Aktuelles aus dem Ortsverband

Schneechaos in Südbayern - THW Miltenberg unterstützt Einsatz

In Bayern sind am heutigen Sonntag gut 1.400 überwiegend ehrenamtliche Kräfte im Dauereinsatz. Damit das THW auch die ganze kommende Woche Hilfe leisten kann, ist seit gestern Abend die Ablösung von mehr als 1.000 Einsatzkräften in Bayern durch neue Teams im vollen Gange.

Gegenwärtig spitzt sich die Wetterlage im Süden von Deutschland zu. Schwerer, nasser Schnee belastet die Dächer im Alpenraum immer stärker Die Meteorologen rechnen mit intensivem Schneefall: zwischen 70 und 100 Zentimetern in den nächsten Stunden. Das THW stellt sich deshalb auf die Fortsetzung des Großeinsatzes ein.

Akuter Einsatzschwerpunkt ist weiterhin Bayern und hier das Beräumen der Dächer von der Schneelast. Derzeit wird rund um die Uhr daran gearbeitet. Die blauen Kräne, Teleskoplader und Radlader leisten hervorragende Arbeit. Zudem kommen ehrenamtliche Baufachberater zum Einsatz, die bei der Bestimmung von Schneelasten auf Gebäuden unterstützen.

Das THW unterstützt seit Sonntag, dem 6. Januar die Feuerwehren im Kampf gegen die Schneemassen. Seitdem sind insgesamt über 4.100 THW-Einsatzkräfte im Einsatz. Den Schwerpunkt bilden die Einsatzlagen in Bayern. Das THW bedankt sich in diesem Zusammenhang bei den Arbeitgebern und bei den Angehörigen der Helferinnen und Helfern und für die großartige Unterstützung.

Hauptaufgaben der ehrenamtlichen Einsatzkräfte des THW lagen bisher auf dem Freiräumen von Dächern, Räumen von Schnee mit Baumaschinen, Einschätzung der Statik von Gebäuden, Beseitigung von Schneebruch auf Straßen und Bahnstrecken, Freischleppen von LKW, Versorgung von Einsatzkräften sowie Führungsunterstützung und Fachberatung der Einsatzleitungen. In Baden-Württemberg wird eine Basisstation für den Digitalfunk mit Notstrom versorgt.

13.01.2018 - Einsatzvorbereitung

Auch der THW-Ortsverband Miltenberg beteiligt sich bei diesem Einsatz und entsendet den Gerätekraftwagen 1 sowie den Zugtrupp in das Katastrophengebiet. Unsere HelferInnen werden im Landkreis Traunstein (genauer Übersee am Chiemsee) eingesetzt und unterstützen die dortigen Einheiten. Insbesondere sollen Dächer auf die Schneelast überprüft und gefährdete Dächer anschließend abgeräumt werden.

14.01.2019 - Anreise in das Katastrophengebiet

Das Miltenberger THW-Team ist mit insgesamt 15 HelferIn sowie dem Gerätekraftwagen 1 sowie Zugtrupp-MTW am Vormittag in Richtung Katastrophengebiet aufgebrochen. Gegen 19:00 Uhr passierten die Fahrzeuge den Meldekopf, erhielten Verpflegung und fahren nun weiter nach Oberwössen, wo sie für die Nacht untergebracht sind. Ab morgen früh geht es dann darum, betroffene Dächer zu sichten und anschließend zu beräumen.

15.01.2019 - 1. Einsatztag "Schneeräumen"

Helfer beim Beräumen des Dachs.

