Aktivitäten im Ortsverband

Informieren Sie sich über unsere laufenden Aktionen und Ausbildungen. Durchstöbern Sie aber auch unsere "alten" Jahrgänge, hier findet sich viel informatives über unsere Entstehung und Einsätze. Erhalten Sie so einen kleinen Einblick in das Leben unseres Ortsverbandes.

2013

Gefahrguteinsatz auf B469

Nach der Lageerkundung beginnt die Bergung des Gefahrguts

„Miltenberg. Ein mit Wasserbomben geladener Gefahrguttransporter wurde am vergangenen Freitag auf der B469 bei Miltenberg in eine Kollision verwickelt und rutschte den Abhang hinunter. Rettungskräfte der Feuerwehr und des THW waren daraufhin unter schwerem Atemschutz und Schutzanzügen mit der Bergung des Gefahrguts beschäftigt.“ - So oder ähnlich hätte die anschließende Pressemitteilung lauten können, wenn es sich um einen realen Einsatz gehandelt hätte.
Zum Glück war dies nur eine reguläre Ausbildung für die Atemschutzgeräteträger des Technischen Hilfswerk Ortsverband Miltenberg. Gefahrguttransporte finden auch im ländlichen Raum wie Miltenberg statt, denn viele Firmen müssen für deren Produktion Gefahrstoffe einsetzen. Aus diesem Grund ist ein solches Szenario als sehr realistisch ein zu schätzen, die Feuerwehren halten hierzu Gefahrgutzüge vor, um die Gefahrstoffe aufzuspüren, zu identifizieren und die anschließende Gefahrenabwehr für Mensch und Umwelt einzuleiten.
Aufgrund der Windrichtung und Topographie des Geländes wurde die Unfallstelle weiträumig abgesperrt und entsprechend gekennzeichnet. Während sich ein Atemschutztrupp zur Erkundung mit Atemschutzgerät sowie Schutzanzügen ausstattete, baute ein weiterer Trupp eine Not-Dekontaminationsanlage auf. Diese wird für Notfälle vorgehalten, um Einsatzkräfte, die mit dem Gefahrstoff in Kontakt gekommen sind, notfalls zu reinigen und die Gefahrstoffe abzuspülen. Die Erkundung bestand darin, die beiden Unfallfahrzeuge zu untersuchen, so z. B. ob die Behälter des Gefahrstoffs noch intakt sind und vielmehr, um welchen Gefahrstoff es sich überhaupt handelt, ebenso wurden die Fahrzeuge gegen weiteres abrutschen gesichert. Die so herausgefundene UN-Nummer, sowie Gefahrensymbole wurden an die Einsatzzentrale übermittelt, um weitere Informationen über die Ladung zu erhalten.
Nachdem die Verpackung soweit unbeschädigt und kein Austritt von Gefahrgut festzustellen war, konnte das Gefahrgut auf einen bereitgestelltes Fahrzeug umgeladen werden. Hierbei kamen weitere Atemschutztrupps zum Einsatz. Die beschädigten Fahrzeuge wurden im weiteren Verlauf der Rettungsarbeiten geborgen und für den Abtransport vorbereitet.

THW-Jugend vereint Moderne und Vergangenheit beim Stegbau

Gemeinsam wird ein Dreibockbund angefertigt.

THW-Jugend vereint Moderne und Vergangenheit beim Stegbau. Nachdem die organisatorischen Details besprochen waren erläuterte Stefan kurz den Aufbau eines kombinierten Steges, der zum Teil aus der herkömmlichen holzbauweise, aber auch aus dem heutigen EGS (Einsatz-Gerüst-System) Material hergestellt wird.
Dazu wurden zwei Teams gebildet und jeder baute einen Teil des modernen bzw. historischen Steges zusammen. Mit dem EGS-Material wurde ein Portal mit sechs Metern Länge erstellt, das die Teilnehmer über zwei Stufen auf eine Höhe von cirka einen Meter führte. Dazu wurden die Funktionsweise sowie der Name der einzelnen EGS-Teile vorgestellt und gleich in der Praxis angewandt. Mit den Gewindefüßen wurden zwei Rechtecke gebildet, auf denen die Vertikale aufgesteckt wurden. Ebenso wurden die Horizontalen eingebaut und mit drei EGS-Böden versehen.
Die zweite Gruppe beschäftigte sich währenddessen mit dem Binden eines Dreibocks. Hierzu wurden drei Rundhölzer parallel zueinander gelegt und mit einem Dreibockbund verbunden – hört sich einfach an, doch der Dreibockbund verlangt einiges an Knowhow, denn nicht richtig angezogen und schon rutschen die Rundhölzer heraus und der Dreibock stürzt um. Ebenso wurden zwei Bretttafeln gebunden, die später als Laufplanken dienen.
Nachdem die beiden Gruppen getauscht waren, wurden die zwei Bestandteile zusammengefügt, so dass rechts und links jeweils ein EGS-Portal stand. In der Mitte wurden die zwei Dreiböcke aufgebaut, an denen die Bretttafeln fixiert wurden. Der Belastungstest fand natürlich gleich im Anschluss statt, als alle Erbauer sich zum Gruppenfoto auf dem Steg platzierten.

