Aktivitäten im Ortsverband

Informieren Sie sich über unsere laufenden Aktionen und Ausbildungen. Durchstöbern Sie aber auch unsere "alten" Jahrgänge, hier findet sich viel informatives über unsere Entstehung und Einsätze. Erhalten Sie so einen kleinen Einblick in das Leben unseres Ortsverbandes.

2013

Prüfung der Sachkundigen

Erst bei solchen Terminen wird ersichtlich, wie viele Spanngurte und Anschlagmittel unser Ortsverband besitzt.

Bereits am Frühstückstisch wurde viel gelacht, obwohl der Anlass am heutigen Samstag eher triste als interessant war – galt es doch die alljährliche Sachkundigenprüfung hinter sich zu bringen. Bereits am Freitagnachmittag wurden unter der Leitung von Schirrmeister Mathias Fries Spanngurte, Ketten und Anschlagmittel aus den unterschiedlichsten Winkeln unserer Unterkunft zusammengesucht.

Nach dem gemeinsamen Frühstück wurden in der Fahrzeughalle die Anschlagmittel ausgebreitet, ebenso wurde die Fahrzeuge in Position gebracht, um die Greifzüge zu kontrollieren. Gegen 08:30 Uhr trafen die Kollegen aus dem Ortsverband Aschaffenburg ein und schon ging die Prüfung los. „Sag mal, habt ihr die Spanngurte im Sonderangebot gekauft, oder warum habt ihr so viele?“ - so die Frage der Aschaffenburger Sachkundigen – und in der Tat es waren Unmengen viele Spanngurte, die auf schadhafte Gurtbänder, defekte Schlösser kontrolliert werden mussten. Dank der tatkräftigen Unterstützung der Helferinnen und Helfer unseres Ortsverbandes ging die gewissenhafte Kontrolle schnell von statten, so waren einige Helfer immer damit beschäftigt das Material auszulegen, währen die anderen bereits beim zusammenrollen und verräumen waren. Gegen 14:30 Uhr war auch der letzte Spanngurt und Greifzug wieder an seinem Ort angelangt und wartet dort auf die nächste Prüfung oder gar einen Einsatz ….

Unser Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, die trotz dieses leidigen Themas tatkräftig dabei waren, aber auch der Logistikgruppe Aschaffenburg – DANKE!

BelModEx: Überschwemmungen in Belgien

Gruppenaufnahme anl. der BelModEx-Übung

Nach einer schweren Sturmflut in Antwerpen ist sämtliche Infrastruktur beschädigt. Belgien fordert über das Europäische Gemeinschaftsverfahren die Hilfe der Mitgliedsstaaten an. Einheiten aus Luxemburg, Frankreich und Deutschland unterstützen daraufhin das Nachbarland. Mehr als 250 Teilnehmende aus verschiedenen Nationen, darunter THW-Kräfte, trainierten dieses Szenario am vergangenen Wochenende während einer EU-Übung in Belgien.

Für das THW waren Einsatzkräfte der Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland (SEEWA) und ein Experte des TAST (Technical Assistance Support Team) im Bereich Logisitk, Administration und Koordination – Andreas Plötz – an der BelModEx-Übung (Belgian Modules Exercise) beteiligt. Verschiedene Aufgaben warteten auf die Teilnehmenden: Die SEEWA-Kräfte stellten beispielsweise gemeinsam mit dem Slowenischen Roten Kreuz und dem belgischen Katastrophenschutz B-FAST die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung sicher. Ziel solcher Übungen ist es, die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren des EU-Gemeinschaftsverfahrens zu festigen. Gemeinsam mit unter anderem Belgien, Luxemburg, Frankreich, Slowenien und Kroatien ist das THW im nächsten Jahr an zwei weiteren Feldübungen beteiligt.

Das EU-Gemeinschaftsverfahren ist mit 27 EU-Mitgliedsstaaten, fünf weiteren europäischen Ländern und tausenden Einsatzkräften das zentrale Instrument des Bevölkerungsschutzes auf europäischer Ebene. Übungen wie am vergangenen Wochenende in Belgien sind Teil des Verfahrens und werden von der EU finanziert. Das Gemeinschaftsverfahren dient dazu, den Einsatz der Bevölkerungsschutzorganisationen bei schweren Notfällen wie Naturkatastrophen innerhalb und außerhalb der EU zu koordinieren. Es wurde 2001 ins Leben gerufen, seitdem beteiligt sich das THW als gefragter Partner der EU.

