Aktivitäten im Ortsverband

Informieren Sie sich über unsere laufenden Aktionen und Ausbildungen. Durchstöbern Sie aber auch unsere "alten" Jahrgänge, hier findet sich viel informatives über unsere Entstehung und Einsätze. Erhalten Sie so einen kleinen Einblick in das Leben unseres Ortsverbandes.

2012

Grundlagen - Ausbildung

Der GKW 1 von unten - wie verläuft die Seilwinde und was ist dabei zu beachten?

Beim letzten Ausbildungstag im Jahr 2012 ging es um das Thema Grundlagen. So wurde unter der Leitung von Herrmann Schneider die Seilwinde des Gerätekraftwagen 1 (GKW 1) auf Herz und Nieren ausgebildet, denn beim Einsatz der Fahrzeugseilwinde gibt es eine Menge zu beachten. Auch wurde direkt am Fahrzeug erläutert, wie diese in Betrieb genommen wird.
Bei der zweiten Station unter der Leitung von Michael Zipf wurde das Logistikkonzept unseres Ortsverbandes vorgestellt. Mittlerweile besitzen wir unzählige von Gitterboxen, Transportgestellen und Kisten, in dem die div. Einsatzmittel bereits vorverlastet sind, um im Einsatzfall schnell zur Einsatzstelle gebracht zu werden. Die einzelnen Module sind mit entsprechenden Schildern versehen, aus denen das Gewicht, die Zusammenstellung des Materials und der entsprechende Ladeort gekennzeichnet sind. Mit Hilfe des Staplers wurde im Anschluss an die kurze theoretische Einführung ein Modul auf den Kipper verladen und entsprechend gesichert.
Last but not least ging es in der Werkstatt, unter der Leitung von Michael Wolf um die Handhabung von Holz- und Metallbearbeitungswerkzeug. Hierzu wurde eine sog. „Knagge“ aus Kanthölzern und Gewindestäben hergestellt. Zum Einsatz kamen neben Akkuschrauber, Winkelschleifer auch die Kreissäge um das entsprechende Material ab zu längen.
Bevor es in den gemütlichen Teil überging, wurde die neue kontinuierliche Dienstzeiterfassung und deren Handhabung vorgestellt. Ab dem neuen Jahr entfallen somit die guten alten Unterschriftenlisten, denn diese werden durch den THW-Ausweis ersetzt.
Zur festen Tradition ist mittlerweile das gemütliche Beisammensein am letzten Ausbildungssamstag geworden, so auch im Jahr 2012. Natürlich feuerte unser Grillmeister „Bärle“ den Grill an, von dem es wieder viele Leckereien gab.

Jahresabschluss

Die Nachtwanderung der THW-Jugend führte zum Weinlehrpfadparklplatz Großheubach

Jahresabschluss in der THW-Jugend. Traditionell ging es auch in diesem Jahr wieder auf große Wanderschaft in den verschneiten Landkreis, denn wie bestellt hielt der Winter am heutigen Freitag Einzug in den Landkreis und verwandelte ihn in eine tolle Schneelandschaft, aber leider auch in spiegelglatte Straßen, weshalb die Wandergruppe heute nicht ganz so groß war.
Nachdem die notwendigen Materialien wie Grill, Bänke und Brennholz auf den Idienst verladen waren, fand ein kurz Unterricht in Sachen Karte und Kompass statt. Auch was eine Marschzahl ist und wie sie gelesen wird wurde ausführlich erläutert, denn solche Marschzahlen sollten die beiden Teams schließlich zum Ziel führen.
Während eine Gruppe zum Miltenberger Edeka fuhr, startete die zweite Gruppe von der Firma Ziemann in Bürgstadt und folgte dem Main in Richtung Miltenberg. Hier wurde die Martinsbrücke überquert und mit den nächsten Marschzahlen kam die Gruppe dem Ziel immer näher. Auch die zweite Gruppe machte sich auf dem Weg und folgte dem Radweg, durch den Kleinheubacher Park nach Kleinheubach. Dort wurde die Mainbrücke in Richtung Großheubach eingeschlagen und mit einem kleinen Umweg über den Weinbergweg wendete sich diese Gruppe auch dem Ziel zu. Natürlich immer mit einem Blick auf den Kompass.
Fast zeitgleich trafen die beiden Teams am Weinlehrpfad-Parkplatz ein, wo unsere Küchenfee Renate sowie Matthias Zipf bereits mit einem wärmenden Tee, prasselndem Lagerfeuer und leckeren Bratwürsten warteten. Als süßen Abschluss spendierte Sina wieder leckere Muffins. Anschließend ergriff Jugendleiter Stefan das Wort und gab einen kleinen Rückblick auf das vergangene Jugendjahr, aber auch der Themenplan für das Jahr 2013 wurde kurz erläutert, bevor der Jahresbericht 2012 an alle übergeben wurde. Anschließend ging es zur THW-Unterkunft zurück, wo bereits die Eltern warteten.

