Aktivitäten im Ortsverband

Informieren Sie sich über unsere laufenden Aktionen und Ausbildungen. Durchstöbern Sie aber auch unsere "alten" Jahrgänge, hier findet sich viel informatives über unsere Entstehung und Einsätze. Erhalten Sie so einen kleinen Einblick in das Leben unseres Ortsverbandes.

2012

THW-Helfervereinigung: Förderer des THW Miltenberg

Zipf geehrt für sein Engagement

Ruthard Zipf mit dem stellvertretenden Vorstandvorsitzenden Hermann Behl bei der feierlichen Übergabe der Ehrenurkunde THW-Helfervereinigung.

Die Aufgabe der Vereinigung der Helfer und Förderer des Technischen Hilfswerk (THW), des Ortsverbandes Miltenberg, ist die Förderung und Unterstützung. Dieser Aufgabe kam man im abgelaufenen Jahr nach, so die Aussage des Vorsitzenden Ruthard Zipf.
Die Miltenberger Helfervereinigung des Technischen Hilfswerks (THW), die immerhin eine stolze Mitgliederzahl von 258 Personen, davon 24 Fördermitglieder, aufweist, steht der Großheubacher Ruthard Zipf vor.

Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden
Zipf berichtete ausführlichst über die Arbeit des Vorstandstandes des vergangenen Jahres. Hier legte Zipf dar die verschiedensten Aktivitäten des Vereins, wie Winterwanderung und die beliebte Winterfreizeit. Auch berichtete er über die die getätigten Neuanschaffungen, wie den Kauf eines Lichtmastes für den Gerätekraftwagen (GKW) I zum Ausleuchten von Unfall- und Gefahrenstellen, wie des Einsatzortes, die Beschaffung eines 4Meter-BOS-Handfunkgerätes nebst Zubehör, die Bereitstellung von Mitteln zur Helferwerbung/-bindung und viele weitere Fördermaßnahmen.
Zipf ist auch weiterhin guter Dinge, Anschaffungen und Fördermaßnahmen im entsprechenden Umfang tätigen zu können, um die Einsatzbereitschaft des THW Ortsverbandes weiter zu verbessern. Zu Abschluss der Ausführungen von Zipf gedachte man der verstorbenen Mitglieder.

Ehrungen vorgenommen
Als keine Abweichung, der zu Anfang verabschieden Tagesordnung, wurde die Überraschungsehrung von Ruthard Zipf durch den stellvertretenden Vorstand-vorsitzenden Hermann Behl vollzogen. Zipf wurde für sein Engagement und seine Verdienste für und um die THW-Helfervereinigung mit der „Ehrenurkunde mit Ehrennadel der THW Helfereinigung in Bronze“ ausgezeichnet.
Auf die finanzielle Situation des Helfervereins ging Schatzmeister Theo Schäfer (Miltenberg) in seinem Kassenbericht näher ein. Nach einer erfolgten Kassenprüfung und der Bestätigung einer vorbildlichen sowie ordnungsgemäßen Kassenführung erteilte die Versammlung einstimmig die Entlastung.

Fotowettbewerb "Wir sind Ehrenamt" war ein voller Erfolg

"Der Fotowettbewerb des Bayerischen Staatsministeriums des Inneren war ein großartiger Erfolg. Mehr als 1.500 Bilder sind eingegangen", so Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zum Abschluss des Fotowettbewerbs "Wir sind Ehrenamt - unsere Ehrenamtlichen stellen sich vor". Die Fotos zeigen, wie vielfältig das ehrenamtliche Engagement im Bereich des Innenministeriums ist: "Unsere Teilnehmer engagieren sich in der Feuerwehr, im Rettungswesen, im Katastrophenschutz, in der Verkehrssicherheit, der Sicherheitswacht, im kommunalen Bereich, den Verwaltungsgerichten oder in der Städtebauförderung." - Auch unser Ortsverband beteiligte sich mit einigen interessanten und aussagefähigen Bildern.