Wetterstation sagte Wetter am Kirchzeller Frühling

Die Wetterstation zeigte den kompletten Tag "Sonnig" an.

Wie wird denn das Wetter heute? Um diese Frage den zahlreichen Marktbesuchern beantworten zu können, war das Öffentlichkeitsteam am „Kirchzeller Frühling“ vor Ort und baute die THW-Wetterstation auf. Das Markttreiben stand in diesem Jahr unter dem Motto „Schützen, helfen, retten“, weshalb noch weitere Hilfsorganisationen den Weg nach Kirchzell fanden und sich über zahlreiche Besucher freuen konnten, denn die THW-Wetterstation zeigte den ganzen Tag Sonne und nur wenig Wind an.

Besichtigung der Feuerwache 1 Frankfurt

Fachkundige Informationen gab es in der Fahrzeughalle der Feuerwache

Einen sehr informativen Ausflug in die Stadt Frankfurt am Main, genauer zur Feuerwache 1, fand am 4. Mai 2013 statt. Das Erlebnis begann um kurz vor 10:00 Uhr, als sich die  bunt gemischte Gruppe auf dem Miltenberger Bahnhof einfand, um anschließend mit der Bahn über Aschaffenburg nach Frankfurt zu reisen.
An der Feuerwache 1 angekommen, wurde die Gruppe bereits erwartet und nach einer kurzen theoretischen Einführung fand bereits die Führung auf dem weiträumigen Areal statt. In einer eigens für die Feuerkräfte errichteten Halle, sind ganze Stadtteile nachgebildet, um eine realistische Ausbildung unter Echtbedingungen zu gewährleisten. Auch die unterschiedlichen Fassaden der Frankfurter Hochhäuser sind nachgebildet, damit die ausgebildeten Helferinnen und Helfer deren Eigenschaften kennen lernen. In dieser Halle ist es sogar möglich, die komplette Drehleiter auszufahren, nur um die Ausmaße des Ausbildungsgeländes ein klein wenig abschätzen zu können. Daneben befinden sich auch mehrere Gleisanlagen auf dem Gelände, denn die Berufsfeuerwehr muss ggf. auch an der Rettung von U-Bahnen teilnehmen, wozu spezielle Einsatzfahrzeuge vorgehalten werden.
Nach dem Rundgang über das Gelände ging es in die Fahrzeughalle, wo wir einen Teil des Fahrzeuparks samt Gerätschaften bestaunen konnten. Im Anschluss an diese interessante Führung ging es in das Frankfurter Innenstadtleben, wo die ein oder andere Kneipe aufgesucht wurde.

Knifflige Einsatzübung

Gemeinsam wird der Patient zur Veletztenablage gebracht.

