Aktivitäten im Ortsverband

Informieren Sie sich über unsere laufenden Aktionen und Ausbildungen. Durchstöbern Sie aber auch unsere "alten" Jahrgänge, hier findet sich viel informatives über unsere Entstehung und Einsätze. Erhalten Sie so einen kleinen Einblick in das Leben unseres Ortsverbandes.

2012

Sachkundigenprüfungen

Nach erfolgreicher Prüfung erhalten die Geräte den "Bestanden"-Aufkleber

Am vergangen Samstag fand wieder die jährliche Sachkundigenprüfung im THW Miltenberg statt. Bei dieser Prüfung werden alles Anschlagmittel wie Stahlseile, Greifzüge, Spanngurte, Hebebänder usw. durch Sachkundige überprüft. Diese Prüfungen sind von der gesetzlichen Unfallversicherung vorgeschrieben und ein wichtiger Beitrag für unsere Sicherheit im Einsatzdienst. Die Materialien werden einer Sicht- und Funktionsprüfung unterzogen. Beschädigtes oder nicht funktionstüchtiges Material wird umgehend ausgesondert.

Bereits am Freitag wurde unter der Leitung unseres Schirrmeisters Mathias Fries mit den Vorbereitungen begonnen. So mussten alle Materialien von den verschiedenen Fahrzeugen und Verlastungsorten zusammengetragen und für die Prüfung bereit gelegt werden.
Am Samstag dann wurden die Sachkundigenprüfungen durch die Logistikgruppe des OV Aschaffenburg durchgeführt. Zeitgleich wurden auch die Prüfungen der Leitern, Tragen und der Motorsägen durch Sachkundige im OV vorgenommen. Die Prüfung der Materialien muss dokumentiert und das Material mit einem Prüfzeichen versehen werden. Nach der Prüfung konnten alle Anschlagmittel und Gerätschaften dann wieder ordnungsgemäß verlastet werden.

Dank der guten Vorbereitung und der tatkräftigen Unterstützung durch die Mannschaft konnte die Sachkundigenprüfung bis zum frühen Nachmittag beendet werden. Allen die hier mitgeholfen haben darf ich danke sagen, allen voran unserm Schirrmeister Mathias Fries und natürlich den Kameraden der Fachgruppe Logistik aus Aschaffenburg

Umgang mit Leitern

Ein Junghelfer sichert eine Leiter mit Hilfe von Erdnägeln.

Heute begann der Ausbildungsnachmittag der THW-Jugendgruppe ganz ungewöhnlich, denn Jugendbetreuer Stefan Wolf zeigte nicht anhand einer Leiter die ganzen Funktionen und Fachbegriffe auf, sondern die Jugendlichen mussten diese anhand von Pantomimendarstellung erraten. Natürlich zeigte sich, dass nicht alle Bewegung so einwandfrei zu deuten waren, doch letztendlich waren die Fachbegriffe richtig gedeutet und entsprechend zugeordnet worden.
So bestückt konnte es mit der weiteren Ausbildung voran gehen. Hierzu wurden drei Teams gebildet, wobei jedes einen besonderen Ausbildungsblock abarbeitete. Bei der ersten Station ging es um das Aufstellen einer Steckleiter über den Holm mit anschließendem sicheren besteigen. Bei der zweiten Station war das sichere zusammenstecken, die sogenannte Zugprobe das Hauptaugenmerk, bevor auch hier die Leiter fachgerecht aufgestellt werden musste. Hierzu zählt unter anderem auch die Kontrolle des Anstellwinkels, der ca. 68 – 75° nicht unter bzw. übersteigen sollte. An der dritten und letzten Station wurden die unterschiedlichsten Sicherungsarten einer Leiter besprochen und auch praktisch durchgeführt. So musste die Leiter mit Hilfe von Erdnägeln sowie einem Querriegel gesichert und anschließend bestiegen werden. Als weitere Fußpunktsicherungen wären hier noch das Eingraben sowie die Sicherung durch einen Helfer zu nennen.
Nach diesen drei Stationen wurde noch das horizontale Überwinden von Hindernissen mit Hilfe der Steckleiter gezeigt. Hierzu wurden die Steckleiterteile zusammengesteckt und auf zwei Böcke gelegt. Anschließend wurde auf die Sprossen noch eine „Laufblanke“ aus Bohlen gelegt, die im weiteren Verlauf der Ausbildung mit Hilfe von Bretttafelbunden gegen verrutschen gesichert wurde. Durch dieses Beispiel wurde gezeigt, dass mit Hilfe von Leitern auch Gräben und Vertiefungen überwunden werden können.

