Aktivitäten im Ortsverband

Informieren Sie sich über unsere laufenden Aktionen und Ausbildungen. Durchstöbern Sie aber auch unsere "alten" Jahrgänge, hier findet sich viel informatives über unsere Entstehung und Einsätze. Erhalten Sie so einen kleinen Einblick in das Leben unseres Ortsverbandes.

2012

Fahren auf dem Wasser

Bootspflege in der THW-Jugend. Nach der Ausbildung mussten die Boote abgeschrubbt werden.

Heute ging es zum letzten Mal hinaus auf den Main. Hierzu wurden wieder die zwei Schlauchboote zu Wasser gelassen und so gleich ging es mit Motorkraft stromaufwärts. Dabei wurde die Position des Bootsführers immer wieder durchgetauscht, so dass jeder einmal an die Pinne durfte. Doch mit nur „vorwärts“ fahren war es nicht getan – jeder Bootsführer hatte eine Aufgabe zu erledigen, so z. B. das Anlegen in der Strömung, ein nicht immer einfaches Unterfangen, insbesondere wenn die sog. Gier-Stellung (dabei steht das Boot schräg zum Ufer und wird durch den anwerfenden Strom alleine an das Ufer gedrückt) nicht beachtet wurde.

Auch das Person-über-Bord Manöver war natürlich an der Tagesordnung. Hier gilt es insbesondere, die Person im Auge zu behalten und die Schiffsschraube von dieser fern zu halten. Hierzu muss der Bootsführer beim Kommando „Person über Bord“ sofort den Motor in den Leerlauf schalten, damit die Person nicht von der drehenden Schiffsschraube berührt werden kann. Anschließend wird mit ein großer Bogen sowie wenig Wellenschlag um die Person gefahren und von Unterstrom die Person erneut angefahren. Sobald diese in erreichbarer Nähe ist, wird wieder der Motor in Leerlauf gestellt und die Person über die Bordkante gehievt.

Nachdem der heutige Termin auch gleichzeitig der letzte Ausbildungsnachmittag auf dem Wasser war, wurden beide Boote an Land mit klarem Wasser abgeschrubbt. Auch die Motoren wurden gepflegt, dazu gehört das spülen mit klarem Wasser sowie die Außenpflege.

Bau einer Wasserrutsche

Die Wasserrutsche entsteht aus Paletten und jeder Menge Folie.

Viele Zaungäste hatte die Jugendgruppe beim Ausbildungsnachmittag „Probeaufbau Wasserrutsche“ zu verzeichnen. Bei der kurzen Begrüßung wurde das Projekt „Wasserrutsche“ vorgestellt – dieses soll in erster Linie am anstehenden Helferfest aufgebaut werden, so dass Jung und Alt ein wenig Erfrischung in den kühlen Mainfluten erhalten können.
Unter dieser Prämisse wurden anschließend Sandsäcke gefüllt, Paletten in Richtung Anlegestelle geschleppt und dort entsprechend in Position gebracht. So langsam stieg dabei die Spannung bei allen Beteiligten, ob der Aufbau auch wirklich klappen würde.  
Als nächster Schritt wurde eine Bodenplane eingezogen, um die eigentliche wasserführende Plane gegen scharfe Kanten zu schützen. Danach kam erst die wasserführende Plane zum Einsatz – ein nicht ganz einfaches Unterfangen, denn die Anlegestelle, genauer deren Auffahrt ist recht lange und so mussten sämtliche Planen in der THW-Unterkunft erst zusammengesucht werden. Parallel dazu wurde eine 1600 Liter Mast Tauchpumpe aufgebaut, die das Wasser später den Berg hinaufpumpt.
Dann war es endlich soweit, die Pumpe wurde in Betrieb gesetzt und das Wasser ergoss sich in das Sammelbecken zu Beginn der Rutsche und rauschte anschließend den Kanal hinab – doch bei den weiteren Versuchen musste das Team leider feststellen, dass zu wenig Power, in Form von Wasser zur Verfügung stand und zudem der Kanal im Querschnitt nicht an die Reifengröße angepasst war. Diese beiden Mangelpunkte wurden für den nächsten Aufbau vorgemerkt und werden dann entsprechend behoben.
Nachdem mehr oder minder erfolgreichen Aufbau des Projekts „Wasserrutsche“ erfolgte auch schon der Abbau und das zurückräumen der benötigten Gerätschaften.

Ozzy's Summernight & 775-Jahre Schneeberg

Aufbau einer Bühne aus Fährbaumaterial in Schneeberg.