Den Abschluss der Ausbildungsreihe „Verletztenrettung“ bzw. „Bewegen von Lasten“ bildete die kleine Einsatzübung auf dem Gelände der THW-Unterkunft für die THW-Jugendgruppe. Der Einsatzauftrag lautete: „Absuchen des Einsatzabschnittes und Rettung evtl. Verletzten“ - eigentlich ganz einfach, doch die Tücke steckt im Detail. Nach einer kurzen Aufgabenverteilung samt Lageerkundung wurde das notwendige Gerät herbeigeschleppt. Die erste Hürde bestand darin, dass kein freier Zugang zum Gelände möglich war, da der Grundstücksbesitzer noch nicht erreicht werden konnte, weshalb die THW-Teams den Zaun mit Hilfe von Leitern übersteigen mussten. Erst danach konnte die Suche im dschungelartigem Gelände durchgeführt werden. Bereits nach wenigen Minuten trafen die Suchteams auch auf den ersten Verletzten, der mit Hilfe des Schleifkorbs aus seiner misslichen Lage befreit und vor dem Zaun als erste Verletztenablage gesammelt wurde.
Das zweite Team hatte während dessen die Aufgabe, den Zaun, für den Verletztentransport zu überwinden. Hierzu wurde versucht, ein Mastkran zu errichten, der auch sehr schnell zusammengebunden war, jedoch nicht für die Überwindung der Zaunhöhe ausreichte. Nach kurzer Überlegung entschlossen sich die beiden Teams für den Bau einer schiefen Ebene, die sofort in die Tat umgesetzt wurde. Hierauf konnte der Schleifkorb mit vereinten Kräften über den Zaun gezogen / geschoben werden.
Die beiden Jugendbetreuer waren bei der Einsatznachbesprechung vom Einsatzablauf begeistert, insbesondere der Führungsstil der beiden jungen Gruppenführer war hierbei hervorzuheben.

Fahrzeug-Dekontaminationsanlage

Gefahrgut – täglich rollen tausende von Tonnen auf den Straßen, Schienen oder dem Wasserweg durch den Landkreis Miltenberg. Teilweise nicht auf den ersten Blick zu erkennen, denn die Fahrzeuge bzw. die darin beförderten Mengen sind unter einer gewissen Freimenge. Somit eine zum Teil tödliche Gefahr für zivile Personen, der Umwelt aber auch für die Rettungskräfte. Nachdem Gefahrguttransporte in den letzten Jahren eine steigende Tendenz verzeichnen, widmete sich der Ortsverband Miltenberg diesem Thema zu.
Durch Helge Killinger (KBM Gefahrgut) wurden die Möglichkeiten aufgezeigt, wie Gefahrgut aufgespürt oder gar genau bestimmt werden kann. Hierzu sind im Landkreis Miltenberg zwei Löschzüge für Gefahrgut gebildet worden, im südlichen wie im nördlichen Gebiet, die spezielle Ausstattung führen um solche Stoffe zu orten – dies geschieht in der Regel durch die Messtrupps. Sobald festgestellt wurde, um welchen Stoff es sich handelt, können Maßnahmen ergriffen werden, weitere Schäden abzuwenden. Auch ist es bei Einsätzen mit Gefahrgut immer sehr wichtig einen entsprechenden Sicherheitsabstand / Evakuierungsbereich, der je nach Wetterlage variiert, zu bilden auch hierzu ist entsprechendes Datenmaterial in den Löschzügen vorhanden. Viele Transporte sind jedoch auch mit den offiziellen Gefahrgutschildern gekennzeichnet, wodurch Einsatzkräfte sofort auf die Gefahren hingewiesen werden und entsprechende Maßnahmen ergreifen können.
Auch im Bereich Atemschutz ging es um das Thema Gefahrgut, hier insbesondere um die biologische Gefahr – Stichwort „Vogelgrippe“. Als Vorbereitung auf die Ausbildungseinheit Dekontaminationsanlage wurde die Ausstattung der Bundesanstalt vorgestellt, die bei solchen Einsätzen zum Schutz der Helfer eingesetzt werden sollte. Auch ging Ausbilder Matthias Zipf auf die Problempunkte beim Einsatz bei solchen Anlagen ein. Besondere Gefahr geht neben dem eigentlichen biologischen Virus auch von den Desinfektionsmitteln aus, die zum Teil sehr aggressiv wirken und somit einen Vollschutz der eingesetzten Hilfskräfte notwendig machen. Daneben ist auf die räumliche Trennung zwischen dem sog. Schwarz bzw. Weiß-Bereich beim Betrieb von solchen Anlagen zu achten, damit kein Krankheitserreger verschleppt wird, so die Erkenntnis aus dieser Ausbildungseinheit.

Helfer unter Atemschutz zeigen dem LKW-Fahrer, wie er das EGS-Portal zu durchqueren hat.

