30.11.2019, von Stefan Wolf

Erfolgreicher Atemschutz im THW

„Jetzt bin ich schon so oft hier und habe immer noch nicht gesehen, wohin ich laufe!“ - „Naja, es ist ja auch immer Dunkel, wenn wir kommen, vielleicht müssten wir einmal am Tag kommen.“ - „Ach quatsch, viel schlimmer ist die Leiter, die scheint endlos zu sein ….“ So ähnlich waren die Aussagen der Atemschutzgeräteträger des Technischen Hilfswerk Miltenberg beim Besuch der Atemschutzübungsanlage bei der Werkfeuerwehr des Industrie Center Obernburg. Alles nicht verwunderlich, denn beim jährlichen Besuch der Anlage müssen die Atemschutzgeräteträger (AGT) rund 80 KJ (Kilo-Joule) Leistung erbringen. Um diese Leistung zu erbringen dient eine Endlosleiter, Laufband sowie Ergometer.
Erst nach dem Durchlauf dieser Geräte geht es auf die eigentliche Übungsstrecke mit Hitzekammer, ständiges hoch und runterkriechen, durch die Röhre rutschen und einen verrauchten Orientierungsraum.

Doch nicht nur die „alten“ Atemschutzgeräteträger waren in dieser Woche unterwegs – vier neue Einsatzkräfte ließen sich unter der Leitung von Andreas Schilder im Ortsverband Künzelsau für den Einsatz unter Atemschutz ausbilden. Grundlage hierfür bildet die Feuerwehr-Dienstvorschrift 7 (FwDV7), denn analog der Feuerwehr werden auch die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks mit Hilfe dieser Dienstvorschrift ausgebildet.
Dabei wurde nicht nur der Umgang mit Atemschutzgeräten (Filtergeräte, wie auch sog. umluftunabhängige Atemschutzgeräte) ausgebildet, sondern auch auf die Gefahren und Auswirkungen von Atemgifte eingegangen. Ebenso wurden die Sicherheitsmaßnahmen, angefangen von Trupp-weiser Vorgangsweise (mind. zwei Einsatzkräfte) über Registrierung der eingesetzten AGT bis hin zum gesicherten Rückzugsweg belehrt und in realen Einsatzübungen beübt. Neben der praktischen Ausbildung wurde auch Theorie „gebüffelt“, denn die Anatomie des menschlichen Körpers spielt eine große Rolle beim Thema Atemschutz. Auch wurde die richtige Ausstattung und Überwachung des Atemschutzeinsatzes gelehrt.
Die rund 25-stündige Ausbildung endete mit einer schriftlichen sowie praktischen Übung, welche unsere vier Einsatzkräfte - Corinna Häfner, Denny Herbert, Thorben Knörzer sowie Oliver Stapf bestandenen haben – Herzlichen Glückwunsch!


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