Auch dieses Wochenende stand ganz im Zeichen von div. sonstigen Technischen Hilfeleistungen. So ging es bereits am Freitagnachmittag nach Schneeberg, wo eine „Bachbühne“ mit dem Fährbauobermaterial aufgebaut wurde. Diese Bühne wir anlässlich der 775-Jahrfeier des Marktes Schneeberg für div. Veranstaltungen und Konzerte genutzt.
Direkt im Anschluss ging es zum Großheubacher MSC-Steinbruch, wo die Vorbereitungen für Ozzy’s Summernight durchgeführt wurden. Hier galt es, eine Bühne aus EGS-Material für den DJ aufzubauen. Auch der Strom sollte „blau“ sein, weshalb eine der 25 kVa Netzersatzanlagen in Position gestellt wurde.
Samstags wurde durch eine Betriebsmannschaft die Überwachung und Inbetriebnahme des Stromerzeugers durchgeführt, so dass diese Aktion, zumindest aus Sicht des THW wieder als eine gelungene Veranstaltung verbucht werden konnte. Den Abbau der EGS-Bühne sowie der Netzersatzanlage fand von einer kleinen Abbaumannschaft am Sonntag, 22.07. statt.

775 Jahre Stadt Miltenberg

Viel Spass im Kletterparcour hatte dieser junge Teilnehmer. Hier: Beim überqueren des Hängesteges.

Einfach cool!“ – so der Ausspruch einer kleinen Besucherin an unserem Kletterparcour anlässlich der 775-Jahrfeier der Stadt Miltenberg. Das Öffentlichkeitsteam hatte sich als weiteren Meilenstein die 775-Jahrfeier ausgesucht, wozu viele Vorbereitungstreffen und Absprachen mit der Stadt Miltenberg besucht wurden.

Letztendlich kam dabei ein Kletterspielgarten heraus, der insbesondere für Kinder und Jugendliche, aber auch für jung gebliebene Erwachsene konzipiert war. Mit Hilfe des Einsatz-Gerüst-Systems mussten sich die Kinder hinaufhangeln um auf der anderen Seite hinunter zu rutschen, bevor sie sich auf einem Hängesteg wieder fanden. Danach ging es in die kleine Atemschutzstrecke – ganz der Wirklichkeit nachempfunden mussten die Kinder hier durch einen engen Tunnel mit einigen Hindernissen kriechen. Zu guter letzt musste mit Hilfe eines Jet-Float-Floßes ein Wasserbecken überquert werden, doch nicht mit Paddel, sondern mit einem extra hierfür ausgedachten Seilsystem.

Neben dem Kletterspielgarten gab es aber noch viel Interessantes über die Bundesanstalt THW und vor allem unseren Ortsverband zu erfahren. Hierzu war ein Infopoint mit in das Gesamtkonzept mit Fotoshow, Leinwänden, Infoflyern und vielen mehr integriert. Viele Fragen wurden beantwortet und die natürlich erhielt auch der Gerätekraftwagen 1 mit seinen vielen Gerätschaften interessierte Blicke – auch hier konnten die Besucher Ihre Fragen loswerden. In unregelmäßigen Abständen wurden noch kleine Vorführungen der Gerätschaften vollzogen.

Fahren auf dem Wasser

Das defekte Schlauchtboot wird über Heck geschleppt.

Zwar wäre eine Abkühlung in den Fluten des Mains beim heutigen Ausbildungsnachmittag besser gewesen, doch die beiden Jugendbetreuer hatten mit der Jugendgruppe andere Ausbildungsthemen vor. Aus diesem Grund ging es eben nur auf das Wasser und zwar mit zwei Schlauchbooten samt den dazugehörigen Bootsmotoren.
Während das eine Boot recht zügig Fahrt aufnahm und die ersten Manöver üben konnte, dümpelte das zweite Boot keine 10 Meter vom Ufer entfernt im Mainwasser. Kurzerhand musste die Bootsmannschaft zum Ufer zurückpaddeln um den Motorschaden zu beheben. Um jedoch nicht zu viel Zeit zu verlieren, beschlossen die beiden Betreuer, das defekte Boot in Schlepp zu nehmen, denn dieses Thema stand heute sowieso auf dem Programm. Zuerst wurde eine Schleppverbindung längseits realisiert, doch die beiden Bootsteams stellten schnell fest, dass diese nicht optimal ist, so dass eine Schleppverbindung über Heck realisiert wurde, das für längere Strecken am besten geeignet ist.
Im Schleppverband ging es nun Mainaufwärts, wo in Höhe des Faust-Platzes ein Ankermanöver durchgeführt wurde, denn auch bei diesem Vorgang gibt einiges zu beachten. So muss z. B. auf das fachgerecht abwickeln der Seilschlingen geachtet werden, oder auch darauf, dass ein Ankern in diesem Gewässerabschnitt überhaupt möglich ist. So laufen durch den Main sog. Dücker, also Abwasserschächte etc., weshalb in diesen Bereichen nicht geankert werden darf.
Die zweite Bootsmannschaft übte währenddessen das An- und Ablegen mit Hilfe von Motorkraft. Anschließend ging es zurück zur Anlegestelle, wo die beiden Boote wieder verstaut wurden.