Beleuchtungsübung auf dem Main

Ein Leuchtmittel wurde auf einem Einsatzponton installiert, um die Brücke auszuleuchten.

„Übungsalarm für das THW Miltenberg – ein Güterschiff hat die Feudenberger Brücke gerammt. THW wird zum erkunden von Schäden benötigt.“ - So oder ähnlich hätte die richtige Alarmmeldung für unseren Ortsverband lauten können, doch auch so war es spannend genug an der letzten Ausbildungseinheit für die Fachgruppe teilzunehmen. Nach einer kurzen Einweisung wurde durch den Einsatzabschnittsleiter die Gruppe aufgeteilt und ein Boot an der THW-Unterkunft zu Wasser gelassen, während das zweite Einsatzponton mit dem GKW 1 in Richtung Freudenberg ausrückte.
Bei diesen Ausbildungsübungen geht es darum, das Gerät noch besser kennen zu lernen und vor allem die Strukturen und Besonderheiten von Wassereinsätzen besser einschätzen zu können. So stellte sich z. B. heraus, dass das in Miltenberg zu Wasser gelassene Einsatzponton schneller einsatzbereit in Freudenberg ankam, als das Einsatzponton, das vor Ort zu Wasser gebracht wurde. Auch beim eigentlichen Einsatzauftrag, dem erkunden der „beschädigten“ Brücke konnten wertvolle Erkenntnisse gesammelt werden, denn nicht jede Lichtquelle ist für den Wassereinsatz geeignet. Was sich jedoch bei der kompletten Übungsstaffel bewährte, ist die Aufteilung in einen Abschnittsleiter Wasser bzw. Land, so können wertvolle Vorbereitungsarbeiten bereits am Land vollzogen werden, während der Abschnittsleiter Wasser sich um die Aufgaben der Wasserfahrzeuge kümmert. Weitere Erkenntnisse werden in den nächsten Monaten zusammengetragen und fließen letztendlich in das Einsatzkonzept Wasser und der daraus resultierenden Materialbeschaffung / Verbesserung ein.
Ein großes Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, die bei den Übungen mit von der Partie waren, jedoch auch Zugführer Thomas Frieß für die Vorbereitung und Leitung der Übungen.

Ausleuchten von Einsatzstellen

Noch ist es dunkel, doch die Junghelfer/innen sind bereits beim Aufbau des Statives.

