnten.
Alles in allem ein sehr interessanter Lehrgang mit vielen neuen Bekanntschaften und auch nützlichen Tipps und Tricks für meine tägliche Arbeit im OV.

Blauer Strom fließt wieder sicher im THW

Die Erzeugung und Verteilung von Strom in Notlagen ist Kernaufgabe des THW und Grundlage für gefahrloses Arbeiten an jeder Einsatzstelle. Um jedoch diesen sog. „blauen“ Strom sicher von A nach B zu leiten und dort mit ihm dann auch Maschinen und Scheinwerfer betreiben zu können, ist technisch einwandfreie Ausrüstung notwendig. Da die langen Lagerzeiten und die harten Einsatzbedingungen dem Material trotzt guter Pflege häufig sehr zusetzten, ist es wichtig die stromführenden Maschinen sowie die Kabel und Kabeltrommeln jährlich genau zu prüfen.
Und so traf sich die Mannschaft unter Leitung des Elektromeisters Mathias Fries auch in diesem Jahr um die vorgeschriebenen Tests durchzuführen. Da unser Ortsverband über eine sehr umfangreiche Ausstattung an Kabeln und elektrischem Gerät verfügt, war es nötig bereits am Freitagnachmittag die Materialien auszuräumen und erste Tests mit den Prüfgeräten durchzuführen. Der Hauptteil der Arbeit wartete jedoch erst am darauffolgenden Samstag auf die Ehrenamtlichen, denn nun galt es die auf den Fahrzeugen verlastete Ausrüstung auf eventuelle Kurzschlüsse, Kabelbrüche, Beschädigungen oder sonstige Fehler zu untersuchen. Gleichzeitig wurde die Gelegenheit genutzt und der Bestand anhand von Listen auf seine Vollständigkeit geprüft. Dank der vielen fleißigen Hände konnte die gesamte Aktion allerdings  schon nach dem gemeinsamen Mittagessen für beendet erklärt werden. Die warme Mahlzeit entschädigte die Helfer auch für diesen nicht ganz so beliebten Dienst, der jedoch außerordentlich wichtig ist, um im vor uns liegenden Jahr wieder sicher arbeiten und helfen zu können.

Vorb. Leistungsabzeichen

Ein Bockschnürbund entsteht an den beiden gekreuzten Hölzern.

Auch am 1. Februar ging es um die Vorbereitungen auf das bronzene Leistungsabzeichen. Üblicherweise startete der Ausbildungsnachmittag mit einem kleinen Theorietest, der anschließend besprochen wurde. Danach ging es in die Gruppenarbeit hinaus in die Garage bzw. Fahrzeughalle. Unter der Leitung von Nico Kempf wurde dieses Mal eine Teamaufgabe eingeübt. Hierzu mussten zwei Dreiböcke gebunden und anschließend aufgestellt werden, wobei ein Dreibock aus Holzmaterial gebunden, der zweite Dreibock aus dem EGS-Material hergestellt werden musste. Dazwischen wurde eine Art Seilbahn aufgebaut, um Wasser zu transportieren.

Weniger Action gab es bei der zweiten Station, hier ging es wieder um das Thema Stiche & Bunde, dieses Mal wurde der Kreuzbund sowie der Bockschnürbund wiederholt und vertieft, bevor es an die Wiederholung der einfachen Stiche & Bund ging.

Vorb. Leistungsabzeichen

Ein Junghelfer sägt mit Hilfe der Metallbügelsäge einen Gewindestab ab.