Holzbearbeitung mit Eulen

Die kleinen Eulen entstehen aus einem Holzkörper, der mit Sperrholz ein Gesicht bekommt.

Die Eulen sind los! Holzbearbeitung in der Jugendgruppe und Jugendbetreuer Stefan Wolf hatte sich wieder eine kleine Bastelarbeit ausgedacht, wo viele Holzbearbeitungswerkzeuge eingesetzt werden können, aber innerhalb der Gruppenstunde ein kleines Werkstück entsteht. So gab es erst einmal eine kleine Auffrischung in Sachen Gerätekunde Holzbearbeitung – diese wurden ja bereits Anfang des Jahres im Rahmen des Leistungsabzeichen gezeigt und ausführlich behandelt. Nichts desto trotz wurden die davon ausgehenden Gefahren und Anwendungsweisen nochmals besprochen. Zu den Werkzeugen der Holzbearbeitung zählen Bügelsäge, Fuchsschwanz, Stichsäge, Lochbeitel, Handbeil, Holzaxt, Bergungsbeil, Zugmesser, Holzhammer (Klüpfel), Halbrund-Raspel, Bohrsäge (Stichling, Bohrraspel), Stangen-Schlangenbohrer und last but not least der Latthammer.

Endlich ging es aber in das praktische – an einer Station musste aus einem Balken mit Hilfe der Bügelsäge ein cirka 12 cm langes Stück abgesägt werden, das anschließend mit Hilfe eines Lochbeitels geteilt wurde. Aus Sperrholzplatten wurden Flügel sowie die Nase der kleinen Eulen hergestellt, während des „Haar“ aus Baumrinde besteht. Nachdem die Anbauteile gefeilt und mit etwas Schleifpapier entgratet waren, wurden diese an den Eulenkörper genagelt. Natürlich, dass diese kleine Skulpturen nur darauf warteten mit nach Hause genommen zu werden – doch zuvor wurde das verwendete Werkzeug gereinigt und verräumt.

Grundausbildung startet

Ausbildung Absturzsicherung

Eine Helferin sichert sich mit Hilfe des Auffanggurtes sowie mehreren Bandschlingen am Fixpunkt.

Am vergangen Samstag standen für die Helfer des THW Miltenberg die Themengebiete Absturzsicherung und Retten aus Höhen und Tiefen auf dem Programm.
Doch bevor sich die Teilnehmer zu den praktischen Übungen an den unterschiedlichsten Objekten aufmachen konnten, war es nötig am Mittwoch davor die wichtigsten Grundlagen für das Arbeiten in großen Höhen, besondere Gefahren und Hilfsmaßnahmen z.B. bei einem Hängetraum sowie die vorhandene Ausrüstung und die wichtigsten Knoten ausgiebig zu wiederholen. Hierbei wurde besonders auf die Unterschiede zu den Höhenrettungsgruppen der Feuerwehr eingegangen, die mit ihrer Ausbildung und ihrem Material vor allem auf das Retten von Personen aus großen Höhen abzielen, während die vom THW geübten Techniken vor allem das sichere Arbeiten an Absturzkanten bzw. das verhindern von Abstürzen im Allgemeinen in den Vordergrund stellen.

