Aktivitäten im Ortsverband

Informieren Sie sich über unsere laufenden Aktionen und Ausbildungen. Durchstöbern Sie aber auch unsere "alten" Jahrgänge, hier findet sich viel informatives über unsere Entstehung und Einsätze. Erhalten Sie so einen kleinen Einblick in das Leben unseres Ortsverbandes.

2013

THW Miltenberg verfügt über neues Übungsobjekt

Ein Blick auf den Übungstank mit seinen vielen Übungsmöglichkeiten.

Nach längerer Planungsarbeiten wurde unter der Leitung unserer Werkstattgruppe ein Übungstank für realistische Ausbildungszwecke erstellt. Bereits in der März Ausbildung des Technischen Zuges wurden wichtige Bestandteile für den Übungstank in der Metallbearbeitung vorbereitet, so z. B. ein Teil des Zuschnitts, genauere Vermessungsarbeiten sowie der Bau der Unterkonstruktion. Im weiteren Verlauf wurden nun die Rohrleitungen und Öffnungen im Übungstank geschaffen, so ist es möglich die verschiedensten Lecktagen zu simulieren. Hierzu besitzt der Tank neben den Rohrleitungen, mit Verschraubungen und Flansche auch div. Lecktagen in der Außenhaut des Behälters. Die Schadstellen können entweder mit Wasser oder einem Kompressor simuliert werden. Auch ein großes Mannloch ist in der Außenhaut für die Rettung eines Verletzten aus dem Innern des Tanks vorhanden. Durch das speziell konzipierte Untergestell ist es möglich, den Übungstank mit Hilfe eines Staplers / Fahrzeugs zu transportieren.

Bewegen von Lasten - 2 knifflige Aufgaben waren zu lösen

Gemeinsam wurde der Zweibock gebunden und anschließend aufgestellt.

Wie bekommt man einen Betonklotz auf eine Höhe von 45 cm oder über eine Strecke von rund 30 Meter bewegt? Vor dieser Aufgabenstellung fand sich die Jugendgruppe am heutigen Ausbildungsnachmittag wieder. Mit Hilfe der beiden Betreuer wurde zuerst über die verschiedene Lösungsmöglichkeiten nachgedacht. Erschwerend kam hinzu, dass nur handgetriebene Geräte aus dem GKW 1 verwendet werden durften, also die Fahrzeugseilwinde schied dadurch aus. Auch wurde in diesen Überlegung die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen und Unfallverhütungsvorschriften (UVV) angesprochen sowie evtl. Gefahrenstellen besprochen.
Endlich konnte es los gehen! Eine Gruppe entschied sich für den hydr. Hebesatz, um die Betonbrocken in die Höhe zu schaffen. Mit Hilfe von Brecheisen wurde das Übungsobjekt leicht angehoben, so dass ein kleiner Spalt entstand, in der die Zahnstangenwinde eingebracht werden konnte. Je größer der Abstand zwischen Boden und Betonklotz wurde, desto mehr Hölzer waren für den Kreuzstapel, der zur sicheren Stabilisierung dient, notwendig. Mit vereinten Kräften konnte schließlich die Last auf den bereitstehenden Palettenstapel „gerollt“ werden – somit war die Aufgabe erfüllt.
Auch bei der zweiten Gruppe wurden schnell die notwendigen Gerätschaften aus dem GKW 1 heraus geräumt. Während ein Team die Last mit Hilfe von Brechstangen anhob und mit Rundhölzern unterbaute, wurde durch das zweite Team der Greifzug in Stellung gebracht. Nachdem die Last mit zwei Rundschlingen versehen war, wurde am Greifzug gehebelt und die Last bewegte sich rasch in die Zielrichtung. Die zweite Aufgabe für diese Gruppe bestand nun noch darin, eine Verladevorrichtung für diesen Betonbrocken zu erstellen. Hierzu wurde ein Zweibock aufgebaut, an dem wiederum der Greifzug als „Lastseil“ angeschlagen wurde. Mit viel Fingerspitzengefühl gelang auch diese Aufgabe und die Last schwebte letztendlich rund einen Meter über dem Boden.

Umrüstung GW Wasserschaden/Pumpen

Gut zu erkennen, die dauerhafte Ladestromerhaltung, sowie die Handweitleuchten.