Einsätze in der dunklen Jahreszeit fordern eine gute Ausleuchtung der Einsatzstelle, um evtl. Gefahren auf ein Minimum zu reduzieren. Aus diesem Grund stand auch in diesem Jahr das Thema „Ausleuchten von Einsatzstellen“ auf dem Ausbildungsplan der Jugendgruppe. In einer kurzen theoretischen Einführung ging Jugendbetreuer Stefan Wolf auf die Besonderheiten des Aufbaus und den damit zusammenhängenden Unfallverhütungsvorschriften ein. Nachdem soweit alle Fragen zum Thema Notstromerzeuger, Dreifachverteiler, Scheinwerfer, Stative sowie den notwendigen Verlängerungskabeln geklärt waren, ging es in die Praxis.
Hier wurden zwei Teams gebildet, die die Aufgabe hatten, das Vorfeld der Hochwasserschutzhalle sowie der Fahrzeughalle auszuleuchten, ohne jedoch den anfallenden Staplerverkehr zum verlasten der Hochwasserschutzteile zu behindern.
Mit diesem Einsatzauftrag ging es ans Werk. Zuerst wurde die Lage vor Ort erkundet und an einer kleinen Skizze die Standorte der Scheinwerfer aufgezeichnet. Die beiden Gruppenführer teilten dann Ihre Teams ein und verteilten die Aufgaben. Wie in der Theorie angesprochen, wurden zuerst die Verbraucher aufgebaut, bevor die Kabel zu den Stromquellen gezogen wurden. Innerhalb kürzester Zeit war die Hochwasserschutz- sowie Fahrzeughalle hell erleuchtet.
Bei der anschließenden Nachbesprechung, die direkt vor Ort stattfand, wurden auf kleine Verbesserungen eingegangen und es gab von den beiden Betreuern Nico sowie Stefan wertvolle Tipps für die nächste Nachtübung. Auch konnten dabei die unterschiedlichen Lichtquellen und deren Vor- bzw. Nachteile live erlebt werden. Zu guter Letzt wurden das Material wieder zurück in die Fahrzeuge geräumt.

Vorbereitung auf den Winter

Ist noch genug Betriebsstoff in der richtigen Zusammensetzung vorhanden?

Eisige Temperaturen. Glatte Straßen. Starker Niederschlag. Langsam aber sicher hält der Winter Einzug in unserem Landkreis. Wetterlagen wie diese stellen harte Anforderungen an Mensch und Material. Doch es sind gerade Umstände, die auch für ein erhöhtes Einsatzaufkommen sorgen. Daher ist es besonders für Hilfsorganisationen wie das Technische Hilfswerk wichtig sich auf die Fahrzeuge und Arbeitsgeräte verlassen zu können.
Daher führten die Helfer des Ortsverbandes am vergangenen Samstag wie jedes Jahr eine große Kontrollaktion an den Fahrzeugen durch. Ein letztes Mal vor dem herannahenden Frost wurden alle Autos von außen und innen gereinigt und empfindliche Teile wie die Gummidichtungen an den Türen gepflegt. Auch wurden die Füllstände und der Zustand der Frostschutzmittel überprüft und die Kraftstoffreserven mit Winterdiesel, einer speziellen Kraftstoffmischung, die tieferen Temperaturen trotzen kann, aufgefüllt.
Während die aktive Mannschaft sich um die Fahrzeuge kümmerte war auch die Grundausbildungsgruppe nicht untätig. Sie beschäftigten sich mit dem richtigen Aufbau eines Statives samt Scheinwerfer, mit der Inbetriebnahme und Bedienung verschiedener Aggregate sowie mit dem sicheren aufstellen und begehen von Leitern.

Führungskräftetagung in Bayern

Am Samstag, 17.11.12 sind Vertreter der bayerischen Ortsverbände, der Geschäftsstellen und der gesamten THW-Familie zusammengekommen, um gemeinsam auf das Jahr 2012 zurück zu blicken und die Herausforderungen des nächsten Jahres zu planen.
Die Veranstaltung war gut besucht und die eingegangenen Rückmeldungen sind durchaus positiv. Dies zeigt, dass der Bedarf an Gelegenheiten, sich über aktuelle Themen auszutauschen, vorhanden ist. Der Landesbeauftragte, Dr. Fritz-Helge Voß, hat in seiner Grundsatzrede auf die Herausforderungen aufmerksam gemacht, die in den kommenden Monaten und Jahren auf uns zukommen werden. Helfermotivation, Ausbildung und Einsatz sind Themen, die unser Handeln im Jahr 2013  prägen werden.
Nach der Grundsatzrede des Landesbeauftragten haben die Studenten der BAW die Ergebnisse der internen Marktforschung und das Konzept für die Werbekampagne des Landesverbandes einem aufmerksamen THW-Publikum vorgestellt. Nachmittags konnten sich die Teilnehmer in vier Fachforen über den aktuellen Stand in Sache Entbürokratisierung, Sicherheit und Gesundheit informieren, so wie über die Attraktivität des Dienstes im THW, Auslandeinsätze und die Zusammenarbeit mit den Komponenten der THW-Familie.
Diese Veranstaltung, die auch 2013 im Landesverband gehalten werden wird, gibt uns die Möglichkeit, gemeinsam über den Stand der Dinge zu diskutieren und unsere Zukunft zu gestalten. Auch dank Treffen wie diesem sind wir im engen Kontakt mit unseren Ortsverbänden und können wir erfahren, ob wir uns auf dem richtigen Weg befinden. So Dr. Voß in seiner Abschlussrede. Herzlichen Dank daher an alle Teilnehmer und an den Geschäftsführerbereich Nürnberg für die gelungene Organisation der Veranstaltung!
(Quelle: THW-Bayern)