TAST Experten meistern Einsatzübung in Kopenhagen

Am 22.10.2012 brachen 2 TAST (ICT-Admin) Experten des THW Ortsverbandes Miltenberg nach Neuhausen auf, um bei dem zweiten neuen OPM (operational management) Kurs im EU-Gemeinschaftsverfahren Unterstützung zu leisten.
Am Abend des 22.10. wurden die beiden Helfer Philipp Dosch und Andreas Plötz den Teams vorgestellt und das angenommene Einsatzland – Marokko - bekanntgegeben. Dort waren, so die Annahme, weite Teile des Landes nach einem tropischen Sturm verwüstet und überflutet worden. Der Ausgangsort des Wirkens der Teams war Asilah südlich von Tanger.
Insgesamt wurden 6 Helfer von TAST gebraucht, da in der Übung 3 EUCPTs (European Civil Protection Team) parallel arbeiteten, um mehr Teilnehmer schulen zu können. Alles in allem bestanden die EUCP Teams aus 6 EUCP-Experts und 2 TAST´lern.
Am Morgen des kommenden Dienstags wurden alle Teilnehmer der Übung nach Kopenhagen verlegt, da der Kurs in Zusammenarbeit mit dem dänischen Katastrophenschutz abgehalten wurde.
Offizieller Übungsbeginn war die Landung in Kopenhagen. Von nun an waren die Teams auf sich selbst gestellt und mussten alle Anfangsschwierigkeiten in einem Einsatzland bewältigen.
Angefangen von dem ersten Briefing durch einen lokalen Mitarbeiter der EU, der die Teams in Empfang nahm, bis hin zur Organisation von Fahrzeugen, dem Abholen des Materials im Cargo-Bereich und dem Auffinden des Einsatzortes.
Hier wurde dann schleunigst mit dem Aufbau der Technik eines OSOCC (On-Site Operations Coordination Center), zu vergleichen einem Führungs- und Lagezentrums, begonnen.
Nach der erfolgreichen Einrichtung, dem Beziehen der Quartiere und der Abwicklung aller logistischen Herausforderungen, mussten die verschiedenen Funktionen in einem Stab den Teilnehmern zugeordnet werden. Auch die Verpflegung erfolgte einsatzmäßig, was bedeutete sich mit Tagesrationen aus dem Militärbereich und eher der nötigen Aufnahme von Nahrung, als dem passenden Geschmack anzufreunden.
Da die Übung bis Donnerstag, 14.00 Uhr angesetzt war, musste ebenfalls bedacht werden einen durchgängigen Betrieb des OSOCC aufrecht zu erhalten.
Die TAST Leute unterstützen die Teilnehmer nicht nur im Aufbau der Technik, sondern auch in ihren Funktionen innerhalb des OSOCC nach besten Kräften. So gelang es die Einspielungen wie z.B. Besuche der örtlichen Behörden, Evakuierungen, Zwischenfälle, logistische Probleme, Meetings, Kommunikationsprobleme, uvm , erfolgreich zu bewältigen.
Nach der Lehrgangsausprache und dem Official Dinner flogen die Teilnehmer am Freitag wieder nach Neuhausen, bzw. in ihre Herkunftsländer zurück.

Wer mehr über das Gemeinschaftsverfahren wissen möchte kann sich auf den Internetseiten der EU darüber informieren.

Renovierung Unterrichtsraum

Viele helfende Hände waren bei der Renovierungsmaßnahme des Unterrichtsraums gefragt.

