Aktivitäten im Ortsverband

Informieren Sie sich über unsere laufenden Aktionen und Ausbildungen. Durchstöbern Sie aber auch unsere "alten" Jahrgänge, hier findet sich viel informatives über unsere Entstehung und Einsätze. Erhalten Sie so einen kleinen Einblick in das Leben unseres Ortsverbandes.

2013

THW ist Gastgeber für die kommunale Abfallwirtschaft

Viel Spass hatten die Kinder bei den Aktionen der THW-Jugend

Ein Wochenende ganz im Zeichen der Öffentlichkeitsarbeit stand vom 28.06. bis 30.06.2013 auf dem Plan des Technischen Hilfswerks Miltenberg. Freitags waren rund 50 Gäste der kommunalen Abfallwirtschaft des Landkreises Miltenberg zum sog. Deponiefest in der THW-Unterkunft versammelt. Der Ortsverband organisierte hierzu ein kleines Rahmenprogramm, mit Bootsfahrten, Vorstellung des THW's sowie einer netten Atmosphäre. Auch ein Teil der Jugendgruppe war vertreten und so konnten die Kinder einiges erleben. Viele Spiele waren auf dem Hinterhof aufgebaut, so der THW-Traktorparcour, das Schwammspiel oder das Seilwurfspiel. Auch in die Rolle eines Bootsführers konnten die kleinen Besucher schlüpfen. So war es nicht verwunderlich, dass die Gäste bis in die frühen Morgenstunden in unserer Liegenschaft verweilten.

THW liefert wieder blauen Strom

Auch in diesem Jahr unterstützte unser Ortsverband im Rahmen einer sonstigen Technischen Hilfeleistung Ozzy bei der Ausrichtung von Ozzy's Summernight auf dem MSC-Gelände bei Großheubach. Wie bereits in den vorangegangenen Jahren stellten wir wieder unseren Stromerzeuger sowie Leuchtmittel zur Parkplatzausleuchtung, sowie unsere Bühnenbaugruppe zur Verfügung.

GFB-Jugendlager Heilbronn in Wertheim

Freitag - Anreise & Suchkette

Trotz des Hochwassers und der damit verbundenen Einsätze und Aufgaben beschloss der Ortsverband Wertheim das GFB-Jugendlager dennoch durchzuführen. So starteten am Freitag, den 21.06.2013 rund 90 Kinder und Jugendliche sowie deren Betreuer in Richtung Wertheim, wo unter der Leitung von Maximlian Gerberich sowie unzähligen THW-Helfern aus Wertheim und dem Ortsverband Künzelsau die Vorbereitungen auf Hochtouren liefen. Auch zwei bayerische Jugendgruppen durften ausnahmsweise am GFB Jugendlager Heilbronn teilnehmen, zu denen auch unsere Jugendgruppe gehörte.
Kurzerhand wurde das notwendige Material auf die Fahrzeuge geladen und schon fuhr auch die Miltenberger Gruppe nach Wertheim, wo sogleich das Nachtlager in der Fahrzeughalle aufgeschlagen wurde. Nach und nach trafen auch die weiteren Jugendgruppen ein, so dass sich die Fahrzeughalle immer mehr füllte. Um die Zeit bis zum Abendessen zu überbrücken arrangierten die Betreuer eine kurze Auffrischung in Sachen Stiche und Bunde. Durch die Logistikgruppe (LogV) des Ortsverbandes Künzelsau sowie der Wertheimer OV-Küche wurde gegrilltes mit leckeren Salaten zum Abendessen gereicht, dabei kamen schon die ersten Kontakte unter den Jugendlichen und Betreuern zustande.
Um den Abend noch ein klein wenig zu nutzen, fand gegen 21:45 Uhr noch eine kurze Ausbildungseinheit „Rettungskette“ für die 90 Jugendliche statt. So erläuterte Jugendbetreuer Stefan Wolf kurz die Funktionsweise und Vorgehensweise einer Rettungskette, bevor es auf dem Hof der Unterkunft eine kurze praktische Einweisung gab. Anschließend setzte sich der Konvoi aus rund 12 THW-Fahrzeugen in Richtung Übungsgelände in Bewegung. Dort angekommen wurde sofort die Rettungskette, drei Rettungstrupps sowie ein Beleuchtungsteam gebildet, um die Einsatzstelle fachgerecht abzusuchen, was sich als nicht so einfach herausstellte, da das Waldstück mit Brombeerhecken und niedriges Unterholz komplett verfilzt war. Trotz dieser Widrigkeiten wurden schnell die ersten Verletzten gesichtet und durch die Rettungstrupps notdürftig versorgt, bevor der Abtransport zur Verletztensammelstelle durchgeführt wurde. Die Rettungskette führte während dessen die Suche nach weiteren Vermissten fort und so erschallte immer wieder das Kommando „Schritt“,  mit dem die Rettungskette immer weiter in den Wald vordrang. Gegen Mitternacht konnte die Einsatzleitung Entwarnung geben – alle Vermissten wurden gefunden und gerettet. Nach einer kurzen Übungsaussprache ging es zurück zur Unterkunft, wo bereits das Bett auf die Teilnehmer wartete.

