27.07.2019, von Wolfgang Bohlender

Spannung, Spiel und Überraschung

THW-Jugendlager mit Erlebnischarakter und einer ausgewogenen Portion an Ausbildung – dies zum Teil mit dem Technischen Zug

In der ersten Ferienwoche war es wieder soweit – die THW Jugend des THW Miltenberg fuhr in ihr Jugendlager, welches sich dieses Jahr zum 28zigsten Mal zählen lies. In diesem Jahr ging es auf den Standortübungsplatz Wolferstetten der Bundeswehr-Kaserne Hardheim-Külsheim, wo es hieß »Spannung, Spiel und Überraschung«. Auch in diesem Jahr stand wieder eine reichhaltige Spannbreite von Ausbildungseinheiten und Spaß auf dem Programm.
Die Ausbildung von Jugendlichen hat beim THW Miltenberg einen hohen Stellenwert. So hatte das Jugendlager, mit Erlebnischarakter, zum Ziel, den Ausbildungsstand der 15 jungen Hilfskräfte zu erweitern, wie auch Kameradschaft und Freundschaft zu fördern. Mit von der Partie bei der diesjährigen Ausbildung war ebenfalls an zwei Tagen der Technische Zug.
In der Jugendgruppe üben die Helfer und Helferinnen den Umgang mit der modernen Technik des THW und werden spielerisch an die Aufgaben im Katastrophen- und Bevölkerungsschutz herangeführt. Unter der Leitung der beiden Jugendbetreuer Marco Schlackl und Nico Kempf, wie des Gruppenführers Michael Zipf sollten die Jugendlichen und die Helfer/-innen des Technischen Zugs vor allem lernen und verstehen »was es heißt zu helfen«.

Umgang mit Technischem Gerät und die Rettung von Verletzten standen im Mittelpunkt
Die Ausbildungsschwerpunkte lagen auf dem fachgerechten Umgang mit dem technischen Gerät, der Rettung von verletzten Personen aus Gefahrenlagen und ihre Erstversorgung. Weiter übte man auch mit dem Einsatz-Gerüst-System, kurz »EGS«, welches man nutzte um einen Steg wie auch eine Schlauchbrücke zu bauen.
Mit dem Technischen Zug zusammen spielten die Nachwuchshelfer in den nahe gelegenen Übungshäusern situationsgerechte Übungsszenarien durch – geprobt wurde unter anderem die Sicherung des Gebäudes mit dem EGS und die Evakuierung eines Gebäudes nach einer Gasexplosion.
Ein weiterer besonderer Schwerpunkt der Übungsaktivitäten, mit dem Technischen Zug, war die Sicherung einer Unfallstelle nach einem Verkehrsunfall und die Bergung der verunfallten Insassen – wozu eigens der Technische Zug ein Kleinwagen mitbrachte, um der Übungsaktivität mehr an Realität zu verschaffen.
Die Bergung der Verletzten gestaltete sich außerordentlich schwierig, da sie in dem Kleinwagen eingeklemmt waren. So bestand hier die Aufgabe im Wesentlichen darin, für eine sichere Rettung, die Verletzten aus dem Auto mit Schere und Spreizer herauszuschneiden.
Bei der Bewältigung dieser Aufgabe stellte sich heraus, dass eine Person aus dem Fahrzeug geschleudert wurde. Diese musste gesucht und versorgt werden. Die Besonderheit hier, die Person wurde in einer tiefen Baustellengrube gefunden. So galt es hier, bevor mit der Bergung der verletzten Person begonnen werden konnte, die Grube zusichern mit dem senkrechten Normverbau.

Freizeitspaß kam nicht zu kurz
Es stand aber nicht nur praktische Wissensvermittlung auf dem Programm, auch den Freizeitspaß haben die Betreuer während des Erlebnislagers nicht aus den Augen verloren. Um die Gruppenzugehörigkeit zu fördern, gab es eine Lager-Olympiade und eine Betriebsbesichtigung in Lengfurt bei der HeidelbergCement AG und der Freiwilligen Feuerwehr Wertheim.


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