In sehr enger Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA), allen voran Frau Schneider ist im Ortsverband Miltenberg das „Renovierungsfieber“ ausgebrochen. So wurde bereits Anfang Oktober der Unterrichtsraum entkernt, sprich die Tapeten abgelöst, die alten Deckenplatten entsorgt und eine komplett neue Verkabelung installiert. Auch weitere „Altlasten“, wie ein Abzugsrohr, alte Telefonverkabelungen und viele alte Möbelgegenstände fanden den Weg zum Müllcontainer, bzw. wurden wieder verwertet.
Im weiteren Schritt wurde der Unterrichtsraum, sowie der Vorraum durch die Firma Voit ausgebessert, das heißt die Schadestellen wurden verputzt, neu tapeziert und anschließend gestrichen. Als weitere Maßnahme wurde durch die BIMA eine neue Türe sowie die Beschaffung von Deckenleuchten genehmigt.
In reiner Eigenleistung wurden die Deckenleuchten durch unser Fachpersonal installiert und eine neue Akustikdecke eingezogen. Im weiteren Verlauf werden die frisch lackierten Heizkörper sowie weitere Feinheiten im Unterrichtsraum in Angriff genommen, damit dieser wieder ein Raum wird, in dem sich unsere Helfer wohl fühlen können. Auch auf das Umfeld wird bei dieser Renovierung wert gelegt, so werden neue Gestaltungselemente Einzug halten und den Raum somit freundlicher machen – man darf auf jedenfall gespannt sein!

Schwierige Technische Hilfeleistung auf dem Main

Das havarierte Boot wird mit Hilfe einer Schmutzwasserpumpe ausgepumpt und anschließend zum nächsten Ufer geschleppt.

Bei der dritten Sonderausbildung für unsere Fachgruppe Wassergefahren, stand die Technische Hilfeleistung auf dem Wasser auf dem Programm. Nach einer kurzen Vorbesprechung wurde die Mannschaft über das Übungsszenario informiert. Nach Einteilung der Abschnittsleiter „Wasser“ und „Ufer“ ging es dann auch schon los. Die Wasserungsstelle wurde bestimmt und nach dem anhängen der Bootstrailer rollten die Einsatzfahrzeuge zügig vom Hof. Angenommen wurde eine Bootshavarie im Unterwasser der Schleuse Heubach. So galt es dann, ein führungslos treibendes Boot aufzuhalten und kontrolliert an Land zu bringen. Weiterhin musste ein auf Grund gelaufenes Boot durch Pumpen- und Lenzarbeiten wieder manövrierfähig gemacht werden. Hierbei zeigte sich, dass viele Arbeiten welche an Land sehr einfach sind auf dem Wasser plötzlich sehr schwierig sein können. Man konnte weiterhin sehr eindrucksvoll  sehen wie wichtig die Zusammenarbeit der verschiedenen Gruppen im Einsatz ist.
Nach ca. drei Stunden Übung konnte die Ausbildung mit einer gemeinsamen Nachbesprechung beendet werden. Es wurden wieder zahlreiche Erkenntnisse gewonnen, die nun in die Ausbildung und Ausstattung einfließen werden. Zum Abschluss gab es dann natürlich noch Presssack mit Kummern (Gurken) und Brot sowie verschiedene Kuchen.

Fertigstellung Logistikkonzept

Helfer inventarisieren Material, wiegen die Paletten und sortieren die Gegenstände einsatzoptimiert zusammen.

Vor einigen Tagen konnte die Registrierung und Beschriftung des Zusatzmaterials abgeschlossen werden. Dies war der letzte Schritt auf dem Weg zur Fertigstellung unseres Logistikkonzeptes. Jetzt ist die komplette Zusatzausstattung wie:

  • Abstützsystem Holz „Miltenberg Land“
  • Einsatzgerüstsystem
  • Hochwassersteg
  • Dekonschleuse „Fahrzeug“
  • Abstützmaterial allgemein
  • Eigentumssicherung
  • Waldbrandbekämpfung
  • Bewegen von Lasten

erfasst, ordentlich und verkehrssicher auf Paletten verlastet, teilweise auch vorverlastet und gekennzeichnet. Hierdurch werden wir in die Lage versetzt dieses Material im Einsatzfall zügig und sicher zur Einsatzstelle verbringen zu können. Hintergrund war der, dass evtl. Anforderer schneller auf dieses Material zurückgreifen möchten und unser Ortsverband im Einsatzfall nicht die kompletten Bestandteile einzeln zusammensuchen muss. Durch das Logisitikkonzept werden wir in die Lage versetzt, in sehr kurzer Zeit mit sehr wenig Personal (ggf. sogar Fremdpersonal) Material nachzufordern bzw. in den Einsatz zu bringen. Die Gerätesätze sind so zusammengestellt, dass diese bereits den Anforderungen der Ladungssicherung entsprechend und nur noch die kompletten Stapelgestelle gesichert werden müssen.
Ihr alle habt mitgeholfen, es gab Erfassungsdienste, Probeverlastungen und jede Menge mehr. Für Eure Unterstützung darf ich danke sagen. Gemeinsam konnten wir einen wichtigen Schritt zur Sicherung unsere Einsatzbereitschaft gehen.