KiGa Traumland zu Gast beim THW

Kleiner Besuch im THW! – Der Kindergarten Traumland aus Kleinheubach besuchte am 29.06.2012 das Technische Hilfswerk Miltenberg. Grund war das Pixi-Buch über das THW, das im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit an die Kindergärten im näheren Umfeld versandt wurde.
Nachdem die Kinder dieses Büchlein schon fast in und auswendig kannten, wandte sich die Gruppenleiterin an unseren Ortsverband, ob eine Besichtigung möglich wäre – diesem Wunsch kam unser Ortsverband gerne nach. Die interessierte Kindergartengruppe wurde so mit dem „großen“ THW-Auto – dem Gerätekraftwagen 1 direkt vom Kindergarten abgeholt und zum Ortsverband gebracht, wo sich die Kinder sofort in einer Einsatzübung wiederfanden – galt es doch, ein Gruppenmitglied durch einen engen Tunnel zu retten. Anschließend wurde die Fahrzeughalle samt den Sonderfahrzeugen wie Stromerzeuger, Gerätewagen Wasserschaden-Pumpen, Boote usw. besichtigt und die aufkommenden Fragen beantwortet. Viele Dinge brauchten die Betreuer gar nicht erklären, da war schon die Antwort von der jungen Zuhörerschaft parat.
Nach so viel Technik gab es einen kleinen Spieleparcour auf dem Vorderhof, wo sich die Kids richtig austoben und ein klein wenig abkühlen konnten. So fand eine THW-Traktor-Rallye statt, das Labyrinthspiel wurde ausgiebig getestet und last but not least der Wassertransport mit Hilfe von Schwämmen.
Als kleine Erinnerung an den heutigen Besuch bastelten die Teilnehmer einen kleinen THW-Schlüsselanhänger wozu ein eigener Knoten gelernt wurde.

Unterstützung beim Sommerrausch Amorbach

Aufräumarbeiten nach dem Sommerrausch in Amorbach.

Auch nach Abschluss des Ausbildungstermins waren div. Gruppen unseres Ortsverbandes gefordert. So rückte eine Gruppe spät in der Nacht zu einer Amtshilfe ab, während eine zweite Gruppe nach Amorbach fuhr, um dort die Notbeleuchtung für den "Sommerrausch 2012" des Landkreises Miltenberg sicher zu stellen. Hierzu wurden bereits am Freitagnachmittag die ersten Vorbereitungen getroffen und Teile der Scheinwerfer aufgebaut, so dass das Team am Samstag nur noch wenige Handgriffe anlegen musste. Nachdem die Veranstaltung im wahrsten Sinne des Wortes "über der Bühne" war wurde das komplette Material wieder zurückgebaut und verlastet.

Ausbildung Wassergefahren

Das Einsatzponton wird mit Hilfe des Gerätewagen Wasserschaden-Pumpen zu Wasser gelassen

Auch in der Ausbildungseinheit des Technischen Zuges sowie der Fachgruppe stand das Thema "Fahren auf dem Wasser" auf dem Plan. So wurden bereits am Vorbereitungs-Mittwoch die theoretischen Grundkenntnisse mit den Fachbegriffen für Boot / Ausrüstung, Wasserstraßen und Komandos gelegt. Auch ging Gruppenführer Johannes Soder auf die rechtlichen Kenntnisse sowie Sicherheitsvorschriften auf dem Wasser ein.