Samstag - Ausbildung Stegebau, Bootfahren & Stadtrallye

Mit den ersten Sonnenstrahlen wurde es unruhig in der Fahrzeughalle und plötzlich waren alle Teilnehmer wach. So blieb genügend Zeit für eine morgendliche Wäsche, bevor es ein reichhaltiges Frühstücksbuffet zur Stärkung gab. Zum Frühstück trafen auch noch weitere Fachgruppen ein, die die Ausbildungsthemen während des weiteren Tages übernehmen. Auf dem Vorderhof wurden im Anschluss ein wenig chaotisch die Gruppen für den heutigen Ausbildungstag eingeteilt und so ging es nach einigem hin und her in zwei Konvois zu den Ausbildungsplätzen, einmal zur Tauber und zum anderen zur Bootslende nach Kreuzwertheim.
An der Tauber, kurz hinter dem Kloster Brombach, ging es um das Thema Stegebau. Doch nicht nur ein Steg sollte aufgebaut werden, sondern gleich drei verschiedene Arten – unter anderem ein Hängesteg, Jetfloat-Steg sowie ein traditioneller Tonnensteg. Gemeinsam mit den Stationsbetreuern konnten die Jugendliche die unterschiedlichen Stegarten aufbauen. Zumeist fand eine kurze Einweisung statt und dann ging es gleich in die Praxis über – gemeinsam ging das immer sehr schnell von statten und die aus unterschiedlichen Jugendgruppen bestehenden Teams ergänzten sich hervorragend. Beim Tonnensteg wurden an Land zwei Tonnenleger sowie die dazugehörigen Bretttafeln gebunden und anschließend ins Wasser gehoben und nochmals zusammengebunden. Hingegen mussten beim Hängesteg zwei Greifzüge über die zwei Dreibockportale gespannt werden, bevor die Schäkel und Seilgehänge fixiert werden konnten. Auch hier wurden Bohlen als Laufplanken eingesetzt und fixiert. Beim Jetfloatsteg war fast kein Knoten notwendig. Sobald das System mit den Pilzen, Punkten und Randstücken verstanden war, wurden die Elemente soweit am Land zusammengeschraubt und anschließend im Wasser zusammengefügt – zuletzt wurde noch ein Handlauf zur sicheren Überquerung der Tauber hinzugefügt. Natürlich fand zum Ende der Ausbildung eine Belastungsprobe statt, wobei alle Stege für einsatztauglich empfunden wurden.
Die vierte Gruppe beschäftigte sich unterdessen mit dem Thema Großpumpe. Hier wurden mehrere Tauchpumpen in den Main eingelassen und mit Hilfe einer Pumpenstrecke das Wasser an Land befördert. Klar, dass dabei nicht jeder Junghelfer/in trocken blieb, denn das Strahlrohr war schnell in Richtung Zuschauer geschwenkt...
Zum Mittagessen tauschte die Stegbaugruppe mit der Bootsgruppe und fuhr nach Kreuzwertheim, wo es Lunchpakete zur Stärkung gab. Anschließend ging es mit den Einsatzbooten der Ortsverbände Wertheim, Heilbronn, Miltenberg sowie Marktheidenfeld in rasanter Fahrt über den Main und so mancher bekam dabei eine unfreiwillige Dusche ab, was aber bei diesem sonnigen Wetter niemanden störte. Neben diesem Spaßfaktor kam auch die Ausbildung nicht zu kurz. So vermittelten die Bootsmannschaften Wissenswertes zur Bundeswasserstraße Main, den ganzen Bezeichnungen in der Schifffahrt sowie zu den Bauwerken entlang des Mains. Daneben hatten die Teilnehmer auch einen Fragebogen zu beantworten, so musste z. B. die Länge der Wasserskistrecke, die Anzahl der Bojen innerhalb der beiden Schleusen oder die Kilometrierung der Eisenbahnbrücke herausgefunden werden. Zu guter Letzt durften die Jugendlichen unter der fachkundigen Aufsicht selbst das Steuer übernehmen und so das erste Feeling als Kapitän sammeln.
Nachdem alle Gruppen ihre Bootstour – leider – beendet hatten, ging es nach einer kurzen Wartezeit zurück zur THW-Unterkunft, wo die Zeit für ein Spielchen, Schläfchen oder ein Besuch der Dusche genutzt wurde. Als Abendessen servierte die LogV Braten mit Serviettenknödeln und einem leckeren Nachtisch, kein Wunder dass sich viele einen Nachschlag holten. Anschließend wurde das Lagerfeuer entzündet und einige Jugendgruppen nutzten das sommerliche Wetter für einen Kurzbesuch von Wertheims Altstadt, so auch die Miltenberger Gruppe. Kurzerhand wurde eine Stadtrallye organisiert und so erfuhren wir einiges über die historische Altstadt, aber auch ein Besuch in der Eisdiele kam nicht zu kurz. Recht spät ging es wieder zurück zur Unterkunft, wo ein Großteil der anderen Jugendgruppen bereits müde in ihren Kojen lagen.

