14.09.2019, von Wolfgang Bohlender

Gemeinsame Lösungen finden

Übung von Feuerwehr, SEG und THW auf dem Kasernengelände in Mainbullau

Feuer auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne in Mainbullau, mehrere verletzte Personen – so das Ausgangsszenario der gemeinschaftlichen Übung der Feuerwehren Mainbullau und Amorbach, der SEG Kirchzell und dem THW Miltenberg.
Nach Eingang der Alarmierung versetzte die Feuerwehr Mainbullau ihre Hilfskräfte zum Einsatzort, um die Lage zu erkunden und um den Erstangriff vorzubereiten. Hier stellte sich sehr schnell heraus, dass die Lage Unterstützung erfordert, da sich eine Vielzahl von Personen im Gebäude aufhielten und im Brandherd zum Teil gefangen waren und alarmierte daraufhin die Feuerwehr Amorbach und die SEG Kirchzell, sowie das THW Miltenberg.
Wenige Minuten nach der Alarmierung trafen die ersten Einsatzkräfte am Einsatzort ein und kurzdrauf wimmelt es von 75 Einsatzkräften in roter und blauer Einsatzkleidung am Einsatzort.
Das Übungskonzept hatte es in sich: Nicht nur dass das Gebäude in Flammen stand, sondern auch eine durchgängige Verrauchung des Gebäudes gegeben war, aus dem die Verletzten gerettet werden müssen, war auch die Wasserversorgung eine gewaltige Herausforderung, dieser sich die Einsatzkräfte haben annehmen müssen.

Eingeschlossene Personen aus Gebäude gerettet
Während sich die Sanitäter der SEG, aufgrund der Anzahl der Verletzten, ihren Verbands- und Verletztenbetreuungsplatz einrichteten, baute die Feuerwehr ihre Löschstrecke zum Löschen des Brandes auf und rüstete einen Atemschutztrupp aus, welcher der Aufgabe nachkommen musste, die eingeschlossenen Personen im Gebäude zu lokalisieren und zu bergen.
Schnell stand fest, dass das mitgeführte Löschwasser nicht reicht und weiteres Löschwasser benötigt wird. Aus diesem Grund musste vom Waldrand ab eine ca. 850 m lange Schlauchleitung in Richtung Kaserne verlegt werden. Da der Weg zu der am Feuerwehrhaus Mainbullau gelegene Zisterne zu weit war, wurde durch das THW ein Pufferbecken erbaut und um eine einsatzwichtige Einfahrt frei zu halten eine Schlauchbrücke als Überführung der Schlauchleitung.
Parallel zum Aufbau der Peripherie für eine reibungslose Einsatzortversorgung wurden nach und nach durch die Feuerwehr die eingeschlossenen Personen geortet, geborgen und der Erstversorgung durch die SEG zugeführt.

Ziel der Übung war es gemeinsame Lösungen zu finden
Ziel der Übungsverantwortlichen, zusammensetzend aus Feuerwehr Mainbullau Daniel Paulus, Feuerwehr Amorbach Thorsten Fritz und Jens Berberich, der SEG Kirchzell Johannes Roth und des THW Miltenberg Thomas Frieß und Stefan Wolf, war es gemeinsame Lösungen zu finden und so die Einsatzkräfte in einer außergewöhnlichen Übung in den möglichen Facetten eines Einsatzes zu fordern.
Was genau auf die Einsatzkräfte zukam wurde vorab nicht verraten. Genau wie im Ernstfall wurden die Einsatzkräfte sprichwörtlich ins »kalte Wasser« geworfen.
So war auch das Resümee zur Übung: Das Miteinander war stark. Die Kommunikation untereinander war sehr gut und absolut zielführend. Zum Teil liefen die Einsatzkräfte wohl hart an der Grenze, aufgrund der sich im Übungsverlauf steigenden Anforderungen, welchen von Anfang bis zum Schluss entsprochen wurde.


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