Umrüstung GW W/P - Unsere Werkstattgruppe hat nun auch den GW Wasserschaden/Pumpen mit einer Ladeerhaltung ausgestattet. So können wir nun auch dieses Fahrzeug dauerhaft an den Ladestrom anschließen. Weiterhin wurden durch unsere Elektriker und unseren Schirrmeister zwei Handweitleuchten unter der Rücksitzbank fest verstaut. Die Handweitleuchten sind fest in Ladestationen untergebracht, welche auch durch die Ladeerhaltung gepuffert werden.
Durch diese Umrüstungen haben wir wieder einen wichtigen Schritt zur Sicherung unserer Einsatzbereitschaft gemacht und unsere Einsatzabläufe weiter optimiert. Besonders darf ich mich bei Maximilian Schneider und Matthias Fries hier für Bedanken!

Holz- und Metallbearbeitung

Ausbildung am Trennschleifer

Bei der Ausbildungseinheit im März lernten die Helferinnen und Helfer des Technischen Zuges den Umgang mit Geräten aus der Holz- und Metallbearbeitung. Um auch ein sinnvolles Werkstück herzustellen, wurde eine Dachkonstruktion aus massiven Balken über den Werkstattcontainer unter fachkundiger Anleitung von Andreas Früh sowie Patrick Page erstellt. Hierbei musste das Holz entsprechend abgelängt und zum Teil mit Zapfen und Ausschnitten versehen werden. Neben dieser alten Verbindungsmethode kamen aber auch moderne Techniken zum Einsatz.

Im Bereich der Metallbearbeitung ging es unter der Leitung von Gruppenführer Michael Wolf um den sicheren Umgang mit Trennschleifer, Blechschere sowie Metallsäge. Auf einer großen Metallplatte wurden die entsprechenden Maße zuerst angerissen und abgelängt. Anschließend wurden die scharfen Kanten entgratet – auch hierbei wurde ein sinnvolles Werkstück erstellt – nämlich ein sog. Rammschutz für das Hochregallager in der Fahrzeughalle. Die Einzelteile werden nun von unserem Werkstattteam zusammenmontiert und mit einer auffälligen Warnlackierung versehen, bevor diese zum Einsatz kommen.

Leistungsabzeichen beim THW OV Miltenberg

Wir gratulieren unseren 16 Junghelferinnen und Junghelfern

zur erfolgreichen Prüfung:

„Leistungsabzeichen der THW-Jugend in Bronze“

 

Früh übt sich wer ein Meister werden will. Dieses Sprichwort nahm sich auch die THW Jugendgruppe aus Miltenberg zu Herzen und begann bereits vor einem halben Jahr sich auf die Prüfung zum bronzenen Leistungsabzeichen der THW Jugendgruppen in Bayern vorzubereiten. Unterstützt von ihren Ausbildern Nico Kempf und Stefan Wolf (beide Großheubach) büffelten sie Theoriefragen, übten wichtige Knoten und bereiteten sich auf vielerlei handwerkliche Aufgaben vor.

Begierig ihr erlerntes Wissen auch anzuwenden fanden sich schließlich die Junghelfer aus den Ortsverbänden Kitzingen, Gerolzhofen und natürlich auch die Mannschaft aus Miltenberg am vergangen Samstag in der Unterkunft ein. Dort wurden die 19 angetretenen Prüflinge von Reiner Stein (Geschäftsführer GFB Karlstadt), Thomas Schürrer (Bezirksjugendleiter Unterfranken) sowie dem Prüfungsleiter Jürgen Adolfinger begrüßt und in den Ablauf bzw. den Regeln der Prüfung eingewiesen. Nachdem alle Formalitäten geklärt waren, konnten die aufgeregt wartenden Jugendlichen endlich mit dem ersten Teil ihrer Prüfung beginnen. Hier wurden die Prüflinge mit zehn theoretischen Fragen aus einem zuvor gelernten Fragenpool konfrontiert und mussten diese innerhalb von einer halben Stunde lösen. Während die Junghelfer über ihren Fragebögen schwitzten herrschte auf dem Hof vor der Unterkunft jedoch auch reges Treiben. Dort bereiteten die aktiven Schiedsrichter und Stationshelfer ihre Prüfungsstationen vor und konnten so die nacheinander aus dem Prüfungsraum kommenden Jugendlichen in Empfang nehmen.