Bereichsausbildung Motorsäge

Schnittführung mit der Motorsäge - ein Bestandteil der umfangreichen Ausbildung.

Nach schweren Unwettern werden oft Straßen von entwurzelten oder umgeknickten Bäumen versperrt. Um für dieses Ereignis gewappnet zu sein, benötigt das THW Helfer, die im Umgang mit der Motorsäge in solchen Lagen geschult sind. Denn es handelt sich hierbei nicht einfach nur um ein Stück Holz, das abgeschnitten werden muss, sondern um Bäume, die zum Teil noch unter Spannung stehen und von denen ggf. weitere Gefahren ausgehen können. Aus diesem Grund führte der Geschäftsführerbereich Karlstadt eine Bereichsausbildung zum Motorsägenführer durch, an der auch fünf Helfer aus unserem Ortsverband teilnahmen.
Nachdem bereits Mitte der Woche sowohl die theoretischen Grundlagen für die sichere Handhabung der Motorsäge sowie das Beurteilen von Bäumen als auch das Wissen um Schutzkleidung und Wartung der Geräte aufgefrischt wurde, trafen sich die Teilnehmer aus den verschiedenen Ortsverbänden am Samstag an der Unterkunft in Lohr um den praktischen Teil der Ausbildung zu absolvieren. In einem nahen Waldstück konnten die Helfer unter Aufsicht der Ausbilder das vorher Erlernte in die Tat umsetzen. Trainiert wurden vor allem Schnitttechniken um liegende Bäume zu zerteilen sowie das fachgerechte und sichere Fällen.
Wir bedanken uns bei den ebenfalls ehrenamtlich im THW tätigen Ausbildern für die hervorragende Umsetzung des Lehrgangs.

Atemschutz-Belastungsübung

Das Fahrradergometer ist ein Teil der Belastungsübung für Atemschutzgeräteträger.

Ein jährlicher Pflichttermin für jeden Atemschutzgeräteträger ist der Besuch einer Atemschutzstrecke, in unserem Fall wird diese von der Werksfeuerwehr ICO betrieben. Aus diesem Grund fanden sich gegen 18:00 Uhr sämtliche Atemschutzgeräter in der Unterkunft ein und fuhren gemeinsam zum Industriecenter Obernburg, wo die Strecke durch unseren Atemschutzbeauftragten Matthias Zipf bereits für uns gebucht war.
Schnell waren die notwendigen Formalitäten erledigt und das erste Team konnte das Atemschutzgerät anlegen und mit dem Pflichtprogramm beginnen. Hierzu zählen das  Leitersteigen, Laufband, Fahrradergometer sowie der Schlaghammer. Im Anschluss folgt dann der eigentliche Durchgang durch die Atemschutzstrecke, die in unserem Fall aus einem Gitterlabyrinth besteht, in dem mehrere Stationen eingebaut sind, die es zu überwinden gilt.
Insgesamt verfügt unser Ortsverband über acht Überdruckgeräte der Marke Dräger PAS Standard sowie 14 komplett ausgebildete Atemschutzgeräteträger. Neben dem jährlichen Streckendurchgang müssen die Atemschutzgeräteträger(innen) an div. Übungen sowie einer jährlichen Unterweisung teilnehmen, um weiterhin als Atemschutzgeräteträger tätig zu sein.