Am Samstag erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der SEG Technik und Sicherheit (T+S) des bayerischen Roten Kreuzes der Aufbau eine Fahrzeugdekontaminationsanlage auf einem weiträumig abgesperrten Parkplatz in Miltenberg.
Als erstes musste ein Durchfahrtportal(Schleuse) aus dem Einsatzgerüstssystem des Ortsverbandes erstellt werden. Dieses besteht im wesentlichen aus zwei Türmen die mittels einer Traverse mit einander verbunden werden. An diesem Portal, das mit Plane ausgekleidet wird, wurden der sog. Sprühnebel installiert, durch das die Fahrzeuge später fahren. Während der eine Gruppe die EGS Schleuse fertigstellte säuberte die zweite Gruppe in der Zwischenzeit den Asphalt von spitzen Gegenständen und Steinen, auf welche eine Vliesbahn ausgerollt wurde, die zum Schutz der empfindlichen Folie dient. Mit Hilfe von Folie sowie Holzbalken wurden nun Sammelbecken erbaut, da die Reinigungsflüssigkeit die zur Dekontamination der Fahrzeuge dient nicht in die Umwelt gelangen darf.  Zur besseren Ein- bzw. Ausfahrt von Fahrzeugen wurden in den jeweiligen Beckenabschnitten Einfahrts- und Ausfahrtsrampen an den Enden angebracht, außerdem wurde auf die Folie eine weitere Folienbahn gelegt, welche in erster Linie als Fahrspur dient.
Nachdem der Aufbau soweit vollzogen war, wurde die Anlage in Betrieb genommen und mehrere Atemschutzgeräteträger begannen mit der Desinfektion der Fahrzeuge. Zwar werden die Fahrzeuge zum Großteil durch den Sprühnebel mit dem Desinfektionsmittel benetzt, gewisse Stellen, wie z. B. Radkästen müssen jedoch in Handarbeit desinfiziert werden. Wie im richtigen Einsatz wurde dabei auf den sicheren Umgang mit dem Bakterium, wie auch mit dem Desinfektionsmittel geachtet. So mussten die eingesetzten Helfer durch eine notdürftige Personendekontaminationsanlage die Schwarzbereich verlassen und wurden anschließend von Helfern aus den Schutzanzügen entkleidet, erst danach durfte der Weißbereich betreten werden.
Zugführer Thomas Frieß zeigte sich nach Abschluss der Aufräumarbeiten sehr zufrieden mit dem reibungslosen Aufbau und Betrieb der Anlage, auch die sehr gutte Zusammenarbeit mit der SEG sowie Feuerwehr in diesem Ausbildungsblock wurde hervorgehoben.

Retten von Personen aus Gefahrenlagen

Gemeinsam wurden die Behelfstragen erprobt.

Das Thema „Retten von Personen“ stand beim heutigen Ausbildungsnachmittag auf dem Programm. Doch bevor die professionellen Geräte vom Gerätekraftwagen heruntergeräumt werden konnten hatten die Mitglieder der Jugendgruppe die Aufgabe zu lösen - mindestens sieben Behelfstragemethoden vorzustellen - denn nicht immer steht eine Einheitskranketrage, Schleifkorb oder Bergeschleppe zur Verfügung. So kamen nach kurzer Suche viele „rustikale“ Methoden zum Vorschein. Schon ein einfaches Brett reicht aus, um eine verletzte Person aus dem Gefahrenbereich zu schaffen – ebenso wie, Dreieckstuch, Gürtel, Jacken, Schippen, Seile oder gar eine Palette wurde auf diese Weise zur Behelfstrage umfunktioniert.
Im zweiten Teil der Ausbildung ging es vor allem um den fachgerechten Einsatz des Schleifkorbs. Hierbei war eine verletzte Person in der Fahrzeughalle zu retten, wobei die darin stehenden Fahrzeuge natürliche Hindernisse darstellten, wozu das Gelände erst einmal weiträumig erkundet werden musste. Mit vereinten Kräften konnte schließlich der Patient gerettet werden.
Das zweite Team hatte die Aufgabe eine Person aus dem inneren eines Tanks zu retten. Hierzu stand jedoch nur ein sog. Mannloch zur Verfügung, was die Gruppe vor einem mittelgroßen Problem stellte. Nur mit sehr viel Mühe und Kraftaufwand war es letztendlich möglich, den Patienten mit Hilfe der Bergeschleppe möglichst schonend zu retten. Als weiteres Hilfsmittel kam eine Bohle zum Einsatz, so dass eine schiefe Ebene entstand, auf der die Bergeschleppe gezogen werden konnte. Bei dieser Übung ging es vor allem um die Auswahl des richtigen Bergemittels, aber auch um den zweckmäßigen Einsatz von Personal, da im inneren des Tanks nur begrenzt Platz zur Verfügung stand.