Auch heute stand das Leistungsabzeichen im Mittelpunkt des THW-Jugendnachmittages. Wie üblich wurden zuerst einige theoretische Fragebogen ausgefüllt und gegenseitig verbessert. Anschließend ging es in die Stationsausbildung, wobei heute in erster Linie die Metall- sowie Holzbearbeitung an der Reihe waren. Darunter fallen Aufgaben wie, Rechtwinkliges Ablängen eines Kantholzes mit der Bügelsäge, Zeigen von Werkzeugen, Zeigen von Mess- und Anreißwerkzeugen sowie das Ablängen einer Gewindestange.
In der zweiten Gruppe ging es um die Aufgabe Transportsicherung auf einer Krankentrage für den Transport auf  unebenem Gelände sowie der Gruppenaufgabe Verletztentransport – hier wurde besonderes Augenmerk auf die Kommunikation sowie Zusammenarbeit innerhalb des Teams gelegt.

Gelebte Zusammenarbeit – Rotes Kreuz und THW trainieren Rettung

Ein Patient wird schonend aus den Schneemassen gerettet.

Wer bei den derzeit herrschenden Außentemperaturen verunglückt, läuft sehr schnell Gefahr durch Erfrierungen weitere Schäden davon zu tragen. Daher ist es besonders wichtig den Betroffenen möglichst schnell aus seiner Notlage zu retten und zu versorgen. Um sich für solche Notfälle gerüstet zu sein, fand am  Samstag, dem 19.01.2013, eine Ausbildung zu den Themen Vermisstensuche, Verletztentransport und Erster Hilfe statt.
Unterstützt wurde Jan Schallenberger, Rettungsassistent und Helfer in unserem Ortsverband, dabei von Johannes Roth, dem Leiter der Schnell Einsatz Gruppe (SEG) des Roten Kreuzes aus Kirchzell. Zu Beginn der Ausbildungsveranstaltung wurde an einem theoretischen Beispiel das taktische Vorgehen bei einer Vermisstensuche erläutert und von den Helfern diskutiert. Im Anschluss daran hatten die Helfer des THW die Möglichkeit die speziellen Trage- und Rettungsmittel des Krankentransportwagens (KTW) der Bereitschaft Kirchzell kennenzulernen und den Umgang mit ihnen zu üben. So wurde zum Beispiel trainiert wie man einen Patienten mit angenommener Wirbelsäulenverletzung möglichst schonend aufnimmt und auf eine, sich der Körperform anpassende, Trage umlagert. Auch erste Versorgungsmaßnahmen wie das Anlegen einer speziellen Halskrause, einem so genannten Stifneck, welche die Halswirbel besonders unterstützt, wurden den Teilnehmern näher gebracht. Um das theoretisch gelernte sofort zu festigen fand direkt im Anschluss eine kurze Übung im Schnee vor der Unterkunft statt. Hierbei galt es einen gestürzten Arbeiter zuerst möglichst schonend aus schwerem Gelände abzutransportieren und ihn schließlich noch einen verschneiten Abhang hinaufzuziehen. Nach dem stärkenden Mittagessen fand sich die gesamte Mannschaft wieder im Hof ein, um dort von den hauptamtlichen Mitarbeitern der Rettungswache in Miltenberg einen kurzen Einblick in Technik und Ausstattung des Notarzteinsatzfahrzeuges (NEF) und des Rettungswagens (RTW) zu erhalten. Um die richtigen Maßnahmen vor eintreffen des Rettungsdienstes ging es im zweiten Ausbildungsblock und so wurden nun die Basics der Ersten Hilfe vom auffinden der Person bis hin zur stabilen Seitenlagen und zur Herz-Lungen-Widerbelebung (HLW) wiederholt und ausgiebig geprobt. Mit dem gemeinschaftlichen Schneeräumen vor der Fahrzeughalle ging schließlich dieser erste Dienst im neuen Jahr für alle Teilnehmer zu Ende.
Wir bedanken uns für die unkomplizierte Unterstützung der Kollegen des Roten Kreuzes und freuen uns auf ein weiteres Kennenlernen bei zukünftigen Aktionen. Denn nur wer den Anderen, mit all seinen Fähigkeiten und Grenzen kennt, kann effektiv Hilfe leisten!