Schwierige Rettung von Verletzten

THW Jugend in Aktion - hier bei der Rettung eines Schwerstverletzten, der unter Geröllmassen verschüttet wurde.

Beim Herbststurm der am vergangenen Freitag über die Großheubacher Flurgemarkung „Steiner“ hereinbrach wurden mehrere Personen von umfallenden Bäumen erschlagen. Durch die gleichzeitig einsetzenden Regenfälle wurden Geröllmassen und große Steine auf Fahrwege geschwemmt und begruben eine Person unter sich.
Nachdem bereits weitere Einheiten im Einsatz waren, wurde die THW-Jugendgruppe zum Unglücksort gerufen um bei der Vermisstensuche zu helfen. Direkt nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte wurde das Gelände weiträumig erkundet und bereits mehrere verletzte Personen gefunden. Ebenso wurde festgestellt, dass die Durchfahrtsstraße in Richtung Miltenberg von Geröllmassen verschüttet und nicht mehr befahrbar ist.
Die eingesetzten Gruppenführer entschieden aus diesem Grund zwei Einsatzabschnitte zu bilden, wobei eine Gruppe unter der Leitung von Jonas Schneider (Rüdenau) die Rettung sowie die weitere Suche von Vermissten übernahm, während die zweite Gruppe unter der Führung von Alexander See (Großheubach) die schwierige Rettung einer verschütteten schwerstverletzten Person übernahm.

Fingerspitzengefühl gefragt
Der Patient war unter einem cirka 300 kg schweren Stein, der sich aus einer Felswand löste, eingeklemmt. Vitalfunktionen waren noch vorhanden, weshalb eine rasche Bergung notwendig war. Als passendes Einsatzgerät wurde hierzu die Zahnstangenwinde ausgewählt, mit welcher der Stein vorsichtig angehoben und gesichert werden konnte. Nun konnte der Verletzte vorsichtig aus seiner Gefahrenlage befreit und zur Verletztenablage abtransportiert werden. Im weiteren Verlauf wurden die Geröllmassen mit Hilfe von Brecheisen und einigen Rundhölzern beiseite geschafft, um die Fahrbahn für den Verkehr frei zu geben.
Während dessen war das zweite Team damit beschäftigt, im recht unzugänglichen Gelände weitere Personen aufzufinden. Hierzu wurden mehrere Abschnitte mit Hilfe einer Suchkette durchkämmt und letztendlich stellte sich der Erfolg ein. Drei weitere Patienten wurden gefunden und konnten mit Hilfe des Schleifkorbes aus dem Waldstück transportiert und in ärztliche Obhut übergeben werden.

Zufriedene Betreuer
Nach gut zweieinhalb Stunden war der Schrecken vorüber und die Einsatzaufträge abgearbeitet. Bei der Einsatznachbesprechung, die im Anschluss an diese Einsatzübung in der THW-Unterkunft stattfand, waren die beiden Jugendbetreuer sichtlich zufrieden mit der Leistung der Jugendgruppe. Insbesondere die schnelle Rettung des Schwerstverletzten fand hohes Lob.

Verletztentransport über Wasser

Am linken Mainufer angelangt, werden die Patienten sicher an Land gebracht.