Mit diesem Wissen ausgestattet, ging es am folgenden Wochenende dann schließlich an die praktische Umsetzung. Die Ausbildungsmannschaft wurde direkt in drei Kleingruppen aufgeteilt und brach dann zusammen mit ihren Ausbildern zu den verschiedenen Übungsobjekten auf. Wobei jedes der ausgesuchten Ziele für eine bestimmte „Sicherungssituation“ stand. An einer Brücke nahe Großheubach wurde der sog. horizontale Vorstieg geübt. Bei dieser Technik arbeitet sich der Helfer, mit einem Dynamikseil gesichert, an der Absturzkante entlang und verkürzt seine Fallhöhe in dem er auf dem Weg immer wieder Karabinerhaken befestigt und das Seil in diese einhängt. Am „sicheren“ Ende des Seiles steht ein weiterer Helfer, der die Leine durch einen Halbmastwurf, einen Knoten der das Seil bremst, führt und so ein sicheres vorsteigen und ablassen ermöglicht. Auch bei der zweiten Station spielt der Halbmastwurf eine große Rolle. Allerdings bewegt sich der Helfer hier nicht an der Kante entlang, sondern musste langsam einen mit feuchten Laub bedeckten Abhang hinuntersteigen. Diese Möglichkeit der Hangsicherung bietet zwar dem arbeitenden Helfer viel Halt, erfordert aber immer auch einen zweiten Helfer um das Sicherheitsseil auf Spannung zu halten. Da aber Manpower an einer Einsatzstelle oft Mangelware ist wurde an dieser Station auch noch ein zweites Sicherungsgerät vorgestellt. Das Sicherheitsseil mit mitlaufendem Seilverkürzer wird am oberen Ende des Hangs angeschlagen und der Helfer kann sein Seil über einen mitlaufenden Schlitten selbst verkürzen. Die letzte Station widmete sich schließlich nicht der Absturzsicherung sondern vielmehr der Höhen- bzw. Schachtrettung. Hierfür hält das THW das sog. Rollgliss, ein System aus einen Sicherheitsseil und verschiedenen Umlenkrollen, vor, das es ermöglicht, Menschen oder Lasten heraufzuziehen oder abzulassen. Mit diesem wurde ein angenommener Verletzter aus einem Kanalschacht gezogen und die Ausbildungsteilnehmer forderten sich selbst, indem sie sich, am Kran baumelnd, selbst nach oben ziehen mussten.

Die Ausbildungseinheit endete schließlich am frühen Nachmittag mit dem reinigen und verräumen des Materials und einer gemeinsamen Nachbesprechung bei der erneut an die Bedeutung von Absturzsicherung für die oft komplexen Einsatzlagen des THW appelliert wurde.

Einsatzübung im Gelände

Aufbau der Beleuchtung zum ausleuchten des Bachbeets

In diesem Jahr stand nicht die Rettung von verletzten Personen im Vordergrund der Einsatzübung der THW-Jugend Miltenberg, sondern viel mehr die richtige Anwendungsweise von Einsatz-Gerüst-System, Beleuchtung sowie dem JetFloat®-System. In der THW-Unterkunft erläuterte Jugendbetreuer Stefan Wolf den Einsatzauftrag für die einzelnen Gruppenführer samt deren Team. „Im Oberlauf des Heubachs kam es zu einem Giftaustritt. Das verseuchte Wasser wird nach aktueller Berechnung in cirka 1,5 Stunden den Main erreichen. In Höhe des Luna-Parks soll nun ein Steg über den Bach erstellt werden, um das Gift zu separieren. Ebenso sollte dieser Bereich ausgeleuchtet und ein zweiter Steg zur Sicherheit in Höhe der Mündung hergestellt werden.“ – so der Einsatzauftrag.
Gemeinsam mit den Gruppenführern wurde vor Ort die Lage erkundet, das für die einzelnen Aufgaben notwendige Material notiert und nun per Funk an die Gruppen in Miltenbrg durchgegeben, die aufgrund dieser Listen die Einsatzfahrzeuge beluden. Wenige Zeit nach der Meldung traf das erste Team mit dem MzKW sowie Tandemanhänger an der Einsatzstelle ein. Sogleich wurde begonnen, das EGS-Material aus dem Anhänger zu räumen und die Bodenkonstruktion für den sieben Meter langen Steg auszurichten. Das zweite Team verteilte während dessen die Stative, Scheinwerfer und Kabel entlang des Bachbeetes. Schließlich traf auch das dritte Team mit dem Jetfloat® Material an der Einsatzstelle ein und nahm sogleich die Arbeit auf.
Die Gruppenführer hatten alle Hände voll zu tun, um Ihre Gruppe zu koordinieren und den Materialfluss zu gewährleisten. Hierbei mussten sie sich immer wieder untereinander absprechen um unnötige Wege zu vermeiden. Mit ein klein wenig Unterstützung durch die Betreuer ging der Aufbau zügig vorwärts und der EGS-Steg stand schnell. Bei der Beleuchtung sowie dem Jetfloat® System besteht noch ein wenig Ausbildungsbedarf, der sich sicherlich im Ausbildungsplan 2014 widerspiegeln wird. Nichts desto trotz waren auch diese beide Stationen letztendlich in Betrieb und der Einsatzauftrag war zur Zufriedenheit der Betreuer erfüllt. Besonders war die Ruhe an der Einsatzstelle und die gute Zusammenarbeit unter den Teams hervor zu heben.