Der erste „Arbeitstag“ unseres Team‘s begann mit einer Verlegung in einen neuen Bereitstellungsraum. Nach einiger Wartezeit wurde ein Hotel in der Ortschaft Reit im Winkl der Mannschaft zugeteilt. Nach einer kurzen Erkundungsphase und dem eintreffen eines entsprechenden LKW-Krans zur Sicherung der eingesetzten HelferIn, konnte mit dem beseitigen der cirka 1,60 m hohen Schneelast auf den Dächern der Gebäude begonnen werden. Aufgrund der Regenfällen der letzten Tagen ist der Schnee vollgesogen und ist extrem Kräfteraubend von den Dächern zu schippen. Aus diesem Grund wurde sogleich ein Schichtdienst eingeführt, um genügend Erholungspausen zu gewährleisten. Gegen Abend wurden die Räumarbeiten abgebrochen.
Nach dem Chaos der vergangenen Tage ist laut Deutschem Wetterdienst endlich ein Ende der Schneefälle in Sicht. In den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Berchtesgadener Land, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach und Traunstein sind allein heute rund 930 Einsatzkräfte des THW weiter im Einsatz gewesen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldet langsame Entspannung. Stellenweise kann es aber immer noch bis zu zehn Zentimeter Neuschnee geben. Langfristig dürfte die Lage aber erst gegen Ende der Woche normalisieren.

16.01.2019 - 2. Einsatztag "Schneeräumen"

Die Schnee-Räumarbeiten auf dem Hotelkomplex sind heute weiter gelaufen. Dank der Unterstützung und Hinweise der Bewohner konnte die Arbeitsweise des Miltenberger Teams etwas modifiziert werden. So werden zur Beseitigung der Schneemassen sog. Schneehexen eingesetzt – dennoch ist die Arbeit mit voll angelegter Sicherheitsausstattung sehr Kräftezehrend. Das Miltenberger Team ist bei diesem Objekt nicht alleine vor Ort, sondern wird tatkräftig durch das Forchheimer THW-Team, der Bundeswehr sowie zwei privater Kranunternehmen unterstützt.
Etwas ungeplanter verlief der heutige Nachmittag, als unser Zugtruppfahrzeug bei einer akuten Evakuierung eingesetzt wurde. Aufgrund akuter Lawinengefahr ordnete das Landratsamt Traunstein die Evakuierung des Ortsteils Raiten in der Gemeinde Schleching an. Die rund 250 Bewohner mussten umgehend ihre Häuser verlassen. Dabei unterstütze das Miltenberger Team beim Transport der Bewohner in die Notunterkunft.
Im Laufe des morgigen Tags hofft das Miltenberger Team den Hotelkomplex soweit von der Schneelast befreit zu haben, so dass dieser Einsatzort verlassen und eine neue Aufgabe zugeteilt werden kann.

17.01.2019 - 3. Einsatztag "Schneeräumen"

Quasi just-in-time konnte gegen 17:00 Uhr der Einsatzauftrag – Schneeräumung auf dem Dach des Hotels beendet werden. Den ganzen Tag über waren die Teams weiter damit beschäftigt, die verwinkelten Dächer des Hotels von der Schneelast zu befreien.

18.01.2019 - Heimreise

Heute stand eigentlich der letzte Arbeitseinsatz für das Miltenberger THW-Team an. Im Lagezentrum bzw. auch wenig später in „Natura“ stellte sich jedoch heraus, dass die noch zu räumenden Objekte weitab einer Straßeninfrastruktur lagen bzw. die noch erreichbaren Objekte bereits mit anderen THW-Einheiten beräumt wurden. Aus diesem Grund wurde in Rücksprache mit dem Bereitstellungsraum die geordnete Heimreise angetreten. Gegen 18:30 Uhr kam das 15-köpfige Miltenberger Team in der Unterkunft an´.

Schneechaos aufgelöst – Das THW beendet seinen Großeinsatz im Voralpenland

Vom 06. bis einschließlich zum 20. Januar hat der THW-Großeinsatz gedauert. Extrem starke und lang anhaltende Schneefälle hatten im südbayerischen Alpenraum für bis zu 2,5 Meter Schneehöhe gesorgt. Die Landkreise Bad-Tölz, Berchtesgadener Land, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach und Traunstein hatten aufgrund der extrem starken und lang anhaltenden Schneefälle den Katastrophenalarm ausgerufen. Hauptaufgaben der ehrenamtlichen Einsatzkräfte des THW lagen im Freiräumen von Dächern, Einschätzen der Statik von Gebäuden, Räumen von Schneemassen mit Radladern, Beseitigen von Schneebruch und Freiräumen von Hauptverkehrswegen. Zudem leisteten die Einsatzkräfte Führungsunterstützung und Fachberatung der Einsatzleitungen sowie logistische Versorgung.