Nächtliche Ausbildungseinheit für die Fachgruppe Wassergefahren. Unter der Leitung von Zugführer Thomas Frieß fand die erste Sonderausbildung „Rettung Wassergefahren“ statt. Hierbei bestand die Aufgabe darin, Personen von der rechten Mainseite in Höhe des Festplatzes Bürgstadt auf die linke Mainseite überzusetzen, da es bei einem privaten Grillfeuer mehrere verletzte Personen zu beklagen gab.
Nach Einweisung der Gruppe in das Aufgabengebiet legte der Abschnittsleiter Wasser die Wasserungsstelle für die Boote fest und teilte die anwesenden Helfer in mehrere Teams auf. Ein Boot wurde direkt an der Bootseinlassstelle am THW zu Wasser gelassen, während das zweite direkt in Bürgstadt gewässert wurde. Hierbei wollten die Führungskräfte auch feststellen, welche Zeitansätze für diese Aktion benötigt werden, um daraus weitere Schlüsse zu ziehen.
Nachdem das erste Boot die Einsatzstelle erreicht hatte, wurde ein Landeplatz an der rechten Mainseite gesucht und entsprechenden gekennzeichnet. Sogleich wurde mit der Suche der Verletzten begonnen. Schnell stellte sich heraus, dass die Patienten nur liegend transportiert werden können, weshalb der weitere Abtransport vorbereitet wurde. Mit Hilfe der Bootsbesatzung konnte der erste Patient recht zügig auf das Ponton gebracht und übergesetzt werden. Die weiteren Patienten wurden auf ähnlicher Weise zum anderen Mainufer übergesetzt.
Bei diesem ersten Ausbildungsabend ging es in erster Linie um den fachgerechten Transport von Patienten bei Nacht und den daraus resultierenden Problemen. Die dabei festgestellten Probleme wurden soweit aufgenommen und werden in das Weiterentwicklungskonzept der Fachgruppe einfließen.

THW-Jugend erhält Sparkassen Bürgerpreis

Das Foto zeigt die Preisträger des Bürgerpreises, der in diesem Jahr das erste Mal im Landkreis Miltenberg vergeben wurde. Foto: Sparkasse Miltenberg-Obernburg

Unter dem Motto „Projekt Zukunft: Engagiert für junge Leute“ hat die Gemeinnützige Stiftung der Sparkasse Miltenberg– Obernburg zum ersten Mal den Sparkassen-Bürgerpreis vergeben. Im Bürgerhaus „Alte Schule“ in Mömlingen wurden am Freitag Menschen aus dem Landkreis Miltenberg ausgezeichnet, die sich in Ihrer Freizeit ehrenamtlich für junge Menschen engagieren.
Die Sparkasse Miltenberg – Obernburg möchte mit dem Bürgerpreis das gemeinwohlorientierte Wirken und die Nähe zu den Menschen in der Region sichtbar und spürbar machen. Getreu dem Slogan „Nah. Fair. Kompetent.“ Für den Lokalen Bürgerpreis 2012 konnten sich ehrenamtlich Engagierte bewerben, bzw. vorgeschlagen werden, die im Landkreis Miltenberg jungen Menschen Perspektiven aufzeigen. Dabei waren Bewerbungen und Vorschläge aus allen Bereichen der Jugendarbeit möglich - aus den Jugendorganisationen der Hilfswerke und Jugendverbände ebenso, wie aus Sport- und Kulturvereinen, aus dem Schul- und Ausbildungsbereich, aus der Jugendhilfe oder aus speziellen Projektgruppen für Jugendliche.
Die Preisträgerliste für den Sparkassen-Bürgerpreis zeige, dass für viele Bürger im Landkreis Miltenberg ehrenamtliches Engagement eine Selbstverständlichkeit sei, freute sich Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Thomas Feußner.
In der Region engagierten sich hunderte von Menschen in Schulen und Sportvereinen, Kirchengemeinden, Freiwilligen Feuerwehren, Musikschulen, Theatergruppen und vielen weiteren Vereinen für Kinder und Jugendliche. Darüber freute sich auch Landrat Roland Schwing. Bürgerengagement, so Schwing, schaffe eine Atmosphäre der Solidarität und bilde somit einen Grundpfeiler für eine lebendige und soziale Demokratie.
Eine unabhängige Jury der Gemeinnützigen Stiftung der Sparkasse entschied über die Vergabe der Preise. Die Sieger erhielten Preisgelder im Gesamtwert von 4.900 Euro.
Mit dem 1. Platz ausgezeichnet wurden die Katholische Junge Gemeinde Mömlingen und ihre Vorsitzende Nina Vogel, die seit über fünf Jahren als Jugendgruppenleiterin und seit zwei Jahren als Vorstand tätig ist. Die KJG Mömlingen ist einer der größten Jugendvereine im Landkreis Miltenberg und die größte KJG in der Diözese Würzburg. Hier treffen sich wöchentlich Jugendliche im Alter von 12 – 16 Jahren zu Gruppenstunden, in denen wichtige Werte vermittelt werden und offene Jugendarbeit geleistet wird. Die vielen Aktivitäten der KJG reichen von religiösen Wochenenden über Sternsingerprojekte und den Einsatz für Dritte-Welt-Läden. Der 2. Platz ging an das Technische Hilfswerk in Miltenberg und seinen Jugendbeauftragen Stefan Wolf, der schon seit 1991 aktiv beim THW dabei ist. Das THW Miltenberg vermittelt das umfassende Spektrum der Katastrophenhilfe an Jugendliche. Dazu gehören z. B. das Retten von Personen, das Bewegen von Lasten, Hochwasserschutz und Brandbekämpfung.
Den dritten Platz hat sich der TV Trennfurt „ergattert“.
Hier darf sich der 1. Vorsitzende Horst Heuß über eine finanzielle Unterstützung für den Verein freuen. Heuß vermittelt schon seit vielen Jahren und mit großem Einsatz die Freude am Turnen und an Bewegung in unserer Region. Der Vereinssport gibt den Jugendlichen Halt, Orientierung, Gemeinschaft und Selbstvertrauen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung der jungen Menschen.
Ebenfalls geehrt wird das Projekt „Schülerpaten“ vom MAIN-EHRENAMT Erlenbach in Zusammenarbeit mit der Barbarossaschule Erlenbach. Bei diesem Projekt steht die Integration der Jugendlichen in die „Erwachsenenwelt“ sowie die individuelle Begleitung bei der Berufsorientierung und die Vermittlung von persönlichen und sozialen Kompetenzen im Vordergrund, erklärt Projekt- Koordinatorin Susanne König.
Auch die „Wilden Marienkäfer“ vom Obst- und Gartenbauverein aus Laudenbach erhielten einen Preis. Dem Verein mit Jugendleiterin Michaela Ludwig ist es wichtig, den Kindern und Jugendlichen die Natur spielerisch näher zu bringen und sie an die Arbeiten des Obst- und Gartenbauvereins heranzuführen.
Eine finanzielle Unterstützung erhielt noch der Turn- und Sportverein Röllbach. Hier ist Jugendtrainer Tino Ackermann schon seit über 30 Jahren als Trainer aktiv im Dienst. Bei diesem Verein steht vor allem die persönliche Weiterentwicklung der Jugendlichen im Mittelpunkt.
(Quelle: Sparkasse Miltenberg-Obernburg)