Vorbereitung zur Einsatzübung

Es ist gar nicht so einfach einen richtigen Standort für das entsprechende Leuchtmittel zu finden.

Nachdem es beim letzten Ausbildungsnachmittag in erster Linie um die Rettung von Patienten ging, stand beim heutigen Ausbildungsnachmittag die Beleuchtung von Einsatzstellen im Mittelpunkt.
Als kleiner Einstieg wurde jedoch die grundlegenden Stiche und Bunde wiederholt, da auch diese ggf. bei der anstehenden Einsatz­übung vorkommen könnten. So wurde gemeinsam der Mast­wurf, Doppelstich, ein­facher Ankerstich sowie der Hinter­stich wiederholt und vertieft. Anschließend ging es in den Unterrichtsraum wo die Jugendlichen mit fünf unter­schiedlichen Einsatzaufgaben konfrontiert wurden. So musste auf den Lageskizzen die Aufbauorte der einzelnen Scheinwerfer sowie Stromerzeuger eingezeichnet und bei der anschließenden Vorstellung begründet werden. Dabei sollten die Teams darauf achten, dass die Stromleitungen keine Zufahrtswege überqueren und das Einsatzgebiet optimal ausgeleuchtet wird, auch soll­ten die Beleuchtungsmittel sinnvoll ausgewählt werden. Anschließend ging es auf den Hinterhof, wo sogleich sämt­liche Beleuchtungsmittel vom GKW 1 bzw. GW W/P herunter geräumt wurden. Nun wurde in zwei Teams eine komplette Beleuchtung aufgebaut und gemeinsam besprochen.

Schutzhafen Hasloch – Drei Arbeiter vermisst, vermutlich verletzt

Der Patient wird mit der Einheitskrankentrage vom havarierten Schiff transportiert.

Nach diesen Einsatzstichworten rückte der Technische Zug sowie die Fachgruppe Wassergefahren in Richtung Hasloch aus, um die Personenrettung einzuleiten. Hierzu wurden in Kreuzwertheim die beiden Einsatzboote zu Wasser gelassen, die nun direkt zum Schutzhafen fuhren und dort auf das verunglückte Schubschiff „von Pechmann“ stießen. Augenblicklich begann die Vermisstensuche auf dem Wasser, sowie auf den Schubleichtern, die zum Teil Leck geschlagen hatten und sich langsam mit Wasser füllten. Auf dem Vorderdeck wurde eine bewusstlose Person gefunden und sofort mit Erster Hilfe versorgt. Wenig später wurden auch die beiden weiteren Arbeiter gefunden und notdürftig versorgt. Der Abtransport der Patienten erfolgte über den Wasserweg, wobei die Patienten auf einer Trage in das Einsatzboot gebracht wurden.
Während dessen wurde durch den Technischen Zug ein Anleger gebaut, an dem die Einsatzboote ab sofort anlegen konnten, da der Einsatz noch länger dauert. Nachdem die Patienten soweit vom havarierten Schiff geborgen waren, mussten die Einsatzkräfte die Ladung, gegen immer weiteres verrutschen sichern. Ebenso wurden Maßnahmen zur Wasserabsenkung im Schiffsleichter eingeleitet.  Für die anrückende Bergungsfirma bekam das THW den Auftrag einen Übergang von Land direkt auf das havarierte Schiff zu erstellen. Aus diesem Grund wurde aus JetFloat®-Material ein Schwimmsteg erstellt, über den das Material der Bergungsfirma direkt vom Land transportiert werden konnte.
Dieses Szenario einer Schiffshavarie ist auch auf der Bundeswasserstraße Main durch den mittlerweile trendigen Touristikverkehr und der stetig steigenden Gütermenge immer wahrscheinlicher, so Zugführer Thomas Frieß bei der Einsatznachbesprechung. Er zeigte sich mit dem Verlauf der Übung sehr zufrieden – die Team’s wissen, wo sie hin greifen müssen und haben ein gutes Improvisationstalent.

Atemschutz auf dem Wasser

Atemschutz auf dem Wasser, hier mit ausgelöster Rettungsweste.