Nach Abarbeitung der letzten Einsatzschwerpunkte in Miesbach, in Berchtesgadener Land und in Traunstein konnten die THW-Einheiten in die Heimatstandorte zurückkehren. Normalität kehrt wieder ein.

Das THW Miltenberg bedankt sich bei allen Helferinnen und Helfer für all das, was sie geleistet haben. Ein besonderer Dank gilt auch den Arbeitgebern sowie den Familienangehörigen für ihr Verständnis und ihre Unterstützung.

Abschlusswanderung mit Teamgeist

Teamgeist war bei den Spielen, aber auch bei der Wanderung gefragt.

„Was ist denn ein Webeleinenstek?“ – „Mh, das könnte der Mastwurf sein!“ – „Das wäre viel zu einfach, das muss ein anderer Knoten sein, den Palstek könnte ich dir ja sofort sagen, aber der Webeleinenstek?“ …. Nach einer kurzen Recherche im Internet war es dann doch der Mastwuf …. dies war nur eine Aufgabe, welche die vier Teams bei der Abschlusswanderung des THW-Ortsverbandes lösen mussten, um an die nächste Station zu gelangen.
Gemeinsam mit der Jugendgruppe sowie Mitgliedern der THW-Helfervereinigung ging es von der THW-Unterkunft mittels Karte & Kompass los. Unterwegs warteten einige Rätsel, aber auch zwei Aufgaben auf die Teams, welche nur gemeinsam gelöst werden konnten. Hier zeigte sich, die tolle Zusammenarbeit zwischen den „alten“ Hasen, aber auch den Mitgliedern der Jugendgruppe. Aber auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt, so gab es unterwegs immer wieder Gelegenheit eine Kleinigkeit zu essen oder sich an einem warmen Tee zu wärmen.
Wem dies immer noch nicht reichte, der durfte sich auf deftiges vom Grill freuen, das Bärle sowie Achim in der THW-Unterkunft während dessen zubereiteten und nach Ankunft der vier Teams gemeinsam eingenommen wurde. Anschließend saßen alle noch recht lange, entweder bei der ein oder anderen „Limo“ oder bei Stockbrot zusammen und ließen das Jahr Revue passieren.

Waldbrand bei Mainbullau - Übung für den Zugtrupp

Im Zugtrupp liefen alle Meldungen für die Einsätze zusammen.

Nach der großen Zugtruppübung im September, wurde heute der Miltenberger Zugtrupp mit einer großen Waldbrandlage konfrontiert. Unzählige Einsatzkräfte waren bereits im Einsatz, als auch der Alarm für das THW Miltenberg ausgelöst wurde. Wenig später fand sich der Fachberater in der Einsatzleitung ein, hier wurde im weiteren Einsatzverlauf der Kräftenachschub und auch die eigentliche Brandbekämpfung mit einem großen „Löschwasser-Rundkurs“ organisiert.

Im weiteren Verlauf wurde unser Zugtrupp zu diesem Einsatz hinzugezogen und unterstützte den Fachberater vor Ort mit der Organisation sowie Dokumentation der THW-Einheiten. Hierbei kam zunächst der THW-Ortsverband Miltenberg mit mehreren Fahrzeugen zum Einsatz, wenig später wurde in der Übungsannahme auch Vollalarm für den Nachbar-THW-Ortsverband Obernburg ausgelöst, um weitere Hilfskräfte und Spezialgerät zu mobilisieren. Nachdem sich der Flächenbrand weiter ausbreitete wurde im weiteren Übungsverlauf eine Untereinsatzabschnittsleitung THW gebildet, welche in erster Linie den Transport von Löschwasser organisierte.