Der Samstag stand dann ganz im Zeichen der praktischen Ausbildung. In den drei Ausbidungsblöcken ging es um die Themen: Boot zu Wasser lassen, Fahrmannöver auf dem Wasser / Schleppen von Fahrzeugen sowie Stegbau mit dem JetFloat-System. An der ersten Station mussten die Teams ein Boot zu Wasser lassen, das heißt, die Ausstattung kontrollieren, am Zugfahrzeug anhängen und schließlich zur Bootslende fahren. Aufgrund der Einbindung in den örtlichen Einsatzplan wurde hierbei nach weiteren Optimierungsmöglichkeiten gesucht. Bei der zweiten Station ging es mit zwei Booten aufs Wasser, denn das Schlepp-Manöver wurde in der Praxis durchgeführt. Hierzu simulierte ein Boot einen Motorschaden, das vom zweiten Boot mittels Schleppleine über Heck bzw. auch seitwärts sicher an die nächstmögliche Anlegestelle geschleppt werden musste. Auch weitere Manöver, wie Ankern und Anlegen wurden ausgebildet. Last but not least ging es beim Stegbau mit dem Jetfloat-System um die Erstellung eines 16-Meter langen Schwimmsteges, an dem Boote anlegen können. Hier wurde auch auf die Besonderheiten des Jet-Float-Systems beim Betrieb eingegangen.

Fahren auf dem Wasser

Jugendliche beim Übersetzen auf der Mud mit Hilfe der Zwei-Mann Methode

"Eine Bootsfahrt die ist lustig – eine Bootsfahrt die ist schön!" - getreu diesem Motto startete die ältere Jugendgruppe in die Wasserausbildung 2012. Auch hier wurden die Grundbegriffe am Wasserfahrzeug sowie den Ufern und Manövern kurz wiederholt und aufgefrischt, bevor es mit dem kleinen Schlauchboot auf den Main ging. Hier wurden auch die üblichen Manöver kurz durchgeführt, bevor die Jugendlichen selbst in die Rolle des Bootsführers schlüpften und das Boot in die gewünschte Richtung steuern mussten. Ziel war auch hier die Mud, wo im hinteren Bereich die Bootsbesatzung auf zwei bzw. eine Person reduziert wurde – denn auch mit dieser verminderten Bootsbesatzung sollte das Boot noch sicher an das Ufer gebracht werden. Hierzu sind jedoch bestimmte Paddeltechniken sinnvoll, so z. B. das "beiziehen", das heißt, das Paddel wird nicht komplett parallel zum Boot durchgezogen, sondern beschreibt eine "L"-Form, durch diese seitlichen Schub verbleibt das Boot auf Kurs und wird nicht nach Steuer- bzw. Backbord abgelenkt. Auch der fachgerechte Anlegerbund wurde nochmals wiederholt.

Nach dieser Übung ging es im Zick-Zack-Kurs zurück in Richtung Main und dann weiter Strom aufwärts in Richtung THW-Anlegestelle, wo das Bootsmaterial wieder gesäubert und anschließend verstaut wurde.

Fahren auf dem Wasser

Einrücken in das Schlauchboot, danach wird abgelegt.

Auch in diesem Jahr nutzt die Jugendgruppe die Sommermonate für die Ausbildung „Fahren auf dem Wasser“. Nachdem die Büro Formalitäten und auch die Neueinkleidungen soweit erledigt waren, ging es mit den zwei Schlauchbooten aufs Wasser. Unterstützt wurde die Ausbildung durch Marco Schlackl, der eine Bootsbesatzung übernahm, während das zweite Boot unter der Leitung von Stefan Wolf in „den Main stach“.

Am linken Mainufer erfolgte gleich das erste größere Manöver – das Anlegen an einem Stützpfeiler. Hier erklärten die beiden Bootsführer auch die wichtigsten Fachbegriffe auf dem Wasser und am Boot. Wörter wie Steuerbord (rechte Seite des Schiffs), Backbord (linke Seite des Schiffs), Heck, Rumpf fielen dabei im Zusammenhang mit der Schiffsbezeichnung. Hingegen linkes Ufer, rechtes Ufer, stromabwärts/-aufwärts, diesseits, jenseits eher bei den entsprechenden Bezeichnungen für das Gewässer zu finden sind. Auch wurde nochmals auf die wichtigsten Kommandos eingegangen – so z. B. Wende über Steuerbord (das Schiff dreht nach rechts ab), stopfen (die Paddel werden senkrecht in das Wasser gehalten, um die Fahrt zu reduzieren), Paddelt an (das Boot bewegt sich nach vorne), Streichen (es wird „rückwärts“ gepaddelt).

Nun ging die Fahrt weiter stromabwärts in Richtung Mud, in welche dann abgebogen wurde. Ungestört von der Berufsschifffahrt konnten hier die Manöver nochmals in aller Ruhe durchgeführt werden.

Auch musste hier das Boot mit einer Zwei-Mann-Besetzung übergesetzt werden, hier wird sehr schnell deutlich, wie ein gut eingespieltes Team funktioniert. Im Anschluss an diese kleine Übung ging es in einer kleinen Wettfahrt zurück zur Unterkunft, wo das Material gesäubert und wieder verräumt wurde.