Sonntag - Abbau & Heimreise

Wenn die Küchengruppe die Teilnehmer nicht durch ihr „geklapper“ und quirliges Treiben aufgeweckt hätte, hätte der Tag vermutlich sehr spät begonnen, der gestrige Ausbildungstag zeigte noch seine Wirkung. Nichts desto trotz wurden sogleich die persönlichen Utensilien zusammengepackt und bereits verladen. Ebenso wurden innerhalb kürzester Zeit die Feldbetten abgeschlagen, verladen und der Schlafbereich gesäubert. Pünktlich zur Eröffnung des Frühstücksbuffet waren die Miltenberger Fahrzeuge abfahrbereit verladen und wir konnten das Frühstück ohne Hast genießen. Anschließend halfen wir dem Ortsverband Wertheim bei einigen kleinen Handlangertätigkeiten, bevor es nach der Verabschiedung durch Maximilian Gerberich sowie dem Ortsbeauftragten Matthias Weitz in Richtung Heimat ging.
In der Miltenberger THW-Unterkunft angekommen wurde das Material wieder verräumt und die Fahrzeuge sowie das Jetfloatsystem gereinigt.

Resümee

Im Resümee waren sich alle Miltenberger Teilnehmer einig – ein super Sache, bei der wir (hoffentlich) wieder einmal mitmachen dürfen! In diesem Zusammenhang nochmals ein ganz, ganz großes DANKE an den Ortsverband Wertheim für die Ausrichtung des Lagers, an die LogV Künzelsau für die super Verpflegung, an die Fachgruppen sowie Helfer die die Ausbildungsstationen vorbereitet und betreut haben und last but not least an alle, die an diesem Jugendlager teilgenommen haben – es war eine tolle Stimmung, die von einem tollen Miteinander geleitet wurde. So manches Großlager könnte sich hier eine Scheibe abschneiden!

THW unterstützt Michl Müller

Der THW Ortsverband Miltenberg sorgte für Sicherheit beim Sommerrausch in Amorbach.