Kindergarten Traumland besucht das THW

Die kleinen Gäste vor dem großen Gerätekraftwagen ... jede Menge Spielzeug?

Bereits zum zweiten Mal konnte Jugendbetreuer Stefan Wolf die Vorschulkinder aus dem Kindergarten „Traumland“ von Kleinheubach begrüßen. Wie bereits beim letzten Besuch wurde die erwartungsfrohe Gruppe mit den „großen“ THW-Fahrzeugen abgeholt und so wurde schon die Anfahrt zur THW-Unterkunft ein Erlebnis für sich - „Hier sitzt man ja richtig hoch, ganz anders als in unserem Auto“, so die kleine Beifahrerin.
Auf dem Gelände der THW-Unterkunft angekommen, wurde das THW kurz vorgestellt, doch viel interessanter waren die Stationen, die Gruppenführer Michael Wolf sowie Jugendbetreuer Stefan Wolf im Außenbereich aufgebaut hatten. An der ersten Station musste ein THW-Fahrzeug von Hand gezogen werden – „Puh, das ist ganz schön schwer.“ – Doch hier wussten die THW-Helfer schnell Abhilfe zu schaffen und bauten einen kleinen Flaschenzug auf und prompt konnte das Fahrzeug fast ganz von alleine bewegt werden – „das ist ja cool.“ – So eine kleine Besucherin. Auch an der zweiten Station ging es um eine richtige THW-Aufgabe, die es zu bewältigen galt. Es musste eine Person durch einen engen Gitterkäfig gerettet werden. Hierbei wurden die Erste Hilfe Kenntnisse aus dem Kindergarten nochmals kurz aufgefrischt und schon konnte die Patientin mit vereinten Kräften in den Schleifkorb gehoben werden. Auch das ziehen durch den engen Gittertunnel gelang gemeinsam ohne Probleme, denn im Team sind auch die kleinsten stark.
Natürlich wurde auch der Gerätekraftwagen 1 (GKW 1) von allen Seiten angeschaut und die unzähligen Geräte kurz erklärt, nicht alles davon war den Kindern unbekannt, so z. B. der Feuerlöscher, Erste Hilfe Kasten oder die großen Erdnägel kannte der ein oder andere von zu Hause. Der nun folgende Block umfasste viele Spiele für die kleinen Besucher, so musste eine schwere Kugel mit Hilfe eines Dreieckstuchs über einen Parcour bewegt werden, eine THW-Traktorrallye war natürlich auch wieder dabei und bei diesem Wetter durfte auch das Schwammspiel nicht fehlen.
Bevor es wieder zum Kindergarten zurückging, wurde ein kleines Erinnerungsstück gebastelt – ein THW-Schlüsselanhänger. Hierzu wurde unter fachkundiger Anleitung ein Achtknoten gebunden und mit einem Karabinerhacken versehen. „Das war aber ein toller Ausflug“, so die allgemeine Aussprache bei der Verabschiedung am Kindergarten.

Einsatzübung örtliche Schadenslage

Nachbesprechung am Zugtrupp-Fahrzeug mit Abgleich der Lagekarte.