Am 12. Januar hatte Staatsminister Herrmann den Startschuss für den Fotowettbewerb gegeben. Aus der Vielzahl der eingesendeten Bilder wählt nun eine unabhängige Jury unter Vorsitz von Uli Hoeneß die Gewinner aus. Herrmann: "Das ist eine Aufgabe, um die ich die Jury nicht beneide. Die Fotos geben einen eindrucksvollen Überblick darüber, was Ehrenamt für unser Land und für die Ehrenamtlichen selbst bedeutet. Hier fällt die Auswahl schwer!" Auch der Jury-Vorsitzende Uli Hoeneß zeigte sich sehr beeindruckt vom Ergebnis des Wettbewerbs: "Ich freue mich sehr, dass der Fotowettbewerb auf eine solche Resonanz gestoßen ist. Aus dieser Vielzahl der Einsendungen 'nur' 15 Sieger auszuwählen, ist eine schwierige Aufgabe. Denn für mich persönlich sind alle Gewinner". Eine Übersicht über die Bilder findet sich unter http://www.stmi.bayern.de/buerger/ehrenamt/wettbewerb/bilder.

Einsatzübung "Beleuchtung"

Im Vordergrund wird ein kleiner Stromerzeuger in Betrieb genommen, während im Hintergrund schon fleißig Licht produziert wird.

Auch im Bereich der Ausbildung beschreitet unser Ortsverband einen neuen Weg. Anstatt die Beleuchtung auf dem Hof der Unterkunft aufzubauen und anschließend wieder routinemäßig zu verräumen, überlegten sich die Führungskräfte dies in einer praxisnahen Nachtübung zu üben.

So trafen sich die Helferinnen und Helfer nicht zur regulären Ausbildungszeit, sondern erst gegen 18:00 Uhr in der THW-Unterkunft. Hier fand eine kurze Einweisung in die Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften sowie den verfügbaren Material statt. Auch wurde die sog. „kalte Lage“ - die Übungsannahme den Führungskräften erläutert und anschließend die Gruppen mit Einsatzaufträgen versehen.

So rückte die 1. Bergungsgruppe sofort zum Einsatzort ab, um dort die Lage zu erkunden, während die beiden weiteren Gruppen noch div. Zusatzmaterial verluden. Am Einsatzort in Miltenberger Stadtteil Mainbullau angekommen wurde sofort das erste Licht innerhalb kürzester Zeit mit Hilfe des neuen Lichtmastes am Gerätekraftwagen 1 in Betrieb genommen. So konnten die Helferinnen und Helfer einen ersten Überblick über die Lage erhalten. Durch die mittlerweile ebenfalls angerückten Gruppen wurden nun weitere Geländeteile des weitläufigen Areals ausgeleuchtet. Hierbei kamen mehrere kleine Stromerzeuger sowie zwei unabhängige Netzersatzanlagen zum Einsatz. Auch wurden „so ganz nebenbei“ die unterschiedlichen Leuchtmittel, wie HQI-, HQL- oder Halogeenstrahler eingesetzt und aufgrund deren Vor- und Nachteile entsprechend eingesetzt. Des weiteren musste ein Verletztensammelplatz von cirka 40 x 40 Meter fachgerecht ausgeleuchtet werden. Hierzu wurden die beiden Powermoons eingesetzt, die ein nahezu blendfreies, tageslichtähnliches Licht aufweisen.

Nachdem die verschiedenen Einsatzaufträge abgearbeitet waren, trafen sich die eingesetzten Hilfskräfte, um die einzelnen Einsatzfelder genauer zu begutachten und evtl. Probleme anzusprechen. Anschließend begann der Rückbau der Beleuchtung, auch hier wurde auf das ordnungsgemäße Ausleuchtung des Einsatzraumes geachtet, um die Unfallgefahr so gering wie möglich zu halten.

Hausabstützung unter Atemschutz

Unter schwerem Atemschutz wurde ein Haus abgestützt.

Kaum war die Jugendausbildung zu Ende, fanden sich schon die nächsten Helferinnen und Helfer auf dem THW-Gelände ein. Es stand der zweite reguläre Ausbildungsabend „Atemschutz“ auf dem Programm. Nachdem es beim vergangenen Termin recht theoretisch zu ging, stand heute Praxis an. Kurzerhand wurde der Einsatzauftrag erläutert und die Atemschutzgeräteträger in mehrere Trupps aufgeteilt.

Beim Einsatzauftrag handelte es sich um das fachgerechte Abstützen eines Einfamilienhauses, das von einem Gefahrguttransporter gerammt wurde. Hierzu wurde das im Ortsverband vorhandene Einsatz-Gerüst-System eingesetzt. Durch weitere Helfer wurden im „sicheren“ Teil – auch weiße Zone genannt – die notwendigen Gerüstteile zusammengestellt und an die sog. Rauchgrenze – auch schwarze Zone genannt – gebracht, wo die Übergabe an die Atemschutztrupps erfolgte. Diese bauten nun in kürzester Zeit eine Hausabstützung zusammen.