Auch in diesem Jahr unterstütze der THW-Ortsverband das Landratsamt Miltenberg bei der Ausrichtung des Sommerrausch im Amorbacher Seegarten. So spielten wir in einer Liga, zusammen mit Michl Müller, Jochen Malmsheimer, Ottfried Fischer mit Band sowie Django Asül, zwar nicht direkt auf der Bühne, aber im Hintergrund war auf die blaue Mannschaft verlass.
Unser Ortsverband war in erster Linie für die Ausleuchtung des Rettungsweges, der Sicherstellung der Stromversorgung für die Notausgänge sowie der Beleuchtung des VIP-Parkplatzes zuständig. Hierzu wurde ein 25-kVA Stromerzeuger platziert und entsprechendes Leuchtmaterial in Stellung gebracht. Nach dem erfolgreichen Probelauf konnten der Sommerrausch sowie das Klassikkonzert kommen. An beiden Abenden war eine Betriebsmannschaft vor Ort, um im Notfall eingreifen zu können.

Miltenberger THW Helfer unterstützen OV Obernburg im Hochwassereinsatz

Die Helferinnen und Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) Ortsverband Obernburg sind nun seit rund einer Woche im Hochwassereinsatz in den Katastrophengebieten in Südbayern. Am Samstag erfolgte der Austausch von Teilen der Einsatzkräfte, da die Einheiten des THW Obernburg auch in der kommenden Woche ihrenEinsatz fortsetzen müssen. Aktuell ist das THW Obernburg gemeinsam mit Kräften aus den THW-Ortsverbänden Aschaffenburg und Miltenberg mit rund 20 Helfern im Bereich Deggendorf eingesetzt.
Im Einsatz befinden sich die Fachgruppen Ölschaden und Wasserschaden/Pumpen, die im Raum Deggendorf nun aktiv werden.
Dort wird durch die Fachgruppe Ölschaden mit Öl verunreinigtes Wasser aufbereitet. Tankfahrzeuge liefern dieses giftige Gemisch aus Wasser und Öl aus dem ganzen Stadtgebiet an und die Spezialgeräte der Fachgruppe Ölschaden nehmen die Separation vor. Das Herzstück der Fachgruppe Ölschaden ist eine Wasser-Öl-Seperationsanlage mit einer Kapazität von 40 m³/h. Diese Seperationsanlage befindet sich in Deggendorf im Dauereinsatz.
Die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen unterstützt die örtlichen Einsatzkräften in den am stärksten betroffenen Gebieten im Umkreis von Deggendorf bei Pumparbeiten. Die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen verfügt über ein großes Sortiment an leistungsfähigen Pumpen mit Leistungsklassen von 1.000 bis 5.000 Litern pro Minute. Diese Pumpen können neben Schmutz- und Abwasser auch Schlamm fördern.

Fahren auf dem Wasser

Ausbildung auf dem Wasser - leider nur in der Theorie.

Schwer gebeutelt durch die letzten Einsätze, sei es beim Hausbrand in Klingenberg, oder dem Hochwassereinsatz in Miltenberg kam erschwerend hinzu, dass der Main immer noch beträchtliche Wassermassen führte, weshalb an eine Bootsfahrt auf dem Main nicht zu denken war. Kurzer Hand disponierten die Betreuer um und so ging es im theoretischen Teil um die ganzen Fachbegriffe um, auf sowie am Wasser. Daneben wurden die einzelnen Bootsteile, die kompletten Manöver sowie die Sicherheitsausrüstung der Boote gemeinsam erarbeitet und vorgestellt.
Doch der Ausbildungsnachmittag sollte nicht nur aus Theorie bestehen, sondern auch einen Touch Praxis abbekommen. Hierzu ging es auf den Hinterhof, wo das Jetfloat-System vom Anhänger abgeladen und sogleich erklärt wurde. Schnell war das Prinzip der „schwimmenden Bauklötze“ verstanden und ein kleines Floß wurde zusammengeschraubt.
Während dessen ging es bei der zweiten Gruppe um die Ausstattung der Fachgruppe Wassergefahren – kurzerhand wurde der Fährraum aufgesucht und die einzelnen Gerätschaften vorgestellt. Anschließend wurden die wichtigsten Knoten für die Wasserausbildung aufgefrischt.