THW Rallye

Gemeinsam das Spinnennetz durchsteigen und nicht auf das Pflaster kommen - eine Teamaufgabe die es zu bewältigen galt.

THW Rallye bei der THW-Jugend Miltenberg – was könnte sich denn in diesem Jahr dahinter verstecken – oder was ist das überhaupt? Diese Frage stellten sich einige Jugendliche beim heutigen Ausbildungsnachmittag. Doch die Frage war schnell beantwortet. Bevor es jedoch an die eigentliche Aufgabenstellung ging, wurden nochmals die wichtigsten Stiche und Bunde wiederholt und so ins Gedächtnis gerufen.
Anschließend hatten auf dem Hof der Unterkunft die beiden Jugendbetreuer Simon Schuldt sowie Stefan Wolf mehrere Stationen aufgebaut, die durchlaufen werden mussten. Hierzu wurden drei Teams gebildet und schon ging es los. Bei der ersten Station, einem sogenannten Spinnennetz mussten die Teilnehmer durch ein Seilnetz steigen, wobei eine Öffnung immer nur einmal benutzt werden durfte. Erschwerend kam hinzu, dass das Pflaster nicht betreten werden durfte, sondern das Team nur auf kleine Bretter stehen durfte. Bei der zweiten Station mussten so viele Halbschläge wie möglich in einer bestimmten Zeit gelegt werden, hier zahlte sich die vorherige Übung aus. Last but not least musste ein Golfball mit Hilfe einer Einheitskrankentrage über einen Hindernisparcour transportiert werden. Die letzte Station forderte das Gedächtnis, wie auch die körperliche Fitness der einzelnen Teams. An der Fahrzeughalle zeigte Simon einen Plan, der in der Unterkunft von den Zeichnern nun aufgezeichnet werden musste. Dabei durfte sich jeweils ein Läufer nur ein Detail merken und dem Zeichner mitteilen. Gespannt schauten sich die Jugendlichen das Ergebnis Ihrer sportlichen Tätigkeit an, war auch wirklich das Planquadrat an der richtigen Stelle, wie auf dem Originalplan? Bei allen Stationen stand heute das Team im Vordergrund, denn nur wenn das Team gut zusammengearbeitet hatte, konnte die Aufgabe schnell und vor allem richtig gelöst werden.

Stegbau in Amorbach

Vorsichtig werden die Brückenträger in den Bachlauf eingeschwenkt.

Mundpropaganda ist die beste Werbung, so eine alte Weisheit – und es stimmt! - Bereits im Sommer 2012 waren wir für die Marktgemeinde Schneeberg aktiv, um einen Behelfssteg über den Billbach herzustellen. Vor wenigen Wochen wurden wir durch die Stadt Amorbach beauftragt, einen ähnlichen Behelfssteg, jedoch über die Mud und nicht als Bühne, sondern als Behelfssteg für Fußgänger herzustellen. In unmittelbarer Nähe wird eine marode Brücke in den nächsten Monaten abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Damit die Bevölkerung nicht zu große Umwege für den Zugang zur Altstadt in Kauf nehmen muss, erhielt unser Ortsverband die Aufgabe einen Behelfs-Fußgängersteg zu erstellen.
Wie auch in Schneeberg kam das Fährbaumaterial, in Fachkreisen auch als SD-Material bekannt, zum Einsatz. Es handelt sich dabei um massive Aluminiumträger, die mit sog. Fahrbahnplatten belegt werden. Insgesamt hat der in Amorbach aufgebaute Steg eine Spannweite von rund elf Metern. Zuerst wurde durch die THW-Helfer ein Auflager an den beiden Uferseiten hergestellt. Anschließend wurde mit Hilfe des Autokrans drei Träger am Montageplatz vorbereitet, komplett in das Bachbett eingeschwenkt und fixiert. Nun konnten die Fahrbahnplatten eingelegt werden. Um den Steg für die Öffentlichkeit freizugeben, wurden nun noch Geländer sowie die Aufgänge installiert. Nach Übergabe an die Stadtverwaltung Amorbach ist der Steg nun für Fußgänger freigegeben.