Atemschutz auf / am Wasser – ein Thema, das in kaum einer Feuerwehrdienstvorschrift näher betrachtet wird. Doch aufgrund des immer größeren Verkehres, sei es im Güter- wie auch Personenbereich, auf der Bundeswasserstraße Main sieht der Ortsverband in diesem Bereich ein bisher wenig beachtetes Gefahrenpotenzial für alle Einsatzkräfte. Aus diesem Grund wurden bei der Atemschutzausbildung die Einsatzgrundsätze für die zukünftige Vorgehensweise festgelegt. So wurde zum Beispiel beschlossen, dass nur mit angeschlossenem Pressluftatmer übergesetzt wird, was zwar die Einsatzdauer verkürzt, jedoch der Sicherheit des Atemschutzgeräteträgers dient. Ebenso wurde nach kurzer Diskussion festgelegt, dass bei Einsätzen auf dem Wasser die Atemschutzgeräteträger eine Rettungsweste tragen. Im weiteren Verlauf der Ausbildung wurden diese Grundsätze direkt in der Praxis umgesetzt, ein teilw. nicht leichtes Unterfangen, da das Anlegen des Pressluftatmers durch die Rettungsweste stark beeinträchtigt wird. Nach dieser Prozedur wurde auch eine Rettungsweste gezündet, um die Auswirkungen auf den Geräteträger sowie die Ausstattung festzustellen. Dabei konnte festgestellt werden, dass die Funktionsweise der Rettungswesten trotz des Atemschutzgerätes nicht beeinträchtigt werden.

Vorbereitung zur Einsatzübung

Ein Junghelfer bahnt sich den Weg zum Patienten.

„Explosion auf dem THW-Gelände in Miltenberg. Am Freitag, den 13. September 2013 ereignete sich gegen 17:00 Uhr eine Explosion auf dem THW-Gelände. Sofort war das THW vor Ort und wurde informiert, dass fünf Personen vermisst werden.
Eine Gruppe hatte die Aufgabe den Zugang des Geländes von Trümmern und sperrendem Material zu befreien um die Zufahrt für die Einsatzfahrzeuge zu ermöglichen. Danach wurde eine Halle am Rande des Geländes abgesucht, wobei eine verletze Person gerettet wurde.
Eine weitere Person wurde hinter einigen explosiven Fässern gefunden. Hierzu musste ein versperrter Tunnel durch die THW-Kräfte beräumt werden. Erst danach konnte die verletzte Person mit Hilfe der Bergeschleppe hindurchgezogen werden. Ebenso waren noch vier weitere Gefahrenstellen vorhanden, die die Einsatzkräfte suchen und anschließend mit Pylonen markieren mussten.
Die dritte Person war durch die Explosion auf ein Garagendach geschleudert worden, wodurch die Rettung erschwert wurde. Mit Hilfe des Leiterhebels wurde im Verlauf des Einsatzes auch diese Person gerettet.“

Ja, so hat sich die erste Vorbereitung zur anstehenden Einsatzübung zugetragen. Die Jugendbetreuer wollten an diesem Nachmittag nicht die übliche „Ausbildung“ betreiben und starteten gleich mit einer kleinen Einsatzübung, die sich, wie bereits eingangs von den Junghelfern geschrieben, zugetragen hat.
In drei Teams mussten die Junghelferinnen und Helfer auf dem THW-Gelände die vorhandenen Gefahren erkennen und die Verletzten retten. Damit die Rettungsaktion nicht ganz so einfach von statten ging, gab es noch das ein oder andere Hindernis zu bewältigen. So zum Beispiel konnte ein Bereich nur durch einen versperrten Tunnel betreten werden. Nachdem hier versäumt wurde, eine Anfrage bei der Einsatzleitung abzugeben, ob das Gelände „frei gemessen“ (Strom & Gas abgestellt) erlitt der erste Helfer einen Stromschlag und musste so gleich selbst aus seiner misslichen Lage befreit werden. Erst im Anschluss konnte es an die eigentliche Verletztenrettung gehen. Eine weitere Gruppe durchsuchte währenddessen den Bereich der Fahrzeughalle und wurde in einem abgestellten Boot fündig. Die letzte vermisste Person wurde durch Zufall auf einem Garagendach entdeckt. Bei der Erkundung stellte sich heraus, dass diese Person nur in waagrechter Position transportiert werden durfte, was den Abtransport erschwerte. Nach einigen Überlegungen kam hier schließlich der Leiterhebel zum Einsatz.
Generell verlief diese Übung sehr ruhig und ordentlich, wenn gleich auch noch einige Mängel bei der abschließenden Übungsnachbesprechung hervorkamen.