Der nun folgende praktische Teil forderte von den Junghelfern ein breites Spektrum an Fähigkeiten und enthielt alle wesentlichen Facetten der Ausbildungen der vergangenen Monate. Zuerst erläuterten die Mitglieder der einzelnen Jugendgruppe die wichtigsten Bestandteile ihrer persönlichen Schutzausstattung und stellten, unter den kritischen Augen ihrer Prüfer eine Verbindung zweier Holzbalken mittels Bockschnürbund, einem besonderen Knoten, her. An der nächsten Station wurde der Umgang mit Leitern geprüft. Nach dem fachgerechten Zusammenbau musste die Leiter mit einer Bandschlinge versehen und eine Umlenkrolle sicher eingehängt werden. Um Knoten ging es auch bei der dritten Prüfungsaufgabe, in der allerdings keine Balken miteinander verbunden, sondern eine verletzte Person auf einer Krankentrage fixiert werden musste. Die vorletzte Etappe wartete schließlich in der Werkstatt des Ortsverbandes. Hier mussten Werkzeuge zur Holzbearbeitung korrekt benannt und eine Gewindestange abgelängt und zu Weiterverarbeitung vorbereitet werden. Während die vorangegangenen Aufgaben alle von einem Prüfling alleine ausgeführt werden mussten, war bei der letzten Aufgabe, der sog. Teamprüfung vor allem Kommunikation und Koordination gefragt. In Vierergruppen aufgeteilt hatten die Prüflinge den Auftrag einen Verletzten auf eine Trage zu legen, ihn zu sichern und ihn dann schließlich gemeinsam ein kurzes Stück zu transportieren. Hier achteten die Prüfer neben dem fachlich richtigen Umgang mit der Ausrüstung auch auf die Kommunikation und den Umgang innerhalb der Gruppe.

Nachdem alle 19 Junghelfer ihre Prüfungsdurchgänge beendet und sich mit einem reichhaltigen Mittagessen gestärkt hatten, wurden die mit Spannung erwarteten Ergebnisse bekannt gegeben. Sichtlich stolz auf die erbrachte Leistung konnte Geschäftsführer Reiner Stein verkünden, dass alle angetretenen Prüflinge bestanden haben und die bis über beide Ohren strahlenden Junghelfer mit einer Urkunde und einem Abzeichen für Ihren Junghelferanzug auszeichnen.

Das bronzene Leistungsabzeichen ist das erste von drei Abzeichen, das im THW aktive Jugendliche im Laufe ihrer Zeit ablegen können. Somit wird diese erste Prüfung wohl nicht die letzte für die Miltenberger THW- Jugend sein.

Vorb. Leistungsabzeichen

Der letzte Tag vor der Prüfung. Auf vielfachen Wunsch wurde nochmals das komplette Aufgabenspektrum im Bereich Stiche und Bunde wiederholt – so zum Beispiel der Mastwurf, einfache sowie doppelter Ankerstichen, Doppelstich und der Sackstich. Aber auch die aufwendigeren Bunde, wie der Kreuz- und Bockschnürbund standen auf dem Wiederholungsprogramm. Ebenso wurde das Thema „Aufbinden eines Verletzten auf die Einheitskrankentrage“ erneut wiederholt und vertieft.

Vorb. Leistungsabzeichen

Aufbinden einer verletzten Person auf die Einheitskrankentrage.

Noch eine Woche bis zum Leistungsabzeichen. Mit diesem Hintergrund ging es beim Ausbildungsnachmittag am 08.03.2013 weniger um eine neue Ausbildungsinhalte, sondern viel mehr um den Ablauf der eigentlichen Bronzeprüfung. Hierzu standen nach dem theoretischen Test drei praktische Stationen bereit, an denen mehrere Aufgaben gelöst werden mussten. So musste z. B. an der ersten Station ein Kantholz abgelängt, Werkzeuge aus der Holzbearbeitung benannt werden. An der zweiten Station ging es um das Thema „Stiche und Bunde“, so musste ein Verletzter aufgebunden sowie der Kreuzbund gelegt werden. Bei der letzten Station ging es um das Thema Leitern, hier mussten verschiedene Sicherungsarten benannt sowie Leiter fachgerecht aufgestellt werden.

Vorb. Leistungsabzeichen

Mit vereinten Kräften werden die Bauklammern in das Holz getrieben.

„Was? Schon in zwei Wochen?“ - ja, diese Aussage ist richtig, denn für den 16.03.2013 ist die Abnahme des Leistungsabzeichens in Bronze im Ortsverband Miltenberg geplant – und hierfür gibt es noch eine Menge vorzubereiten. So ging es nach dem üblichen Theorie-Test direkt in die praktische Ausbildung. Für den heutigen Ausbildungsnachmittag standen folgende die Themen auf dem Programm:

  • Anheben einer Last mit Hilfe der Brechstange
  • Einhängen eines Klappklobens in einen Leinenstropp
  • Handhabung der Bauklammer
  • Aufbinden auf der Einheitskrankentrage
  • Stiche und Bunde
  • Zuteilung von Brandklassen

Aufgrund der fortgeschrittenen Stunde konnte die geplante Teamprüfung mit dem Thema „Leonardo Brücke“ leider nicht mehr getestet werden und muss auf einen der nächsten Ausbildungsnachmittage verschoben werden.