Für unseren Zugtrupp gab es am vergangenen Freitag eine Einsatzübung zum Thema örtliche Schadenslage zu meistern. Nach dem monatlichen Fahrzeugcheck, einer kurzen Einweisung sowie der Erläuterung der kalten Lage durch Zugführer Thomas Frieß wurde die Einsatzbereitschaft hergestellt. Anschließend wurde auf das alte Nato-Gelände nach Mainbullau verlegt. Das angenommene Übungsszenario bestand aus einem während des Landeanflugs auf Mainbullau abgestürzten Kleinflugzeug. Die Unglücksstelle war eine sich auf dem alten Nato-Gelände befindliche Jugendherberge die zum Unglückszeitpunkt von einer Schulklasse belegt war.
Die Übungsziele stellen diesmal nicht die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, sondern die materielle sowie personelle Einrichtung des Zugtrupps innerhalb des Fahrzeugs dar. So musste eine sinnvolle Arbeitsaufteilung für 4 Personen innerhalb des Fahrzeugs geschaffen und die verschiedenen Arbeitsbereiche für Lagerkarte, elektronisches Einsatztagebuch, Funkbesetzung, Logistiker und Zugführer gefunden werden.
Anschließend wurden die verschiedenen technischen Hilfsmittel wie Laptops, Multifunktionsdrucker und UMTS-Verbindungen in Betrieb genommen und für die Übung genutzt.
Ein kurzes Abschlussgespräch sowie eine Übungsbewertung rundeten den Abend ab, anschließend wurde wieder zurück in die Unterkunft verlegt sowie die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt.
Ein besonderer Dank gilt Michael Wolf, der uns wieder einmal tatkräftig als Gegenspieler in den Funktionen anderer THW Einheiten und Organisationen über Funk unterstützt hat.

Erfolgreiche Grundausbildungsprüfung

Auch die Koordination der Einsatzgeräte ist bei der Grundausbildung wichtig.

Nach der Aussetzung der Wehrpflicht, die man mit einer Verpflichtung beim THW umgehen konnte, brach für den Ortsverband Miltenberg eine wichtige Nachwuchsquelle ein und so fällt beim Rekrutieren von neuen Einsatzkräften der Jugendgruppe eine immer größere Bedeutung zu. Vor diesem Hintergrund ist es besonders erfreulich, dass neben den vier ehemaligen Junghelfern auch ein „Externer“ für den Dienst im THW gewonnen werden konnte.
Nach einem halben Jahr der Vorbereitung, unter der der Leitung von Martin Oettinger, dem Ausbildungsbeauftragen des Ortsverbandes, stand schließlich der erste „Ernstfall“ für die Nachwuchshelfer an. Denn sie mussten, zusammen mit vielen anderen Helferanwärtern aus dem gesamten Geschäftsführerbereich, im Rahmen einer Abschlussprüfung, auf dem Gelände des Ortsverbandes Kitzingen ihr Wissen um die verschiedenen Aspekte der Arbeit im THW unter Beweis stellen. Hierzu wurde von den Prüflingen an verschiedenen Stationen ein breites Spektrum der erlernten Aufgaben abgeprüft. Dabei wurden nicht nur THW-Basics, wie die korrekte Handhabung von Leinen und Ketten oder das vorschriftsmäßige Befüllen eines Sandsacks, sondern auch komplexere und handwerkliches Geschick erfordernde Aufgaben geprüft. So mussten die Helferanwärter Metall- und Holzwerkstücke sowohl mit einfachen Sägen als auch mit hydraulischem und elektrischem Spezialwerkzeug bearbeiten, Leitern korrekt aufstellen und sichern, eine autarke Beleuchtung aufbauen und schwere Lasten mit Hebekissen und Brecheisen bewegen. Bei der folgenden Teamprüfung galt es eine verletzte Person aus einem engen Gang zu retten. Diese einsatznahe Übung muss von mehreren Prüflingen zusammen bewältigt werden und zeigt vor allem, wie gut sich „die Neuen“ in Zusammenarbeit mit anderen Helfern schlagen. Abgeschlossen wurde der Prüfungstag schließlich von einer theoretischen Prüfung bei der grundsätzliches Wissen um die Geschichte und die Funktion des THW sowie sicherheitsrelevante Themen auf dem Programm standen.
Nachdem alle angetreten den Parcour durchlaufen hatten, erfolgte schließlich die Bekanntgabe der Ergebnisse und die Übergabe der Urkunden. Von fünf Teilnehmern aus unserem Ortsverband konnten die Helfer, David Balles, Korbinian Gerling, Christian Neumann (alle drei Bürgstadt) und Dominik Huller (Großheubach) erfolgreich nach Miltenberg zurückkehren. Lediglich ein Helferanwärter hatte in der Theorie zu viele Fehler und wird daher diesen Teil in nächster Zeit wiederholen.
Wir gratulieren allen erfolgreichen Prüflingen und wünschen ihnen viel Spaß bei der Arbeit im THW. Auch dem zur Nachprüfung antretenden wünschen wir viel Erfolg bei seinem zweiten Anlauf.