Großbrand in ehemaligem Sägewerk in Klingenberg - Ein Verletzter

Gebäude brennt komplett nieder: Ein Großbrand in der Ortsmitte von Klingenberg hat in der Nacht einen Schaden von mehreren Hunderttausend Euro angerichtet. Aus derzeit noch unklaren Gründen war auf dem Gelände eines ehemaligen Sägewerks ein Feuer ausgebrochen, welches sämtliche Gebäude und ein angrenzendes Wohnhaus zerstörte. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz. (Quelle: Bote vom Untermain)

Seit ca. 16:45 Uhr ist durch die Integrierte Leitstelle (ILS) Untermain Alarm für unseren Ortsverband ausgelöst worden. Aufgabe: Abstützen und Aussteifen eines Teilgebäudes incl. Eigentumssicherung. Die Arbeiten werden bis in die späten Abendstunden andauern. Weitere Informationen gibt es von der Polizeiinspektion Unterfranken.

Terminausfälle & Hochwasser

Aufgrund der angespannten Hochwassersituation im südlichen Teil unseres Bundeslandes entfällt die für das kommende Wochenende angesetzte Großübung „Blauer Löwe“. Ebenso entfällt die Sonderausbildung mit der SEG Kirchzell, aufgrund der Hochwasserlage in Miltenberg.
Über den weiteren Verlauf der Hochwasserlage in Miltenberg, wie auch ggf. einem überörtlichen Einsatz werden wir euch rechtzeitig informieren.

Weitere Informationen zur aktuellen Lage in Bayern finden sich auf der Webseite des THW-Landesverbandes (http://www.lv-by.thw.de) wieder.

Hochwasser breitet sich aus - Miltenberg auch betroffen.

Der Hochwasserschutz an der Messedurchfahrt ist fertiggestellt.

Die Hochwasserwelle, hervorgerufen durch die Niederschläge der letzten Stunden, verlagert sich gewässerabwärts. Es kommt im Bereich des Oberen Main, der Tauber und der Fränkischen Saale verbreitet zur Überschreitung der Meldestufen 1 und 2, an den Oberläufen noch zu Meldestufe 3. Im Regnitzgebiet sind weitgehend Meldestufe 2 bis 3 überschritten.
Am schiffbaren Main ist am Pegel Würzburg die Meldestufe 1 bereits erreicht. Die Pegel am schiffbaren Main steigen weiter an und werden bis morgen früh in den Bereich der Meldestufe 1 kommen.
(Quelle Hochwassernachrichtendienst)

Zwar zeigte der Heubacher Pegel bei der kurzfristig einberufenen Lagebesprechung am heutigen Freitagnachmittag noch keine Meldestufe an, jedoch befürchten die Einsatzkräfte durch die Wassermassen aus den Zuflussgebieten sowie dem oberen Main eine teilw. Überschwemmung des Miltenberger Stadtbereiches. Aus diesem Grund wurden gegen 16:30 Uhr die Hilfskräfte des Hochwasserschutzmoduls alarmiert. Eingesetzt waren die Feuerwehren aus Miltenberg sowie Großheubach, zusammen mit dem Technischen Zug des Ortsverbandes Miltenberg. Innerhalb weniger Stunden wurde die sog. Messezufahrt sowie der Zwillingsbogen mit dem mobilen Hochwasserschutzsystem abgeschottet.

Samstag, 01.06.2013

Bei der Lagebesprechung, die gegen 09:00 Uhr stattfand wurden die weiteren Maßnahmen abgestimmt, um die Hochwassergefahr für die Stadt Miltenberg zu mildern. So wurde beschlossen, dass an der alten Volksschule ebenfalls der mobile Hochwasserschutz aufgebaut wurde. Ebenso wurde versucht, die aktuelle Baustelle für den neuen Hochwasserschutzabschnitt mit BigBags zu sichern. Die Lage bleibt weiterhin angespannt - die Einsatzkräfte blicken gebannt auf die noch zu erwartende Flutwelle, die in den Sonntag-Morgenstunden erwartet wird, sofern die Wetterprognosen stabil bleiben.

Feuerwehr und THW bilden gemeinsam aus!