Winterwanderung

Die diesjährige Winterwanderung führte nach Röllfeld zum Gasthaus Anker.

Ruthard Zipf konnte zahlreiche THW-Angehörige am Ausgangsort der diesjährigen Winterwanderung der THW-Helfervereinigung Miltenberg begrüßen. Natürlich wurde auch das passende Wetter – eine bezaubernde Winterlandschaft und trockene Luft – zu diesem Event organisiert. Gestartet wurde in diesem Jahr am Großheubacher Friedhofsparkplatz und führte die Gruppe über das Großheubacher Neubaugebiet „An der Klinge“ zum Weinbergweg in Richtung Röllfeld.
Unterbrochen von einer kleinen Pause nach dem steilen Anstieg ging es stetig weiter zum Gasthaus Anker, dem diesjährigen Einkehrziel. Bei vielen Gesprächen, vornehmlich rund um das THW, konnten die Teilnehmer Ihr verspätetes Mittagessen genießen. Im Anschluss daran führte der Weg auf den Spuren des Leinritts am Main entlang zurück zum Ausgangsort.

Generalversammlung THW-Helfervereinigung

Neben der Jahreshauptversammlung des Ortsverbands Miltenberg des Technischen Hilfswerks (THW) war am Freitag im Pfarrheim zu Breitendiel auch die Mitgliederver-sammlung der THW-Helfervereinigung e.V., welcher Ruthard Zipf vorsteht.
Zu Beginn der Veranstaltung gab die Jugendgruppe des Ortsverbands eine kurze Show-Einlage mit dem Bühnenstück »Der Arzt der helfen wollte, aber nicht konnte«. Anschließend betonte Zipf, die Jugend eines Vereins sei die Saat von heute und die Ernte von morgen – Jugendarbeit sei für das Fortbestehen einer funktionierenden Gesellschaft heute wichtiger denn je.

Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden
Im Anschluss informierte Zipf in seinem Rechenschaftsbericht über die Arbeit des Vorstandsausschusses im vergangenen Jahr, hier legte Zipf die verschiedensten Aktivitäten des Vereins dar, wie die beliebte Winterwanderung und den Ammersee-Ausflug. Auch berichtete er über die getätigten Neuanschaffungen, wie die Dauerstrom- und Druckluftversorgung in der Fahrzeughalle, Bezuschussungen und div. kleinere und weitere Fördermaßnahmen.
Weiter stellte Zipf, die im Laufe des Jahres vollzogenen Beratungen innerhalb der Vorstandschaft dar, wobei die Beratungen zur Beschaffung eines Stromerzeugers mit Lichtmast herausragten, mit dem Ergebnis:
Derzeit stehen dem THW Miltenberg zwei Stromaggregate mit je 25 kvA aus den Baujahren 1962 und 1964 zur Verfügung. Die Qualität des Stromes ist für die heutige Technik unzureichend, aufgrund Spannungsschwankungen und veralteter Technik – eine Einspeisung bei medizinischen Geräten oder elektronischen Steuergeräten ist undenkbar, wegen fehlender Isolationsüberwachung und Sicherheitseinrichtungen, ggf. auch für das Betriebspersonal nicht ganz ungefährlich.
Auf dieser Basis ist es daher unausweichlich, um den gegebenen Rahmenbedingungen wieder gerecht zu werden, diese Beschaffung zutätigen – so Zipf. Somit stellte er im Namen der Vorstandschaft den Antrag auf Beschaffung, dass der Vorstandschaft der Helfervereinigung »Vollmacht« erteilt wird, bis zu einem Betrag von 70.000 EUR in dieser Angelegenheit zweckgebunden tätig zu werden – der Antrag wurde durch die anwesenden Mitglieder einstimmig befürwortet.

Auf die finanzielle Situation des Helfervereins ging, stellvertretend für den Schatzmeister, Hermann Behl (Miltenberg) im Kassenbericht ein. Nach der Kassenprüfung und der Bestätigung einer vorbildlichen, sowie ordnungsgemäßen Kassenführung erteilte die Versammlung einstimmig die Entlastung.