Nachdem der Einsatzauftrag soweit abgehandelt war, fand eine kleine Übungsnachbesprechung statt, bevor es wieder an das aufräumen des Materials ging.

Holzbearbeitung

Der Bau eines Puzzles stand bei der jüngeren Gruppe auf dem Ausbildungsplan.

Auch beim zweiten Ausbildungsnachmittag „Holzbearbeitung“ der Jugendgruppe ging es um den Bau der Übungsdummys sowie der Fertigstellung der Puzzles. Im Gegensatz zum letzten Ausbildungsnachmittag konnte es heute sogar an die frische Luft gehen, denn die ersten Sonnenstrahlen lockten ins freie. So beschloss Simon Schuldt kurzerhand die Sägearbeiten im freien fortzuführen. Anschließend wurden die einzelnen Holzteile geschliffen und nochmals zusammengepuzzlet, denn nun wurden die Holzstückchen mit Dispersionsfarbe eingefärbt, damit die unterschiedlichen Teile richtig zur Geltung kommen.

Während dessen ging es in der älteren Gruppe um die Fertigstellung der Übungs-Dummies. Die bereits mit Sand gefüllten Schläuche wurden nun entsprechend der Aufbauskizze mit Schrauben und Unterlegscheiben zu einem Körper zusammengefügt. Zwei weitere Teams bearbeiteten in dieser Zeit die Köpfe, welche aus Kanthölzern bestehen. Hierbei musste die „eckige“ Form der Hölzer abgerundet und ein grobes Gesicht gezimmert werden. Neben der Stichsäge kam auch der Stechbeitel sowie das Zugmesser zum Einsatz, so manch Junghelfer konnte sich so mit dem Werkstoff Holz anfreunden und es entstanden tolle Werkarbeiten. Anschließend wurde der vorgefertigte Schlauchkörber mit dem Kopf verbunden und natürlich mit einer alten THW-Uniform angezogen. Insgesamt bringt ein Übungsdummy gute 60 Kilogramm auf die Wage – obwohl er nur aus ein paar mit Sand gefüllten C-Schläuchen sowie einem Holzkopf besteht.

Aktion "Raus aus dem Alltag - rein ins THW!" gestartet

Die THW-Wetterstation in Aktion beim Großheubacher Frühjahresmarkt.

„Raus aus dem Alltag – rein ins THW!“ Unter diesem Motto läuft derzeit eine Bundesweite Werbekampagne des Technischen Hilfswerks. Auch unser Ortsverband hat das Jahr 2012 als Jahr der „Veränderung“ ausgerufen. So wurde an der Mitgliederversammlung der Arbeitskreis „Öffentlichkeitsarbeit“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, unseren Ortsverband, wie aber auch das THW in der Öffentlichkeit bekannter zu machen und dadurch neue Helferinnen und Helfer zu gewinnen.

Eine erste sichtbare Aktion war die Teilnahme am Großheubacher Frühjahrsmarkt mit der THW-Wetterstation. Hier wurde eine sog. „Guerilla-Aktion “ in Form eines Dreibocks aufgebaut und während des Tages „inkognito“ von THW-Mitgliedern betreut. Weitere Aktionen dieser Art sind in Planung. Auch wird sich unser Ortsverband noch mehr in der Medienwelt – Stichwort „Facebook“ präsentieren und die Öffentlichkeitsarbeit voran treiben.

Unterweisung Atemschutz

Beim ersten Ausbildungstermin im Bereich Atemschutz ging es um div. Praxisbeispiele in Sachen „Erster Hilfe unter Atemschutz“. Hierzu hatte Jan Schallenberger unterschiedliche körperliche Schwierigkeiten zusammengetragen, die bei einem Atemschutzeinsatz häufig vorkommen, so z. B. der Kreislaufkollaps, Atemnot, Rauchvergiftung bis hin zum Hitzeschlag. Neben den Erkennungsmerkmalen ging er auch auf die Behandlung dieser Symptome ein, um im Ernstfall fachgerechte Hilfe leisten zu können.
Anschließend erfolgte die alljährliche Unterweisung für Atemschutzgeräteträger sowie eine Darstellung von Atemschutzunfällen, welche auch bei einem THW-Einsatz vorkommen könnten.

Sachkundigenprüfung Elektro

Genaue Kontrolle des Elektromaterials ist unerlässlich.