Gemeinsam wurde das EGS-System aufgebaut

Was lange geplant war, konnte am 25.05.2013 endlich in die Tat umgesetzt werden – eine gemeinsame Ausbildung mit der freiwilligen Feuerwehr Neuenbuch. Unter monatelanger Vorbereitung durch den 1. Kommandant Joachim Zöller sowie Zugführer Thomas Frieß fuhr ein Konvoi in den frühen Morgenstunden nach Neuenbuch, wo bereits eine erwartungsfreudige Truppe der Feuerwehr auf die THW-Kräfte wartete.
Nach eine kurzen Vorstellung wurden drei Gruppen mit unterschiedlichen Ausbildungsschwerpunkten gebildet. Bei der ersten Station ging es um das fachgerechte Abstützen einer Hauswand. Hierzu wurde das Abstütz-System-Holz (ASH) Land eingesetzt. Dieses System besteht aus massiven Holzteilen, die bereits entsprechende Bohrungen / Vorrichtungen aufweisen, um direkt an der Einsatzstelle kurzfristig zusammengefügt zu werden. Ausgesteift werden diese Holzbalken durch Strebschützen sowie sog. Verschwertungsbrettern. Damit ist es z. B. möglich, eine beschädigte Fassade auszusteifen und gegen weiteres einstürzen / kippen zu sichern.
An der zweiten Station wurde eine ähnliche Konstruktion zur Fassadensicherung errichtet, hier jedoch mit Einsatzmitteln des Einsatz-Gerüst-Systems (EGS). Dieses äußert flexible Gerüstsystem, vielen bekannt von Baustellengerüsten, hat gegenüber dem ASH-System den Vorteil, dass dieses auch in engen Gassen eingesetzt werden kann und sich noch besser an die die örtlichen Gegebenheiten anpassen lässt. Zuerst wird dabei die „Bodenplatte“ aufgebaut, bevor es anschließend, parallel zur Hauswand in die Höhe geht. Zwischen Hauswand und EGS werden zum Abschluss der Arbeiten Fußplatten installiert, die entsprechend angepasst werden können. Wichtig ist beim Einsatz des EGS, wie auch ASH, eine Sicherung gegen das sog. aufgleiten, das heißt, sofern die Hauswand sich weiter absenkt und das EGS somit die Last aufnehmen muss, wird dies durch die enormen Kräfte nach hinten geschoben und die Hauswand könnte sich weiter absenken. Um diesem Vorgang entgegen zu treten, gibt es mehrere Möglichkeiten die Konstruktion gegen aufgleiten zu sichern, so z. B. die Verankerung im Boden (durch Ankerstäbe), Bau eines Wiederlagers oder dem beschweren der Konstruktion.
An der dritten Station wurde gemeinsam die Innenabstützung von Gebäudeteilen ausgebildet. Hierzu wurde im hinteren Teil einer Scheune ein EGS-Turm erstellt. Dieser cirka 1 x 1 m große Turm hat die Aufgabe die Stützkraft von beschädigten Gebäudeteilen zu übernehmen, je nach Art der Beschädigung müssen ggf. weitere solcher Stütztürme eingesetzt werden, auch die zu überbrückenden Höhenunterschiede können durch das flexible EGS entsprechend ausgeglichen werden. Ebenso wurde eine Abstützung mit Hilfe von Deckenstützen gemeinsam aufgebaut, doch noch nicht nur vorgefertigtes Material kam dabei zu Einsatz, es wurde vielmehr auch gezeigt, wie aus einfachen Balken eine entsprechende Deckenabstützung hergestellt werden kann.
Unterbrochen wurde die interessante Ausbildung durch ein reichhaltiges Mittagessen im Feuerwehrhaus um anschließend die Stationen zu tauschen. Am späten Nachmittag konnten die Helferinnen und Helfer der Feuerwehr, sowie des Technischen Hilfswerks auf eine für beide Teile interessante Ausbildung und einer tollen Stimmung zwischen den zwei Einsatzorganisationen zurückblicken – sicherlich wird diese sehr gute Zusammenarbeit bei  der ein oder anderen zukünftigen Ausbildung aufgefrischt werden.