Ausbildung Maschinist Schmutzwasserpumpe für das HCP Modul Bayern

Ausbildung an den THW-Großpumpen

Vom 21.09.12 bis zum 23.09.12 fand im Ortsverband Neuburg zum zweiten Mal ein Ausbildungslehrgang zum Maschinist „Schmutzwasserpumpe“ statt.
Diese Ausbildung findet normalerweise zentral in der Bundesschule Hoya statt, konnte aber durch geeignete Ausbilder dieses Jahr auch wieder dezentral für das bayrische HCP Modul angeboten werden. Durch diese dezentrale Ausbildung ergeben sich mehrere Vorteile, zum einen reduzieren sich die Anfahrtswege und Ausbildungskosten, zum anderen kann sehr gezielt auf die unterschiedlichen Wissenstände der 17 Teilnehmer eingegangen werden.
In der Ausbildung zum Maschinist Schmutzwasserpumpe werden sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Grundlagen vermittelt. Besonderer Wert wird hierbei auf den störungsfreien Pumpbetrieb und auf die feldmäßige Behebung von Schäden gelegt, da dies für das weltweit agierende HCP Modul essenziell ist.
Ausgebildet werden diese Grundlagen an im THW vorhandenen Großpumpen

  • Hannibal-Pumpe ( Kreiselpumpe 5.000 l/min.)
  • Börger-Pumpe (Drehkolbenpumpe 5.000l/min.)
  • DIA-Pumpe (Kreiselpumpe 15.000 l/min.)

Als Lehrgangleiter fungierte Florian Rothmeier (OV Pfaffenhofen), der durch Andreas Bielek (OV München-West) und Martin Bauch (OV Eichstätt) unterstützt wurde. Besonderer Dank gilt dem Koch des OV Neuburg, Phillipp Hofmann, für die hervorragende Rundumbetreuung und den Helfern des OV Neuburg für die Unterstützung. Vom Ortsverband Miltenberg nahm Maximilian Schneider in seiner Funktion als THW-Experte für das HCP – Modul teil.