Auch in diesem Jahr stand wieder die Sachkundigenprüfung Elektro auf dem Jahresprogramm unseres Ortsverbandes. Dank der sehr guten Vorbereitung durch Mathias Fries sowie vieler helfenden Händen ging diese wieder zügig über die Bühne. So wurden bereits am Freitagnachmittag große Teile des Gerätelagers sowie einige Großfahrzeuge in Angriff genommen. Im Klartext heißt dies, die Kabeltrommeln abwickeln und einer Sichtkontrolle unterziehen. Aber auch die inneren Werte des Kabels sowie aller anderen elektrischer Geräte wurden geprüft, hierzu zählen z. B. Funktionsfähigkeit des Schutzleiters, Wiederstand, Erdung usw. Am Samstag stand dann der restliche Teil auf dem Programm, so dass gegen 11:00 Uhr alle ortsveränderlichen elektrischen Anlagen kontrolliert waren. Bevor es dann in das wohlverdiente Wochenende ging, wurden noch einige Hofarbeiten erledigt.

Winterwanderung

Gemeinsame Winterwanderung der THW-Helfervereinigung.

Auch in diesem Jahr führte die THW-Helfervereingiung wieder eine Winterwanderung durch. Schnee lag zwar keiner, doch die Temperaturen waren wortwörtlich „im Keller“. Nichts desto trotz ließen es sich rund 30 Mitglieder nicht nehmen, der Einladung zu folgen und fanden sich bei herrlichstem Sonnenschein am Weilbacher Rathaus ein. Von dort führte die Strecke über Reuental, wo es eine Kleinigkeit zum aufwärmen gab.
Danach begann eine Bergetappe zur Gotthardsruine, von wo aus die Wandergruppe eine herrliche Aussicht genießen konnte. Natürlich war noch genügend Zeit auch noch den Turm zu besteigen. Nach einem Gruppenfoto ging es von nun an bergab in Richtung Amorbach, wo die Wandergruppe pünktlich gegen 13:00 Uhr in der Gastwirtschaft „Gleis 1“ eintraf.
Bevor es wieder hinaus in die Kälte ging, gab es ein reichhaltiges Mittagessen und auch für den Geist wurde etwas geboten – der Besuch des kleinen Bahnmuseums der Freunde der Westfrankenbahn, das im Obergeschoss des Bahnhofs untergebracht ist. Der Heimweg führte die Gruppe nicht mehr auf die Berge, sondern auf den neuen Radweg entlang der B469 nach Weilbach, wo die Wanderung ihr Ende fand.

Holzbearbeitung

Ablängen der Schläuche für den Übungsdummy.

Holzbearbeitung in der Jugendgruppe – eigentlich kein „schlimmes“ Thema, doch angesichts der kalten Minustemperaturen in der Werkstatt bzw. Außenbereich war es für den einen oder anderen doch sehr, sehr kalt ….
Nichts desto trotz ging es nach einer kurzen Begrüßung hinaus in die Kälte. So wurde bei den jüngeren mit dem Bau eines Puzzles begonnen. Zuerst wurde hierbei die späteren Puzzlestücke auf ein Sperrholz aufgezeichnet, die im Anschluss mit Hilfe einer Laubsäge ausgesägt wurden. Dass dies nicht so einfach war merkte Ausbilder Simon Schuldt recht schnell, denn ständig riss ein anderes Sägeblatt oder die Bleistiftstriche waren nicht an der richtigen Stelle und und …
In der älteren Gruppe ging es um den Bau eines Übungsdummys aus C-Druckschläuchen. Hierzu erläuterte Stefan Wolf die einzelnen Holzwerkzeuge samt der sicheren Bedienung, die an diesem Ausbildungsnachmittag zum Einsatz kamen. Anschließend teilte sich die Gruppe nochmals auf, ein Teil übernahm das heraus stemmen der Kopfform aus einem Holzklotz, während der zweite Teil die C-Schläuche, die für den eigentlichen Körper benötigt werden auf die passenden Längen zurecht schnitt. Die so angefertigten Schlauchteile wurden nun an den Gelenken des späteren Dummys mit einem Körner durchstoßen und mit einer Schrauben-Mutterverbindung zusammengezogen, so können später die Gelenke realitätsnahe abgewinkelt werden. Nachdem die vorarbeiten am Rumpf des Dummys erledigt waren ging es zum Sandhaufen auf dem Hinterhof, denn die noch leichten Schläuche wurden mit Sand ausgefüllt und anschließend mit einer weiteren Schrauben-Mutterverbindung verschlossen.